
121 Blasinstrumente
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Koudi
Der Koudi (口笛, wörtlich "Mundpfeife") ist ein Aerophon aus der Familie der chinesischen Querflöten (Dizi). Er wurde nicht in Afrika, sondern 1971 in China vom Dizi-Meister Yu Xunfa (1946-2006) entwickelt, der sich dabei von prähistorischen Knochenpfeifen inspirieren ließ. Der Koudi ist das kleinste Mitglied der Dizi-Familie: ein winziges, meist offenes Rohr aus Bambus, Holz oder heute auch Kunststoff, das mittig, wie eine kleine Trillerpfeife, angeblasen wird.

Kroatische Dudelsäcke
Kroatische Dudelsäcke - im kroatischen Sprachraum vor allem als mih, mjesina oder diple bekannt - sind traditionelle Sackpfeifen, die besonders in Istrien und auf den Inseln Cres und Lošinj seit Jahrhunderten gespielt werden. Der Sack besteht meist aus der ganzen, gegerbten Haut einer Ziege oder eines Schafs, die dem Tier möglichst ohne große Schnitte abgezogen wird - daher rührt auch der Name mjesina ("Fell", "Balg").

Krug
Der Krug ist als Musikinstrument ein Blasinstrument (Aerophon): Ein leeres Ton- oder Glasgefäß wird nicht geschlagen oder mit Wasser gefüllt, sondern wie ein Blechblasinstrument angeblasen. Der Spieler summt beziehungsweise "buzzt" mit den Lippen in die Öffnung des Kruges, ganz ähnlich dem Ansatz auf einer Posaune oder Tuba; der Krug selbst dient dabei als Resonanzkörper, der den erzeugten Lippenton verstärkt und färbt. Diese Spieltechnik entstand Anfang des 20.

Krummhorn
Das Krummhorn ist ein altes, seltenes Musikinstrument, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und vor allem im deutschsprachigen Raum der Renaissance verbreitet war. Es gehört zur Familie der Rohrblattinstrumente mit Windkapsel: Im Inneren sitzt ein Doppelrohrblatt, das jedoch von einer Holzkapsel umschlossen ist, sodass die Lippen des Spielers das Rohrblatt nie direkt berühren - anders als etwa bei Oboe oder Fagott.

Kulintang a kayo
Der Kulintang a kayo ("hölzerner Kulintang") ist ein philippinisches Stabxylophon der Maguindanao aus Mindanao, ein Idiophon, dessen Name bereits verrät, worin sein entscheidendes Merkmal liegt: Anders als der bekannte Kulintang aus Metallgongs besteht dieses Instrument vollständig aus Holz. Acht handgeschnitzte Holzstäbe liegen quer auf einem gepolsterten Holzgestell, dem sogenannten Antangan.

Lusheng
Der Lusheng ist ein traditionelles Musikinstrument, das vor allem bei den Miao (Hmong) und den Dong im Südwesten Chinas gespielt wird, insbesondere in den Provinzen Guizhou, Guangxi und Yunnan, sowie in Teilen von Laos und Vietnam. Es ist eine Mundorgel mit freien Schwingzungen und gehört damit zur selben Instrumentenfamilie wie der chinesische Sheng und der laotische Khene.

Melodica
Die Melodica ist ein Blasinstrument mit Klaviatur. Der Spieler bläst durch ein Mundstück in eine Windkammer, und jede gedrückte Taste öffnet nur ein Ventil, durch das die Luft eine Durchschlagzunge erreicht. Diese Tonerzeugung entspricht der von Akkordeon und Mundharmonika, die Bedienung dagegen der eines Tasteninstruments. Weil der Atem des Spielers die Zunge antreibt, zählt die Melodica zu den Blasinstrumenten.

Mundharmonika
Die Mundharmonika ist ein Blasinstrument mit durchschlagenden Zungen. Jeder Kanal trägt zwei Zungen, eine für den Blaston und eine für den Ziehton, deshalb liefert dieselbe Öffnung zwei verschiedene Tonhöhen. Gebräuchlich sind die diatonische Richter-Mundharmonika mit zehn Kanälen, die chromatische Mundharmonika mit Schieber und die Tremolomundharmonika mit doppelt belegten Tönen.
Mundorgel
Als Mundorgel bezeichnet man eine ganze Gruppe verschiedener Instrumente, die vorrangig aus dem asiatischen Raum stammen. Die bekanntesten Mundorgeln kommen dabei aus Japan und China . Obwohl sich die verschiedenen Instrumente dieser Gruppe in kleinen Details voneinander unterscheiden, ist die grundsätzliche Bauweise immer gleich. Charakteristisch an einer Mundorgel ist die Luftkammer, an der verschiedene Pfeifen befestigt sind.

Nasenflöte
Die Nasenflöte ist ein beliebtes Musikinstrument , das in Polynesien und den Ländern des Pazifischen Raumes gespielt wird. Andere Versionen sind in Afrika zu finden. Im Nordpazifik, auf den hawaiianischen Inseln, war die Nasenflöte ein häufiges Werbungsinstrument. Im Hawaiianischen wird sie mit dem spezifischeren Begriff "ohe hano ihu" (Bambusflöte für die Nase) oder "ohe hanu ihu" (Bambus für Nasenatmung) bezeichnet.

Naturtrompete
Grundsätzlich ist die Naturtrompete eines der einfachsten Instrumente überhaupt. Man bezeichnet damit alle Trompeten, die nicht mit einem Ventil- oder Klappensystem ausgerüstet sind. Eine solche Trompete kann daher nur die Töne der so genannten Naturreihe erzeugen , die sich durch den Spieler lediglich anhand der Art und Intensität des Atems variieren lassen. Man kennt Naturtrompeten seit Tausenden von Jahren, mit der Zeit haben sich daraus unzählige verschiedene Varianten entwickelt.

Nay
Der Nay ist eines der ältesten Blasinstrumente der Welt und ein zentrales Instrument der arabischen, persischen und türkischen Musik; Abbildungen ähnlicher Rohrflöten finden sich bereits im alten Ägypten. Der Nay ist eine einfache, offene Rohrflöte aus Schilfrohr, die traditionell aus neun Rohrsegmenten mit acht Knoten gefertigt wird.

Oboe
Die Oboe ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt und steht in C. Ihren Ton erzeugen zwei gegeneinander schwingende Schilfblätter, die der Spieler zwischen die Lippen nimmt. Der Spalt zwischen ihnen ist so schmal, dass die Oboe den höchsten Blasdruck aller Blasinstrumente verlangt und dabei am wenigsten Luft verbraucht. Im Orchester gibt sie den Stimmton a, und die meisten Oboisten schaben ihre Rohre selbst.

Okarina
Die Okarina ist eine Gefäßflöte: Ihr Klangkörper ist kein Rohr, sondern ein geschlossener Hohlraum aus gebranntem Ton, Porzellan oder Kunststoff. Angeblasen wird sie über einen Windkanal wie eine Blockflöte. Die Tonhöhe hängt aber nicht davon ab, welches Loch offen ist, sondern nur davon, wie viel Lochfläche insgesamt offen ist. Weil ein Gefäß keine Obertonreihe hat, lässt sich die Okarina nicht überblasen und deckt rund anderthalb Oktaven ab.

Panflöte
Die Panflöte (auch Syrinx genannt) ist ein Musikinstrument nach dem Prinzip des geschlossenen Rohres , das aus mehreren Rohren mit allmählich zunehmender Länge (teilweise auch zunehmendem Umfang) besteht. Die Rohre bestehen typischerweise aus Bambus oder Schilfrohr . Andere Materialien sind Holz, Kunststoff, Metall und Elfenbein - sie werden allerdings deutlich seltener verwendet. Geschichte der Panflöte Benannt ist die Panflöte nach Pan, dem griechischen Naturgott und Hirten, der oft mit einem solchen Instrument dargestellt wird.

Piccolo-Oboe
Die Piccolo-Oboe (auch Piccoloboe, Oboe musette oder Sopranino-Oboe genannt) ist ein Aerophon mit Doppelrohrblatt und das kleinste, höchstklingende Mitglied der Oboenfamilie. Sie entstand im späten 19. Jahrhundert in der französisch-italienischen Doppelrohrblatt-Bautradition, ein frühes bekanntes Exemplar baute die Pariser Werkstatt Martin Frères um 1883, und wurde vor allem im frühen 20. Jahrhundert in europäischen und amerikanischen Militär- und Marschkapellen eingesetzt.
Piccoloflöte
Die Piccoloflöte ist die kleinste und höchste Flöte der Querflötenfamilie. Sie misst rund 32 Zentimeter, besteht nur aus Kopfstück und Mittelstück und klingt eine Oktave höher, als sie notiert ist. Ihr höchster Ton ist zugleich der höchste Ton des Sinfonieorchesters. Gebaut wird sie aus Grenadill oder aus Metall, und dieser Unterschied ist zu hören.

Posaune
Die Posaune ist das einzige Blechblasinstrument, das seine Rohrlänge stufenlos verändert. Statt Ventile zu drücken, schiebt der Spieler einen Zug in sieben Positionen nach außen, von denen jede den Ton um einen weiteren Halbton senkt. Daraus folgt beides: das echte Glissando, das kein Ventilinstrument sauber spielt, und die Pflicht, jede Position selbst zu treffen. Die gebräuchliche Tenorposaune steht in B, wird aber im Bassschlüssel klingend notiert.

Quena
Die Quena ist ein Aerophon: eine an beiden Enden offene Kerbflöte aus dem südamerikanischen Andenraum, die randgeblasen, also ohne Anblasröhrchen oder Mundstück, gespielt wird. Ihre Ursprünge reichen bis weit in die präinkaische Zeit zurück, archäologische Funde datieren früheste Vorläufer auf etwa 900 v. Chr.; damit zählt sie zu den ältesten bekannten Blasinstrumenten Südamerikas. Der Name "Quena" stammt aus dem Quechua und bezeichnet ganz allgemein eine Flöte.

Querflöte
Die Querflöte ist das in C stehende Sopraninstrument der Flötenfamilie und die Flöte, die im Sinfonieorchester den Flötensatz führt. Ihr Ton entsteht ohne jedes Rohrblatt: Der Spieler bläst einen flachen Luftstrom über die Kante des Mundlochs, wo dieser sich bricht. Die heutige Bauform mit ihrer Klappenmechanik geht auf Theobald Böhm zurück. Sie zählt zu den Holzblasinstrumenten, obwohl sie fast immer aus Metall besteht.

Römische Tuba
Die Römische Tuba war ein gerades, ventilloses Blechblasinstrument des antiken Rom, das als Signalinstrument im Militär diente. Sie geht auf etruskische Vorbilder zurück und ist mit der griechischen Salpinx verwandt; ihr Einsatz ist bereits ab etwa 500 vor Christus belegt. Anders als moderne Blechblasinstrumente besaß sie keine Ventile oder Züge, sämtliche Töne mussten allein über die Lippenspannung aus der Naturtonreihe erzeugt werden.

Sac de gemecs
Der Sac de gemecs ist ein traditioneller katalanischer Dudelsack, ein Aerophon aus Windsack, doppelrohrblattbetriebener Melodiepfeife und Bordunpfeife(n). Seine Tradition in Katalonien (Spanien) reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück; verwandte Bauformen sind die Buna in Andorra und die Xeremia auf den Balearen.

Sackpfeife
Sackpfeife ist der deutsche Oberbegriff für Dudelsäcke im Allgemeinen, Aerophone aus einem Luftsack, einer mit Rohrblatt versehenen Melodiepfeife (Chanter) und einer oder mehreren Bordunpfeifen. Es handelt sich nicht um einen einzelnen, spezifischen Instrumententyp, sondern um eine über ganz Europa und Teile des Nahen Ostens verbreitete Familie von Volksinstrumenten ohne einheitlichen Ursprungsort; im deutschsprachigen Raum sind historisch etwa...

Saxhorn
Das Saxhorn ist ein ventilbetriebenes Blechblasinstrument aus der Familie der Bügelhörner, das Adolphe Sax in den 1840er-Jahren in Paris entwickelte und 1845 zum Patent anmeldete. Es entstand als vollständige, klanglich einheitliche Instrumentenfamilie von der Sopran- bis zur Kontrabasslage und wurde rasch zur klanglichen Grundlage der britischen Brass-Band-Bewegung, die bis heute nahezu ausschließlich mit Saxhorn-Instrumenten (Flügelhorn,...