Krummhorn

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Bild: Howard Sandler / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Das Krummhorn ist ein altes, seltenes Musikinstrument, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und vor allem im deutschsprachigen Raum der Renaissance verbreitet war. Es gehört zur Familie der Rohrblattinstrumente mit Windkapsel: Im Inneren sitzt ein Doppelrohrblatt, das jedoch von einer Holzkapsel umschlossen ist, sodass die Lippen des Spielers das Rohrblatt nie direkt berühren - anders als etwa bei Oboe oder Fagott.

Das Krummhorn ist ein altes, seltenes Musikinstrument, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und vor allem im deutschsprachigen Raum der Renaissance verbreitet war. Es gehört zur Familie der Rohrblattinstrumente mit Windkapsel: Im Inneren sitzt ein Doppelrohrblatt, das jedoch von einer Holzkapsel umschlossen ist, sodass die Lippen des Spielers das Rohrblatt nie direkt berühren - anders als etwa bei Oboe oder Fagott. Es hat eine einzigartige, charakteristische Form: eine schmale, zylindrische Röhre, die am unteren Ende zu einem markanten J- oder hakenförmigen Bogen gebogen ist. Es hat eine sehr einzigartige und charakteristische Klangfarbe, die es von anderen Instrumenten unterscheidet. Es ist ein sehr seltenes Instrument, das heute vor allem von Spezialistinnen und Spezialisten der Alten Musik gespielt wird. Es ist ein sehr schönes und einzigartiges Instrument, das eine unverwechselbare, leicht schnarrende Klangfarbe erzeugt.

Wie klingt das Krummhorn?

Das Krummhorn ist ein sehr einzigartiges Instrument, das einen sehr charakteristischen Klang hat. Durch die Windkapsel bekommt der Ton eine weiche, leicht schnarrende Qualität, die zugleich sanft und durchdringend wirkt. Der Klang des Krummhorns ist sehr melodisch und hat eine warme Grundfarbe, kombiniert mit dem typischen, etwas nasalen Timbre eines gekapselten Rohrblatts. Es hat einen sehr einzigartigen und unverwechselbaren Klang, der sich deutlich von offenen Doppelrohrblattinstrumenten wie Oboe oder Fagott unterscheidet. Es ist ein sehr schönes Instrument, das eine ruhige, meditative Atmosphäre schaffen kann.

Woraus besteht das Krummhorn?

Das Krummhorn wird meist aus einem einzigen Stück Holz gefertigt und hat eine überwiegend zylindrische Bohrung. Charakteristisch ist die gebogene Form am unteren Ende der Röhre, die in einem engen Halbkreis nach oben zurückgeführt wird und dem Instrument seine namensgebende "krumme" Silhouette verleiht - die Biegung dient allein der Optik und Handlichkeit, nicht der Klangerzeugung. Am oberen Ende sitzt eine kleine, kastenförmige Windkapsel aus Holz, die das Doppelrohrblatt vollständig umschließt. Der Spieler bläst durch eine Öffnung in der Kapsel, ohne das Rohrblatt selbst zu berühren, während die Finger die Grifflöcher entlang der Röhre öffnen und schließen, um die Tonhöhe zu verändern. Krummhörner werden in verschiedenen Stimmlagen gebaut - vom kleinen Sopranino bis zum großen Bass - und meist in ganzen Sätzen (Consorts) gespielt.

Wie spielt man das Krummhorn?

Das Krummhorn ist ein Holzblasinstrument aus der Familie der Rohrblattinstrumente mit Windkapsel. Es hat einen markanten, hakenförmig gebogenen Korpus und am oberen Ende eine Windkapsel, unter der das Doppelrohrblatt verborgen liegt. Um das Instrument zu spielen, umschließt der Spieler die Öffnung der Windkapsel mit den Lippen und bläst hinein - die Lippen berühren dabei nie das Rohrblatt selbst, sondern nur die Kapsel, wodurch der Ansatz deutlich einfacher zu erlernen ist als bei Oboe oder Fagott. Die Finger regulieren über die Grifflöcher entlang der Röhre die klingende Länge der Luftsäule.

Das Krummhorn ist Teil einer ganzen Instrumentenfamilie und wird meist im Consort gespielt, also in einem Ensemble aus mehreren Krummhörnern unterschiedlicher Stimmlage vom Sopranino bis zum Bass. Es ist besonders gut geeignet für die Musik des Mittelalters und der Renaissance, wird gelegentlich aber auch in Aufführungen früher Barockmusik eingesetzt.

Da der Ansatz durch die Windkapsel vorgegeben ist, liegt die spielerische Herausforderung vor allem in der Fingertechnik und der gleichmäßigen Atemführung, da sich die Dynamik anders als bei offenen Rohrblattinstrumenten kaum durch die Lippen beeinflussen lässt.

Zusammenfassend ist das Krummhorn ein einzigartiges und faszinierendes Instrument mit einem denkbar einfachen Ansatz, aber anspruchsvoller Finger- und Atemtechnik. Es wird heute vor allem in der historischen Aufführungspraxis der Renaissance-Musik eingesetzt.

Typische Musikstile mit dem Krummhorn

Das Krummhorn war im 16. Jahrhundert vor allem an Fürstenhöfen und in städtischen Musikensembles des deutschsprachigen und mitteleuropäischen Raums verbreitet, häufig gemeinsam mit anderen Blasinstrumenten wie Pommer, Blockflöte oder Posaune in gemischten Consorts. Es diente sowohl der weltlichen Tafelmusik als auch gelegentlich kirchlichen Anlässen. Mit dem Aufkommen neuer Instrumente im Barock geriet das Krummhorn im 17. Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert wurde es im Zuge der Alte-Musik-Bewegung wiederentdeckt und nachgebaut, sodass es heute wieder von spezialisierten Ensembles der historischen Aufführungspraxis gespielt wird, die Renaissancemusik möglichst originalgetreu zum Klingen bringen wollen.

Bekannte Lieder mit dem Krummhorn

Da das Krummhorn heute praktisch nur noch im Bereich der historischen Aufführungspraxis erklingt, gibt es keine bekannten "Hits" im heutigen Sinn. Zum Standardrepertoire von Krummhorn-Consorts zählen jedoch Tanzsätze aus Sammlungen wie Tielman Susatos "Danserye" (1551) und Michael Praetorius' "Terpsichore" (1612), die von Ensembles der Alten Musik bis heute regelmäßig aufgeführt und eingespielt werden. Spezialisierte Formationen wie Piffaro, The Renaissance Band, zählen zu den bekanntesten heutigen Interpreten von Krummhorn-Consort-Musik.

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