Römische Tuba

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Bild: lev radin / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Römische Tuba war ein gerades, ventilloses Blechblasinstrument des antiken Rom, das als Signalinstrument im Militär diente. Sie geht auf etruskische Vorbilder zurück und ist mit der griechischen Salpinx verwandt; ihr Einsatz ist bereits ab etwa 500 vor Christus belegt. Anders als moderne Blechblasinstrumente besaß sie keine Ventile oder Züge, sämtliche Töne mussten allein über die Lippenspannung aus der Naturtonreihe erzeugt werden.

Die Römische Tuba war ein gerades, ventilloses Blechblasinstrument des antiken Rom, das als Signalinstrument im Militär diente. Sie geht auf etruskische Vorbilder zurück und ist mit der griechischen Salpinx verwandt; ihr Einsatz ist bereits ab etwa 500 vor Christus belegt. Anders als moderne Blechblasinstrumente besaß sie keine Ventile oder Züge, sämtliche Töne mussten allein über die Lippenspannung aus der Naturtonreihe erzeugt werden. Mit dem Cornu, dem gebogenen Gegenstück, bildete die Tuba das wichtigste akustische Signalinstrument der römischen Legionen.

Wie klingt die römische Tuba?

Der Klang der Römischen Tuba war schmetternd, laut und metallisch, auf Durchsetzungsvermögen auf dem Schlachtfeld ausgelegt, nicht auf Melodik. Da nur die Töne der Naturtonreihe zur Verfügung standen, konnte das Instrument keine vollständigen Melodien spielen, sondern beschränkte sich auf kurze, signalartige Tonfolgen und Fanfarenmotive, die auf große Distanz gut hörbar und eindeutig zu unterscheiden waren.

Woraus besteht die römische Tuba?

Die Römische Tuba bestand aus einem geraden, zylindrischen Bronzerohr von etwa 1,2 bis 1,4 Metern Länge, das sich zum offenen Ende hin zu einem Schalltrichter weitete. Am Mundstückende war ein abnehmbares, meist konisches Mundstück aus Knochen oder Bronze eingesetzt. Da Ventile fehlten, musste jede Tonhöhenänderung allein über die Anspannung der Lippen erzeugt werden, ähnlich wie bei einem modernen Signalhorn. Um die für lange Signale nötige Ausdauer der Wangenmuskulatur zu unterstützen, trugen manche Spieler einen Kinnriemen (Phorbeia), der von griechischen Bläsern übernommen wurde.

Wie spielt man die römische Tuba?

Gespielt wurde die Tuba wie ein modernes Blechblasinstrument durch Anblasen des Mundstücks und Erzeugen eines Lippenschwingungstons (Ansatz); durch Verändern der Lippenspannung ließen sich verschiedene Naturtöne des Rohres abrufen. Die Spieler, genannt Tubicines, waren militärische Fachleute, die in eigenen Zünften (Collegia Tubicinum) organisiert waren und die verschiedenen Signale für Angriff, Rückzug, Wachwechsel oder zeremonielle Anlässe exakt beherrschen mussten. Zusammen mit dem Cornu erklang beim "Classicum" ein gemeinsames Signal, das direkt dem Feldherrn zugeordnet war und höchste Priorität besaß.

Typische Musikstile mit der römischen Tuba

Die Römische Tuba war in erster Linie ein militärisches Signalinstrument der Legionen, kam aber auch bei öffentlichen Zeremonien, religiösen Festen, Bestattungen und Gladiatorenspielen zum Einsatz. Eine eigenständige Konzert- oder Unterhaltungsmusik im heutigen Sinn ist für das Instrument nicht überliefert.

Bekannte Lieder mit der römischen Tuba

Da aus der römischen Antike keine notierte Musik im modernen Sinn erhalten ist, existiert für die Römische Tuba kein "bekanntes Lied", Werke wie "O Fortuna" oder Filmmusiken aus dem 19./20. Jahrhundert haben mit dem Instrument nichts zu tun. Bekannt ist die Tuba heute vor allem aus der historischen Rekonstruktion: Living-History-Gruppen wie die Legio XXI Rapax sowie archäologische Freilichtmuseen, etwa das Römerstadt-Museum Carnuntum in Österreich, rekonstruieren das Instrument anhand von Reliefdarstellungen und antiken Textquellen wie Vegetius' "De Re Militari" und führen die überlieferten Militärsignale bei Living-History-Veranstaltungen wieder vor.

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