
141 Blasinstrumente
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Sopran-Saxophon
Das Sopran-Saxophon ist das zweithöchste Standardmitglied der Saxophonfamilie, gestimmt in B, mit konischer Bohrung und einem Korpus aus Messing. Wie alle Saxophone wurde es in den 1840er Jahren vom belgisch-französischen Instrumentenbauer Adolphe Sax entwickelt und patentiert. Anders als Alt- und Baritonsaxophon wird das Sopran-Saxophon meist gerade gebaut, ähnlich einer großen Klarinette, es gibt aber auch leicht gebogene Bauformen.

Sopranino-Klarinette
Die Sopranino-Klarinette ist das kleinste und höchste Mitglied der Klarinettenfamilie, meist in As oder Es gestimmt. Wie alle Klarinetten ist sie ein Aerophon mit einfachem Rohrblatt (aus Pfahlrohr) und zylindrischer Bohrung, ein Merkmal, das die Klarinettenfamilie klanglich von konisch gebohrten Holzblasinstrumenten wie Oboe oder Saxophon unterscheidet.

Sopranino-Saxophon
Das Sopranino-Saxophon ist das zweithöchste Mitglied der Saxophonfamilie, in Es gestimmt und eine Oktave höher als das Altsaxophon. Wie alle Saxophone ist es ein Aerophon mit einfachem Rohrblatt und konischer Bohrung, gebaut aus Messing, die Bauform stammt vom belgisch-französischen Instrumentenbauer Adolphe Sax, der die gesamte Saxophonfamilie in den 1840er Jahren patentieren ließ.

Soprillo
Der Soprillo ist das kleinste Saxophon der Welt, gestimmt in B eine Oktave über dem Sopran-Saxophon (im sogenannten Sopranissimo-Register). Entwickelt wurde es 1999 vom Münchner Instrumentenbauer Benedikt Eppelsheim, der damit die Saxophonfamilie erstmals konsequent bis in den extremsten Höhenbereich erweiterte.

Sousaphon
Das Sousaphon ist eine Bauform der Kontrabasstuba, deren Rohr als Ring um Schulter und Körper des Spielers läuft, statt aufrecht auf einem Ständer zu stehen. John Philip Sousa ließ es sich um 1893 für den Marsch bauen, der Instrumentenbauer J. W. Pepper fertigte 1895 das erste Exemplar. Ein weiter, meist abnehmbarer Schallbecher wirft den Ton nach vorn statt nach oben und macht das Instrument bis heute zur tragenden Bassstimme von Marschkapellen und den Brass Bands aus New Orleans.

Subkontrabass-Flöte
Die Subkontrabass-Flöte ist das am tiefsten klingende Mitglied der Querflötenfamilie und eines der seltensten Musikinstrumente überhaupt, weltweit existieren nur eine Handvoll Exemplare. Gebaut wurde die erste Subkontrabass-Flöte 1993 von den japanischen Instrumentenbauern Katsuhei Kotato und Teisuke Fukushima; seither fertigen neben ihnen nur wenige spezialisierte Werkstätten, etwa die niederländische Flötenbauerin Eva Kingma, solche Instrumente auf Bestellung.

Subkontrabass-Saxophon
Das Subkontrabass-Saxophon ist das größte und tiefste je in Vollformat gebaute Mitglied der Saxophonfamilie, gestimmt in B, eine Oktave unter dem Bass-Saxophon und zwei Oktaven unter dem Tenorsaxophon. Adolphe Sax skizzierte ein Instrument dieser Größe bereits 1846 in seinem Patent unter dem Namen "saxophone bourdon", baute es aber nie. Ein tatsächlich spielbares Exemplar in voller Baugröße entstand erst im September 2012, gebaut vom deutschen Instrumentenbauer Benedikt Eppelsheim. Bis heute sind nur wenige solcher Instrumente bekannt, jedes von ihnen ein Einzelstück.

Suling
Die Suling ist ein Aerophon, eine randgeblasene Kernspaltflöte aus Bambus, die vor allem in Indonesien (Java, Sunda/Westjava und Bali) sowie auf den Philippinen und in weiteren Teilen Südostasiens verbreitet ist. Sie zählt zu den ältesten belegten indonesischen Instrumenten: Reliefs am Borobudur-Tempel aus dem 9. Jahrhundert zeigen bereits Flötenspieler mit einem der Suling sehr ähnlichen Instrument.

Suona
Die Suona ist ein chinesisches Blasinstrument mit Doppelrohrblatt und einem sehr lauten, durchdringenden Klang. Ihr konischer Korpus aus Hartholz trägt am unteren Ende einen abnehmbaren Schalltrichter aus Metall, ein Merkmal, das sie von vielen anderen Kegeloboen wie Zurna oder Shehnai unterscheidet. Suona ist der Mandarin-Name; je nach Region und Bauform sind auch die Bezeichnungen Laba, Haidi oder Dida gebräuchlich. Traditionell begleitet sie Hochzeits- und Begräbnisprozessionen sowie die chinesische Oper, seit dem 20. Jahrhundert spielt sie zusätzlich in modernen Orchestern mit.

Tenorhorn
Das Tenorhorn ist ein Blechblasinstrument der Bügelhornfamilie und steht in B. In Deutschland, Österreich und Böhmen wird es oval gewickelt und mit Drehventilen gebaut. Im Blasorchester besetzt es die Mittelstimme zwischen den Flügelhörnern und den Bässen und trägt dort Gegenmelodien und Nachschläge. Vom Baritonhorn und vom Euphonium trennt es nicht die Stimmung, sondern die Mensur, denn alle drei stehen in B und haben dieselben Griffe.

Tenorsaxophon
Das Tenorsaxophon ist das zweitgrößte der vier gebräuchlichen Saxophone und steht in B. Es klingt eine große None tiefer als notiert, also eine Oktave und einen Ganzton unter dem geschriebenen Ton. In der Familie sitzt es zwischen dem Altsaxophon und dem Baritonsaxophon, die beide in Es stehen. Trotz des Messingkorpus zählt es zu den Holzblasinstrumenten, denn den Ton erzeugt ein einfaches Rohrblatt am Mundstück. Alle Saxophone teilen dasselbe Griffsystem und notieren im Violinschlüssel.

Tin Whistle
Die Tin Whistle ist eine Kernspaltflöte aus Blech mit sechs Grifflöchern und ohne Klappen. Sie ist diatonisch gebaut, die sechs Löcher geben die Durtonleiter ihrer Grundtonart, meist D. In die zweite Oktave wechselt der Spieler bei gleichem Griff allein durch stärkeres Anblasen. In der irischen Musik ist sie das verbreitetste Einstiegsinstrument, den Stil prägen dabei die Verzierungen mehr als die Melodie selbst.

Trompete
Die Trompete ist das höchste Blechblasinstrument des Orchesters. Der Spieler erzeugt den Ton mit den eigenen Lippen im Kesselmundstück, drei Ventile verlängern das Rohr und füllen die Lücken zwischen den Naturtönen. Die gebräuchliche B-Trompete klingt einen Ganzton tiefer als notiert und trägt rund 134 Zentimeter Rohr in ihrer kompakten Form.

Trompete für Anfänger
Eine Trompete für Anfänger braucht leichtgängige Ventile und ein Mundstück mittlerer Größe, damit die Technik den Ansatzaufbau nicht zusätzlich erschwert. Die B-Trompete mit mittlerer Bohrung ist der übliche Einstieg, weil sie zum Anfängerrepertoire passt und Blaswiderstand mit Klangfülle ausgleicht. Ventilöl gehört von Anfang an zur Grundausstattung, sonst werden die Ventile schwergängig. Bis ein sauberer Ton entsteht, vergehen einige Tage bis wenige Wochen täglicher kurzer Übung.

Trompete für Kinder
Eine Trompete für ein Kind ist keine Frage einer kleineren Bauform, sondern des Zahnwechsels: Bruchteilsgrößen wie beim Saxophon oder bei Streichinstrumenten gibt es bei der Trompete nicht. Ausschlaggebend ist, ob die bleibenden Schneidezähne bereits durchgebrochen sind, weil das Mundstück direkt davor auf den Lippen aufliegt. Vom Gewicht her zählt die Trompete zu den leichteren Blechblasinstrumenten und lässt sich meist gut mit einer Hand halten. Ein kleineres, flacheres Mundstück erleichtert oft den Einstieg, und kurze, tägliche Übeeinheiten bauen den Ansatz zuverlässiger auf als seltene, lange.

Trompete kaufen
Beim Trompete kaufen entscheiden Oberflächenbehandlung, Bohrungsgröße, Mundstück und Verarbeitung über Klang, Spielgefühl und Preis. Dieser Ratgeber ordnet die Kaufkriterien für Einsteiger, Mittelklasse und Profi, nennt grobe Preisspannen ohne Tagespreise und erklärt, worauf beim Kauf einer gebrauchten Trompete zu achten ist.

Trompeten-Marken
Der Markt für Trompeten-Marken teilt sich nicht in eine klare Einsteiger- und Profi-Hälfte, sondern in unterschiedliche Firmenmodelle. Bach, Getzen und Yamaha bieten unter demselben Markennamen sowohl Schulinstrumente als auch Profimodelle an, Bach seit den 1920er Jahren mit der Baureihe Stradivarius, Getzen seit den frühen 1960er Jahren mit der Baureihe Eterna. Schilke aus Chicago baut dagegen ausschließlich handgefertigte Custom-Trompeten für Profis und führt keine Einsteigerserie. Jupiter aus Taiwan konzentriert sich auf Einsteiger- und Schulinstrumente und überlässt das Profisegment der hauseigenen Schwestermarke XO. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Herkunftsland, Gründungsjahr und die tatsächliche Positionierung, ohne eine Rangfolge aufzustellen.

Trompeten-Pflege
Eine Trompete braucht nach jedem Spielen wenige Minuten Pflege: Kondenswasser aus dem Atem sammelt sich in den Zügen und läuft über eine Wasserklappe ab. Dazu kommen regelmäßiges Ölen der drei Ventile und das Fetten oder Ölen der Züge, damit sich Ventile und Stimmung leicht bewegen lassen. Ein gelegentliches Bad in lauwarmem Seifenwasser mit einer Reinigungsschlange entfernt Ablagerungen aus dem Rohrinneren. Ausgeleierte Ventilkorken, Beulen im Rohr und klemmende Ventile gehören dagegen in eine Fachwerkstatt.

Trompeten-Zubehör
Trompetenzubehör umfasst Mundstück, Dämpfer, Ventilöl, Zugfett und Zugöl sowie Koffer oder Gigbag und Notenständer. Das Mundstück bestimmt mit Kesseltiefe und Randbreite Ansprache und Klangfarbe, Dämpfer wie Straight, Cup, Harmon oder Bucket verändern Klangfarbe und Lautstärke im Schallbecher. Ventilöl hält die drei Pumpventile leichtgängig, Zugfett und Zugöl halten Stimmzug und Ventilzüge beweglich für die Feinstimmung. Koffer oder Gigbag schützen beim Transport, ein Notenständer erleichtert Übung und Unterricht.

Tuba
Die Tuba ist das tiefste Blechblasinstrument des Orchesters. Ihr weites, überwiegend konisches Rohr misst je nach Bauform zwischen rund 3,6 und 5,4 Metern und gibt ihr einen runden, grundtönigen Klang. Gebräuchlich sind vier Stimmungen: F und Es für die Basstuba, C und B für die Kontrabasstuba. Vier bis sechs Ventile korrigieren die Intonation in der Tiefe und erweitern den Umfang bis an den Grundton heran.

Vuvuzela
Die Vuvuzela, auch bekannt als Lepatata, ist ein etwa 65 Zentimeter langes Kunststoffhorn , das eine laute monotone Note erzeugt. Einige Modelle werden in zwei Teilen hergestellt, um die Lagerung zu erleichtern - dieses Design erlaubt dann auch Tonhöhenvariationen. Verschiedene Arten von Vuvuzelas, die von unterschiedlichen Produzenten hergestellt werden, können mitunter stark abweichende Intensitäts- und Frequenzausgänge erzeugen. Die Intensität dieser Ausgänge hängt von der Blastechnik und dem ausgeübten Druck ab.