Subkontrabass-Flöte

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Bild: Bricolage / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Subkontrabass-Flöte ist das am tiefsten klingende Mitglied der Querflötenfamilie und eines der seltensten Musikinstrumente überhaupt, weltweit existieren nur eine Handvoll Exemplare. Gebaut wurde die erste Subkontrabass-Flöte 1993 von den japanischen Instrumentenbauern Katsuhei Kotato und Teisuke Fukushima; seither fertigen neben ihnen nur wenige spezialisierte Werkstätten, etwa die niederländische Flötenbauerin Eva Kingma, solche Instrumente auf Bestellung.

Die Subkontrabass-Flöte ist das am tiefsten klingende Mitglied der Querflötenfamilie und eines der seltensten Musikinstrumente überhaupt, weltweit existieren nur eine Handvoll Exemplare. Gebaut wurde die erste Subkontrabass-Flöte 1993 von den japanischen Instrumentenbauern Katsuhei Kotato und Teisuke Fukushima; seither fertigen neben ihnen nur wenige spezialisierte Werkstätten, etwa die niederländische Flötenbauerin Eva Kingma, solche Instrumente auf Bestellung. Wie jede Querflöte ist die Subkontrabass-Flöte ein Aerophon ohne Rohrblatt: Der Ton entsteht durch Anblasen einer Kante (dem sogenannten Anblasloch), nicht durch ein schwingendes Rohrblatt wie bei Klarinette oder Saxophon.

Wie klingt die Subkontrabass-Flöte?

Der Klang der Subkontrabass-Flöte ist außergewöhnlich tief, dunkel und voll, mit einer weichen, fast orgelartigen Grundfarbe, die weit unterhalb dessen liegt, was man gewöhnlich mit einer Flöte verbindet. Weil die Länge der Luftsäule so enorm ist, spricht das Instrument vergleichsweise langsam an, und einzelne Töne entfalten sich mit einer gewissen Trägheit, die dem Klang etwas Schwebendes, Raumfüllendes verleiht. In Flötenensembles bildet sie das Fundament, über dem sich die helleren Stimmen von Bass-, Alt- und normaler Flöte entfalten können.

Woraus besteht die Subkontrabass-Flöte?

Anders als eine gewöhnliche Flöte ist die Subkontrabass-Flöte kein einfaches, gerades Rohr, bei einer benötigten Luftsäulenlänge von etwa 4,6 bis 5,5 Metern wäre ein gestrecktes Instrument schlicht nicht mehr spielbar. Stattdessen wird das Rohr mehrfach U- oder J-förmig gefaltet und übereinandergelegt, sodass das fertige Instrument aufrecht etwa zwei bis drei Meter hoch aufragt und von der Spielerin oder dem Spieler im Stehen oder auf einem Ständer montiert gespielt wird. Der Korpus besteht meist aus Metall, oft versilbert, mit einer Kopfplatte, die, wie bei jeder Querflöte, ein Anblasloch mit Lippenplatte trägt, über das die Luft angeblasen wird. Die Grifflöcher sind über ein an das Böhm-System angelehntes, aber stark vereinfachtes und verlängertes Klappensystem verbunden, das es erlaubt, auch weit entfernte Tonlöcher mit den Fingern zu erreichen. Ein Schalltrichter oder ein ins Mundstück genommenes Mundstück, wie es bei Rohrblattinstrumenten üblich ist, besitzt die Flöte nicht.

Wie spielt man die Subkontrabass-Flöte?

Gespielt wird die Subkontrabass-Flöte im Prinzip wie jede andere Querflöte: Die Spielerin oder der Spieler formt mit den Lippen einen schmalen Luftstrom, der über die Kante des Anblaslochs geblasen wird und dort die Luftsäule im Rohr zum Schwingen bringt. Wegen der enormen Luftsäulenlänge braucht es dafür allerdings deutlich mehr Atemvolumen und Atemdruck als bei der normalen Flöte, weshalb Spielerinnen und Spieler viel Kraft und Ausdauer benötigen. Die linke Hand bedient meist die oberen, die rechte die unteren Klappen des stark verlängerten Mechanismus, der so gebaut ist, dass auch weit auseinanderliegende Grifflöcher noch komfortabel erreichbar bleiben. Wegen des trägen Ansprechverhaltens der langen Luftsäule eignet sich das Instrument vor allem für langsame, gehaltene Töne und tragende Basslinien, weniger für schnelle virtuose Läufe.

Typische Musikstile mit der Subkontrabass-Flöte

Die Subkontrabass-Flöte wird praktisch ausschließlich als tiefste Stimme in spezialisierten Flötenchören und -ensembles eingesetzt, die sich auf die sogenannten "Low Flutes" (tiefe Flöten: Bass-, Kontrabass- und Subkontrabassflöte) konzentrieren. Zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten schreiben gelegentlich gezielt Werke für solche Ensembles, um die außergewöhnliche Klangfarbe der tiefsten Flötenregister auszuloten. Außerhalb dieses sehr kleinen, spezialisierten Feldes der zeitgenössischen Kammermusik und gelegentlicher Filmmusik-Einsätze für ungewöhnliche Klangfarben spielt das Instrument keine Rolle.

Bekannte Lieder mit der Subkontrabass-Flöte

Bekannte Songs oder Hits im landläufigen Sinn gibt es für die Subkontrabass-Flöte nicht, dafür ist das Instrument zu selten und zu jung. Der britische Flötist Peter Sheridan, ein auf tiefe Flöten spezialisierter Solist, der bereits über siebzig Kompositionen für Bass-, Kontrabass- und Subkontrabassflöte in Auftrag gegeben hat, veröffentlichte 2009 das Album "Below: Music for Low Flutes", auf dem unter anderem das Stück "And the Giant Began to Dance..." speziell für tiefe Flöten zu hören ist. Darüber hinaus taucht die Subkontrabass-Flöte vor allem bei Auftritten und Aufnahmen spezialisierter Low-Flute-Ensembles auf internationalen Flötenfestivals auf, wo sie als klangliches Fundament eingesetzt wird, ein fester Bestandteil des Mainstream-Repertoires ist sie bis heute nicht.

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