Flöte

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Bild: Boris Medvedev / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Flöte ist ein Blasinstrument, das seinen Ton an einer Kante erzeugt und dafür kein Rohrblatt braucht. Der Spieler richtet einen schmalen Luftstrom gegen diese Kante, der Strom bricht sich daran und gerät ins Schwingen. Flöte ist dabei ein Sammelname für eine ganze Familie: Kernspaltflöten wie die Blockflöte, die quer gehaltene Querflöte und randgeblasene Längsflöten wie Ney, Quena und Shakuhachi. Sagt jemand im Orchester nur Flöte, meint er die Querflöte.

Die Flöte ist ein Blasinstrument, das seinen Ton an einer Kante erzeugt und dafür kein Rohrblatt braucht. Der Spieler richtet einen schmalen Luftstrom gegen diese Kante, der Strom bricht sich daran und gerät ins Schwingen. Die Instrumentenkunde zählt die Flöte deshalb zu den Aerophonen. Flöte ist dabei ein Sammelname für die Blockflöte, die Querflöte und die randgeblasenen Rohrflöten anderer Kulturen.

Wie erzeugt eine Flöte einen Ton?

Eine Flöte erzeugt ihren Ton an einer scharfen Kante, dem Labium. Der Spieler bläst einen flachen Luftstrom dagegen, der Strom teilt sich an der Kante, kippt abwechselnd nach innen und außen und gerät ins Schwingen. Diese Schwingung regt die Luftsäule im Rohr an, und erst deren Länge legt die Tonhöhe fest. Wer ein Griffloch öffnet, verkürzt die Luftsäule, und der Ton steigt.

Was unterscheidet die Flöte von Klarinette und Oboe?

Die Flöte kommt ohne Rohrblatt aus, Klarinette und Oboe nicht. Bei der Klarinette schwingt ein einfaches Rohrblatt gegen das Mundstück und zerhackt den Luftstrom. Bei der Oboe schwingen zwei aufeinanderliegende Blätter gegeneinander, ein Doppelrohrblatt. Die Flöte besitzt weder das eine noch das andere: Bei ihr schwingt der Luftstrom selbst. Diese Unterscheidung trennt die drei Instrumente, obwohl alle zu den Holzblasinstrumenten zählen.

Welche Bauarten der Flöte gibt es?

Flöten unterscheiden sich vor allem darin, wie der Luftstrom auf die Kante trifft. Daraus ergeben sich drei Bauarten.

Wie funktioniert eine Kernspaltflöte?

Die Kernspaltflöte führt die Luft durch einen eingebauten Kanal. Ein Block im Kopfstück lässt nur einen schmalen Spalt frei, die Kernspalte. Sie lenkt den Luftstrom genau auf das Labium. Der Spieler formt den Strahl nicht selbst und hat schon beim ersten Anblasen einen Ton. Zu dieser Gruppe zählen die Blockflöte, die Tin Whistle und die Labialpfeifen der Orgel.

Wie bläst man eine Querflöte an?

Bei der Querflöte formt der Spieler den Luftstrom selbst. Er legt die Unterlippe an das Mundloch im Kopfstück, hält das Rohr quer und richtet einen schmalen Strahl über die Öffnung auf deren gegenüberliegende Kante. Das kostet Übung, legt aber Klangfarbe und Intonation direkt in den Ansatz.

Was ist eine randgeblasene Längsflöte?

Eine randgeblasene Längsflöte kommt ohne Kernspalte und ohne Mundloch aus. Der Spieler hält das Rohr aufrecht und bläst gegen den Rand des offenen Rohrendes, der hier die Kante bildet. So funktionieren Ney, Quena und Shakuhachi. Die japanische Shakuhachi aus Bambus verlangt viel Übung im Ansatz, erlaubt dafür aber feine Tonbeugungen.

Welche Flöte meint das Wort Flöte im Orchester?

Im Orchester meint Flöte ohne Zusatz die Querflöte. Steht in der Partitur nur Flöte oder Flauto, greift der Musiker zur großen Flöte in C. Alle anderen nennt die Partitur beim Namen, also Piccoloflöte, Altflöte oder Bassflöte.

Die moderne Querflöte besteht meist aus Metall, trotzdem zählt sie zu den Holzblasinstrumenten. Der Grund liegt in der Tonerzeugung, nicht im Werkstoff: Holzblasinstrumente regen die Luftsäule über ein Rohrblatt oder eine Kante an, Blechblasinstrumente über die schwingenden Lippen im Kesselmundstück. Bis ins 19. Jahrhundert bauten Instrumentenmacher Querflöten aus Holz; der Münchner Flötist Theobald Böhm ersetzte damals die Grifflöcher durch eine Klappenmechanik und baute seine Instrumente aus Metall.

Welche Stimmlagen hat die Flötenfamilie?

Die Flötenfamilie reicht weit über die große Flöte hinaus. Nach oben schließt die Piccoloflöte an, die eine Oktave höher klingt als die große Flöte. Nach unten folgen die Altflöte in G, die Bassflöte eine Oktave unter der großen Flöte sowie Kontrabassflöte und Subkontrabassflöte. Die Blockflöte kennt eine eigene Staffelung von Sopranino bis Bass.

Häufige Fragen zur Flöte

Hat die Flöte ein Rohrblatt?

Nein, die Flöte hat kein Rohrblatt. Der Luftstrom bricht sich bei ihr an einer Kante und gerät dadurch selbst ins Schwingen. Die Klarinette braucht dafür ein einfaches Rohrblatt, die Oboe ein Doppelrohrblatt.

Ist die Flöte ein Holzblasinstrument?

Ja, die Flöte zählt zu den Holzblasinstrumenten, auch wenn die moderne Querflöte aus Metall besteht. Die Einteilung richtet sich nach der Tonerzeugung, nicht nach dem Material. Die Flöte regt die Luftsäule über eine Kante an, ein Blechblasinstrument über die schwingenden Lippen.

Was unterscheidet Blockflöte und Querflöte?

Blockflöte und Querflöte unterscheiden sich darin, wer den Luftstrom führt. Die Blockflöte trägt einen Block im Kopfstück, der die Luft auf das Labium lenkt; der Spieler hält sie senkrecht. Bei der Querflöte formt der Spieler den Strahl mit den Lippen und richtet ihn quer über das Mundloch.

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