Tenorsaxophon

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Redaktion
Gebogenes Saxophon mit S-Bogen, Klappenwerk und aufwärts gerichtetem Schallbecher aus lackiertem Messing. Bild: KI generiert.
Gebogenes Saxophon mit S-Bogen, Klappenwerk und aufwärts gerichtetem Schallbecher aus lackiertem Messing. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Das Tenorsaxophon ist das zweitgrößte der vier gebräuchlichen Saxophone und steht in B. Es klingt eine große None tiefer als notiert, also eine Oktave und einen Ganzton unter dem geschriebenen Ton. In der Familie sitzt es zwischen dem Altsaxophon und dem Baritonsaxophon, die beide in Es stehen. Trotz des Messingkorpus zählt es zu den Holzblasinstrumenten, denn den Ton erzeugt ein einfaches Rohrblatt am Mundstück. Alle Saxophone teilen dasselbe Griffsystem und notieren im Violinschlüssel.

Das Tenorsaxophon ist das zweitgrößte der vier gebräuchlichen Saxophone. Es steht in B und klingt eine große None tiefer als notiert, also eine Oktave und einen Ganzton unter dem geschriebenen Ton. In der Familie sitzt es zwischen dem Altsaxophon und dem Baritonsaxophon, die beide in Es stehen. Im Jazz greifen mehr Spieler zum Tenorsaxophon als zu jedem anderen Mitglied der Familie.

BStimmung
große Noneklingt tiefer als notiert
ViolinschlüsselNotation
RohrblattTonerzeugung

Was ist ein Tenorsaxophon?

Das Tenorsaxophon ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt, obwohl sein Korpus aus Messing besteht. Die Einordnung folgt der Tonerzeugung, nicht dem Werkstoff: Ein Rohrblatt schlägt gegen die Bahn des Mundstücks und zerhackt den Luftstrom. Dieses Prinzip teilt das Saxophon mit der Klarinette. Sein Rohr weitet sich vom Mundstück bis zum Becher durchgehend, es ist also konisch gebohrt.

MerkmalTenorsaxophon
FamilieHolzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt
TonerzeugungRohrblatt auf der Mundstückbahn
StimmungB
Transpositionklingt eine große None tiefer als notiert
NotationViolinschlüssel, wie bei allen Saxophonen
Bohrungkonisch
WerkstoffMessing, lackiert oder versilbert
Notierter Umfangb bis f''', mit hoch-Fis-Klappe bis fis'''
Klingender UmfangAs bis es''
Platz in der Familiezwischen Altsaxophon und Baritonsaxophon

Warum klingt das Tenorsaxophon tiefer als notiert?

Das Tenorsaxophon transponiert, damit die ganze Familie dieselben Griffe behält. Ein notiertes c verlangt auf jedem Saxophon denselben Griff, erklingt aber je nach Bauform in einer anderen Tonhöhe. Auf dem Tenorsaxophon ergibt dieser Griff ein B, eine große None unter der Notenzeile.

Adolphe Sax legte die Familie in zwei Reihen an, die abwechselnd in B und in Es stehen. Sopran und Tenor stehen in B, Alt und Bariton in Es. Daraus ergeben sich feste Abstände: Das Tenorsaxophon klingt eine Oktave unter dem Sopran-Saxophon, eine Quarte unter dem Altsaxophon und eine Quinte über dem Baritonsaxophon.

Alle vier greifen denselben Ton und lesen notiert c' klingt tiefer Sopran in B Alt in Es Tenor in B Bariton in Es b große Sekunde tiefer es große Sexte tiefer B große None tiefer Es Oktave plus große Sexte Der Griff bleibt gleich, die klingende Tonhöhe wandert mit der Größe des Instruments nach unten.
Ein notiertes c ergibt auf den vier Saxophonen vier verschiedene Töne. Das Tenorsaxophon liegt genau eine Oktave unter dem Sopran-Saxophon.

Warum greift man auf dem Tenorsaxophon wie auf jedem anderen Saxophon?

Adolphe Sax baute die gesamte Familie nach einem einzigen Klappenschema. Jedes Saxophon trägt dieselbe Anordnung von Tonlöchern und Klappen, nur in anderer Größe. Dazu notieren alle Stimmen im Violinschlüssel, auch die tiefen. Ein Spieler wechselt deshalb vom Alt- auf das Tenorsaxophon, ohne einen einzigen Griff neu zu lernen.

Umstellen muss er den Körper, nicht die Finger. Das größere Mundstück verlangt einen weiteren Ansatz, das längere Rohr mehr Luft und einen ruhigeren Atemstrom. Diese Anpassung dauert Wochen, nicht Jahre.

Ein Saxophonist beherrscht mit einem Griffsystem vier Instrumente. Sopran, Alt, Tenor und Bariton unterscheiden sich in Größe und Stimmung, nicht im Griff. Deshalb schreiben Big Bands Doppler in die Stimmen: Derselbe Musiker spielt im Satz Tenorsaxophon und greift für ein Solo zum Sopran.

Wie ist ein Tenorsaxophon aufgebaut?

Vier Baugruppen ergeben das Instrument. Das Mundstück trägt das Rohrblatt, die Blattschraube hält es auf der Bahn fest. Ein geschwungener S-Bogen führt vom Mundstück in den Korpus; beim Tenorsaxophon fällt seine Krümmung deutlicher aus als beim Altsaxophon. Der konische Korpus trägt die Tonlöcher mit ihren Klappen, und der aufwärts gebogene Becher richtet den Schall nach vorn.

Die Klappen decken die Tonlöcher mit Polstern ab, weil die Löcher zu groß und zu weit auseinander liegen, als dass Finger sie schließen könnten. Federn halten jede Klappe in ihrer Ruhelage. Ein Tragegurt nimmt das Gewicht auf, denn ein Tenorsaxophon lässt sich über eine Probe hinweg nicht mit den Händen halten.

Das Rohrblatt ist ein Verschleißteil aus Schilfrohr. Seine Stärke bestimmt mit, wie viel Widerstand der Spieler spürt: Ein weiches Blatt spricht leicht an, ein hartes trägt in der Höhe und im Fortissimo.

Wie schwer ist Tenorsaxophon lernen?

Ein erster Ton gelingt auf dem Tenorsaxophon meist in der ersten Stunde, weil das Rohrblatt die Schwingung übernimmt und nicht die Lippen. Darin unterscheidet sich das Saxophon von jedem Blechblasinstrument. Schwierig wird erst die Kontrolle: Intonation, gleichmäßiger Ton über den ganzen Umfang und die tiefen Töne, die bei zu festem Ansatz überspringen.

Kinder beginnen in der Regel auf dem Altsaxophon. Es wiegt weniger, braucht weniger Luft und liegt näher am Körper. Der Wechsel auf das Tenorsaxophon kostet später keine Griffarbeit, sondern nur Atemvolumen.

Welche Musik prägt das Tenorsaxophon?

Der Jazz hat das Tenorsaxophon zu seinem Leitinstrument gemacht. Coleman Hawkins nahm 1939 Body and Soul auf und zeigte damit, dass das Instrument eine ganze Improvisation allein tragen kann. Lester Young stellte dem schweren Ton von Hawkins einen leichteren, beweglicheren entgegen und begründete damit die zweite große Schule.

Danach prägten Sonny Rollins, John Coltrane, Dexter Gordon und Stan Getz jeweils eigene Spielweisen, von der harten Bebop-Linie bis zum weichen Ton der Bossa-Nova-Aufnahmen. Im Satz einer Big Band sitzen zwei Tenorsaxophone zwischen zwei Alt- und einem Baritonsaxophon.

In Soul und Rock übernahm das Tenorsaxophon die Rolle der zweiten Stimme neben dem Gesang. Clarence Clemons spielte es in der E Street Band von Bruce Springsteen und machte den kräftigen, geraden Ton zum Merkmal dieser Musik.

Häufige Fragen zum Tenorsaxophon

In welcher Stimmung steht das Tenorsaxophon?

Das Tenorsaxophon steht in B und klingt eine große None tiefer als notiert, also eine Oktave und einen Ganzton unter dem geschriebenen Ton. Ein notiertes c erklingt damit als B. Die gleiche Stimmung trägt das Sopran-Saxophon, während Alt- und Baritonsaxophon in Es stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Tenorsaxophon und Altsaxophon?

Das Tenorsaxophon ist größer und klingt eine Quarte tiefer als das Altsaxophon. Es steht in B, das Altsaxophon in Es. Es braucht mehr Luft, trägt ein größeres Mundstück und wiegt spürbar mehr. Die Griffe und das Notenbild sind bei beiden gleich.

Haben Tenorsaxophon und Altsaxophon dieselben Griffe?

Tenorsaxophon und Altsaxophon haben dieselben Griffe. Alle Saxophone folgen einem gemeinsamen Klappenschema und notieren im Violinschlüssel, unabhängig von ihrer Stimmung. Ein Wechsel zwischen den Instrumenten verlangt eine Anpassung von Ansatz und Luftmenge, aber kein neues Griffsystem.

Ist das Tenorsaxophon ein Blechblasinstrument?

Das Tenorsaxophon zählt zu den Holzblasinstrumenten, obwohl sein Korpus aus Messing besteht. Ausschlaggebend ist die Tonerzeugung: Ein einfaches Rohrblatt aus Schilf schwingt gegen die Mundstückbahn. Bei Blechblasinstrumenten schwingen dagegen die Lippen des Spielers selbst.

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