Altsaxophon

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Bild: Alenavlad / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Das Altsaxophon ist das Es-Instrument der Saxophonfamilie und die Größe, mit der die meisten Spieler beginnen. Es klingt, wie jedes Es-Instrument der Familie, eine große Sexte tiefer als notiert und liegt eine Quinte unter dem Sopran-Saxophon sowie eine Quarte über dem Tenorsaxophon. Adolphe Sax entwickelte und patentierte die gesamte Saxophonfamilie 1846 in Paris, das Altsaxophon gehörte von Beginn an zu ihren Standardgrößen. Wegen seines geringeren Gewichts und Luftbedarfs gilt es als die übliche erste Saxophongröße für Einsteiger.

Das Altsaxophon ist das Es-Instrument der Saxophonfamilie und die Größe, mit der die meisten Spieler beginnen. Es liegt zwischen dem kleineren Sopran-Saxophon und dem größeren Tenorsaxophon und klingt, wie jedes Es-Instrument der Familie, eine große Sexte tiefer als notiert. Adolphe Sax entwickelte und patentierte die gesamte Saxophonfamilie 1846 in Paris, das Altsaxophon gehörte von Beginn an zu ihren Standardgrößen. Trotz des Messingkorpus zählt es zu den Holzblasinstrumenten, denn den Ton erzeugt ein einfaches Rohrblatt am Mundstück, nicht die Lippen des Spielers wie bei einem Blechblasinstrument.

EsStimmung
große Sexteklingt tiefer als notiert
RohrblattTonerzeugung
EinsteigerStandardgröße zum Lernen

Was ist ein Altsaxophon?

Das Altsaxophon ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt, das in Es steht und im Violinschlüssel notiert wird, wie jedes Saxophon. Sein Rohr weitet sich vom Mundstück bis zum Schallbecher durchgehend, die Bohrung ist also konisch. Innerhalb der Saxophonfamilie bildet es zusammen mit dem Baritonsaxophon die Es-Reihe, während Sopran- und Tenorsaxophon in B stehen. Von den vier gebräuchlichen Größen wird das Altsaxophon am häufigsten als erstes Instrument gewählt.

MerkmalAltsaxophon
FamilieHolzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt
TonerzeugungRohrblatt auf der Mundstückbahn
StimmungEs
Transpositionklingt eine große Sexte tiefer als notiert
NotationViolinschlüssel, wie bei allen Saxophonen
Bohrungkonisch
WerkstoffMessing, lackiert, versilbert oder vergoldet
Notierter Umfangb bis f''', mit hoch-Fis-Klappe bis fis'''
Klingender Umfangdes bis as'', mit hoch-Fis-Klappe bis a''
Platz in der Familiezwischen Sopran-Saxophon und Tenorsaxophon

Warum klingt das Altsaxophon eine Sexte tiefer als notiert?

Das Altsaxophon transponiert, damit die ganze Saxophonfamilie denselben Griff für dieselbe Note behält. Ein notiertes c verlangt auf jedem Saxophon denselben Fingersatz, klingt aber je nach Bauform in einer anderen Tonhöhe. Auf dem Altsaxophon ergibt dieser Griff ein es, eine große Sexte unter der Notenzeile.

Adolphe Sax legte die Familie in zwei Reihen an: Sopran und Tenor stehen in B, Alt und Bariton in Es. Innerhalb einer Reihe liegt genau eine Oktave zwischen zwei Instrumenten, deshalb klingt das Altsaxophon exakt eine Oktave über dem Baritonsaxophon. Zu den Nachbarn in der anderen Reihe ergeben sich andere, aber ebenso feste Abstände: eine Quinte unter dem Sopran-Saxophon und eine Quarte über dem Tenorsaxophon.

Alt- und Baritonsaxophon klingen exakt eine Oktave auseinander. Beide stehen in Es und bilden dieselbe Reihe der Familie. Sopran- und Tenorsaxophon stehen in B und liegen ebenfalls im Oktavabstand zueinander.

Wie ist das Altsaxophon aufgebaut?

Ein konisch gebohrtes Messingrohr bildet den Korpus des Altsaxophons, gebogen zu der charakteristischen Form mit aufwärts gerichtetem Schallbecher. Nur das meist gerade gebaute Sopran-Saxophon weicht davon ab. Ein gebogener S-Bogen führt vom Korpus zum Mundstück, auf dessen Bahn eine Ligatur ein einzelnes Rohrblatt aus Schilfrohr oder Kunststoff festhält. Dieses Rohrblatt schwingt beim Anblasen und erzeugt den Ton.

Über den Korpus verteilen sich mehr als zwanzig Tonlöcher, zu groß und zu weit auseinander, um sie mit den Fingerspitzen allein zu schließen. Gepolsterte Klappen übernehmen das, verbunden über Achsen und Federn, sodass ein einziger Fingerdruck oft mehrere Klappen gleichzeitig bewegt. Ein Tragegurt nimmt das Gewicht des Korpus ab, deutlich weniger Gewicht als bei einem Tenor- oder Baritonsaxophon.

Warum lernen Anfänger meist zuerst Altsaxophon?

Anfänger greifen meist zuerst zum Altsaxophon, weil zwei Eigenschaften zusammenkommen. Es braucht weniger Atemvolumen und weniger Kraft in den Fingern als Tenor- oder Baritonsaxophon, deren größere Klappen und weiteres Rohr mehr Luft und einen kräftigeren Ansatz verlangen. Gleichzeitig spricht es leichter sauber an als das kleinere Sopran-Saxophon, dessen gerader, enger Bau und kleineres Mundstück einen stabileren Ansatz verlangen, um über das ganze Register intonationssicher zu bleiben. Kriterien für die Wahl eines ersten Instruments listet der Artikel Saxophon kaufen.

Größenordnung der vier gebräuchlichen Saxophone, schematisch Sopran (B) Alt (Es) Standardgröße Tenor (B) Bariton (Es) Je größer das Instrument, desto tiefer klingt es und desto mehr Luft und Kraft verlangt es.
Das Altsaxophon liegt zwischen Sopran- und Tenorsaxophon: kompakter als Tenor und Bariton, einfacher zu intonieren als das kleinere Sopran-Saxophon.

Welche Rolle spielt das Altsaxophon im Saxophonsatz einer Big Band?

In der klassischen Satzbesetzung einer Big Band sitzen zwei Altsaxophone außen, daneben zwei Tenorsaxophone und ein Baritonsaxophon in der Mitte. Das erste Altsaxophon führt meist die Melodiestimme des Satzes und übernimmt die meisten Soli. Viele Altsaxophonisten wechseln im selben Konzert zusätzlich auf Klarinette oder Flöte, weil die Fingersätze der Holzblasinstrumente verwandt sind und Arrangements gezielt mit diesen Klangfarben abwechseln.

Woher stammt das Altsaxophon?

Adolphe Sax entwickelte und patentierte die gesamte Saxophonfamilie 1846 in Paris, wo er seit 1842 lebte, auch wenn er selbst aus dem belgischen Dinant stammte. Er wollte ein Instrument mit dem tragfähigen Ton eines Blechblasinstruments und der Beweglichkeit einer Klarinette bauen. Das Altsaxophon gehörte von Anfang an zu den Standardgrößen der Familie und diente zunächst vor allem der Militärmusik, bevor es im 20. Jahrhundert zur Leitstimme des Jazz wurde. Mehr zur Erfindung und zu allen Größen der Familie erklärt der Artikel zum Saxophon.

Welche Musik prägt das Altsaxophon?

Charlie Parker etablierte in den 1940er Jahren auf dem Altsaxophon die Phrasierung des Bebop und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Solisten des Jazz. Cannonball Adderley trug den Klang des Instruments in den Hard Bop und Soul Jazz der 1950er und 1960er Jahre. Paul Desmond spielte 1959 mit dem Dave Brubeck Quartet das Altsaxophon-Solo auf "Take Five", eine der bekanntesten Jazzaufnahmen überhaupt.

In der klassischen Musik bildet Alexander Glasunows Konzert für Altsaxophon und Streichorchester in Es-Dur, Opus 109, das zentrale Werk des Repertoires. Der Saxophonist Sigurd Rascher drängte Glasunow zu dem Werk, das der Komponist 1934 vollendete; die Uraufführung fand am 25. November desselben Jahres im schwedischen Nyköping statt, mit Rascher als Solisten.

Nicht jeder markante Saxophonklang der Popmusik stammt vom Altsaxophon: Das bekannte Solo in George Michaels "Careless Whisper" von 1984 wurde auf dem Tenorsaxophon eingespielt, obwohl es oft dem Altsaxophon zugeschrieben wird.

Häufige Fragen zum Altsaxophon

In welcher Stimmung steht das Altsaxophon?

Das Altsaxophon steht in Es und klingt eine große Sexte tiefer als notiert. Ein notiertes c ergibt damit ein es. Dieselbe Stimmung trägt das Baritonsaxophon, während Sopran- und Tenorsaxophon in B stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Altsaxophon und Tenorsaxophon?

Das Altsaxophon ist kleiner und klingt eine Quarte höher als das Tenorsaxophon. Es steht in Es, das Tenorsaxophon in B. Es braucht weniger Luft, trägt ein kleineres Mundstück und wiegt spürbar weniger. Griffe und Notenbild sind bei beiden Instrumenten gleich.

Warum gilt das Altsaxophon als Anfängerinstrument?

Das Altsaxophon gilt als Anfängerinstrument, weil es weniger wiegt und weniger Atemvolumen braucht als Tenor- oder Baritonsaxophon und gleichzeitig leichter sauber anspricht als das kleinere Sopran-Saxophon. Griffe und Notation gelten unverändert für den späteren Wechsel auf jede andere Saxophongröße.

Wurde das Solo in Careless Whisper auf einem Altsaxophon gespielt?

Nein, das Solo in George Michaels "Careless Whisper" von 1984 wurde auf dem Tenorsaxophon eingespielt, nicht auf dem Altsaxophon. Die Verwechslung hält sich hartnäckig, weil viele Hörer markante Saxophon-Soli der Popmusik pauschal dem Altsaxophon zuschreiben.

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