63 Genres

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Grunge

Grunge

Grunge ist eine Spielart des Rock mit schwerem, trägem Gitarrenklang und einem starken Wechsel zwischen leisen Strophen und lauten Refrains. Die Songstrukturen bleiben einfach, oft mit vier oder fünf Powerakkorden je Stück, der Aufnahmeklang bleibt bewusst roh und ungeschliffen. Grunge entstand Ende der 1980er Jahre in Seattle und im Nordwesten der Vereinigten Staaten, wo unabhängige Label die ersten Platten herausbrachten. Die bekannteste Band der Richtung ist Nirvana.

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Hard Rock

Hard Rock

Hard Rock ist eine Stilrichtung der Rockmusik, in der die verzerrte E-Gitarre die tragende Schicht bildet und ein Riff statt einer Akkordbegleitung den Ablauf des Stücks trägt. Das Tempo liegt im mittleren bis schnellen Bereich, die Snaredrum betont die Zählzeiten zwei und vier, und der Sänger singt in hoher Lage gegen die Band an. Harmonisch bleibt Hard Rock im Blues verwurzelt: Riffs und Soli stammen aus der Moll-Pentatonik und der Blues-Skala. Er entstand Ende der 1960er Jahre in Großbritannien und den Vereinigten Staaten aus dem Blues Rock.

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Hip-Hop

Hip-Hop

Hip-Hop ist eine Kultur aus vier Elementen: MCing, DJing, Breakdance und Graffiti. Musikalisch besteht er aus einem rhythmisch gesprochenen Vortrag über einem wiederholten Beat, den ein DJ aus Breakbeats zusammensetzt oder ein Produzent aus Samples und Drumcomputer baut. Hip-Hop entstand Anfang der 1970er Jahre in der South Bronx in New York. Die Taktart ist 4/4, das Tempo liegt meist zwischen 80 und 100 Schlägen pro Minute.

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House

House

House ist elektronische Tanzmusik mit einer Bassdrum auf jeder Viertel, einem Tempo von meist 118 bis 130 Schlägen pro Minute und einer offenen Hi-Hat auf den Achteln zwischen den Schlägen. Das Harmonie- und Gesangsmaterial stammt aus Disco, Soul und Gospel, Gesang gehört zum Normalfall. Ein Track ist aus Schleifen von 4, 8 oder 16 Takten gebaut, die einzeln zu- und abgeschaltet werden, nicht aus Strophe und Refrain. Der Stil entstand Anfang bis Mitte der 1980er Jahre in Chicago aus der dortigen Disco-Kultur.

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Indie

Indie

Indie ist die Kurzform von independent und beschreibt zuerst eine Produktionsweise, nicht einen Klang: die Veröffentlichung unabhängig von den großen Plattenfirmen. Der Begriff entstand Ende der 1970er Jahre in Großbritannien, und die britische Independent-Chart zählte ab 1980 nach Vertriebsweg statt nach Musik. Erst in den 1980er Jahren kam eine Klangvorstellung hinzu, für die klare wenig verzerrte Gitarren, zurückgenommene Produktion und ungewöhnliche Songformen stehen. Beide Bedeutungen sind bis heute gleichzeitig in Gebrauch.

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Jazz

Jazz

Jazz ist eine Musikrichtung, in der die Musiker über eine festgelegte Harmoniefolge improvisieren. Das Rhythmusgefühl heißt Swing: Die Achtel dauern unterschiedlich lang, die erste länger als die zweite. Die Harmonik nutzt Akkorde mit Septime und weiteren Optionstönen, die Melodie greift auf Bluesnoten zurück. Als Form dienen vor allem 32 Takte in vier Achttaktgruppen und das Zwölftaktschema des Blues. Der Jazz entstand um 1900 in New Orleans.

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K-Pop

K-Pop

K-Pop ist Popmusik aus Südkorea. Der Begriff kürzt Korean pop ab und bezeichnet seit den 1990er Jahren auch ein Herstellungsverfahren: Plattenfirmen bilden Mitglieder mehrere Jahre in Gesang, Tanz und Sprachen aus und stellen daraus Gruppen zusammen. Musikalisch fällt K-Pop vor allem durch den Aufbau der Stücke auf, denn ein K-Pop-Stück reiht mehr und deutlich verschiedenere Abschnitte aneinander als ein westliches Popstück und wechselt dabei Tonart, Tempoempfinden oder Stilebene mitten im Verlauf.

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Klassik

Klassik

Klassik meint im Alltag die gesamte europäische Kunstmusik, fachlich dagegen nur eine Epoche: die Wiener Klassik von etwa 1770 bis 1820 mit Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Ihr Satz stellt eine führende Melodie über eine Begleitung und gliedert die Musik in achttaktige Perioden. Sinfonie, Streichquartett, Klaviersonate und Solokonzert werden zu den Leitgattungen. Wer klassische Musik hört, hört meistens Barock, Romantik oder Moderne, nicht Klassik.

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Latin

Latin

Latin ist ein Sammelbegriff für Musik aus Lateinamerika und der Karibik und kein einheitliches Genre. Er umfasst Formen, die sich in Besetzung, Tempo und Herkunft deutlich unterscheiden, vom kubanischen Son über die brasilianische Bossa Nova bis zum argentinischen Tango. Den größten Teil dieser Musik ordnet ein gemeinsames Prinzip: die Clave, ein zweitaktiges Rhythmusmuster aus fünf Schlägen, an dem sich Perkussion, Bass, Klavier und Bläser ausrichten.

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Metal

Metal

Metal ist eine Musikrichtung, die auf stark verzerrten E-Gitarren, tiefen Gitarrenstimmungen und riffgetragenen Sätzen aufbaut. Sie entstand um 1970 in Großbritannien aus Hard Rock und Blues Rock. Die Gitarristen dämpfen die Saiten mit dem Handballen am Steg und erzeugen so kurze, perkussive Töne, der Schlagzeuger spielt mit zwei Bassdrum-Pedalen durchgehende Muster. Harmonisch nutzt Metal Moll, Kirchentonarten wie Phrygisch und den Tritonus.

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Mittelalterliche Musik

Mittelalterliche Musik

Mittelalterliche Musik ist die europäische Musik von etwa dem 6. bis zum 15. Jahrhundert, wobei beide Grenzen unscharf sind. Ihr wichtigster Vorgang ist der Weg von der Einstimmigkeit zur Mehrstimmigkeit: von einer einzigen Melodie über eine zweite Stimme im festen Abstand bis zu mehreren selbständigen Stimmen. Die Notenschrift entwickelt sich parallel dazu von Neumen, die nur die Richtung zeigen, über Linien für die Tonhöhe bis zu Notenformen für die Tondauer. Das Tonsystem besteht aus acht Kirchentonarten, und neben der lateinischen Kirchenmusik steht einstimmige weltliche Musik in der Landessprache.

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Neue Deutsche Welle

Neue Deutsche Welle

Die Neue Deutsche Welle ist deutschsprachige Musik zwischen Punk, New Wave und Pop, die Ende der 1970er Jahre in Westdeutschland entstand. Sie hat zwei Phasen, die musikalisch wenig teilen: eine frühe Untergrundbewegung mit kleinen Labels, rauem Klang und experimentellen Texten und einen kommerziellen Boom zwischen 1981 und 1983, in dem die Musikindustrie das Etikett auf sehr verschiedene Musik klebte. Die eigentliche Neuerung lag nicht im Klang, sondern in der Sprache, denn deutsche Rock- und Popmusik sang bis dahin überwiegend englisch. Nach der Übersättigung des Marktes ebbte die Welle ab, die Selbstverständlichkeit deutschsprachiger Popmusik blieb.

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Neue Musik

Neue Musik

Neue Musik bezeichnet die komponierte Kunstmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich von der Dur-Moll-Tonalität löst. Der Begriff ist eine Epochenbezeichnung und meint nicht neu erschienene Musik. Weil kein Grundton mehr ordnet, bringt jede Richtung ihre eigene Ordnung mit: die Zwölftontechnik eine Reihe aus allen zwölf Tönen, die serielle Musik zusätzliche Reihen für Dauer, Lautstärke und Klangfarbe, die Aleatorik den Zufall, die Klangflächenkomposition den dichten Klang und die Minimal Music das wiederholte Muster. Wo die Notenschrift nicht ausreicht, entstehen grafische Partituren mit werkeigenen Zeichen.

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Nu Metal

Nu Metal

Nu Metal ist eine Spielart des Metal mit tief gestimmten, oft siebensaitigen Gitarren, Riffs aus wenigen Tönen mit hohem Rhythmusanteil und einem Gesang, der zwischen Sprechgesang, Singen und Schreien wechselt. Rhythmus und Produktion übernehmen Anleihen beim Hip-Hop, viele Bands führen einen DJ oder einen Sampler-Spieler als festes Mitglied. Gitarrensoli, schnelle Doublebass und die Harmonik des älteren Metal fehlen weitgehend, das Gewicht liegt auf Groove und Klangfarbe. Der Stil entstand Mitte bis Ende der 1990er Jahre in den USA aus Alternative Metal, Funk Metal und Hip-Hop.

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Old School Hip-Hop

Old School Hip-Hop

Old School Hip-Hop bezeichnet die frühe Phase des Hip-Hop, etwa von Ende der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre. Der DJ spielte dieselbe Platte auf zwei Plattenspielern und verlängerte durch den Wechsel zwischen beiden den Schlagzeugteil, den Break. Der MC trug darüber kurze Zeilen mit Paarreimen vor und sprach das Publikum direkt an. Die Musik entstand in New York auf Stadtteilfesten und in Gemeinschaftsräumen, bevor sich Spielarten wie Gangsta Rap oder Trap voneinander trennten.

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Pop

Pop

Pop ist ein Funktionsbegriff und kein Klangbegriff: Der Name kürzt popular music ab und bezeichnet Musik, die auf ein großes Publikum zielt, nicht eine feste Besetzung. Popstücke setzen auf Eingängigkeit und Wiedererkennbarkeit, gliedern sich in Strophe, Refrain und Bridge und dauern meist um drei Minuten. Die Produktion ist dabei ein eigenständiges Gestaltungsmittel, denn im Pop entsteht das Werk erst im Studio.

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Power Metal

Power Metal

Power Metal ist eine Spielart des Metal mit einer hohen, klar gesungenen Stimme statt Growls oder Screams, einer schnellen Doublebass in gleichmäßigem Lauf, einer Dur-lastigen Harmonik mit hymnischen Refrains und Melodien, die zwei Gitarren häufig zweistimmig in Terzen oder Sexten führen. Der Stil entstand Mitte der 1980er Jahre aus dem Heavy Metal, in einer europäischen und einer amerikanischen Linie, die sich bis heute unterscheiden. Deutschland trug die europäische Linie maßgeblich mit. Viele Bands ergänzen die Besetzung um ein Keyboard, in der symphonischen Spielart um ein ganzes Orchesterarrangement.

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Progressive Rock

Progressive Rock

Progressive Rock ist eine Spielart der Rockmusik, die lange, mehrteilige Stücke an die Stelle von Strophe und Refrain setzt. Die Stücke laufen häufig acht bis zwanzig Minuten und wechseln dabei die Taktart, oft in ungerade Maße wie den 5/4- oder den 7/8-Takt. Hammondorgel, Mellotron und Synthesizer stehen gleichberechtigt neben der Gitarre. Formen und Harmonik borgt der Stil bei Kunstmusik und Jazz. Progressive Rock entstand Ende der 1960er Jahre in Großbritannien.

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Psychedelic Rock

Psychedelic Rock

Psychedelic Rock ist eine Spielart der Rockmusik, die stark bearbeitete Gitarrenklänge, ausgedehnte Instrumentalteile und Studiotechnik als Gestaltungsmittel verbindet. Rückwärts abgespielte Bänder, Phasing und Flanging aus zwei gegeneinander verschobenen Bandmaschinen, langer Hall und wandernde Stereobilder entstanden dabei als Handarbeit am Magnetband. Melodik und Klangfarben borgt der Stil bei außereuropäischer Musik: modale Tonleitern, Bordunklänge und die Sitar. Psychedelic Rock entstand Mitte der 1960er Jahre in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten und ging Ende der 1960er Jahre in Hard Rock und Progressive Rock über.

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Punk

Punk

Punk ist eine Musikrichtung, die Reduktion zum Prinzip macht: drei Akkorde, durchgehende Achtel im Abschlag, kurze Stücke, keine Soli. Sie entstand Mitte der 1970er Jahre gleichzeitig in New York und in London. Ein Punkstück dauert oft weniger als zwei Minuten und läuft mit 160 bis 200 Schlägen je Minute. Zur Musik gehört die Arbeitsweise Do it yourself: eigene Aufnahmen, eigene Label, eigene Hefte.

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R&B

R&B

R&B steht für Rhythm and Blues, und der Begriff hat zwei Bedeutungen. Ab den 1940er Jahren fasste die amerikanische Musikbranche darunter die populäre Musik afroamerikanischer Künstler zusammen, aus der Rock and Roll und Soul hervorgingen. Ab den 1980er Jahren bezeichnet R&B einen eigenen Stil mit programmierten Beats, Melismen und Harmoniefolgen aus Septakkorden. Wer heute von R&B spricht, meint fast immer diesen zweiten, den Contemporary R&B.

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Reggae

Reggae

Reggae ist eine jamaikanische Musikrichtung, die Ende der 1960er Jahre aus Ska und Rocksteady hervorging. Sein Erkennungsmerkmal ist der Skank: Gitarre und Keyboard setzen ihren kurzen Akkord auf die unbetonten Zählzeiten. Im One Drop bleibt die erste Zählzeit frei, Bassdrum und Snare treffen gemeinsam die dritte. Der Bass führt dabei die tiefste Melodiestimme, und aus der Neuabmischung fertiger Aufnahmen entstand mit dem Dub eine eigene Produktionsform.

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Renaissance-Musik

Renaissance-Musik

Renaissance-Musik ist die europäische Kunstmusik von etwa 1430 bis 1600. Ihr Satz besteht aus vier bis sechs gleichrangigen Stimmen, von denen keine bloß begleitet. Die Imitation trägt ihn: Eine Stimme beginnt ein Motiv, die nächste nimmt es kurz darauf auf, während die erste weiterläuft. Ein Generalbass fehlt, und in der geistlichen Musik hat die Verständlichkeit des Textes Vorrang. Messe, Motette, Chanson, Madrigal und der Instrumentalsatz prägen die Epoche, deren Verbreitung der Notendruck ab 1501 beschleunigte.

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Rock

Rock

Rock ist eine Musikrichtung mit einer Kernbesetzung aus E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug und Gesang. Ihren Puls bezieht sie aus dem Backbeat, der Betonung der Zählzeiten zwei und vier im Vierertakt. Die verzerrte Gitarre liefert die führende Klangfarbe, der Powerchord aus Grundton und Quinte die Harmonik. Rock entstand in den 1950er Jahren in den Vereinigten Staaten aus Blues und Country und löste sich in den 1960er Jahren als eigene Gattung vom Rock and Roll.

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