Hip-Hop

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Redaktion
Eine Hand liegt auf dem Plattenteller eines DJ-Controllers im violetten Licht. Foto: Pexels / Pixabay.
Eine Hand liegt auf dem Plattenteller eines DJ-Controllers im violetten Licht. Foto: Pexels / Pixabay.

Zusammenfassung

Hip-Hop ist eine Kultur aus vier Elementen: MCing, DJing, Breakdance und Graffiti. Musikalisch besteht er aus einem rhythmisch gesprochenen Vortrag über einem wiederholten Beat, den ein DJ aus Breakbeats zusammensetzt oder ein Produzent aus Samples und Drumcomputer baut. Hip-Hop entstand Anfang der 1970er Jahre in der South Bronx in New York. Die Taktart ist 4/4, das Tempo liegt meist zwischen 80 und 100 Schlägen pro Minute.

Hip-Hop ist eine Kultur aus vier Ausdrucksformen, deren musikalischer Teil aus Rap und einem wiederholten Beat besteht. Sie entstand Anfang der 1970er Jahre in der South Bronx im Norden New Yorks. Der DJ spielte dort nicht ganze Lieder, sondern deren rein instrumentale Zwischenteile, die Breaks, immer wieder an. Darüber trug der MC seinen Text rhythmisch gesprochen vor. Aus dieser Arbeitsteilung entstand eine Musik, die heute weltweit zu den meistverkauften gehört.

4Elemente
BronxUrsprung
4/4Taktart
80 bis 100BPM

Was ist Hip-Hop?

Hip-Hop bezeichnet eine Kultur und die Musik, die aus ihr hervorging. Die Kultur umfasst vier Ausdrucksformen: MCing, DJing, Breakdance und Graffiti. Die Musik entsteht aus den ersten beiden, denn der DJ liefert den Beat und der MC den Text. Rap und Hip-Hop meinen deshalb nicht dasselbe: Rap ist die Vortragsform, Hip-Hop die Kultur, in der sie entstand.

MerkmalHip-Hop
EntstehungszeitAnfang der 1970er Jahre
EntstehungsortSouth Bronx, New York
Typische Produktionsmittelzwei Plattenspieler und Mischpult, Sampler, Drumcomputer, Audiosoftware
Taktart4/4
Tempobereichmeist 80 bis 100 BPM, im Trap bei halbierter Zählweise als 130 bis 160 BPM notiert
Prägende Merkmalerhythmisch gesprochener Vortrag, wiederholter Breakbeat, Betonung auf den Zählzeiten 2 und 4
Wichtige SubgenresBoom Bap, Gangsta Rap, Conscious Rap, Trap, Drill, Cloud Rap

Welche vier Elemente hat der Hip-Hop?

Vier Ausdrucksformen gelten als die Elemente des Hip-Hop. Nur zwei davon erzeugen Klang, die beiden anderen gehören zur Bewegung und zum Bild.

  • MCing ist der Vortrag am Mikrofon. Die Abkürzung steht für Master of Ceremonies: Der MC kündigte zunächst den DJ an und heizte das Publikum an, bevor sein Anteil zur Hauptsache wurde.
  • DJing ist die Arbeit an zwei Plattenspielern und einem Mischpult. Dazu gehört das Verlängern des Breaks ebenso wie das Scratchen, bei dem der DJ die Platte von Hand vor- und zurückbewegt.
  • Breakdance ist der Tanz zum Break. Die Tänzer selbst nennen ihn B-Boying; der Name Breakdance stammt aus der Presseberichterstattung der 1980er Jahre.
  • Graffiti ist die gemalte Form. Grundmotiv ist der eigene Namenszug, ausgeführt in immer weiter ausgebauten Buchstabenformen.

Afrika Bambaataa und seine Zulu Nation fassten diese vier Formen in den späten 1970er Jahren als eine zusammengehörige Kultur zusammen. Manche Zählungen ergänzen Wissen als fünftes Element.

Wie entsteht der Beat im Hip-Hop?

Der Beat entsteht entweder aus vorhandener Musik oder aus programmierten Schlägen. Am Anfang stand der Breakbeat. DJ Kool Herc beobachtete auf seinen Partys, dass die Tanzfläche auf die instrumentalen Zwischenteile von Funk- und Soulplatten am stärksten reagierte. Er legte zwei Kopien derselben Platte auf zwei Plattenspieler und spielte diesen Teil abwechselnd immer wieder an. Aus wenigen Sekunden wurde so ein Stück von beliebiger Länge.

Original Intro Strophe Break Strophe Schluss Zwei Decks Break Break Break Break Deck A Deck B Deck A Deck B Wiederholung ohne feste Länge
Der Break dauert auf der Platte wenige Sekunden. Der DJ wechselt zwischen zwei Kopien und setzt jede zurück, während die andere läuft.

Grandmaster Flash verfeinerte das Verfahren. Er markierte den Einsatzpunkt auf der Platte und drehte sie von Hand dorthin zurück, sodass der Übergang auf den Schlag genau saß. Heute übernimmt ein Sampler diese Arbeit, indem er den Ausschnitt aufnimmt und auf Tastendruck wiedergibt. Die zweite Quelle ist der Drumcomputer: Die Roland TR-808 prägte mit ihrer langen, tief gestimmten Bassdrum den Klang ganzer Jahrzehnte.

Der Break ist die Keimzelle des Hip-Hop. Er ist der Abschnitt eines Stücks, in dem alle Instrumente bis auf Schlagzeug und Bass aussetzen. Weil dieser Abschnitt nur wenige Takte dauert, musste der DJ ihn künstlich verlängern. Aus dieser technischen Notwendigkeit entstanden das Arbeiten in Schleifen, das Sampling und damit die Bauweise praktisch aller späteren Hip-Hop-Produktionen.

Was unterscheidet Rap vom Gesang?

Rap legt nicht die Tonhöhe fest, sondern den Rhythmus. Der MC spricht seinen Text in einem festen Verhältnis zum Metrum des Beats, und dieses Verhältnis heißt Flow. Wer jede Silbe auf eine Viertel legt, klingt steif. Wer Silben vorzieht, hinter den Schlag setzt oder in Triolen unterteilt, erzeugt Spannung gegen das gleichbleibende Raster.

Die zweite handwerkliche Ebene ist der Reim. Der Endreim am Zeilenende ist die einfachste Form. Binnenreime setzen zusätzliche Reimwörter mitten in die Zeile und binden sie an die nächste. Beim Mehrsilbenreim stimmen mehrere Silben in Folge überein, sodass ganze Wortgruppen aufeinander antworten. Je dichter diese Bindungen liegen, desto weniger Freiheit bleibt für die Wortwahl.

Woher stammt der Hip-Hop?

Hip-Hop stammt aus der South Bronx und entstand dort in den frühen 1970er Jahren auf Blockpartys. DJ Kool Herc war als Kind aus Kingston auf Jamaika eingewandert und brachte die Praxis der jamaikanischen Sound Systems mit: eine mobile Anlage, ein DJ am Plattenteller und ein Sprecher am Mikrofon. Dieselbe Wurzel trägt das Toasting im Reggae.

Auf Tonträger kam die Musik erst später. Rapper's Delight der Sugarhill Gang erschien 1979 und wurde die erste Rap-Single mit großem kommerziellen Erfolg. In den 1980er Jahren löste sich die Produktion vom Plattenspieler, weil Sampler und Drumcomputer den Beat unabhängig von der Live-Situation machten. Heute fasst ein DJ-Controller die Aufgaben beider Plattenspieler und des Mischpults in einem Gerät zusammen.

Was kennzeichnet den Deutschrap?

Deutschrap ist der deutschsprachige Zweig des Hip-Hop und seit den frühen 1990er Jahren eigenständig. Die Fantastischen Vier erreichten 1992 mit Die Da!? die Charts und zeigten, dass sich die Reimtechnik auf das Deutsche übertragen lässt. Im selben Jahr veröffentlichte Advanced Chemistry aus Heidelberg Fremd im eigenen Land und setzte den politischen Gegenpol zum Partyton.

Die deutsche Sprache stellt dem Flow eigene Aufgaben. Sie hat längere Wörter und feste Wortbetonungen, deshalb sind Mehrsilbenreime schwerer zu bauen als im Englischen. Seit den 2000er Jahren hat sich Deutschrap in Straßenrap, Conscious Rap und Trap aufgefächert und steht regelmäßig an der Spitze der deutschen Albumcharts.

Häufige Fragen zu Hip-Hop

Was sind die vier Elemente des Hip-Hop?

Die vier Elemente des Hip-Hop sind MCing, DJing, Breakdance und Graffiti. MCing meint den Vortrag am Mikrofon, DJing die Arbeit an Plattenspielern und Mischpult, Breakdance den Tanz zum Break und Graffiti die gemalte Form mit dem eigenen Namenszug als Grundmotiv. Afrika Bambaataa fasste sie in den späten 1970er Jahren als eine Kultur zusammen, manche Zählungen ergänzen Wissen als fünftes Element.

Wo ist Hip-Hop entstanden?

Hip-Hop entstand Anfang der 1970er Jahre in der South Bronx im Norden New Yorks. Die Grundlage lieferten Blockpartys, auf denen DJs die instrumentalen Zwischenteile von Funk- und Soulplatten wiederholten. Die Technik der mobilen Sound Systems kam über eingewanderte Familien aus Jamaika.

Was ist der Unterschied zwischen Rap und Hip-Hop?

Rap ist die Vortragsform, Hip-Hop die Kultur. Rap bezeichnet den rhythmisch gesprochenen Text am Mikrofon und ist eines von vier Elementen des Hip-Hop, neben DJing, Breakdance und Graffiti. Rap kommt auch außerhalb dieser Kultur vor, etwa im Crossover mit Metal oder als Gastbeitrag in einem Popstück.

Was ist ein Breakbeat?

Ein Breakbeat ist der instrumentale Abschnitt eines Stücks, in dem nur Schlagzeug und Bass weiterspielen, wiederholt als Schleife. DJ Kool Herc verlängerte solche Breaks mit zwei Kopien derselben Platte auf zwei Plattenspielern. Aus dieser Praxis entstand der Beat des Hip-Hop, den heute Sampler und Drumcomputer erzeugen.

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