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Romantik in der Musik

Romantik in der Musik

Die Romantik in der Musik ist die Epoche der europäischen Kunstmusik von etwa 1820 bis 1900, zwischen Wiener Klassik und Moderne. Ihre Harmonik nutzt häufige Chromatik, alterierte Akkorde und Ausweichungen in entfernte Tonarten, ihr Orchester wächst vor allem im Blech und im Schlagwerk. Neben die ererbten Formen treten freiere, oft einsätzige Anlagen, und der Ausdruck geht der Symmetrie vor. Neu sind vier Gattungen: Kunstlied mit Klavier, Charakterstück, sinfonische Dichtung und Musikdrama.

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Schlager

Schlager

Schlager ist deutschsprachige Unterhaltungsmusik, die alles auf ihren Refrain ausrichtet. Melodie und Harmonik bleiben einfach genug, dass ein Hörer den Refrain nach einem Durchgang mitsingt. Die Stücke stehen fast immer im Vierviertel-Takt, halten ein mittleres Tanztempo und erzählen von Liebe, Sehnsucht und Lebensgefühl. Der Begriff bezeichnete zuerst keinen Stil, sondern einen Erfolg: ein Stück, das beim Publikum einschlägt.

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Shoegaze

Shoegaze

Shoegaze ist eine Spielweise des Gitarrenrock, in der dicht bearbeitete Gitarrenwände den einzelnen Ton aufnehmen und der Gesang als weitere Klangschicht darin liegt. Verzerrung, Chorus, Flanger, Verzögerung und viel Hall laufen gleichzeitig, und ihre Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. Den Namen prägten britische Musikjournalisten um 1990 spöttisch für Musiker, die auf der Bühne nach unten blicken, weil sie große Effektgeräte-Boards am Boden bedienen. Der Stil entstand Ende der 1980er Jahre in Großbritannien und Irland, verlor Mitte der 1990er Jahre mit dem Britpop an Aufmerksamkeit und kehrte ab den 2000er Jahren zurück.

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Singer-Songwriter

Singer-Songwriter

Ein Singer-Songwriter schreibt, singt und begleitet seine Lieder selbst, meist auf Akustikgitarre oder Klavier. Der Text steht im Mittelpunkt, die Begleitung richtet sich nach ihm und bleibt schlank. Als eigene Kategorie entstand die Bezeichnung in den späten 1960er Jahren, als Musiker in den USA und in Großbritannien die Arbeitsteilung zwischen Autor und Interpret aufhoben. Vom Folk unterscheidet sich der Stil durch den persönlichen Blickwinkel, vom Pop durch die schlanke Begleitung.

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Soul

Soul

Soul ist eine um 1960 in den USA entstandene Musikrichtung, die den Gesang der Gospelkirche mit weltlichen Texten verbindet. Kennzeichen sind lange Melismen, ein antwortender Chor und ein Bläsersatz, der die Lücken der Gesangslinie füllt. Der Bass spielt dabei eine eigene Melodie statt nur die Grundtöne. Die Zentren des Soul waren Detroit mit der Plattenfirma Motown und Memphis mit Stax.

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Swing

Swing

Swing ist ein Stil des Jazz, der Ende der 1920er Jahre in den USA entstand und die 1930er Jahre prägte. Gespielt wird er von einer Big Band aus Saxophon-, Trompeten- und Posaunensatz sowie einer Rhythmusgruppe. Der Viervierteltakt läuft durch, betont sind die Zählzeiten zwei und vier, und die Achtel klingen ternär: Die erste dauert länger als die zweite. Die Arrangements sind ausgeschrieben, der Klang einer Band ist die Handschrift ihres Arrangeurs. Swing war die kommerziell erfolgreichste Phase des Jazz.

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Synthpop

Synthpop

Synthpop ist Popmusik mit klarer Songform, deren Klangfarben fast vollständig aus Synthesizern und Drumcomputern stammen statt aus Gitarre, Bass und Schlagzeug, wobei der Gesang die tragende Stimme bleibt. Möglich wurde der Stil Ende der 1970er Jahre, als polyphone Synthesizer und Sequencer bezahlbar wurden und zwei oder drei Personen damit den Klang einer ganzen Band erzeugen konnten. Der Sequencer gibt dabei den maschinell gleichmäßigen Puls vor, der den Stil kennzeichnet. Anders als die später entstandene elektronische Tanzmusik behält Synthpop Strophe und Refrain und bleibt auf Radiolänge gebaut.

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Synthwave

Synthwave

Synthwave ist eine elektronische Musikrichtung der 2000er und 2010er Jahre, die den Klang von Filmmusik, Spielemusik und Popproduktion der 1980er Jahre nachbaut. Sie stammt nicht aus den 1980er Jahren, sondern bezieht sich auf sie. Kennzeichen sind Flächen aus Analogsynthesizern, eine arpeggierte Basslinie in gleichmäßigen Achteln oder Sechzehnteln, Schlagzeugklänge mit hart abgeschnittenem Hall und eine einzelne Leadstimme für die Melodie. Das Tempo liegt meist zwischen 80 und 120 Schlägen pro Minute. Verbreitet hat sich die Richtung über Internetveröffentlichungen, kleine Label und die Musik einzelner Kinofilme.

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Techno

Techno

Techno ist elektronische Tanzmusik mit einer Bassdrum auf jeder Viertel, einem Tempo von meist 125 bis 150 Schlägen pro Minute und einem Aufbau aus kurzen, wiederholten Mustern statt Strophe und Refrain. Die Klangfarben stammen aus Drumcomputern, Samplern und Synthesizern, nicht aus gespielten Instrumenten. Ein Track folgt der Reihenfolge Einleitung, Schichtung, Breakdown, Aufbau und Drop und ist damit für den Übergang im DJ-Set gebaut. Der Stil entstand Mitte der 1980er Jahre in Detroit, in Europa lief eine eigene Entwicklung, und Berlin wurde nach 1989 zu einem ihrer Zentren.

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Thrash Metal

Thrash Metal

Thrash Metal ist eine Spielart des Metal mit hohem Tempo von meist 180 bis 250 Schlägen je Minute, Riffs aus durchgehenden Abschlägen bei abgedämpften Saiten und harten Schnitten zwischen den Riffs. Am Schlagzeug läuft eine durchgehende Doublebass, der Gesang liegt zwischen Rufen und Schreien und bleibt im Wortlaut verständlich. Der Stil entstand Anfang der 1980er Jahre in Kalifornien und zur selben Zeit in Deutschland. Er verbindet die Riffarbeit der New Wave of British Heavy Metal mit der Geschwindigkeit des Hardcore Punk.

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Trance

Trance

Trance ist elektronische Tanzmusik mit einer Bassdrum auf jeder Viertel, einem Tempo von meist 130 bis 145 Schlägen pro Minute und einer Melodie, die sich über acht oder sechzehn Takte spannt. Sein Kennzeichen ist der Verlauf: Ein Track baut über mehrere Minuten eine Spannungskurve auf, nimmt im Breakdown die Bassdrum heraus, steigert sich mit öffnendem Filter und anschwellendem Rauschen und läuft auf den Wiedereinsatz der Bassdrum zu. Die Melodie besteht meist aus Arpeggios über gebrochene Akkorde in Moll, getragen von Flächen aus verstimmten Sägezahnwellen und langem Hall. Der Stil entstand Anfang der 1990er Jahre, mit Schwerpunkten in Deutschland und den Niederlanden.

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Trap

Trap

Trap ist eine Spielart des Hip-Hop, die sich an ihrer Rhythmusgruppe erkennen lässt. Die Hi-Hat wechselt innerhalb eines Taktes die Unterteilung bis hinauf zu Zweiunddreißigsteln, während Snare oder Clap nur auf der dritten Zählzeit fallen. Die Bassdrum ist gestimmt und klingt so lange aus, dass sie zugleich den Basston trägt. Notiert steht ein Stück meist um 140 Schläge je Minute, gefühlt läuft es halb so schnell. Trap entstand Anfang der 2000er Jahre im Süden der USA und prägt seit den 2010er Jahren den Mainstream-Pop.

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Volksmusik

Volksmusik

Volksmusik ist überliefertes Liedgut und Instrumentalmusik einer Region. Sie entstand nicht für den Konzertsaal, sondern für einen Anlass: für den Tanz, das Fest, die Arbeit und das Kirchenjahr. Weitergegeben wurde sie durch Vorspielen und Nachspielen, weshalb bei vielen Stücken kein Urheber bekannt ist. Im deutschsprachigen Raum ist sie vor allem im Alpenraum als lebendige Praxis erhalten, mit Steirischer Harmonika, Klarinette, Trompete, Gitarre und Kontrabass.

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Weltmusik

Weltmusik

Weltmusik ist keine Musikrichtung, sondern eine Kategorie des Musikhandels. Sie entstand 1987 in London, als Vertreter kleiner Plattenfirmen einen gemeinsamen Namen suchten, unter dem die Läden Aufnahmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika einsortieren konnten. Musikalisch verbindet die so einsortierten Aufnahmen nichts: Sie teilen weder Besetzung noch Tonsystem noch Form. Der Begriff beschreibt deshalb die Perspektive des Marktes und nicht die Musik.

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Wiener Klassik

Wiener Klassik

Die Wiener Klassik ist die Epoche der europäischen Kunstmusik von etwa 1770 bis 1830, mit Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven als Hauptvertretern. Sie gliedert die Musik in achttaktige Perioden aus Vordersatz und Nachsatz und stellt eine führende Melodie über eine Begleitung. Der Generalbass des Barock entfällt, die Harmonie steht ausgeschrieben in den Noten, und die Lautstärke wächst gleitend statt in Stufen. Klassik im Alltagsgebrauch meint dagegen die gesamte Kunstmusik, nicht diese Epoche.

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