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Conga
Die Conga ist eine kubanische Trommel mit einem einzigen Fell auf einem fassförmigen Korpus. Ihre Wurzeln liegen in westafrikanischen und zentralafrikanischen Trommeltraditionen, die versklavte Menschen nach Kuba brachten; dort entwickelten Musiker afrikanischer Abstammung im 19. und frühen 20. Jahrhundert die heutige Conga. Ein vollständiger Satz besteht aus drei Standardgrößen: der hohen Quinto, der mittleren Conga und der tiefen Tumba. Spieler schlagen sie mit den Händen an, mit Techniken wie Open Tone, Bass, Slap und Muff. Sie trägt bis heute den Rhythmus von Rumba, Son und Salsa.

Crotales
Ein Crotale ist eine kleine, dicke Scheibe aus Bronze mit einer festen, klar bestimmbaren Tonhöhe, anders als ein gewöhnliches Becken mit unbestimmtem Klang. Der Name geht auf das griechische Wort krotalon für Klapper zurück, meint im antiken Griechenland aber ein anderes, ungestimmtes Instrument. Der Spieler schlägt die Bronzescheibe mit einem harten Schlägel an, schlägt zwei Scheiben gegeneinander oder streicht sie mit einem Bogen. Hector Berlioz und Claude Debussy gehören zu den ersten Komponisten, die Crotales im Orchester einsetzten.

Daiko
Daiko ist die stimmhafte japanische Lautung des Wortes für Trommel und taucht nur als zweiter Bestandteil zusammengesetzter Namen auf, etwa in Odaiko, Shime-daiko, Nagado-daiko oder Wadaiko. Allein stehend heißt dasselbe Schriftzeichenpaar Taiko; beide Formen bezeichnen dieselbe Trommelfamilie aus Japan. Die einzelnen Bauformen unterscheiden sich deutlich in Größe, Bauweise und Stimmbarkeit: Nur die Shime-daiko lässt sich über Seile oder Schrauben nachstimmen, alle anderen tragen ein genageltes, fest gespanntes Fell. Die aus dieser Trommelfamilie entstandene Ensemble-Kunstform Kumi-Daiko behandelt der eigene Artikel zu Taiko.

Darbuka
Die Darbuka ist eine einfellige Kelchtrommel aus dem arabischen Raum und der Türkei. Ihr Korpus verjüngt sich von der bespannten Oberseite zu einem offenen Fuß, der als Schallöffnung wirkt. Gespielt wird sie ausschließlich mit den bloßen Händen, wobei der tiefe Doum in der Fellmitte und der helle Tek am Rand die beiden Grundschläge bilden. Darabukka und Dümbelek bezeichnen dasselbe Instrument unter einem anderen regionalen Namen.

Dhol
Der Dhol ist eine doppelfellige Fasstrommel aus dem Punjab, die an einem Riemen um Hals oder Schulter hängt und im Stehen oder Gehen gespielt wird. Zwei Schlägel unterschiedlicher Stärke schlagen auf die beiden Felle: der dicke Dagga auf die tiefe Bassseite, der dünne Tilli auf die helle Gegenseite. Als Rhythmusinstrument des Bhangra treibt er Hochzeitszüge und Erntefeste im Punjab an und ist heute auch in Bollywood-Filmmusik und in der südasiatischen Diaspora zu hören. Vom kleineren, meist im Sitzen gespielten Dholak unterscheidet er sich durch Größe, Haltung und die beiden Schlägel.

Dholak
Der Dholak ist eine doppelfellige Fasstrommel aus Nordindien, kleiner als der verwandte Dhol, und der Spieler bedient ihn im Sitzen mit den bloßen Händen. Ein Holzkorpus trägt zwei unterschiedlich gestimmte Felle: ein Ziegenfell für den hohen, ein Büffelfell für den tiefen Ton. Im 19. Jahrhundert brachten indische Vertragsarbeiter ihn bis nach Trinidad, Guyana und Suriname, wo er bis heute Musikformen wie Baithak Gana und Chutney trägt. Er begleitet Qawwali, religiöse Lieder, Bollywood-Filmmusik und häusliche Hochzeitsfeiern wie die Mehndi-Zeremonie.

Djembe
Die Djembe ist eine westafrikanische Handtrommel aus der Mande-Region: Mali, Guinea, die Elfenbeinküste und Burkina Faso. Ihr becherförmiger Korpus entsteht aus einem einzigen Stück Hartholz, die obere Öffnung trägt ein einzelnes, unbehandeltes Ziegenfell. Traditionell fertigten Angehörige der Numu, einer westafrikanischen Schmiedekaste, die Trommel. Je nach Anschlagstelle und Handhaltung erzeugt die Djembe einen von drei Grundklängen: Bass, Ton und Slap.

Eggshaker
Der so genannte Eggshaker ( Eierschüttler ), oft auch als "Chicken Shaker" bezeichnet, ist ein kleines Perkussionsinstrument . Er besteht aus einer Hülle, die einem Ei ähnelt und ihm so seinen Namen gibt, sowie einer Füllung, die aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Ursprünglich bestand die Hülle aus Holz, welches mit einer Öffnung versehen und anschließend ausgehöhlt wurde. Nach dem Einfüllen des Inhalts konnte die Öffnung dann wieder verschlossen werden.

Ganza
Die Ganza (auch Ganzá geschrieben) ist ein brasilianisches Rhythmusinstrument aus der Familie der Rasseln (Idiophone). Sie besteht aus einer zylindrischen Röhre aus Metall, Holz oder Kunststoff, die mit Samenkörnern, kleinen Metallkugeln oder Kunststoffperlen gefüllt ist. Geschüttelt erzeugt sie ein charakteristisches, durchgehendes Rauschen, das in der brasilianischen Musik, vor allem im Samba, als rhythmisches Grundgerüst dient.

Ghatam
Der Ghatam ist ein südindisches Tongefäß aus gebranntem Ton, das ohne Fell oder Saiten allein durch seinen eigenen Klangkörper tönt. Ein Töpfer mischt dem Ton meist feine Messing- oder Kupferspäne bei und brennt ihn zu einem harten, bauchigen Krug mit enger Öffnung. Der Musiker schlägt mit Fingern, Handflächen und Handballen dagegen und presst die Öffnung zeitweise gegen den nackten Bauch, um den Ton zu verändern. In der karnatischen, südindischen klassischen Musik begleitet der Ghatam die Mridangam-Trommel und trat durch den Musiker T. H. Vinayakram auch international in Erscheinung.

Glockenspiel
Das Glockenspiel ist ein Schlaginstrument aus gestimmten Stahlplatten, die wie eine Klaviertastatur angeordnet sind und mit harten Schlägeln angeschlagen werden. Weil die Platten aus Metall bestehen, zählt es zu den Metallophonen. Der Name meint zwei verschiedene Instrumente: das Stabspiel im Orchester und in der Marschmusik sowie das Turmglockenspiel mit echten Bronzeglocken, das auch Carillon heißt. In Partituren steht für das Stabspiel häufig der italienische Name Campanelli.

Gong
Der Gong ist ein sehr altes Instrument, das schon seit Jahrhunderten in vielen Kulturen verwendet wird. Es ist ein sehr einzigartiges Instrument, das einen sehr tiefen, hallenden Klang erzeugt. Der Gong besteht aus einer Metallscheibe, die in einem Rahmen aufgehängt ist. Er wird ausschließlich mit einem gepolsterten Schlägel oder Hammer geschlagen, um einen tiefen, hallenden Klang zu erzeugen.

Güiro
Der Güiro ist ein geripptes Schrapp-Idiophon aus einer ausgehöhlten Kalebasse, über deren Kerben ein Spieler einen Stock oder eine Gabel namens Pua zieht. Die Taíno, die indigenen Bewohner der Karibik vor der spanischen Kolonialisierung, entwickelten ihn aus der Frucht des Kalebassenbaums, unabhängig von den westafrikanischen Wurzeln vieler anderer karibischer Perkussionsinstrumente. Heute bauen Hersteller den Güiro auch aus Holz, Metall und Kunststoff. Im Son cubano hält er das Grundraster, in der Salsa tritt er stärker hervor, während die verwandte Merengue-Musik meist die metallene Güira einsetzt.

Handglocken
Handglocken sind ein Ensembleinstrument aus fest gestimmten Einzelglocken, die jeweils einen eigenen Griff besitzen und von Hand geläutet werden. Sie gehen auf die englische Tradition des "Change Ringing" der Kirchturmglocken im 17. und 18. Jahrhundert zurück: Glockenläuter übten die komplizierten Läutemuster ursprünglich mit kleineren, tragbaren Handglocken, bevor daraus die eigenständige Tradition der Handglockenchöre entstand.

Handpan
Die Handpan ist ein Schlaginstrument aus zwei verschweißten Stahlhalbschalen, das mit den bloßen Händen gespielt wird. Auf der Oberseite sitzen eine zentrale Kuppel, das Ding, und ringsum acht bis neun gestimmte Klangfelder. Jedes Instrument trägt genau eine Tonleiter, die der Erbauer in das Blech hämmert und die sich nachträglich nicht ändern lässt. Hang ist dabei kein zweiter Name für die Gattung, sondern ein geschützter Markenname der Berner Werkstatt PANArt.

Hosho
Der Hosho ist ein traditionelles Rasselinstrument aus Simbabwe, das aus der Kultur der Shona stammt und untrennbar mit der Mbira-Musik verbunden ist. Ein Hosho besteht aus einer ausgehöhlten, getrockneten Kürbisschale (Mapudzi), die mit den Samen der Hota-Pflanze gefüllt ist. Gespielt wird meist mit zwei Hosho gleichzeitig, einer in jeder Hand, um ein dichtes, treibendes Rasselmuster zu erzeugen.

Ipu
Ipu ist die hawaiianische Bezeichnung für einen Kürbis und für ein daraus gefertigtes Perkussionsinstrument. Zwei Bauformen bestehen: das Ipu heke aus zwei zusammengefügten Kürbissen und das einfachere Ipu heke ʻole aus einem einzigen Kürbis. Der Spieler stößt das Instrument gegen den Boden und schlägt es mit der Hand, ohne dass Fell oder Membran am Klang beteiligt sind. Es begleitet vor allem den traditionellen Hula kahiko, während es in der jüngeren Hula ʻauana kaum vorkommt.

Janggu
Der Janggu, auch Janggo oder Changgo genannt, ist ein doppelfelliges Sanduhr-Trommelinstrument (Membranophon) aus Korea und das wichtigste Rhythmusinstrument der koreanischen Volks- und Hofmusik. Er besteht aus einem einzigen, durchgehend sanduhrförmig gedrechselten Holzkorpus, traditionell aus dem leichten, gut resonierenden Holz des Blauglockenbaums (Paulownia), über dessen beide offene Enden zwei unterschiedlich dicke Tierhautfelle gespannt sind.

Kalimba
Die Kalimba ist ein Lamellophon aus gestimmten Metallzungen auf einem Resonanzkörper aus Holz, die der Spieler mit den Daumennägeln zupft. Sie gehört zur Familie der afrikanischen Lamellophone, zu der auch die Mbira der Shona in Simbabwe zählt, ist mit dieser aber nicht identisch: Die heute weltweit verbreitete Bauform mit 17 Zungen in C-Dur geht auf eine Standardisierung im 20. Jahrhundert zurück. Die Zungen stehen nicht der Reihe nach, sondern mit dem tiefsten Ton in der Mitte und abwechselnd nach rechts und links ansteigend.

Kastagnetten
Wer einmal in Spanien im Urlaub war und dort einen zünftigen Flamenco-Abend verbracht hat, der wird die so genannten Kastagnetten sicherlich bereits kennen. Sie gehören in Südeuropa zu den bekanntesten Rhythmusinstrumenten und werden in verschiedenen Musikrichtungen verwendet. Insbesondere in der Tanzmusik sind sie sehr hilfreich, da sie ein klares Gefühl für den Rhythmus vermittelt und es dem Tanzenden so leichter machen, seinen Tanz korrekt auszuführen. Merkmale von Kastagnetten In ihrer ursprünglichen Version bestehen Kastagnetten aus zwei Holzmuscheln , die durch ein Band miteinander verbunden sind.

Klangschale
Klangschalen, im Himalaya-Raum auch als Rin Gong bezeichnet, sind offene, schalenförmige Idiophone aus Bronzelegierung, die durch Anschlagen oder kreisendes Reiben am Rand zum Klingen gebracht werden. Ihre Herkunft liegt im Himalaya-Gebiet, insbesondere in Nepal, Tibet, Nordindien und Bhutan, wo sie seit rund 800 bis 1000 Jahren im tibetisch-buddhistischen und im älteren Bön-Ritual verwendet werden.

Kleine Trommel
Die kleine Trommel, im internationalen Sprachgebrauch als Snare Drum bezeichnet, ist ein Membranophon aus der europäischen Militär- und Marschtrommeltradition, das seit dem 19. und 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil sowohl des klassischen Orchesterschlagwerks als auch des modernen Schlagzeugs (Drumset) geworden ist.

Kubing
Das Kubing ist eine Maultrommel aus Bambus und stammt von den Philippinen. Trotz des Namens ist es keine Trommel, sondern ein Idiophon: eine schmale Zunge, die aus einem flachen Bambusstück herausgeschnitten ist und beim Anzupfen schwingt. Den eigentlichen Klang formt der Mundraum des Spielers, der das Instrument vor die Lippen hält. Verschiedene Volksgruppen der Philippinen nennen es Kubing, Kobing, Aru-ding oder Ulibaw.

Kuhglocke
Die Kuhglocke ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument aus gebogenem oder geschweißtem Blech, das seit Jahrhunderten vor allem im Alpenraum verwendet wird, um Weidevieh zu orten. Sie hat eine trapez- oder kegelförmige Form mit offener Unterseite und wird Kühen und anderem Weidevieh um den Hals gehängt. Als Perkussionsinstrument in der Musik - etwa in der kubanischen und lateinamerikanischen Musik oder im Rock - wird sie freihändig oder auf einem Ständer montiert mit einem Stock oder Schlägel angeschlagen.