Ipu

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Bild: Vibe Images / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Ipu ist ein traditionelles hawaiianisches Perkussionsinstrument, das aus einer getrockneten und ausgehöhlten Flaschenkürbis-Schale (ipu) besteht. Es wird mit den Händen gespielt, indem man die Schale mit der Handfläche schlägt oder auf ein gepolstertes Kissen stößt. Ipu wird normalerweise in hawaiianischen Musikensembles verwendet, um Rhythmus und Begleitung zu liefern.

Ipu ist ein traditionelles hawaiianisches Perkussionsinstrument, das aus einer getrockneten und ausgehöhlten Flaschenkürbis-Schale (ipu) besteht. Es wird mit den Händen gespielt, indem man die Schale mit der Handfläche schlägt oder auf ein gepolstertes Kissen stößt. Ipu wird normalerweise in hawaiianischen Musikensembles verwendet, um Rhythmus und Begleitung zu liefern. Es ist ein wichtiges Element der hawaiianischen Musik und wird oft in traditionellen hawaiianischen Tänzen verwendet. Es ist ein sehr einzigartiges Instrument, das einen einzigartigen Klang erzeugt, der die hawaiianische Kultur widerspiegelt.

Wie klingt das Ipu?

Der Klang des Ipu ist ein tiefer, dumpfer Ton, der eine einzigartige Resonanz hat. Es hat einen warmen, weichen Klang, der sich gut für langsame, meditative Musik eignet. Der Klang des Ipu ist einzigartig und kann eine tiefe emotionale Wirkung haben. Es ist ein sehr flexibles Instrument, das sich für eine Vielzahl von Musikstilen eignet.

Woraus besteht das Ipu?

Ein Ipu ist ein traditionelles hawaiianisches Perkussionsinstrument, das vollständig aus einem oder zwei getrockneten Flaschenkürbissen (ipu, botanisch Lagenaria siceraria) hergestellt wird. Beim einfachen Ipu heke ʻole verwendet man einen einzelnen, ausgehöhlten und getrockneten Kürbis. Beim Ipu heke, der doppelten Form, werden zwei unterschiedlich große Kürbisse an ihren Hälsen zusammengefügt, sodass der kleinere oben auf dem größeren sitzt und eine liegende Achterform entsteht. Früher wurden die beiden Teile mit Baumharz verklebt, heute meist mit modernem Klebstoff. In den oberen Kürbis wird ein kleines Loch geschnitten, durch das der Klang entweichen kann. Das Instrument besitzt keinerlei Fell oder Membran, der Ton entsteht allein durch die Resonanz des hohlen Kürbiskörpers. Nach der Ernte werden die Kürbisse getrocknet, ausgehöhlt und die Innenwände mit Sand oder Sandpapier glatt poliert, bevor sie zu einem fertigen Instrument verarbeitet werden. Je nach Größe der verwendeten Kürbisse variiert auch die Tonhöhe des fertigen Instruments: Kleinere Kürbisse ergeben ein helleres, größere ein tieferes Ipu.

Wie spielt man das Ipu?

Das Ipu wird im Sitzen gespielt. Der Musiker legt zunächst ein gefaltetes Tuch oder ein kleines Kissen als Unterlage auf den Boden. Der erste Schlag eines Taktes wird ausgeführt, indem das Instrument senkrecht auf dieses Polster gestoßen wird, dabei entsteht ein tiefer, voller Ton, der aus dem Inneren des Kürbiskörpers resoniert. Die folgenden Schläge werden erzeugt, indem der Spieler das Ipu vom Boden abhebt und die Außenseite des unteren, größeren Kürbisses mit den flachen Fingern oder dem Handballen antippt, was einen helleren, klopfenden Klang ergibt. Manche erfahrene Spieler variieren zusätzlich den Anschlagswinkel und die Handposition, um innerhalb eines Stückes verschiedene Klangfarben zwischen dumpfem Bodenschlag und hellerem Fingertippen zu erzeugen.

Aus dem Wechsel zwischen dem tiefen Bodenschlag und dem helleren Antippen der Kürbisseite entstehen die charakteristischen Ipu-Rhythmen, die den Gesang (mele) und den Tanz (hula) begleiten. Meist übernimmt der Hoʻopaʻa, also der sitzende Sänger und Rhythmusgeber einer Hula-Aufführung, gleichzeitig das Spiel des Ipu und den Vortrag der Gesänge. Die Koordination von Schlagmuster, Atem und Gesang erfordert viel Übung, da Rhythmus und Text eng aufeinander abgestimmt sein müssen.

Neben dem Ipu heke, das durch seine zwei unterschiedlich großen Kammern zwei leicht verschiedene Klangfarben liefert, wird gelegentlich auch das einfachere Ipu heke ʻole, ein einzelner Kürbis ohne aufgesetzten zweiten Teil, gespielt. Es klingt dumpfer und wird vor allem für ruhigere, ältere Formen des Hula eingesetzt.

Damit das Ipu seinen vollen, resonanten Klang behält, muss die getrocknete Kürbisschale vor Feuchtigkeit geschützt und gelegentlich gepflegt werden, da schon kleine Risse im Kürbiskörper den Klang dauerhaft verändern können.

Typische Musikstile mit dem Ipu

Das Ipu ist untrennbar mit dem Hula kahiko verbunden, der traditionellen, alten Form des hawaiianischen Tanzes, die von rhythmischem Sprechgesang statt von Melodieinstrumenten begleitet wird. In diesem Kontext liefert das Ipu den Grundpuls, zu dem die Tänzerinnen und Tänzer ihre Bewegungen ausrichten.

Auch außerhalb der eigentlichen Hula-Aufführung wird das Ipu bis heute in hawaiianischen Hula-Schulen (Hālau) eingesetzt, um Schülerinnen und Schülern Rhythmusgefühl zu vermitteln. In der moderneren Hula ʻauana, die mit Gitarre, Ukulele und Gesang im westlich beeinflussten Stil arbeitet, tritt das Ipu dagegen in den Hintergrund und wird seltener eingesetzt.

Seit der Wiederbelebung der hawaiianischen Kultur ab den 1970er-Jahren hat das Ipu zudem eine wichtige Rolle als Symbol kultureller Identität eingenommen. Es wird bei traditionellen Zeremonien, bei Festivals wie dem Merrie Monarch Festival und in der Ausbildung neuer Kumu Hula, also Hula-Lehrerinnen und -Lehrer, verwendet. In vielen Hālau gehört das Erlernen des richtigen Ipu-Rhythmus zu den ersten Schritten der Hula-Ausbildung, noch bevor die eigentlichen Tanzschritte unterrichtet werden.

Bekannte Lieder mit dem Ipu

Das Ipu ist vor allem als Begleitinstrument des Hula kahiko bekannt, nicht durch einzelne, weltweit bekannte Lieder. Wer den Klang des Ipu kennenlernen möchte, findet ihn am ehesten in Aufnahmen und Aufführungen hawaiianischer Hula-Schulen (Hālau) sowie bei Festivals wie dem Merrie Monarch Festival, die der traditionellen Hula-Kultur gewidmet sind.

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