Die Darbuka ist eine Kelchtrommel mit einem einzigen Fell und gehört zu den Membranophonen. Ihr Korpus verjüngt sich von der bespannten, weiten Oberseite nach unten zu einem offenen Fuß. Gespielt wird sie ausschließlich mit den bloßen Händen. Die Namen Darabukka und Dümbelek meinen kein anderes Instrument: Es sind regionale Bezeichnungen für denselben Trommeltyp, der im arabischen Raum, in der Türkei und auf dem Balkan zu Hause ist.
Warum heißt die Darbuka auch Darabukka und Dümbelek?
Die Namen stammen aus verschiedenen Sprachen und Umschriften, das Instrument dahinter ist dasselbe. Darbuka ist die im Deutschen gebräuchlichste Form und wird sowohl im Türkischen als auch im Arabischen verwendet. Darabukka gibt den arabischen Namen genauer wieder, Dümbelek ist eine türkische Bezeichnung, die man auch Dumbelek geschrieben findet. Im englischen Sprachraum liest man häufig Doumbek, in der griechischen Volksmusik heißt eine sehr ähnliche Trommel Toubeleki.
Wie klingt eine Darbuka?
Die Darbuka lebt vom Gegensatz zweier Schläge. Der Doum entsteht, wenn die Hand in die Mitte des Fells schlägt, und klingt tief, voll und resonant. Der Tek entsteht durch einen leichten Fingerschlag nahe am Rand und klingt hell, kurz und scharf. Aus dem schnellen Wechsel dieser beiden Grundschläge und einigen Verzierungen bauen Spieler die vielschichtigen Rhythmusmuster, für die das Instrument bekannt ist.
Der Kelch verstärkt vor allem die tiefen Frequenzen, deshalb trägt der Doum weit.
Wie ist eine Darbuka aufgebaut?
Die Darbuka besteht aus einem einteiligen, kelchförmigen Korpus, der oben eine weite Öffnung hat und unten in einem schmaleren, offenen Fuß endet. Traditionell brennen Handwerker den Korpus aus Ton, auch Holz ist gebräuchlich. Moderne Instrumente bestehen meist aus Aluminium, seltener aus Fiberglas oder Kunststoff.
Über die obere Öffnung spannt sich ein einzelnes Fell, klassisch aus Ziegenhaut, heute überwiegend aus Kunststoff. Kunststoff reagiert kaum auf Luftfeuchtigkeit und hält seine Stimmung. Bei Tonkorpussen klebt das Fell fest auf dem Rand oder ein Seil hält es, bei Metallkorpussen spannt es ein Ring mit kleinen Stimmschrauben, über die sich die Tonhöhe nachjustieren lässt.
Der offene Fuß ist kein Zierrat: Er lässt den Klang nach unten entweichen und wirkt wie ein kurzes Resonanzrohr.
Wie spielt man Darbuka?
Der Spieler sitzt, legt die Darbuka waagerecht auf den Oberschenkel oder klemmt sie seitlich unter den Arm, sodass beide Hände frei auf dem Fell arbeiten. Schlägel kommen nie zum Einsatz, es spielen nur Finger und Handflächen.
Die dominante Hand übernimmt die tragenden Schläge, die andere Hand füllt mit leiseren Schlägen die Zwischenräume. Fortgeschrittene ergänzen Rollen aus einzelnen Fingern und feine Lautstärkeabstufungen.
Anders als eine Djembe, die den vollen Handeinsatz verlangt, arbeitet die Darbuka überwiegend mit den Fingerspitzen.
Woher stammt die Darbuka?
Die Darbuka stammt aus dem Nahen Osten, wo Kelchtrommeln seit der Antike belegt sind. Heute ist sie die zentrale Rhythmustrommel der arabischen Musik und steht in klassischen Ensembles neben der Rahmentrommel Bendir und der Schellentrommel Riq. In der Türkei begleitet sie die Volksmusik, auf dem Balkan und in Griechenland hat sie sich ebenfalls durchgesetzt.
Im gesamten Verbreitungsgebiet ist die Darbuka die wichtigste Begleittrommel des Bauchtanzes. Über Weltmusik und Perkussionsensembles hat sie inzwischen auch auf westlichen Bühnen einen festen Platz.
Häufige Fragen zur Darbuka
Ist die Darbuka dasselbe wie die Darabukka?
Ja, Darbuka und Darabukka bezeichnen dieselbe Kelchtrommel. Der Unterschied liegt allein in der Umschrift des arabischen Namens. Dasselbe gilt für die türkische Form Dümbelek und die englische Schreibung Doumbek.
Spielt man die Darbuka mit Schlägeln?
Nein, die Darbuka spielt man ausschließlich mit den bloßen Händen. Finger und Handflächen erzeugen die beiden Grundschläge Doum und Tek, ein Schlägel würde diese Unterscheidung unmöglich machen.
Woraus besteht eine Darbuka?
Eine Darbuka besteht aus einem kelchförmigen Korpus und einem Fell. Traditionell ist der Korpus aus gebranntem Ton oder Holz gefertigt, heute überwiegen Modelle aus Aluminium. Das Fell war früher Ziegenhaut, heute ist es meist Kunststoff, der sich über Stimmschrauben nachspannen lässt.
Ist die Darbuka schwer zu lernen?
Die Darbuka ist im Einstieg leicht und in der Tiefe anspruchsvoll. Die beiden Grundschläge Doum und Tek sitzen nach kurzer Zeit, und damit lassen sich schon einfache Rhythmen begleiten. Schwierig wird es, wenn beide Hände unabhängig voneinander schnelle Muster tragen sollen, denn dafür braucht es geübte Finger und ein sicheres Zeitgefühl.




