Akustische Bassgitarre

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Bassgitarre
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Zusammenfassung

Die akustische Bassgitarre gehört zur Familie der Gitarren und deckt deren Bassbereich ab: großer hohler Korpus mit Schallloch, Bünde auf dem Griffbrett und vier Saiten auf E, A, D und G, eine Oktave tiefer als die vier tiefen Gitarrensaiten. Sie erzeugt ihren Ton ohne Strom, bleibt dabei aber leise und setzt sich gegen andere Instrumente kaum durch. Deshalb tragen fast alle Modelle einen eingebauten Tonabnehmer.

Die akustische Bassgitarre gehört zur Familie der Gitarren und deckt deren Bassbereich ab. Sie hat einen großen hohlen Korpus mit Schallloch, ein Griffbrett mit Bünden und vier Saiten auf E, A, D und G, gestimmt eine Oktave tiefer als die vier tiefen Saiten einer Gitarre. Ihren Ton erzeugt sie ohne Strom, allein aus der Schwingung der Saiten und der Resonanz des Korpus.

Wie klingt eine akustische Bassgitarre?

Die akustische Bassgitarre klingt warm und holzig und schwingt deutlich kürzer nach als ein E-Bass. Der Ton spricht schnell an und verliert ebenso schnell an Kraft, weshalb Basslinien auf ihr perkussiver wirken und einzelne Töne klarer voneinander abgesetzt sind.

Wie eine Bassgitarre klingt, zeigt dieses Klangbeispiel:

Warum bleibt die akustische Bassgitarre leise?

Die akustische Bassgitarre bringt unverstärkt zu wenig Lautstärke mit, um sich gegen andere Instrumente durchzusetzen. Ein Korpus strahlt tiefe Töne erst dann kräftig ab, wenn er im Verhältnis zu deren Wellenlänge groß genug ist. Für Basstöne ist selbst ein übergroßer Gitarrenkorpus das nicht, und weiter vergrößern lässt er sich kaum, ohne dass das Instrument unhandlich wird.

In der Bandpraxis heißt das: Schon zwei angeschlagene Westerngitarren decken sie zu, gegen ein Schlagzeug hat sie keine Chance. Deshalb baut fast jeder Hersteller einen Tonabnehmer ein, meist einen Piezostreifen unter der Stegeinlage, dazu einen Vorverstärker in der Zarge. Der Vorteil gegenüber der elektrischen Bassgitarre liegt dann nicht mehr darin, ohne Strom auszukommen, sondern im Klangcharakter.

Ihre Stärke spielt sie dort aus, wo es ohnehin leise zugeht: in Songwriter-Runden, bei Proben ohne Anlage und in kleinen Akustikbesetzungen.

Wie ist eine akustische Bassgitarre aufgebaut?

Der Korpus ist deutlich größer und tiefer als der einer Westerngitarre. Die Decke besteht meist aus Fichte, Boden und Zargen aus Mahagoni, Ahorn oder Palisander. Das Griffbrett trägt Bünde, bundlose Modelle gibt es ebenfalls.

Die Mensur liegt üblicherweise bei rund 86 Zentimetern, also bei 34 Zoll wie beim E-Bass, und damit etwa ein Drittel über der einer klassischen Gitarre. Die vier Saiten bestehen aus umsponnenem Stahl, häufig mit Bronzeumspinnung; verbreitet sind daneben Saiten mit Nylonband-Umspinnung, die weicher klingen.

Wie spielt man akustische Bassgitarre?

Man spielt die akustische Bassgitarre mit den Fingern oder mit dem Plektrum, im Sitzen auf dem Oberschenkel und im Stehen am Gurt. Die linke Hand greift, die rechte reißt an. Die Technik entspricht damit der des E-Basses.

Der Umstieg von der Gitarre kostet vor allem Kraft und Spannweite: Die Saiten sind dicker und straffer, die Bundabstände über die längere Mensur größer. Die Tonanordnung findet sich dagegen sofort wieder.

Woher stammt die akustische Bassgitarre?

Die akustische Bassgitarre ist jünger als der E-Bass. Fender brachte den Precision Bass 1951 heraus; die akustische Variante in ihrer heutigen Form folgte erst 1972 mit dem Earthwood Bass von Ernie Ball.

Sie beantwortete ein praktisches Problem: Akustische Besetzungen hatten bis dahin kein Bassinstrument, das sich wie eine Gitarre halten und tragen ließ. Die Alternative war der Kontrabass, der beides nicht zulässt. Eingesetzt wird die akustische Bassgitarre seither vor allem in Folk, Country und in der Singer-Songwriter-Musik.

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Häufige Fragen zur akustischen Bassgitarre

Wie viele Saiten hat eine akustische Bassgitarre?

Eine akustische Bassgitarre hat in der Regel vier Saiten, gestimmt auf E, A, D und G. Fünfsaitige Modelle mit einer zusätzlichen tiefen H-Saite gibt es, sie bleiben aber die Ausnahme. Die Stimmung entspricht der des E-Basses.

Braucht eine akustische Bassgitarre einen Verstärker?

Die akustische Bassgitarre klingt auch ohne Verstärker vollständig, im Zusammenspiel braucht sie ihn trotzdem fast immer. Allein oder neben einer einzelnen Akustikgitarre reicht ihre Lautstärke aus. Sobald Schlagzeug oder mehrere Gitarren dazukommen, geht sie unter.

Was unterscheidet die akustische Bassgitarre vom E-Bass?

Die akustische Bassgitarre erzeugt ihren Ton über einen hohlen Resonanzkörper, der E-Bass über Tonabnehmer an einem massiven Korpus. Daraus folgt der Rest: Die akustische Bassgitarre klingt holziger und kürzer und bleibt unverstärkt leise. Stimmung, Mensur und Spieltechnik sind bei beiden gleich.

Ist die akustische Bassgitarre für Anfänger geeignet?

Die akustische Bassgitarre eignet sich gut für den Einstieg, weil die Bünde die Tonhöhe vorgeben und man zum Üben keine Anlage braucht. Wer von der Gitarre kommt, findet die Saitenstimmung sofort wieder. Einplanen sollte man, dass für das Spiel in einer Band früher oder später ein Verstärker dazugehört.

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