Kontrabass

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Zusammenfassung

Der Kontrabass ist das größte und tiefste Streichinstrument des Orchesters. Seine vier Saiten stehen in Quarten auf E, A, D und G, und er klingt eine Oktave tiefer, als die Noten ihn schreiben. Damit fällt er aus der Violinfamilie heraus: Seine Bauform geht auf die Gambenfamilie zurück. Wer ihn spielt, steht dabei oder sitzt auf einem hohen Hocker.

Der Kontrabass ist das größte und tiefste Streichinstrument des Orchesters. Seine vier Saiten stehen in Quarten auf E, A, D und G, und er klingt eine Oktave tiefer, als die Noten ihn schreiben. Wer ihn spielt, steht dabei oder sitzt auf einem hohen Hocker und lehnt das Instrument leicht gegen den Körper. Sein Name verweist auf die Kontraoktave, in die sein Tonumfang nach unten reicht.

Wie klingt ein Kontrabass?

Der Kontrabass klingt tief, dunkel und tragend. Seine tiefste Saite erreicht das Kontra-E und markiert damit die untere Grenze des gewöhnlichen Orchesterklangs. Im Orchestersatz verdoppelt er meist die Bassstimme der Celli eine Oktave tiefer und gibt dem Klangbild sein Fundament. Komponisten notieren ihn eine Oktave höher, als er klingt, weil die Stimme sonst zu viele Hilfslinien bräuchte.

Wie ein Kontrabass klingt, zeigt dieses Klangbeispiel:

Wie ist ein Kontrabass aufgebaut?

Ein Kontrabass hat einen taillierten Holzkorpus mit gewölbter Decke aus Fichte und zwei f-förmigen Schalllöchern. Boden und Zargen bestehen meist aus Ahorn, wobei der Boden bei vielen Instrumenten flach bleibt statt gewölbt. Im Inneren verbindet der Stimmstock Decke und Boden und überträgt die Schwingungen zwischen beiden Platten.

Das Griffbrett trägt keine Bünde. Die linke Hand bestimmt jede Tonhöhe allein über die Fingerposition, weshalb saubere Intonation die zentrale Übeaufgabe bleibt. Am unteren Ende stützt ein ausziehbarer Stachel das Instrument auf dem Boden ab; über dessen Länge stellt der Spieler die Höhe auf seine Körpergröße ein.

Warum gehört der Kontrabass nicht zur Violinfamilie?

Der Kontrabass fällt aus der Violinfamilie heraus, obwohl er im Orchester direkt neben ihr sitzt. Geige, Bratsche und Cello stimmen ihre Saiten in Quinten, der Kontrabass dagegen in Quarten. Den Ausschlag gibt die Mensur: Auf der langen Saitenlänge des Basses lägen Quintabstände so weit auseinander, dass eine Hand sie nicht mehr greifen könnte.

Auch seine Form stammt aus einer anderen Linie. Die schräg abfallenden Schultern und der häufig flache Boden weisen auf die Gambenfamilie; als seine direkten Vorfahren gelten Bassgambe und Bassvioline.

Wie spielt man Kontrabass?

Die rechte Hand streicht die Saiten mit dem Bogen oder zupft sie, die linke greift auf dem bundlosen Griffbrett. Beim Bogen haben sich zwei Bauformen gehalten: Den französischen Bogen fasst die Hand von oben, wie es Cellisten tun, den deutschen Bogen mit dem breiteren Frosch hält sie von unten.

Im Jazz überwiegt das Pizzicato. Der gezupfte Kontrabass trägt die Walking-Bass-Linie und liefert Puls und Harmonie in einem. Im Rockabilly kommt die Slap-Technik dazu, bei der die Saiten hörbar gegen das Griffbrett schlagen. In Orchester und Kammermusik führt dagegen der Bogen.

Welche Größen und Stimmungen gibt es beim Kontrabass?

Erwachsene spielen üblicherweise einen Dreiviertelbass, die volle Größe 4/4 bleibt die Ausnahme. Für Kinder und Jugendliche gibt es Achtel-, Viertel- und Halbbässe, sodass der Einstieg schon im Grundschulalter gelingt. Welche Größe passt, entscheidet die Armlänge, nicht das Alter.

Nach unten lässt sich der Umfang erweitern. Manche Orchesterinstrumente tragen eine fünfte Saite bis zum Kontra-H, andere eine Mechanik am Wirbelkasten, die die E-Saite bis zum Kontra-C verlängert. Für Solowerke stimmen Bassisten alle vier Saiten einen Ganzton höher, was den Ton heller und durchsetzungsfähiger macht.

Häufige Fragen zum Kontrabass

Wie viele Saiten hat ein Kontrabass?

Ein Kontrabass hat vier Saiten, gestimmt in Quarten auf E, A, D und G. Manche Orchesterinstrumente tragen zusätzlich eine fünfte Saite, die bis zum Kontra-H hinunterreicht.

Warum ist der Kontrabass in Quarten gestimmt?

Der Kontrabass ist in Quarten gestimmt, weil seine Mensur für Quinten zu lang ist. Bei der Quintstimmung von Geige, Bratsche und Cello lägen die Griffe auf dem Bass so weit auseinander, dass eine Hand sie nicht mehr erreicht. Die Quartstimmung hält die Abstände greifbar.

Spielt man Kontrabass im Stehen oder im Sitzen?

Kontrabass spielt man im Stehen oder auf einem hohen Hocker sitzend. Beide Haltungen sind üblich, im Orchestergraben und auf der Jazzbühne entscheidet oft der Platz. Der Stachel gleicht die Höhe aus, sodass die Greifhand in beiden Fällen dieselbe Position auf dem Griffbrett findet.

Was unterscheidet den Kontrabass vom Cello?

Der Kontrabass ist deutlich größer als das Cello und reicht klanglich tiefer: Seine tiefste Saite steht auf dem Kontra-E, die tiefste Cellosaite auf dem großen C. Cellisten sitzen und klemmen den Korpus zwischen die Knie, Kontrabassisten stehen oder sitzen auf einem hohen Hocker. Auch die Herkunft trennt beide: Das Cello gehört zur Violinfamilie, der Kontrabass geht auf die Gamben zurück.

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