Bassgitarre

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An electric bass guitar. Bild: KI generiert.
An electric bass guitar. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Die Bassgitarre ist ein Zupfinstrument mit vier Saiten in Standardstimmung E, A, D und G, eine Oktave tiefer als die vier tiefsten Gitarrensaiten. Sie erzeugt ihren Ton elektrisch als E-Bass über Tonabnehmer oder akustisch über einen hohlen Resonanzkörper. Leo Fender brachte 1951 mit dem Fender Precision Bass die erste kommerziell erfolgreiche E-Bassgitarre auf den Markt, nachdem Paul Tutmarc um 1936 mit dem Audiovox Model 736 einen frühen, kommerziell erfolglosen Vorläufer gebaut hatte. In Band und Ensemble bildet sie zusammen mit dem Schlagzeug die Rhythmusgruppe und trägt das harmonische Fundament.

Die Bassgitarre ist ein Zupfinstrument mit vier Saiten, die im Quartabstand auf E, A, D und G stehen, eine Oktave tiefer als die vier tiefsten Saiten der Gitarre. Sie trägt in Band und Ensemble das harmonische Fundament und bildet zusammen mit dem Schlagzeug die Rhythmusgruppe. Zwei Bauformen teilen dieses Prinzip: die elektrisch verstärkte Bauform mit massivem Korpus und Tonabnehmern sowie die akustische Bassgitarre mit hohlem Resonanzkörper. Leo Fender brachte 1951 mit dem Fender Precision Bass die erste kommerziell erfolgreiche E-Bassgitarre auf den Markt. Dieser Artikel erklärt Stimmung, Herkunft und Bauformen der Bassgitarre und verweist für die technischen Einzelheiten auf die eigenen Artikel zu den jeweiligen Bauformen.

4Saiten in Standardstimmung
E A D GStimmung, tief nach hoch
1951Fender Precision Bass, erste erfolgreiche E-Bassgitarre
1Oktave tiefer als die vier tiefsten Gitarrensaiten

Was ist eine Bassgitarre?

Eine Bassgitarre ist ein Zupfinstrument aus der Gitarrenfamilie, das die tiefe Lage einer Band übernimmt. Sie besitzt wie die Gitarre einen Korpus, einen Hals und meist Bundstäbchen auf dem Griffbrett, trägt aber nur vier statt sechs Saiten und eine deutlich längere Mensur. Die vier Saiten stehen in derselben Tonfolge wie die vier tiefsten Gitarrensaiten, klingen aber eine Oktave tiefer und übernehmen damit die Stimmung, die zuvor allein dem Kontrabass gehörte. Je nach Bauart erzeugt sie ihren Ton elektrisch über Tonabnehmer oder akustisch über einen hohlen Resonanzkörper.

MerkmalBassgitarre
FamilieZupfinstrument, Chordophon, tiefe Lage
Saitenzahl Standard4, fünf- und sechssaitige Varianten verbreitet
StandardstimmungE, A, D, G, tief nach hoch, in Quarten
Verhältnis zur Gitarreeine Oktave tiefer als die vier tiefsten Saiten
Bauformenelektrisch (E-Bass) und akustisch
Griffbrettmeist mit Bundstäbchen, auch bundlos als Fretless
Erste erfolgreiche E-BassgitarreFender Precision Bass, 1951
Rolle im BandgefügeRhythmusgruppe mit Schlagzeug, harmonisches Fundament

Wie ist eine Bassgitarre gestimmt?

Eine Bassgitarre in Standardstimmung trägt vier Saiten im Quartabstand auf E, A, D und G, von tief nach hoch. Jeder dieser vier Töne liegt exakt eine Oktave unter der gleichnamigen Saite der Gitarre: Die tiefe E-Saite der Bassgitarre schwingt mit rund 41 Hertz, die tiefe E-Saite der Gitarre mit rund 82 Hertz. Dieselbe Verdopplung gilt für A, D und G. Fünfsaitige Bässe ergänzen darunter eine tiefe H-Saite, sechssaitige zusätzlich eine hohe C-Saite über der G-Saite.

Gitarre, vier tiefste Saiten E A D G 82 Hz 110 Hz 147 Hz 196 Hz je eine Oktave tiefer Bassgitarre, Standardstimmung E A D G 41 Hz 55 Hz 73 Hz 98 Hz
Jede Saite der Bassgitarre trägt denselben Tonnamen wie die gleichnamige Gitarrensaite, schwingt aber mit der halben Frequenz und damit eine Oktave tiefer.

Woher stammt die Bassgitarre?

Die Bassgitarre geht auf den amerikanischen Instrumentenbauer Paul Tutmarc zurück, der in Seattle um 1936 mit dem Audiovox Model 736 den ersten bekannten elektrischen Bass baute: ein bundiertes, gitarrenförmiges Instrument mit massivem Korpus, das horizontal gespielt wurde. Tutmarc fertigte davon nur rund 100 Stück in Handarbeit, das Instrument blieb ein Ladenhüter. Erst Leo Fender brachte 1951 mit dem Fender Precision Bass die erste serienmäßig gebaute und kommerziell erfolgreiche E-Bassgitarre auf den Markt. Der Name Precision verweist auf die Bundstäbchen: Anders als beim bundlosen Kontrabass trifft der Spieler jeden Ton exakt, weil der Bund die Tonhöhe vorgibt.

Vor Fender gab es schon einen elektrischen Bass, nur keinen erfolgreichen. Paul Tutmarcs Audiovox Model 736 aus den 1930er-Jahren nahm das Prinzip vorweg, blieb aber eine Kleinserie. Erst der Fender Precision Bass setzte sich ab 1951 als Standardinstrument durch.

Was unterscheidet Bundstäbchen-Bässe von bundlosen Bässen?

Ein Bundstäbchen-Bass legt die Tonhöhe über Metallstege im Griffbrett fest: Der Spieler drückt die Saite hinter einen Bund, und die schwingende Saitenlänge endet exakt dort, unabhängig davon, wie genau der Finger sitzt. Ein bundloser Bass, auch Fretless genannt, verzichtet auf diese Stege. Der Spieler bestimmt die Tonhöhe allein mit der Fingerposition, wie beim Kontrabass, und kann zwischen zwei Tönen gleiten, statt sie abzusetzen. Das verlangt ein geschultes Gehör, weil kein Bund die Note vorgibt, erlaubt dafür einen singenden, an die menschliche Stimme erinnernden Ton. Bekannt wurde der Fretless-Klang vor allem durch den Jazzbassisten Jaco Pastorius, der einem Fender Jazz Bass die Bundstäbchen entfernte.

Welche Bauformen der Bassgitarre gibt es?

Zwei Bauformen teilen das Grundprinzip aus vier Saiten und tiefer Stimmung, unterscheiden sich aber deutlich in Klang und Korpus.

  • E-Bass: massiver Korpus, magnetische Tonabnehmer und ein Verstärker als Pflicht, sonst bleibt das Instrument fast stumm. Aufbau, Tonabnehmertypen und Spieltechniken beschreibt der Artikel zum E-Bass.
  • Akustische Bassgitarre: hohler Korpus mit Schallloch, der auch ohne Strom hörbaren Klang erzeugt, dafür in einer lauten Band schneller untergeht. Details liefert der Artikel zur akustischen Bassgitarre.

Welche Rolle spielt die Bassgitarre im Bandgefüge?

Die Bassgitarre verbindet in einer Band den Rhythmus mit der Harmonie. Zusammen mit dem Schlagzeug bildet sie die Rhythmusgruppe: Der Bassist legt seine Anschläge meist auf dieselben Zählzeiten wie die Basstrommel, wodurch beide Instrumente den Puls des Stücks gemeinsam tragen. Gleichzeitig spielt die Bassgitarre die Grundtöne der Akkorde, über denen Gitarre, Klavier oder Gesang die restliche Harmonie aufbauen. Ein Song ohne Bassgitarre wirkt oft dünn im unteren Frequenzbereich, weil kein anderes Instrument in der Band regelmäßig diese tiefe Lage bedient.

Häufige Fragen zur Bassgitarre

Wie viele Saiten hat eine Bassgitarre?

Eine Bassgitarre hat in der Standardausführung vier Saiten, gestimmt von tief nach hoch auf E, A, D und G. Fünfsaitige Bässe ergänzen darunter eine tiefe H-Saite, sechssaitige zusätzlich eine hohe C-Saite über der G-Saite.

Wie tief ist eine Bassgitarre gestimmt?

Eine Bassgitarre klingt in der Standardstimmung eine Oktave tiefer als die vier tiefsten Saiten der Gitarre. Die tiefe E-Saite schwingt mit rund 41 Hertz, während die gleichnamige Saite der Gitarre mit rund 82 Hertz schwingt.

Wer erfand die Bassgitarre?

Den ersten bekannten elektrischen Bass baute der Instrumentenbauer Paul Tutmarc um 1936 in Seattle, das Audiovox Model 736. Kommerziell erfolgreich wurde die Bassgitarre erst 1951 mit dem Fender Precision Bass von Leo Fender, der bis heute als Standardinstrument gilt.

Was ist der Unterschied zwischen Bassgitarre und Kontrabass?

Eine Bassgitarre trägt meist Bundstäbchen und einen deutlich kürzeren Hals als der Kontrabass, der bundlos bleibt und mit Bogen oder Fingern gespielt wird. Beide Instrumente stehen in derselben Stimmung auf E, A, D und G, doch die Bassgitarre legt die Tonhöhe über die Bünde fest, während sie beim Kontrabass allein vom Gehör des Spielers abhängt.

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