Led Zeppelin

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Redaktion
Eine doppelhalsige E-Gitarre auf einem Ständer. Bild: KI generiert.
Eine doppelhalsige E-Gitarre auf einem Ständer. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Led Zeppelin war eine britische Rockband, die 1968 in London entstand und 1980 endete. Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham verbanden Bluesriffs mit britischer Folkmusik und stellten laute und leise Teile im selben Stück gegeneinander. Jimmy Page produzierte die Alben selbst und nahm das Schlagzeug mit weit entfernten Mikrofonen auf, sodass der Raum mitklingt. Zwischen 1969 und 1979 erschienen acht Studioalben.

Led Zeppelin war eine britische Rockband, die 1968 in London entstand und 1980 endete. Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham verbanden Bluesriffs mit britischer Folkmusik und stellten laute und leise Teile im selben Stück gegeneinander. Page produzierte die Alben selbst und nahm besonders das Schlagzeug mit Abstand auf, sodass der Raum mitklingt. Zwischen 1969 und 1979 erschienen acht Studioalben.

1968Gründung
4Mitglieder
8Studioalben
1980Ende der Band

Wer war Led Zeppelin?

Led Zeppelin war eine Rockband, die der Gitarrist Jimmy Page 1968 in London zusammenstellte. Page hatte zuvor jahrelang als Studiomusiker gearbeitet und zuletzt bei den Yardbirds gespielt. Er holte den Sänger Robert Plant, den Schlagzeuger John Bonham und den Bassisten und Arrangeur John Paul Jones dazu, der wie Page aus dem Studiobetrieb kam. Diese Besetzung blieb bis 1980 unverändert.

MerkmalLed Zeppelin
Gründung1968 in London, England
BesetzungRobert Plant (Gesang), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Bass, Tasteninstrumente), John Bonham (Schlagzeug)
GenreHard Rock, Bluesrock, Folkrock
Prägende AlbenLed Zeppelin II (1969), Led Zeppelin III (1970), das vierte, unbetitelte Album (1971), Physical Graffiti (1975)
Aktiver Zeitraum1968 bis 1980
ProduzentJimmy Page
Besonderheitstarke Lautstärkeunterschiede innerhalb eines Stücks, akustische Folkstücke neben schweren Riffs

Wie klingt die Musik von Led Zeppelin?

Die Musik von Led Zeppelin baut auf kurzen Gitarrenfiguren auf, die Bass und Schlagzeug im Gleichschritt mitspielen. Diese Riffs stammen ihrer Form nach aus dem Blues, klingen aber härter, weil die Band sie unisono und mit verzerrter Gitarre spielt. Robert Plant singt hoch, oft eine Oktave über der Gitarrenfigur, sodass Stimme und Riff sich nicht überdecken.

Daneben steht ein zweiter Bestand: akustische Stücke mit Gitarre, Mandoline und Blockflöte, die aus der britischen und keltischen Folkmusik kommen. Led Zeppelin III von 1970 stellt beide Seiten unmittelbar nebeneinander. Auf dem vierten Album stecken beide sogar im selben Stück, denn Stairway to Heaven beginnt akustisch und endet mit vollem Bandsatz.

Welche Alben prägen Led Zeppelin?

Acht Studioalben erschienen zwischen 1969 und 1979. Fünf davon markieren die Entwicklung besonders deutlich.

  • Led Zeppelin (1969) entstand in wenigen Tagen und hält das erste Konzertprogramm der Band fest.
  • Led Zeppelin II (1969) nahm die Band während einer Tournee in wechselnden Studios auf und legte damit die Riffform des Hard Rock fest.
  • Led Zeppelin III (1970) stellt akustische Folkstücke gleichberechtigt neben die lauten Nummern.
  • Das vierte, unbetitelte Album (1971) trägt keinen Titel und keinen Bandnamen auf der Hülle, nur vier Zeichen.
  • Physical Graffiti (1975) ist ein Doppelalbum und enthält mit Kashmir ein Stück, dessen Orchestersatz John Paul Jones schrieb.

Was macht den Sound von Led Zeppelin aus?

Der Sound von Led Zeppelin entsteht vor allem an der Mikrofonaufstellung. Übliche Praxis der sechziger Jahre war, jedes Fell des Schlagzeugs aus nächster Nähe abzunehmen. Jimmy Page stellte die Mikrofone stattdessen weit weg und nahm damit den Raum mit auf. Der Nachhall im Klang kommt also nicht aus einem Gerät, sondern aus dem Gebäude, in dem die Band spielte.

Am deutlichsten hört man das in When the Levee Breaks vom vierten Album. Das Schlagzeug stand dafür im Treppenhaus eines alten Landhauses, zwei Mikrofone hingen ein Stockwerk höher. Dazu kam eine starke Kompression, die leise Anteile anhebt und den Nachklang des Treppenhauses hörbar macht. John Bonham spielte mit einer besonders großen Basstrommel und schlug hart, aber selten, sodass jeder Schlag ausklingen kann.

Drei weitere Verfahren prägen den Klang der Band:

  • Offene Stimmungen. Page stimmt die Gitarre für mehrere Stücke auf D A D G A D um, unter anderem für Kashmir. Die leeren Saiten klingen dann als Dauerton mit, ähnlich wie bei einem Dudelsack.
  • Bogen auf der Gitarre. In Dazed and Confused streicht Page die Saiten mit einem Geigenbogen, wodurch Töne ohne Anschlag anschwellen.
  • Theremin. Im Mittelteil von Whole Lotta Love spielt Page ein Theremin, das er ohne Berührung durch Handbewegungen im Feld zweier Antennen steuert.

Led Zeppelin wird nicht lauter, sondern voller. Die Steigerung in ihren Stücken entsteht dadurch, dass nacheinander Instrumente hinzukommen, nicht dadurch, dass dieselben Musiker kräftiger spielen. Weil die leisen Teile wirklich leise bleiben, wirkt der Schluss umso schwerer.

laut leise Gitarre allein Gesang, Bass Schlagzeug voller Bandsatz Schluss
Die Lautstärke steigt in Stufen, weil nacheinander Instrumente einsetzen. Am Ende fällt sie abrupt zurück, häufig auf eine einzelne Stimme.

Welche Rolle spielt die Folkmusik bei Led Zeppelin?

Die Folkmusik liefert Led Zeppelin die leise Hälfte ihres Materials. Jimmy Page kam über die britische Folkgitarre zum Fingerspiel und übernahm daraus die offenen Stimmungen und die durchlaufenden Basstöne. John Paul Jones spielte in diesen Stücken Mandoline und Blockflöte, Bonham hielt sich zurück oder setzte ganz aus.

Diese Seite der Band prägt vor allem Led Zeppelin III und Teile des vierten Albums. Sie erklärt auch, warum die lauten Stücke der Band anders wirken als der spätere Metal: Led Zeppelin arbeitet mit dem Gegensatz zweier Klangwelten, nicht mit durchgehender Härte.

Welchen Einfluss hatte Led Zeppelin?

Led Zeppelin legte die Bauform des Hard Rock fest: ein Riff, das Gitarre und Bass gemeinsam spielen, eine hohe Stimme darüber und ein Schlagzeug, das den Raum füllt. Bands des Hard Rock und des späteren Metal übernahmen diese Aufteilung.

Die Band setzte außerdem das Album gegen die Single durch. In Großbritannien veröffentlichte Led Zeppelin keine Singles, das Publikum musste die Alben kaufen. Nach dem Tod John Bonhams 1980 löste sich die Gruppe auf, weil sie ohne ihn nicht weiterspielen wollte.

Häufige Fragen zu Led Zeppelin

Wer gehörte zu Led Zeppelin?

Zu Led Zeppelin gehörten Robert Plant (Gesang), Jimmy Page (Gitarre), John Paul Jones (Bass und Tasteninstrumente) und John Bonham (Schlagzeug). Die Besetzung blieb von der Gründung 1968 bis zum Ende der Band 1980 unverändert.

Warum klingt das Schlagzeug von Led Zeppelin so groß?

Das Schlagzeug von Led Zeppelin klingt groß, weil Jimmy Page die Mikrofone weit entfernt aufstellte und so den Raum mit aufnahm. Bei When the Levee Breaks stand das Schlagzeug im Treppenhaus eines Landhauses, die Mikrofone hingen ein Stockwerk höher. Eine starke Kompression hebt den Nachklang zusätzlich an.

Wann löste sich Led Zeppelin auf?

Led Zeppelin löste sich 1980 auf, nachdem der Schlagzeuger John Bonham in diesem Jahr gestorben war. Die verbliebenen Mitglieder erklärten, dass sie ohne ihn nicht als Led Zeppelin weiterspielen würden.

Welche Alben veröffentlichte Led Zeppelin?

Led Zeppelin veröffentlichte acht Studioalben: Led Zeppelin (1969), Led Zeppelin II (1969), Led Zeppelin III (1970), das unbetitelte vierte Album (1971), Houses of the Holy (1973), Physical Graffiti (1975), Presence (1976) und In Through the Out Door (1979).

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