Michael Jackson

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Redaktion
Eine leere Bühne mit einem Spotlicht auf glänzendem Boden. Bild: KI generiert.
Eine leere Bühne mit einem Spotlicht auf glänzendem Boden. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Michael Jackson war ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter, dessen Stücke auf einem Fundament aus Basslauf und geschichteter Perkussion stehen. Zwischen 1979 und 1987 entstanden drei Alben mit dem Produzenten Quincy Jones, die Soul, Funk, Disco und Rock zusammenführten. Jackson sang in hoher Tenorlage und setzte kurze Silben, hörbare Atemzüge und scharf abgesetzte Konsonanten als rhythmische Mittel ein. Mit dem Kurzfilm zu Thriller machte er 1983 das Musikvideo zu einer eigenen Form.

Michael Jackson war ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter, dessen Stücke auf einem Fundament aus Basslauf und geschichteter Perkussion stehen. Zwischen 1979 und 1987 entstanden drei Alben mit dem Produzenten Quincy Jones, die Soul, Funk, Disco und Rock zusammenführten. Jackson sang in hoher Tenorlage und setzte kurze Silben, hörbare Atemzüge und scharf abgesetzte Konsonanten als rhythmische Mittel ein. Mit dem Kurzfilm zu Thriller machte er 1983 das Musikvideo zu einer eigenen Form.

TenorStimmlage
3Alben mit Quincy Jones
6Soloalben ab 1979
1983Kurzfilm Thriller

Wer war Michael Jackson?

Michael Jackson wurde 1958 in Gary im Bundesstaat Indiana geboren und sang ab 1969 als Kind die Hauptstimme der Jackson 5 bei Motown. 1979 begann mit Off the Wall seine Zusammenarbeit mit Quincy Jones, aus der zwei weitere Alben hervorgingen. Ab 1991 arbeitete er mit wechselnden Produzenten, darunter Teddy Riley und Rodney Jerkins. Er starb 2009 in Los Angeles.

MerkmalMichael Jackson
Lebensdaten1958 bis 2009
HerkunftGary, Indiana
Instrument und StimmeGesang im hohen Tenor mit viel Kopfstimme, dazu Perkussion im Studio
GenrePop, Soul, Funk, Disco, New Jack Swing
Prägende AlbenOff the Wall 1979, Thriller 1982, Bad 1987
BesonderheitEr sang seine Arrangements samt Bass- und Schlagzeugstimmen ein, statt sie zu notieren

Wie baute Michael Jackson einen Groove auf?

Jackson baute seine Stücke von unten auf: zuerst Bassdrum und Bass, dann mehrere Lagen Perkussion, zuletzt die Stimmen. Die Harmonie wechselt dabei oft über lange Strecken gar nicht. Billie Jean etwa läuft über eine Basslinie, die sich fast durch das ganze Stück wiederholt; Spannung entsteht dadurch, dass Schichten hinzukommen und wieder verschwinden, nicht durch neue Akkorde. Den Bass spielte auf mehreren dieser Aufnahmen Louis Johnson.

Die Perkussion liegt in Lagen übereinander: Schellenkranz, Shaker, Congas und Fingerschnippen besetzen jeweils andere Sechzehntel. Weil jede Lage nur wenige Schläge beisteuert, bleibt das Klangbild luftig, obwohl viele Spuren laufen. Der Toningenieur Bruce Swedien nahm die Alben mit Quincy Jones auf und trennte die Instrumente im Stereobild so weit, dass die einzelnen Lagen hörbar bleiben.

1 2 3 4 Bassdrum Snare Shaker Bass Gesangseinwurf Ein Takt im Viervierteltakt, aufgeteilt in sechzehn Schritte. Gefüllte Felder markieren einen Schlag.
Bassdrum und Snare halten das Raster fest. Bass und Gesangseinwürfe setzen ihre Töne zwischen die Schläge, und genau daraus entsteht der Zug des Grooves.

Michael Jackson behandelte die Stimme wie ein Schlaginstrument. Neben der gesungenen Melodie liegen kurze tonlose Silben, hörbare Atemzüge und hart abgesetzte Endkonsonanten. Sie treffen Stellen, die im Schlagzeug frei bleiben, und schließen so das rhythmische Raster.

Was brachte Quincy Jones in die Alben von Michael Jackson ein?

Quincy Jones brachte die Arbeitsweise eines Arrangeurs aus Jazz und Filmmusik in die Popproduktion ein. Er besetzte Studiomusiker gezielt für einzelne Titel, holte Autoren von außen dazu und ordnete jedem Stück eine eigene Instrumentierung zu. Der englische Songwriter Rod Temperton schrieb für die drei gemeinsamen Alben mehrere Titel, darunter Rock with You und Thriller.

Diese Offenheit gegenüber fremdem Material zeigt sich auch in den Gästen: Auf Beat It spielt Eddie Van Halen das Gitarrensolo und bringt damit einen Klang aus dem Rock in ein Stück, dessen Fundament aus Funk stammt. Ab Dangerous von 1991 arbeitete Jackson ohne Jones. Teddy Riley brachte den New Jack Swing ein, in dem eine Drum-Maschine Sechzehntel ungleich lang programmiert und dadurch swingt.

Wie setzte Michael Jackson seine Stimme ein?

Jackson sang im hohen Tenor und blieb dabei über weite Strecken in der Kopfstimme. Seine Melodien bewegen sich in kleinen Intervallen, die Wirkung entsteht aus dem Rhythmus der Silben. Dazwischen setzte er kurze Einwürfe ohne Textbedeutung, ließ das Einatmen hörbar stehen und trennte Endkonsonanten scharf vom folgenden Wort ab.

Im Studio schichtete er seine eigene Stimme mehrfach übereinander: die Hauptstimme einmal, die Begleitstimmen in mehreren Durchgängen, die Einwürfe getrennt aufgenommen. Notenschrift nutzte er dafür nicht. Er sang seinen Mitarbeitern die Stimmen vor, auch Basslinien und Schlagzeugfiguren, und ließ sie danach ausschreiben.

Welche Alben von Michael Jackson gelten als prägend?

Nach den Jahren bei den Jackson 5 veröffentlichte Jackson ab 1979 sechs Soloalben:

  • Off the Wall (1979) verbindet Disco und Soul und ist das erste Album mit Quincy Jones.
  • Thriller (1982) stellt Funk, Rock und Balladen nebeneinander. Jackson gewann 1984 bei einer Verleihung acht Grammys.
  • Bad (1987) setzt stärker auf Synthesizer und programmierte Rhythmen als die beiden Vorgänger.
  • Dangerous (1991) entstand mit Teddy Riley und bringt den New Jack Swing in Jacksons Arbeit.
  • HIStory: Past, Present and Future, Book I (1995) stellt einer Sammlung älterer Titel eine Platte mit neuen Stücken zur Seite.
  • Invincible (2001) ist sein letztes zu Lebzeiten erschienenes Album und entstand überwiegend mit Rodney Jerkins.

Warum prägte Michael Jackson das Musikvideo?

Jackson verlängerte das Musikvideo vom Werbefilm zum Kurzfilm mit eigener Handlung. Der Film zu Thriller erschien 1983 unter der Regie von John Landis, dauert knapp vierzehn Minuten und enthält eine Rahmenhandlung, eine durchchoreografierte Mittelsequenz und einen gesprochenen Teil von Vincent Price.

Die Choreografie ist dabei kein Beiwerk. Die Schritte liegen auf bestimmten Schlägen des Taktes, und Bewegungen setzen Akzente, die im Klangbild nicht besetzt sind. Wer die Filme zu Billie Jean, Beat It und Thriller nacheinander ansieht, erkennt drei verschiedene Bauformen: Auftritt, Handlung, Kurzfilm.

Häufige Fragen zu Michael Jackson

Welche Alben nahm Michael Jackson mit Quincy Jones auf?

Michael Jackson nahm drei Alben mit Quincy Jones auf: Off the Wall 1979, Thriller 1982 und Bad 1987. Jones arbeitete dabei als Arrangeur und Produzent, besetzte Studiomusiker je Titel und holte Autoren wie Rod Temperton dazu. Ab Dangerous von 1991 arbeitete Jackson mit anderen Produzenten.

Was kennzeichnet die Gesangstechnik von Michael Jackson?

Michael Jackson führte die Stimme im hohen Tenor und rhythmisch statt melodisch ausladend. Kennzeichnend sind kurze Einwürfe ohne Textbedeutung, hörbare Atemzüge und hart abgesetzte Endkonsonanten. Diese Mittel besetzen Stellen im Takt, die das Schlagzeug frei lässt.

Welches Instrument spielte Michael Jackson?

Michael Jackson trat nicht als Instrumentalsolist auf. Sein Instrument war die Stimme, dazu spielte er im Studio Perkussion. Seine Arrangements gab er weiter, indem er die einzelnen Stimmen einsang, auch die Bass- und Schlagzeugfiguren.

Warum gilt der Film zu Thriller als Wendepunkt?

Der Film zu Thriller machte aus dem Musikvideo einen Kurzfilm. Er erschien 1983, dauert knapp vierzehn Minuten, hat eine eigene Handlung und wurde von John Landis inszeniert. Damit setzte er eine Länge und einen Aufwand durch, die vorher für Musikclips nicht üblich waren.

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