Queen

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Redaktion
Ein leeres Stadion mit Bühnenaufbau in der Dämmerung. Bild: KI generiert.
Ein leeres Stadion mit Bühnenaufbau in der Dämmerung. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Queen war eine britische Rockband, die 1970 in London entstand. Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon spielten von 1971 bis 1991 in unveränderter Besetzung. Der Klang der Band beruht auf mehrstimmigen Gesangssätzen aus vielen übereinandergelegten Aufnahmen und auf einer selbstgebauten Gitarre, mit der Brian May ganze Bläsersätze nachbildet. Der Auftritt beim Benefizkonzert Live Aid am 13. Juli 1985 im Londoner Wembley-Stadion gehört zu den bekanntesten der Rockgeschichte.

Queen war eine britische Rockband, die 1970 in London entstand. Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon spielten ab 1971 zwanzig Jahre lang in unveränderter Besetzung. Der Klang der Band beruht auf zwei Eigenheiten: auf mehrstimmigen Gesangssätzen, die aus vielen übereinandergelegten Aufnahmen entstehen, und auf einer selbstgebauten Gitarre, mit der Brian May ganze Bläsersätze nachbildet. Der Auftritt beim Benefizkonzert Live Aid am 13. Juli 1985 im Londoner Wembley-Stadion gehört zu den bekanntesten Konzertauftritten der Rockgeschichte.

1970Gründung
LondonHerkunft
1975A Night at the Opera
1985Live Aid

Wer war Queen?

Queen war eine Rockband, die Brian May und Roger Taylor 1970 in London zusammen mit Freddie Mercury gründeten. John Deacon kam 1971 als Bassist dazu und schloss die Besetzung, die bis zum Tod von Freddie Mercury 1991 bestand. Alle vier schrieben Stücke, die auf den Alben erschienen, und drei von ihnen sangen. Brian May hatte Physik und Astronomie studiert und baute sein Hauptinstrument selbst.

MerkmalQueen
Gründung1970 in London, England
Besetzung ab 1971Freddie Mercury (Gesang, Klavier), Brian May (Gitarre, Gesang), Roger Taylor (Schlagzeug, Gesang), John Deacon (Bass)
GenreRock, Hard Rock, Glam Rock
Prägende AlbenSheer Heart Attack (1974), A Night at the Opera (1975), News of the World (1977), The Game (1980)
Aktiver Zeitraum1970 bis 1991 in dieser Besetzung
BesonderheitGesangssätze aus vielen Einzelspuren, selbstgebaute Gitarre Red Special

Wie klingt die Musik von Queen?

Die Musik von Queen verbindet die Bandbesetzung des Hard Rock mit Satztechniken aus dem Chor und der Oper. Ein typisches Stück wechselt mehrfach Tempo, Tonart und Besetzung, statt eine Form durchzuhalten. Bohemian Rhapsody von 1975 setzt sich aus fünf verschiedenen Abschnitten zusammen: einem unbegleiteten Gesangsteil, einer Klavierballade, einem Chorsatz nach Opernvorbild, einem harten Gitarrenteil und einem ruhigen Schluss. Ein Refrain im üblichen Sinn kommt darin nicht vor.

Freddie Mercury sang und begleitete sich am Klavier, was den Stücken einen anderen Unterbau gibt als reine Gitarrenmusik. Der Bass von John Deacon führt oft die Hauptstimme, am deutlichsten in Another One Bites the Dust von 1980, dessen Figur das ganze Stück trägt.

Welche Alben prägen Queen?

Sechs Alben zeigen die Entwicklung der Band zwischen 1974 und 1991.

  • Sheer Heart Attack (1974) stellt kurze, sehr verschiedene Stücke nebeneinander und bringt der Band das erste breite Publikum.
  • A Night at the Opera (1975) treibt die Vielstimmigkeit auf die Spitze und enthält Bohemian Rhapsody.
  • A Day at the Races (1976) führt diese Arbeitsweise fort, diesmal ohne fremde Produzenten.
  • News of the World (1977) reduziert den Aufwand und enthält mit We Will Rock You ein Stück, das über weite Strecken ohne Schlagzeug auskommt.
  • The Game (1980) ist das erste Album der Band mit einem Synthesizer.
  • Innuendo (1991) erschien als letztes Album zu Lebzeiten von Freddie Mercury.

Was macht den Sound von Queen aus?

Der Chorklang von Queen stammt von drei Sängern, nicht von einem Chor. Freddie Mercury, Brian May und Roger Taylor nahmen ihre Stimmen nacheinander viele Male auf, jede Aufnahme auf eine eigene Spur. Beim Abmischen laufen diese Spuren gleichzeitig, sodass aus drei Stimmen ein vielstimmiger Satz entsteht. Roger Taylor deckte dabei die hohe Lage ab, Brian May die tiefe, Mercury die Mitte.

drei Sänger mehrere Aufnahmen je Stimme, nacheinander eingesungen Roger Taylor hohe Lage Freddie Mercury mittlere Lage Brian May tiefe Lage Chorsatz alle Spuren zugleich
Jedes Kästchen steht für eine Aufnahme derselben Stimme. Erst beim Abmischen laufen alle Spuren gleichzeitig, und aus drei Sängern wird ein Chor.

Das zweite Merkmal ist die Gitarre. Brian May baute sie Anfang der sechziger Jahre zusammen mit seinem Vater aus vorhandenem Material, unter anderem aus dem Holz eines alten Kaminsimses. Das Instrument heißt Red Special und trägt drei Tonabnehmer, die May einzeln zuschalten und gegeneinander umpolen kann. Aus diesen Schaltungen ergibt sich eine Reihe von Klangfarben, die eine gewöhnliche E-Gitarre nicht liefert. Statt eines Plektrums nutzt May eine Münze, deren harte Kante die Saite schärfer anreißt.

May spielt seine Gitarrenstimmen mehrfach ein und legt sie übereinander, wie die Band es beim Gesang tut. So entstehen Passagen, die wie ein Bläsersatz klingen, obwohl nur eine Gitarre daran beteiligt ist. Für den langen Nachklang seiner Töne sorgt ein Röhrenverstärker vom Typ Vox AC30 mit vorgeschaltetem Höhenanheber.

Queen druckte auf die frühen Plattenhüllen den Hinweis, dass kein Synthesizer beteiligt war. Alle orchestralen Klänge dieser Alben stammen aus Gitarre, Klavier, Stimmen und Schlagzeug. Erst The Game von 1980 nutzt einen Synthesizer, und die Band ließ den Hinweis danach weg.

Was spielte Queen bei Live Aid 1985?

Queen trat am 13. Juli 1985 beim Benefizkonzert Live Aid im Londoner Wembley-Stadion auf und spielte rund zwanzig Minuten. Das Programm bestand aus stark gekürzten Fassungen mehrerer Titel, darunter Bohemian Rhapsody, Radio Ga Ga, Hammer to Fall, Crazy Little Thing Called Love, We Will Rock You und We Are the Champions. Die Band verzichtete auf ganze Stücke und spielte stattdessen die Teile, die das Publikum mitsingen konnte. Freddie Mercury baute dabei einen Wechselgesang ein, bei dem er kurze Tonfolgen vorsang und das Stadion sie zurücksang.

Welchen Einfluss hatte Queen?

Queen zeigte, dass eine Rockband Satztechniken aus Chor und Oper übernehmen kann, ohne die Bandbesetzung zu verlassen. Die vielspurige Gesangsaufnahme wurde danach zum Standardverfahren, heute steckt sie als Funktion in jeder Aufnahmesoftware.

Auf der Bühne prägte die Band das Stadionkonzert. Stücke wie We Will Rock You entstanden ausdrücklich dafür, dass ein großes Publikum den Rhythmus mit Füßen und Händen mitmacht. Diese Form des Mitmachstücks übernahmen Rockbands ebenso wie der Sport, wo dieselben Muster bis heute in Stadien laufen.

Häufige Fragen zu Queen

Wer gehörte zur Besetzung von Queen?

Zu Queen gehörten Freddie Mercury (Gesang, Klavier), Brian May (Gitarre, Gesang), Roger Taylor (Schlagzeug, Gesang) und John Deacon (Bass). Diese Besetzung bestand von 1971 bis zum Tod von Freddie Mercury 1991. Alle vier Mitglieder schrieben Titel, die auf den Alben der Band erschienen.

Wie entstehen die mehrstimmigen Gesangssätze von Queen?

Die Gesangssätze von Queen entstehen durch Überlagerung. Drei Sänger nehmen ihre Stimmen nacheinander viele Male auf, jede Aufnahme läuft auf eine eigene Spur. Beim Abmischen erklingen alle Spuren gleichzeitig, sodass ein Chorklang entsteht, an dem tatsächlich nur drei Personen beteiligt sind.

Was ist die Red Special von Brian May?

Die Red Special ist die selbstgebaute Gitarre von Brian May. Er fertigte sie Anfang der sechziger Jahre gemeinsam mit seinem Vater aus vorhandenem Material an, darunter das Holz eines alten Kaminsimses. Drei einzeln schaltbare Tonabnehmer und die Möglichkeit, sie gegeneinander umzupolen, ergeben die Klangfarben, die den Gitarrensound von Queen ausmachen.

Wann spielte Queen bei Live Aid?

Queen spielte am 13. Juli 1985 beim Benefizkonzert Live Aid im Londoner Wembley-Stadion. Der Auftritt dauerte etwa zwanzig Minuten und bestand aus gekürzten Fassungen bekannter Titel statt aus ganzen Stücken.

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