Pink Floyd

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Redaktion
Eine leere Bühne mit runder Projektionsfläche und Scheinwerferstrahlen. Bild: KI generiert.
Eine leere Bühne mit runder Projektionsfläche und Scheinwerferstrahlen. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Pink Floyd war eine britische Rockband, die 1965 in London entstand. Sie stellte das durchkomponierte Album über das einzelne Lied: Auf The Dark Side of the Moon von 1973 gehen die Stücke ohne Pause ineinander über. Zum Material gehören neben den Instrumenten auch Tonbandschleifen aus Alltagsgeräuschen, gesprochene Aufnahmen und lange Teile ohne Gesang. Licht, Projektion und Bühnenbild gehörten von Anfang an zum Konzert.

Pink Floyd war eine britische Rockband, die 1965 in London entstand. Sie stellte das durchkomponierte Album über das einzelne Lied: Auf The Dark Side of the Moon von 1973 gehen die Stücke ohne Pause ineinander über. Zum Material gehören neben den Instrumenten auch Tonbandschleifen aus Alltagsgeräuschen, gesprochene Aufnahmen und lange Teile ohne Gesang. Auf der Bühne gehörten Lichtanlage, Projektion und Bühnenbild von Anfang an zum Konzert.

1965Gründung
LondonHerkunft
1973The Dark Side of the Moon
7/4Takt in Money

Wer war Pink Floyd?

Pink Floyd war eine Rockband, die 1965 in London aus einer Studentengruppe hervorging. Syd Barrett schrieb und sang in der frühen Phase den größten Teil des Repertoires und gab der Band ihren Namen, den er aus den Vornamen zweier amerikanischer Bluesmusiker bildete. Barrett verließ die Gruppe 1968, David Gilmour übernahm Gitarre und Gesang. In der Besetzung mit Gilmour, Roger Waters, Richard Wright und Nick Mason entstanden die bekannten Alben der siebziger Jahre.

MerkmalPink Floyd
Gründung1965 in London, England
Besetzung der prägenden PhaseDavid Gilmour (Gitarre, Gesang), Roger Waters (Bass, Gesang), Richard Wright (Tasteninstrumente, Gesang), Nick Mason (Schlagzeug)
Frühe PhaseSyd Barrett (Gitarre, Gesang) bis 1968
GenrePsychedelic Rock, Progressive Rock
Prägende AlbenThe Dark Side of the Moon (1973), Wish You Were Here (1975), Animals (1977), The Wall (1979)
Aktiver Zeitraum1965 bis 1995, danach einzelne Veröffentlichungen
Besonderheitdurchkomponierte Alben, Tonbandcollagen, Lichtshow als Teil des Konzerts

Wie klingt die Musik von Pink Floyd?

Die Musik von Pink Floyd arbeitet mit langen Zeiträumen. Ein Stück läuft oft mehrere Minuten über wenigen Akkorden, bevor der Gesang einsetzt, und viele Stücke enthalten mehr Instrumentalteile als Strophen.

David Gilmour spielt seine Gitarrensoli aus wenigen, lange gehaltenen Tönen. Er zieht die Saite auf die Zielhöhe, statt den Ton zu greifen, und schaltet Verzögerungsgeräte davor, die jeden Ton verzögert wiederholen. Richard Wright legt darunter Flächen aus Orgel und Synthesizer, die sich langsam verändern. Roger Waters schrieb ab den siebziger Jahren die Texte und gab den Alben jeweils ein durchgehendes Thema.

Welche Alben prägen Pink Floyd?

Sechs Alben markieren den Weg der Band.

  • The Piper at the Gates of Dawn (1967) stammt fast vollständig von Syd Barrett und hält die frühe Londoner Clubphase fest.
  • Meddle (1971) enthält mit Echoes ein Stück, das eine ganze Plattenseite füllt.
  • The Dark Side of the Moon (1973) verbindet alle Stücke ohne Pause zu einem durchgehenden Ablauf.
  • Wish You Were Here (1975) rahmt das Album mit zwei Teilen desselben Stücks, Shine On You Crazy Diamond.
  • Animals (1977) besteht aus drei langen Stücken zwischen zwei kurzen Teilen eines vierten.
  • The Wall (1979) ist ein Doppelalbum, dessen Motive über beide Platten wiederkehren.

Was macht den Sound von Pink Floyd aus?

Der Sound von Pink Floyd entsteht zu einem großen Teil am Tonband. Die Band nahm Alltagsgeräusche auf, schnitt sie im Takt und legte sie als Schleifen unter die Musik. Money beginnt mit einer solchen Schleife aus Registrierkassen, zerrissenem Papier und Münzen, die auf sieben Schläge geschnitten ist. Das Stück steht deshalb im 7/4-Takt und wechselt erst zum Gitarrensolo in den geraden Viervierteltakt.

Time eröffnet mit Aufnahmen mehrerer Uhren, die der Toningenieur Alan Parsons in einem Antiquitätengeschäft mitgeschnitten hatte. Für die gesprochenen Einwürfe legte die Band Fragen auf Karten aus und nahm die Antworten von Studiomitarbeitern und Besuchern auf.

Zwei weitere Bausteine tragen den Klang:

  • Synthesizer als Sequenzer. On the Run baut auf einer schnellen Tonfolge auf, die ein Gerät der Firma EMS selbsttätig abspielt, statt dass ein Musiker sie greift.
  • Verzögerung. Ein Echogerät wiederholt jeden Gitarrenton nach fester Zeit, wodurch aus einer einzelnen Linie ein Muster entsteht.

Wie baute Pink Floyd ein durchkomponiertes Album?

Pink Floyd verband die Stücke eines Albums durch Überleitungen, sodass zwischen ihnen keine Stille steht. Ein Geräusch am Ende eines Stücks läuft in das nächste hinein, und ein Motiv vom Anfang kehrt am Schluss zurück. Auf The Dark Side of the Moon rahmt der Herzschlag die ganze Platte, auf Wish You Were Here übernimmt das Shine On You Crazy Diamond, dessen erster Teil das Album eröffnet und dessen zweiter es beschließt.

Album aus Einzelstücken Stück 1 Stück 2 Stück 3 Stück 4 Stück 5 zwischen den Stücken steht eine Pause Durchkomponiertes Album Motiv Teil 2 Teil 3 Teil 4 Motiv die Teile gehen ohne Pause ineinander über, das Motiv vom Anfang kehrt am Ende zurück
Auf einem durchkomponierten Album trennt keine Stille die Teile. The Dark Side of the Moon und Wish You Were Here folgen beide diesem Muster.

Pink Floyd verkauft nicht das Stück, sondern die Reihenfolge. Wer einen einzelnen Titel aus dem Zusammenhang nimmt, verliert die Überleitung, mit der er beginnt und endet. Genau deshalb wirken diese Alben am Stück anders als in einer gemischten Abspielliste.

Welche Rolle spielt die Bühne bei Pink Floyd?

Pink Floyd behandelte das Konzert als Gesamtform aus Klang und Bild. Schon in den Londoner Clubs der sechziger Jahre projizierte die Band bewegte Farbmuster auf sich und die Wand. Später kamen Filmprojektionen auf eine runde Leinwand hinter der Bühne, aufblasbare Figuren und Feuerwerk dazu.

Der Klang verteilte sich ebenfalls im Raum: Die Band nutzte Lautsprecher rings um das Publikum und ein Bedienpult, mit dem ein Techniker einzelne Klänge von Ecke zu Ecke wandern ließ. Für die Tournee zu The Wall bauten Bühnenarbeiter während des Konzerts eine Mauer zwischen Band und Publikum auf.

Welchen Einfluss hatte Pink Floyd?

Pink Floyd machte das Album zur geschlossenen Form und zeigte, dass ein Rockstück ohne Refrain und über zehn Minuten Länge ein großes Publikum erreicht. Der Progressive Rock der siebziger Jahre baute darauf auf, ebenso spätere Ambient- und Elektronikmusik, die mit langen Flächen und Geräuschaufnahmen arbeitet.

Die Bühnenform wirkt bis heute nach. Große Rock-Tourneen planen Licht, Projektion und Bühnenbild gemeinsam mit der Musik, statt sie hinterher zu ergänzen. Syd Barrett starb 2006, Richard Wright starb 2008.

Häufige Fragen zu Pink Floyd

Wer gehörte zu Pink Floyd?

Zu Pink Floyd gehörten in der prägenden Phase David Gilmour (Gitarre, Gesang), Roger Waters (Bass, Gesang), Richard Wright (Tasteninstrumente, Gesang) und Nick Mason (Schlagzeug). Syd Barrett gründete die Band 1965 mit und verließ sie 1968. Waters trennte sich 1985 von der Gruppe, die Übrigen führten sie weiter.

Was ist an The Dark Side of the Moon besonders?

The Dark Side of the Moon von 1973 läuft ohne Pausen durch: Jedes Stück geht durch eine Überleitung in das nächste über, und ein pulsierendes Geräusch rahmt Anfang und Ende. Money steht im 7/4-Takt und beginnt mit einer Tonbandschleife aus Kassengeräuschen. Das Album entstand in den EMI-Studios in der Londoner Abbey Road.

Wie entstehen die Geräuschcollagen von Pink Floyd?

Die Geräuschcollagen von Pink Floyd entstehen aus Tonbandaufnahmen. Die Band nahm Alltagsgeräusche wie Uhren, Kassen und Stimmen auf, schnitt das Band auf die gewünschte Länge und klebte es zu einer endlos laufenden Schleife zusammen. Diese Schleifen laufen im Takt der Musik mit und übernehmen dabei die Aufgabe eines Instruments.

Warum gehört die Lichtshow zu Pink Floyd?

Die Lichtshow gehört zu Pink Floyd, weil die Band das Konzert von Beginn an als Verbindung von Klang und Bild anlegte. Bereits in den Londoner Clubs projizierte sie bewegte Farbmuster, später kamen Film, aufblasbare Figuren und eine Anlage dazu, die den Klang rings um das Publikum bewegt.

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