Kontrabass-Flöte

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Bild: Manuel Milan / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Kontrabass-Flöte ist ein tiefes Mitglied der Querflötenfamilie. Sie steht in C und klingt zwei Oktaven unter der Konzertflöte, ihr tiefster Ton ist das große C. Ihr Rohr misst ausgerollt rund 2,6 Meter und ist mehrfach gefaltet, damit ein Mensch das Instrument überhaupt halten kann. Zu hören ist sie vor allem im Flötenchor und in der zeitgenössischen Musik.

Die Kontrabass-Flöte ist ein tiefes Mitglied der Querflötenfamilie. Sie steht in C und klingt zwei Oktaven unter der Konzertflöte, ihr tiefster Ton ist das große C. Wie jede Querflöte bläst der Spieler sie seitlich über eine Anblasöffnung an; ein Mundstück oder ein Rohrblatt besitzt sie nicht. Ihr Rohr misst ausgerollt rund 2,6 Meter und ist mehrfach gefaltet, damit ein Mensch das Instrument überhaupt halten kann.

Wie klingt die Kontrabass-Flöte?

Die Kontrabass-Flöte klingt dunkel, weich und deutlich leiser, als ihre Größe vermuten lässt. Die lange Luftsäule spricht träge an, und der Luftstrom bleibt im Ton hörbar. Dieses hauchige Element gehört zum Charakter des Instruments.

Im Flötenchor übernimmt die Kontrabass-Flöte die Rolle, die im Streichorchester der Kontrabass hat: Sie trägt die tiefste Stimme und gibt dem Ensemble ein Fundament, das Altflöte und Bassflöte nicht erreichen.

Wie ist die Kontrabass-Flöte aufgebaut?

Das Rohr der Kontrabass-Flöte besteht fast immer aus Metall, meist aus Neusilber oder versilbertem Messing. Zur Familie der Holzblasinstrumente zählt sie trotzdem, denn die Einteilung richtet sich nach der Tonerzeugung und nicht nach dem Material.

Ein gerades Rohr von 2,6 Metern wäre nicht spielbar. Deshalb falten die Instrumentenbauer es mehrfach U-förmig, sodass ein aufrecht stehendes Instrument entsteht. Ein gebogenes Kopfstück führt die Anblasöffnung in Reichweite des Spielers.

Der Klappenmechanismus folgt dem Böhm-System der Flöte, ist aber stark vergrößert. Weil die Tonlöcher weit auseinanderliegen, verbinden zusätzliche Hebel und Verlängerungen sie mit den Griffen, die dadurch unter normal großen Händen bleiben.

Wie spielt man die Kontrabass-Flöte?

Der Spieler richtet einen schmalen Luftstrom über die Kante der Anblasöffnung, genau wie bei der Konzertflöte. Dort gerät die Luft in Wirbel und bringt die Luftsäule im Rohr zum Schwingen.

Der Unterschied liegt in der Luftmenge. Die tiefen Töne verlangen einen langsamen, breiten Strom und viel Volumen, weshalb der Spieler häufiger atmet als auf der Konzertflöte. Das Instrument wiegt mehrere Kilogramm und ruht dabei meist auf einer Stütze oder einem Ständer.

Die Grifftechnik entspricht im Wesentlichen der der Konzertflöte, doch die weiten Wege zwischen den Klappen verlangen eine angepasste Handhaltung.

Warum trägt die Kontrabass-Flöte mehrere Namen?

Für dieselbe Flöte kursieren die Schreibweisen Kontrabass-Flöte und Kontrabassflöte. Gemeint ist beide Male das Instrument in C, das zwei Oktaven unter der Konzertflöte klingt. Daneben taucht die Bezeichnung Alt-Kontraflöte auf.

Ob Alt-Kontraflöte dieselbe Flöte meint, ist nicht gesichert. Im internationalen Sprachgebrauch bezeichnet contra-alto flute eine Flöte in G, die zwischen Bassflöte und Kontrabassflöte liegt und damit höher klingt. Wer den Namen liest, sollte deshalb nachfragen, welche Stimmung gemeint ist.

Klar getrennt ist dagegen die Subkontrabass-Flöte. Sie ist ein eigenes, noch tieferes Instrument und nicht mit der Kontrabass-Flöte identisch.

Wo kommt die Kontrabass-Flöte zum Einsatz?

Die Kontrabass-Flöte spielt fast ausschließlich im Flötenchor, also in Ensembles, die alle Größen der Flötenfamilie von der Piccoloflöte abwärts vereinen. Dort übernimmt sie die Bassstimme.

Dazu kommt die zeitgenössische Musik, in der Komponisten den tiefen, luftigen Klang gezielt einsetzen. Zur Standardbesetzung des Sinfonieorchesters gehört die Kontrabass-Flöte nicht, und in Jazz oder Popmusik begegnet sie kaum.

Häufige Fragen zur Kontrabass-Flöte

Wie tief klingt die Kontrabass-Flöte?

Die Kontrabass-Flöte klingt zwei Oktaven tiefer als die Konzertflöte. Ihr tiefster Ton ist das große C, während die Konzertflöte üblicherweise beim eingestrichenen c endet. Gegenüber der Bassflöte liegt sie eine Oktave tiefer.

Ist die Kontrabass-Flöte ein Holzblasinstrument?

Ja, die Kontrabass-Flöte ist ein Holzblasinstrument, obwohl ihr Rohr aus Metall besteht. Die Einteilung folgt der Tonerzeugung: Bei jeder Flöte bricht sich der Luftstrom an einer Kante, statt ein Rohrblatt oder die Lippen des Spielers in Schwingung zu versetzen. Aus demselben Grund gilt auch die gewöhnliche Querflöte als Holzblasinstrument.

Was unterscheidet die Kontrabass-Flöte von der Subkontrabass-Flöte?

Die Kontrabass-Flöte und die Subkontrabass-Flöte sind zwei verschiedene Instrumente. Die Subkontrabass-Flöte klingt noch tiefer, fällt noch größer aus und existiert weltweit nur in wenigen Exemplaren. Die Kontrabass-Flöte ist ebenfalls selten, in Flötenchören aber regelmäßig anzutreffen.

Warum ist die Kontrabass-Flöte so selten?

Die Kontrabass-Flöte ist selten, weil nur wenige Werkstätten sie bauen und der Materialaufwand hoch ist. Dazu kommt der schmale Einsatzbereich: Außerhalb von Flötenchören und neuer Musik verlangt kaum eine Partitur nach ihr.

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