E-Gitarre oder Akustikgitarre?

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Eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre lehnen nebeneinander an einer hellen Wand. Bild: KI generiert.
Eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre lehnen nebeneinander an einer hellen Wand. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

E-Gitarre und Akustikgitarre unterscheiden sich vor allem darin, wie ihr Klang entsteht: Die Akustikgitarre erzeugt ihn selbst über den Resonanzkörper, die E-Gitarre braucht dafür Tonabnehmer und Verstärker. Daraus folgen fast alle weiteren Unterschiede, von der Lautstärke ohne Verstärkung bis zu den Anschaffungskosten. Bespielbarkeit und Lernkurve unterscheiden sich ebenfalls, ein grundsätzliches Lerntempo hat aber keiner der beiden Typen voraus. Wer beide Merkmale kennt, entscheidet nach Klangziel und Musikrichtung statt nach vermeintlicher Schwierigkeit.

E-Gitarre und Akustikgitarre unterscheiden sich vor allem darin, wie ihr Klang entsteht. Bei der Akustikgitarre übernimmt der hohle Korpus diese Aufgabe allein, bei der E-Gitarre braucht es dafür Tonabnehmer, Kabel und Verstärker. Aus diesem einen Unterschied folgen fast alle weiteren: Lautstärke ohne Zusatzgerät, Zubehörbedarf, Einstiegskosten und bevorzugte Musikrichtung. Bei der Bespielbarkeit hat die E-Gitarre durch den dünneren Hals und die niedrigere Saitenlage einen Vorteil, der aber nicht über das Lerntempo insgesamt entscheidet. Dieser Artikel stellt beide Typen nebeneinander, ohne eine Seite als generell besser einzustufen.

0Zusatzgeräte bei der Akustikgitarre
2Zusatzgeräte bei der E-Gitarre (Verstärker, Kabel)
dünnerHals der E-Gitarre im Vergleich

Worin unterscheiden sich E-Gitarre und Akustikgitarre klanglich?

E-Gitarre und Akustikgitarre unterscheiden sich klanglich dadurch, woher der Ton kommt. Die Akustikgitarre besitzt einen Resonanzkörper aus Holz, der die Schwingung der Saiten über die Decke und den Hohlraum darunter zu einem vollen, in sich abgeschlossenen Klang verstärkt. Dieser Klang steht für sich, unabhängig von jeder weiteren Technik.

Die E-Gitarre besitzt dagegen einen massiven oder halbmassiven Korpus ohne nennenswerten Resonanzraum. Ohne Verstärker ist sie deshalb sehr leise, die Saitenschwingung allein reicht nur für einen dünnen, kaum tragfähigen Ton. Ihren eigentlichen Klang bekommt sie erst durch die Kette aus Tonabnehmer, Kabel, Verstärker und optional Effektgeräten. Diese Kette formt den Ton aktiv: klar oder verzerrt, hell oder warm, trocken oder mit Hall und Delay versehen. Der Klang der E-Gitarre ist damit kein festes Merkmal des Instruments, sondern das Ergebnis dessen, was an sie angeschlossen wird.

Wie unterscheiden sich E-Gitarre und Akustikgitarre in der Bespielbarkeit?

Die E-Gitarre lässt sich in der Regel leichter greifen als die Akustikgitarre. Ihr Hals fällt meist dünner aus, und die Saitenlage, also der Abstand der Saiten zum Griffbrett, liegt niedriger. Beides zusammen senkt den Kraftaufwand beim Niederdrücken der Saiten und erleichtert schnelle Lagenwechsel und Bendings.

Die Akustikgitarre verlangt meist etwas mehr Kraft in der Greifhand. Ihre Saitenlage liegt üblicherweise höher, unter anderem, weil die Saiten stärker schwingen müssen, um den Korpus zum Klingen zu bringen. Für ungeübte Finger fühlt sich das anfangs anstrengender an, insbesondere in den ersten Wochen, bis sich die Fingerkuppen an den Druck gewöhnt haben.

Welches zusätzliche Zubehör braucht man für E-Gitarre oder Akustikgitarre?

Die E-Gitarre braucht zum Spielen zusätzliches Zubehör, die Akustikgitarre kommt meist ohne aus. Wer eine E-Gitarre spielt, benötigt mindestens einen Verstärker und ein Instrumentenkabel, das die Gitarre mit dem Verstärker verbindet. Wer den Klang formen will, ergänzt Effektgeräte, etwa für Verzerrung, Hall oder Delay.

Die Akustikgitarre ist dagegen sofort spielbereit. Sie braucht kein zusätzliches Gerät, um gehört zu werden, weder zum Üben zu Hause noch bei einem informellen Auftritt ohne Bühnentechnik. Nur wer sie vor größerem Publikum verstärken will, greift zu einer elektroakustischen Ausführung mit eingebautem Tonabnehmer oder zu einem externen Mikrofon.

MerkmalE-GitarreAkustikgitarre
Klangentstehungüber Tonabnehmer, Verstärker, Effekteüber den hölzernen Resonanzkörper selbst
Lautstärke ohne Zusatzgerätsehr leisevoll hörbar
Saitenlagemeist niedrigermeist etwas höher
Notwendiges ZubehörVerstärker, Kabelkeines zwingend nötig
Typische MusikrichtungenRock, Metal, Blues, Jazz mit VerstärkungSinger-Songwriter, Folk, unverstärktes Spiel

Für welche Musikrichtungen eignet sich welcher Gitarrentyp?

Die E-Gitarre eignet sich besonders für Musikrichtungen, die von Verstärkung und Klangformung leben. Rock und Metal nutzen die Verzerrung des Verstärkers als eigenständiges Klangmittel, Blues und Jazz setzen auf die dynamische Ansprache und die Klangvielfalt der Tonabnehmer, kombiniert mit Effekten wie Hall oder Tremolo.

Die Akustikgitarre eignet sich für Musik, die ohne Verstärkung auskommt oder gerade davon lebt. Singer-Songwriter-Musik und Folk setzen auf den unmittelbaren, vollen Klang des Instruments, ebenso das Spiel am Lagerfeuer oder in kleiner Runde, wo kein Stromanschluss und keine Technik zur Verfügung stehen.

Wie unterscheiden sich die Einstiegskosten von E-Gitarre und Akustikgitarre?

Die Einstiegskosten unterscheiden sich vor allem durch das notwendige Zubehör. Eine E-Gitarre allein ist noch nicht spielbereit, dazu kommen mindestens ein Verstärker und ein Kabel, die zusätzlich angeschafft werden müssen. Das erhöht die Gesamtkosten des Einstiegs gegenüber einer Akustikgitarre, bei der das Instrument allein zum Spielen ausreicht.

Eine Akustikgitarre benötigt dagegen abseits von Zubehör wie einer Stimmhilfe oder einer Tasche kein zusätzliches Gerät, um gehört zu werden. Wer mit möglichst wenig Anschaffungen starten will, hat mit ihr die geringere Einstiegshürde in reinen Anschaffungskosten.

Kann man mit E-Gitarre und Akustikgitarre gleich gut anfangen zu lernen?

Ja, mit beiden Gitarrentypen lässt sich gleich gut mit dem Lernen anfangen. Keiner der beiden Typen ist grundsätzlich leichter oder schwerer zu erlernen, die Grundlagen wie Griffe, Akkordwechsel und Anschlagtechnik lassen sich auf beiden Instrumenten aufbauen. Die niedrigere Saitenlage der E-Gitarre erleichtert zwar das Greifen im Detail, entscheidet aber nicht darüber, wie schnell jemand insgesamt vorankommt.

Die Wahl zwischen beiden hängt deshalb weniger von der Lernschwierigkeit ab als vom gewünschten Klangziel und der bevorzugten Musikrichtung. Wer von Anfang an in Richtung Rock, Metal oder Blues spielen will, ist mit der E-Gitarre und dem dazugehörigen Verstärker näher am eigenen Ziel. Wer unverstärkt singen und begleiten will, kommt mit der Akustikgitarre schneller zum gewünschten Klang. Wege zum Üben zeigen die Artikel E-Gitarre lernen und Gitarre lernen.

Nicht die Lernschwierigkeit unterscheidet E-Gitarre und Akustikgitarre, sondern der Weg zum Klang. Die Akustikgitarre klingt aus sich selbst heraus, die E-Gitarre erst über Verstärker und Effekte. Welcher Weg passt, entscheidet die angestrebte Musikrichtung.

Häufige Fragen zu E-Gitarre und Akustikgitarre

Ist die E-Gitarre lauter als die Akustikgitarre?

Ohne Verstärker ist die E-Gitarre deutlich leiser als die Akustikgitarre, weil ihr der Resonanzkörper zur eigenständigen Klangerzeugung fehlt. Über einen Verstärker angeschlossen, kann die E-Gitarre dagegen wesentlich lauter werden als eine unverstärkte Akustikgitarre.

Ist die E-Gitarre für Anfänger leichter zu spielen als die Akustikgitarre?

Die E-Gitarre ist durch den dünneren Hals und die niedrigere Saitenlage für Anfänger meist leichter zu greifen als die Akustikgitarre. Das erleichtert den Einstieg in Details wie Akkordwechsel und Lagenwechsel, entscheidet aber nicht grundsätzlich darüber, wie schnell das Lernen insgesamt gelingt.

Kann man eine E-Gitarre auch ohne Verstärker spielen?

Eine E-Gitarre lässt sich auch ohne Verstärker spielen, klingt dabei aber sehr leise und dünn, weil ihr ein eigenständiger Resonanzkörper fehlt. Zum Üben von Griffen und Handhaltung reicht das aus, für einen vollen Klang braucht die E-Gitarre jedoch einen angeschlossenen Verstärker.

Ist eine E-Gitarre teurer im Einstieg als eine Akustikgitarre?

Der Einstieg mit einer E-Gitarre kostet in der Gesamtanschaffung meist mehr als der Einstieg mit einer Akustikgitarre, weil zusätzlich mindestens ein Verstärker und ein Kabel nötig sind. Eine Akustikgitarre ist dagegen als alleiniges Instrument bereits spielbereit.

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