E-Gitarren-Marken

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Kopfplatte einer türkisfarbenen Fender Stratocaster mit Stimmwirbeln. Foto: rahu / Pixabay.
Kopfplatte einer türkisfarbenen Fender Stratocaster mit Stimmwirbeln. Foto: rahu / Pixabay.

Zusammenfassung

Der Markt für E-Gitarren teilt sich in wenige traditionsreiche US-Hersteller, deren günstigere Zweitmarken und mehrere japanische sowie kleinere US-Spezialanbieter. Fender entstand 1946, Gibson bereits 1902, beide prägen bis heute die bekanntesten Korpusformen. Squier und Epiphone bringen dieselben Formen als Einsteigerlinien von Fender und Gibson in eine niedrigere Preisklasse, Ibanez und ESP/LTD stammen aus Japan und decken ein breites Sortiment ab. PRS und Jackson bedienen engere Nischen: hochwertige Verarbeitung die eine, auf Metal zugeschnittene Bauformen die andere. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und bekannte Baureihen, ohne eine Rangfolge aufzustellen.

Der Markt für E-Gitarren teilt sich in wenige traditionsreiche US-Hersteller, deren günstigere Zweitmarken und mehrere japanische sowie kleinere US-Spezialanbieter. Fender und Gibson prägen seit Jahrzehnten die am häufigsten kopierten Korpusformen, Squier und Epiphone bringen dieselben Formen als Einsteigerlinien in eine niedrigere Preisklasse. Ibanez und ESP/LTD stammen aus Japan, PRS und Jackson aus den USA. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und bekannte Baureihen als Fakten über das Sortiment, nicht als Kaufempfehlung.

8vorgestellte Marken
1902älteste Marke im Überblick
2Ursprungsländer: USA und Japan
0Rangliste oder Testsieger

Wie ist der Markt für E-Gitarren-Marken aufgeteilt?

Der Markt teilt sich grob in vier Gruppen. Fender und Gibson stehen seit Jahrzehnten für die am häufigsten kopierten Korpusformen der E-Gitarre. Squier und Epiphone bringen dieselben Formen als Zweitmarken in eine niedrigere Preisklasse. Ibanez und ESP/LTD stammen aus Japan und decken mit eigenen Baureihen ein Sortiment vom Einsteiger- bis zum Profimodell ab. PRS und Jackson bedienen engere Nischen: hochwertige Verarbeitung im mittleren bis oberen Preissegment die eine, auf Metal-Spielweisen zugeschnittene Bauformen die andere. Die folgende Übersicht ordnet die Marken nach Herkunft, nicht nach Qualität.

Welche Eckdaten haben die bekanntesten E-Gitarren-Marken?

Die folgende Tabelle fasst Gründungsland und die bekanntesten Baureihen jeder Marke zusammen, die Gründungsjahre stehen in den einzelnen Abschnitten weiter unten.

MarkeGründungslandBekannte Baureihen
FenderUSAStratocaster, Telecaster, Jazzmaster
GibsonUSALes Paul, SG, ES-335
SquierUSAAffinity-Serie, Classic-Vibe-Serie, Bullet-Serie
EpiphoneUSALes Paul, SG, Casino
IbanezJapanRG-Serie, S-Serie, AZ-Serie
ESP/LTDJapanESP Eclipse, ESP Horizon, LTD EC-Serie
PRSUSACustom 24, Silver Sky, SE-Serie
JacksonUSASoloist, Rhoads, Dinky

Welche US-amerikanischen Traditionsmarken bauen E-Gitarren?

Fender entstand 1946 in Fullerton, Kalifornien, als Leo Fender sein Unternehmen gründete. Die Stratocaster und die Telecaster zählen zu den meistkopierten Korpusformen der E-Gitarre überhaupt, dazu kommen die Jazzmaster und die Jaguar mit versetztem Korpus. Das Sortiment reicht von Einsteigermodellen der Player-Serie bis zu handgefertigten Custom-Shop-Instrumenten für den Profibereich; daneben baut Fender auch akustische Modelle wie die Fender-Westerngitarre.

Gibson geht auf die 1902 im US-Bundesstaat Michigan gegründete Gibson Mandolin-Guitar Manufacturing Company zurück, die auf den Instrumentenbauer Orville Gibson zurückgeht. Bekannt ist die Marke vor allem für die Les Paul und die SG als Solidbody-Bauformen sowie für die halbakustische ES-335. Das aktuelle E-Gitarren-Sortiment konzentriert sich auf das mittlere bis obere Preissegment und auf in den USA gefertigte Instrumente; auch Gibson führt mit der Gibson-Westerngitarre eine akustische Linie.

Welche günstigeren Zweitmarken bieten Fender und Gibson an?

Squier ist seit 1982 die Zweitmarke von Fender für das Einsteigersegment; der Name geht auf eine 1890 gegründete Saitenfirma zurück, die Fender 1965 übernahm. Das Sortiment bildet Fender-Klassiker wie Stratocaster und Telecaster in den Serien Affinity, Classic Vibe und Bullet zu niedrigeren Preisen nach. Gefertigt werden die Instrumente überwiegend in asiatischen Werken, nicht in den USA.

Epiphone entstand 1873 als Familienbetrieb von Anastasios Stathopoulos im damals osmanischen Izmir und trägt seit 1928 den heutigen Markennamen. 1957 übernahm der Konkurrent Gibson die Marke und führt sie seither als eigenständige Zweitmarke weiter. Das Sortiment bildet Gibson-Baureihen wie Les Paul und SG nach und ergänzt sie um die halbakustische Casino in einer günstigeren Preisklasse als die Gibson-Originale.

Squier und Epiphone sind keine Nachbauten, sondern offizielle Zweitmarken. Fender besitzt Squier, Gibson besitzt Epiphone; beide Konzerne entwickeln und vertreiben die günstigeren Linien selbst.

Welche japanischen Marken bauen E-Gitarren?

Ibanez ist eine Marke des japanischen Unternehmens Hoshino Gakki, das 1908 als Musikalienhandel gegründet wurde und in den 1930er Jahren eigene Gitarren unter diesem Namen baute. Die RG-Serie mit dünnem, schnell bespielbarem Hals zählt zu den bekanntesten Baureihen, dazu kommen die S-Serie und die neuere AZ-Serie. Das Sortiment deckt ein breites Spektrum von Einsteigermodellen bis zu Profi-Ausführungen ab.

ESP wurde 1975 von Hisatake Shibuya in Tokio gegründet, zunächst als Zulieferer für Ersatzteile und Custom-Bauten. 1996 kam mit LTD eine günstigere Zweitmarke hinzu, die in Korea, Indonesien und China gefertigt wird. Beide Linien sind auf Rock- und Metal-Spielweisen ausgerichtet, mit Baureihen wie dem ESP Eclipse, dem ESP Horizon und der LTD EC-Serie.

Welche Marken sind auf Verarbeitungsqualität oder Metal-Design spezialisiert?

PRS (Paul Reed Smith Guitars) gründete der Gitarrenbauer Paul Reed Smith 1985 in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland. Die Marke ist für enge Fertigungstoleranzen und aufwendig furnierte Decken bekannt, unter anderem bei der Custom-24- und der Silver-Sky-Baureihe. Mit der in Übersee gefertigten SE-Serie deckt PRS zusätzlich das mittlere Preissegment ab.

Jackson entstand 1980 in Glendora, Kalifornien, aus der Zusammenarbeit von Grover Jackson mit dem Gitarristen Randy Rhoads. Die Marke prägte spitz zulaufende Korpusformen wie die Rhoads-Baureihe und ist bis heute auf Metal- und Rockspielweisen zugeschnitten, mit Baureihen wie Soloist und Dinky. Seit 2002 gehört Jackson zum Fender-Konzern.

Wer die Formen und Bauteile hinter den einzelnen Baureihen noch nicht kennt, findet die Grundlagen im Artikel zur E-Gitarre; für den Einstieg ins Spiel selbst hilft der Artikel E-Gitarre lernen.

Häufige Fragen zu E-Gitarren-Marken

Was ist der Unterschied zwischen Fender und Squier?

Squier ist die 1982 gegründete Zweitmarke von Fender für das Einsteigersegment. Beide Unternehmen gehören zum selben Konzern, Squier-Instrumente übernehmen Fender-Formen wie Stratocaster und Telecaster, werden aber überwiegend in asiatischen Werken statt in den USA gefertigt und liegen in einer niedrigeren Preisklasse.

Was ist der Unterschied zwischen Gibson und Epiphone?

Epiphone ist seit der Übernahme im Jahr 1957 die Zweitmarke von Gibson. Ursprünglich ein 1873 gegründetes eigenständiges Unternehmen, gehört Epiphone seither zum Gibson-Konzern und bildet Gibson-Baureihen wie Les Paul und SG in einer günstigeren Preisklasse nach.

Welche E-Gitarren-Marken kommen aus Japan?

Ibanez und ESP/LTD zählen zu den bekanntesten japanischen E-Gitarren-Marken. Ibanez geht auf das 1908 gegründete Unternehmen Hoshino Gakki zurück, ESP wurde 1975 in Tokio gegründet. Beide Marken decken mit eigenen Baureihen ein Sortiment vom Einsteiger- bis zum Profimodell ab.

Seit wann gibt es Fender und Gibson?

Fender gründete Leo Fender 1946 in Fullerton, Kalifornien. Gibson geht auf die 1902 im US-Bundesstaat Michigan gegründete Gibson Mandolin-Guitar Manufacturing Company zurück. Damit ist Gibson die ältere der beiden Marken.

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