Yesterday

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Redaktion
Der Korpus einer Geige mit Bogen vor dunklem Grund. Foto: Pexels / Pixabay.
Der Korpus einer Geige mit Bogen vor dunklem Grund. Foto: Pexels / Pixabay.

Zusammenfassung

Yesterday ist ein Stück der britischen Band The Beatles, das 1965 auf dem Album Help! erschien. Paul McCartney schrieb es allein, veröffentlicht wurde es unter der gemeinsamen Autorenzeile Lennon/McCartney. Zu hören sind nur eine Singstimme, eine akustische Gitarre und ein Streichquartett aus zwei Geigen, Bratsche und Violoncello. Schlagzeug, Bass und die übrigen Bandmitglieder fehlen vollständig. Den Satz für die vier Streicher schrieb der Produzent George Martin.

Yesterday ist ein Stück der britischen Band The Beatles, das 1965 auf dem Album Help! erschien. Paul McCartney schrieb es allein. Zu hören sind nur eine Singstimme, eine akustische Gitarre und ein Streichquartett. Schlagzeug, Bass und die drei übrigen Bandmitglieder fehlen vollständig, und diese Besetzung hatte die Band vorher nie verwendet. Den Satz für die vier Streicher schrieb der Produzent George Martin.

1965Erscheinungsjahr
F-Durklingende Tonart
4Streicher
7Takte je Strophe

Was ist Yesterday?

Yesterday ist eine Popballade aus dem Jahr 1965 und einer der bekanntesten Titel der Beatles. Sie steht auf dem Album Help!, das im selben Jahr erschien. In Großbritannien brachte die Band den Titel damals nicht als Single heraus, in den Vereinigten Staaten dagegen schon. Das Stück dauert gut zwei Minuten.

MerkmalYesterday
InterpretThe Beatles
UrheberPaul McCartney, veröffentlicht unter Lennon/McCartney
Erscheinungsjahr1965
AlbumHelp!
Produktion und StreichersatzGeorge Martin
Spieldauergut zwei Minuten
Klingende TonartF-Dur
Gegriffene TonartG-Dur, Gitarre einen Ganzton tiefer gestimmt
BesetzungGesang, akustische Gitarre, zwei Geigen, Bratsche, Violoncello
FormStrophe, Strophe, Mittelteil, Strophe, Mittelteil, Strophe, Schluss
GenrePop, Ballade

Wie ist Yesterday besetzt?

Yesterday besetzt eine Singstimme, eine akustische Gitarre und ein Streichquartett, sonst nichts. Ein Streichquartett ist die klassische Kammermusikbesetzung aus vier Streichinstrumenten: zwei Geigen, einer Bratsche und einem Violoncello. Die vier decken zusammen den Tonraum von der hohen bis zur tiefen Lage ab, ohne dass eine Stimme die Instrumentenfamilie wechselt.

Was fehlt, prägt den Klang so stark wie das, was erklingt. Es gibt kein Schlagzeug, keinen Bass, keine zweite Gitarre und keine zweite Singstimme. Damit schlägt nichts im Stück einen hörbaren Takt: Das Zeitmaß entsteht allein aus dem Anschlag der Gitarre und aus der Phrasierung des Gesangs.

Was spielen die Streicher in Yesterday?

Die Streicher in Yesterday halten überwiegend lange Töne. Ein Liegeton ist ein Ton, den ein Instrument über mehrere Takte klingen lässt, statt eine Melodie zu spielen. Die vier Stimmen bilden auf diese Weise einen ruhenden Akkordgrund unter Gesang und Gitarre und bewegen sich nur dort, wo die Harmonie wechselt.

Von Anfang an sind sie nicht dabei. Die erste Strophe gehört Gesang und Gitarre allein, erst zur zweiten Strophe kommt das Quartett hinzu. Dieser Einsatz ist die auffälligste Zäsur des Stücks, weil sich die Klangfarbe auf einen Schlag ändert, während Tempo und Lautstärke gleich bleiben.

An zwei Stellen treten die Streicher aus der Begleitung heraus. Im zweiten Mittelteil führt das Violoncello eine eigene, abwärts gerichtete Linie gegen die Singstimme, statt sie nur zu stützen. In der letzten Strophe liegt ein hoher, lang gehaltener Geigenton über dem Satz.

Die Streicher spielen mit wenig Vibrato. Vibrato ist das schnelle Schwanken der Tonhöhe, das die linke Hand durch Rollen des Fingers auf der Saite erzeugt; es macht den Ton voller und tragfähiger. Wo es zurückgenommen wird, klingt der Satz schlanker und gerader, und genau darin unterscheidet er sich von den dick besetzten Streicherpolstern, die im Pop dieser Jahre verbreitet waren.

Wie ist Yesterday aufgebaut?

Yesterday folgt der Strophenform mit Mittelteil. Auf zwei Strophen folgt ein Mittelteil, danach eine Strophe, ein zweiter Mittelteil, eine letzte Strophe und ein kurzer Schluss. Einen Refrain, der zwischen den Strophen wiederkehrt, gibt es nicht: Alle Strophen tragen dieselbe Melodie mit anderem Text, der Mittelteil setzt eine zweite Melodie dagegen.

Die Strophe ist sieben Takte lang, nicht acht. Popmelodien bauen fast immer auf Vierergruppen: vier Takte hin, vier Takte zurück, zusammen acht. Hier fällt ein Takt weg, die erste Phrase endet früher als erwartet, und die folgende Zeile setzt entsprechend früher ein. Beim Hören fällt das kaum auf, weil die Melodie über die Stelle hinwegführt. Mitzählen lässt es sich trotzdem.

Abschnitt Strophe 1 7 Takte Strophe 2 7 Takte Mittelteil Strophe 3 7 Takte Mittelteil Strophe 4 7 Takte Schluss Gesang akustische Gitarre zwei Geigen, Bratsche hoher Liegeton Violoncello eigene Linie hier setzen die Streicher ein Verlauf Graue Fläche: das Instrument klingt. Blaue Fläche: es tritt aus der Begleitung hervor.
Die Streicher setzen erst zur zweiten Strophe ein. Jede Strophe umfasst sieben Takte statt der acht, die eine Popmelodie sonst füllt. Sekundenangaben trägt die Grafik nicht, weil sich die Grenzen zwischen den Abschnitten nicht sekundengenau festlegen lassen.

In Yesterday spielt außer Paul McCartney kein Beatle mit. Gesang und Gitarre stammen von ihm, alles Weitere vom Streichquartett. Erschienen ist der Titel trotzdem als Stück der Band, denn er stand auf einem Beatles-Album und trug die Autorenzeile Lennon/McCartney.

Warum klingt Yesterday tiefer, als es gegriffen ist?

Yesterday klingt in F-Dur, gegriffen ist es in G-Dur. McCartney stimmte die Gitarre um einen Ganzton herunter, also jede Saite um zwei Halbtöne. Wer danach den G-Dur-Griff greift, hört F-Dur. Auf einer normal gestimmten Gitarre führt deshalb entweder das Umstimmen zum Ziel oder ein Satz anderer Griffe.

Herunterstimmen senkt die Tonhöhe und die Saitenspannung zugleich: Lockere Saiten sprechen weicher an und klingen kürzer nach. Der Griffvorteil wiegt schwerer. G-Dur liegt auf der Gitarre in der offenen Lage, in der leere Saiten mitklingen dürfen. F-Dur verlangt ohne Umstimmen einen Barrégriff, der den Hals quer abdeckt und diese leeren Saiten stummschaltet.

Wer schrieb Yesterday?

Yesterday schrieb Paul McCartney allein. Veröffentlicht wurde das Stück dennoch unter Lennon/McCartney, weil die beiden Hauptautoren der Beatles vereinbart hatten, alle ihre Titel gemeinsam zu zeichnen, unabhängig davon, wer den einzelnen verfasst hatte. Diese Abmachung galt für das gesamte Repertoire, und deshalb sagt die Autorenzeile bei den Beatles nichts darüber, wer ein Stück geschrieben hat.

Vor dem endgültigen Text trug die Melodie den Arbeitstitel Scrambled Eggs, auf Deutsch Rührei. McCartney sang diese Silben, um die Melodie festzuhalten, solange der Text fehlte. Zu der Frage, wie ihm die Melodie zufiel, kursieren mehrere Darstellungen, deshalb nennt dieser Artikel keine davon als die gesicherte.

Wie wirkte Yesterday nach?

Yesterday gehört zu den am häufigsten nachgespielten Liedern überhaupt. Die Zahl der aufgenommenen Fremdfassungen wird auf mehr als zweitausend geschätzt, vollständig gezählt hat sie niemand. Die Besetzung erleichtert das Nachspielen: Wer nur singt und Gitarre spielt, hat bereits die Fassung der ersten Strophe beisammen und braucht weder Band noch Streicher.

Für die Beatles öffnete das Stück eine Tür. Nach Yesterday setzte die Band regelmäßig Instrumente ein, die in der Beatmusik nicht vorkamen, und George Martin schrieb weitere Sätze für Streicher und Bläser. Die Besetzung eines Popstücks war damit nicht mehr an das gebunden, was vier Musiker auf einer Bühne spielen können.

Häufige Fragen zu Yesterday

Wer spielt in Yesterday mit?

In Yesterday spielen Paul McCartney und ein Streichquartett. McCartney singt und spielt die akustische Gitarre, dazu kommen zwei Geigen, eine Bratsche und ein Violoncello. John Lennon, George Harrison und Ringo Starr sind auf der Aufnahme nicht zu hören, ein Schlagzeug und ein Bass fehlen ebenfalls.

In welcher Tonart steht Yesterday?

Yesterday klingt in F-Dur. Gegriffen ist das Stück dagegen in G-Dur, denn die Gitarre war um einen Ganzton heruntergestimmt. Jeder Griff erklingt dadurch einen Ganzton tiefer als auf einem normal gestimmten Instrument.

Wer hat Yesterday geschrieben?

Yesterday schrieb Paul McCartney allein. Die Veröffentlichung trägt trotzdem die Autorenzeile Lennon/McCartney, weil die beiden alle ihre Stücke gemeinsam zeichneten, gleich wer sie verfasst hatte. Der Arbeitstitel der Melodie lautete Scrambled Eggs.

Welche Form hat Yesterday?

Yesterday hat eine Strophenform mit Mittelteil: zwei Strophen, ein Mittelteil, eine Strophe, ein zweiter Mittelteil, eine letzte Strophe und ein kurzer Schluss. Einen wiederkehrenden Refrain gibt es nicht. Jede Strophe umfasst sieben Takte statt der acht, die eine Popmelodie sonst füllt.

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