Die Beatles

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Redaktion
Eine E-Gitarre und ein Violinbass an einer Backsteinwand. Bild: KI generiert.
Eine E-Gitarre und ein Violinbass an einer Backsteinwand. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Die Beatles waren eine britische Band aus Liverpool, die von 1960 bis 1970 bestand. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr begannen mit Beatmusik in Clubs und verlegten ihre Arbeit ab 1966 vollständig ins Studio. Gemeinsam mit dem Produzenten George Martin nutzten sie dort Vierspurmaschinen, Rückwärtsaufnahmen und Tonbandschleifen für Popstücke. Alben wie Revolver, Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band und Abbey Road prägen seither die Vorstellung davon, was im Studio möglich ist.

Die Beatles waren eine britische Band aus Liverpool. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr spielten ab 1962 in dieser Besetzung zusammen, 1970 ging die Gruppe auseinander. Sie begannen mit Beatmusik in Clubs und Tanzsälen und verlegten ihre Arbeit ab 1966 vollständig ins Studio. Der Produzent George Martin und die Techniker der EMI-Studios in der Londoner Abbey Road setzten dabei Verfahren ein, die vor den Beatles niemand für ein Popstück genutzt hatte.

1960Namensgebung
LiverpoolHerkunft
1966letztes Konzert
1970Trennung

Wer waren die Beatles?

Die Beatles waren eine Rockband, die ab 1960 unter diesem Namen in Liverpool auftrat. John Lennon spielte Rhythmusgitarre und sang, Paul McCartney übernahm den Bass und ebenfalls den Gesang, George Harrison die Leadgitarre. Ringo Starr kam 1962 als Schlagzeuger dazu und vervollständigte die Besetzung, die bis zur Trennung 1970 bestand. Lennon und McCartney schrieben den größten Teil des Repertoires und zeichneten ihre Stücke gemeinsam, unabhängig davon, wer den einzelnen Titel verfasst hatte.

MerkmalDie Beatles
Gründung1960 in Liverpool, England
Besetzung ab 1962John Lennon (Gesang, Rhythmusgitarre), Paul McCartney (Gesang, Bass), George Harrison (Gitarre, Gesang), Ringo Starr (Schlagzeug)
GenreBeat, Rock, Pop
Prägende AlbenRubber Soul (1965), Revolver (1966), Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (1967), Abbey Road (1969)
Aktiver Zeitraum1960 bis 1970
ProduzentGeorge Martin
Besonderheitab August 1966 keine regulären Konzerte mehr, danach reine Studioband

Wie klingt die Musik der Beatles?

Die frühe Musik der Beatles besteht aus zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug, dazu zwei- und dreistimmiger Gesang. Die Stücke bleiben kurz, meist unter drei Minuten, und folgen der Liedform aus Strophe und Refrain. McCartney spielte einen Höfner-Violinbass, dessen kurze Mensur einen weichen, runden Ton ergibt und den Bass melodisch führen lässt statt nur den Grundton zu halten.

Ab Rubber Soul (1965) ändert sich das Material. Die Band setzt Instrumente ein, die in der Beatmusik nicht vorkamen: eine Sitar in Norwegian Wood, ein Streichquartett in Yesterday, ein Streichoktett in Eleanor Rigby, eine Piccolotrompete in Penny Lane. Die Gitarren treten zurück, Tasteninstrumente und Blasinstrumente übernehmen Hauptstimmen. Auf Abbey Road spielt George Harrison einen Moog, einen der ersten Synthesizer auf einer Popplatte.

Welche Alben prägen die Beatles?

Sechs Alben markieren die Entwicklung der Band. Sie erschienen innerhalb von sieben Jahren.

  • Please Please Me (1963) entstand fast vollständig an einem einzigen Aufnahmetag und hält das Clubprogramm der Band fest.
  • Rubber Soul (1965) bringt akustische Gitarren, Folkeinflüsse und die Sitar in den Klang der Band.
  • Revolver (1966) arbeitet erstmals mit Tonbandschleifen und rückwärts abgespielten Aufnahmen.
  • Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (1967) entstand über Monate im Studio und ohne Rücksicht darauf, ob die Band das Ergebnis live spielen könnte.
  • The Beatles (1968), das weiße Doppelalbum, reiht Stücke aus sehr verschiedenen Richtungen aneinander, von Folk über Blues bis zu harten Gitarrenstücken.
  • Abbey Road (1969) kehrt zum kompakten Bandklang zurück und schließt mit einer durchgehenden Folge kurzer, ineinander übergehender Teile.
1963 Beat Please Please Me 1965 Folkeinfluss Rubber Soul 1966 Tonbandschleifen Revolver 1967 Klangcollage Sgt. Pepper 1968 Stilbreite The Beatles 1969 Bandklang Abbey Road ab August 1966 keine Konzerte mehr, nur noch Studio
Please Please Me nahmen die Beatles 1963 an einem Tag auf, an Sgt. Pepper arbeiteten sie 1967 mehrere Monate. Gefüllte Punkte markieren die Alben, die ohne Bühne entstanden.

Was macht den Sound der Beatles aus?

Der Sound der späten Beatles entsteht aus einer Beschränkung. Die EMI-Studios arbeiteten mit Vierspurmaschinen, also mit vier Tonspuren je Band. Wollte die Band mehr Stimmen unterbringen, mischte sie mehrere fertige Spuren auf eine einzige Spur einer zweiten Maschine zusammen und gewann so wieder freie Spuren. Jeder dieser Schritte fügt Rauschen hinzu und lässt sich nicht rückgängig machen, also musste die Band jede Mischung vorher entscheiden.

George Martin brachte die zweite Hälfte ein. Er hatte eine klassische Ausbildung, notierte die Streicher- und Bläsersätze und übersetzte Vorstellungen der Band in Partituren. Für Yesterday schrieb er den Satz für Streichquartett, für Eleanor Rigby den für acht Streicher ohne jede E-Gitarre im Stück.

Drei Studiotechniken prägen den Klang ab 1966:

  • Rückwärtsaufnahme. Die Techniker drehten das Tonband um, sodass Gitarren und Stimmen mit hartem Ende und weichem Anfang erklingen. Rain und I'm Only Sleeping nutzen das hörbar.
  • Tonbandschleife. Kurze Bandstücke laufen als geschlossener Ring endlos durch die Maschine. Tomorrow Never Knows besteht in weiten Teilen aus solchen Schleifen über einem gleichbleibenden Bassmuster.
  • Bandgeschwindigkeit. Läuft das Band langsamer, sinkt beim Abspielen die Tonhöhe. Strawberry Fields Forever setzt sich aus zwei Aufnahmen in verschiedenen Tonarten zusammen, die Martin über die Geschwindigkeit aneinander anglich.

Die Beatles konnten ab 1966 Musik aufnehmen, die auf einer Bühne nicht funktionierte. Solange eine Band ihr Programm live spielen musste, begrenzte die Zahl der Hände das Arrangement. Wer das Konzert streicht, kann Streicher, Schleifen und dreißig Gesangsspuren übereinanderlegen. Genau diese Entscheidung trennt Revolver von allem, was die Band vorher aufgenommen hatte.

Warum hörten die Beatles 1966 mit Konzerten auf?

Die Beatles gaben ihr letztes reguläres Konzert im August 1966 im Candlestick Park in San Francisco. Die Verstärkeranlagen der Zeit lieferten wenige hundert Watt, die Band spielte über die Hausanlage der Stadien, und das Publikum übertönte die Musik. Monitorboxen, über die sich Musiker auf der Bühne selbst hören, gab es noch nicht. Die vier hörten sich also gegenseitig kaum und spielten Stücke, die im Studio längst mehr Instrumente brauchten, als vier Musiker bedienen können.

Welchen Einfluss hatten die Beatles?

Die Beatles verschoben den Maßstab der Popmusik von der Single zum Album. Vor 1965 galt eine Langspielplatte als Sammlung von Einzeltiteln um einen Hit herum, danach als eigenständige Form. Zugleich setzten Lennon und McCartney durch, dass eine Band ihr Repertoire selbst schreibt, statt es von Berufstextern zu beziehen.

Technisch wurde das Studio zum Instrument. Verfahren, die für Sgt. Pepper noch Handarbeit an Bandmaschinen erforderten, stecken heute als Funktion in jeder Aufnahmesoftware. Der Rock der siebziger Jahre baute auf dieser Arbeitsweise auf, ebenso das durchkomponierte Album, wie es Pink Floyd wenig später ausformte.

Häufige Fragen zu den Beatles

Wer gehörte zu den Beatles?

Zu den Beatles gehörten John Lennon (Gesang, Rhythmusgitarre), Paul McCartney (Gesang, Bass), George Harrison (Gitarre, Gesang) und Ringo Starr (Schlagzeug). Diese Besetzung bestand von 1962 bis zur Trennung 1970. Lennon starb 1980, Harrison starb 2001.

Wann trennten sich die Beatles?

Die Beatles trennten sich 1970. Let It Be erschien im selben Jahr als letztes Album, aufgenommen hatte die Band es allerdings vor Abbey Road. Alle vier Mitglieder setzten ihre Arbeit danach solo fort.

Warum spielten die Beatles ab 1966 keine Konzerte mehr?

Die Beatles beendeten ihre Konzerttätigkeit im August 1966, weil die Bühnentechnik der Zeit ihre Musik nicht mehr trug. Die Anlagen waren zu leise für große Stadien, Monitorboxen fehlten, und die Studioarrangements verlangten mehr Instrumente als vier Musiker spielen können. Die Band arbeitete danach ausschließlich im Studio.

Wer produzierte die Alben der Beatles?

George Martin produzierte die Alben der Beatles in den EMI-Studios in der Londoner Abbey Road. Er schrieb die Streicher- und Bläsersätze, spielte einzelne Klavierstimmen selbst und setzte die Studioverfahren um, die den Klang ab 1966 bestimmen.

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