Falco

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Nahaufnahme der Wirbel und der Schnecke eines Kontrabasses. Foto: OrcaTec / Pixabay.
Nahaufnahme der Wirbel und der Schnecke eines Kontrabasses. Foto: OrcaTec / Pixabay.

Zusammenfassung

Falco war der Künstlername des österreichischen Sängers Johann Hölzel, der von 1957 bis 1998 lebte. Er verband deutschsprachigen Sprechgesang mit englischen Textzeilen und elektronischer Popproduktion, Jahre bevor sich in Deutschland ein eigenes Rap-Genre entwickelte. Mit dem Stück Der Kommissar gelang ihm 1982 der internationale Durchbruch. 1986 stieg er mit Rock Me Amadeus als erster deutschsprachiger Künstler an die Spitze der US-Charts. Falco starb 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik.

Falco war der Künstlername des österreichischen Sängers Johann Hölzel, der von 1957 bis 1998 lebte. Er verband deutschsprachigen Sprechgesang mit englischen Textzeilen und elektronischer Popproduktion, Jahre bevor sich in Deutschland ein eigenes Rap-Genre entwickelte. Mit dem Stück Der Kommissar gelang ihm 1982 der internationale Durchbruch. 1986 stieg er mit Rock Me Amadeus als erster deutschsprachiger Künstler an die Spitze der US-Charts. Falco starb 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik.

1957Geburtsjahr
1982Durchbruch mit Der Kommissar
1986Nr. 1 in den USA
1998Todesjahr

Wer war Falco?

Falco hieß bürgerlich Johann Hölzel und wurde 1957 in Wien geboren. Am Wiener Konservatorium lernte er Kontrabass und spielte in den späten 1970er Jahren in den Wiener Formationen Drahdiwaberl und Hallucination Company, bevor er 1981 unter dem Namen Falco eine Solokarriere begann. Den Künstlernamen entlieh er dem Namen des DDR-Skispringers Falko Weißpflog. Mit dem Stück Der Kommissar gelang ihm 1982 der internationale Durchbruch, mit Rock Me Amadeus 1985 der größte Erfolg seiner Laufbahn. Falco starb 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik.

MerkmalFalco
Bürgerlicher NameJohann Hölzel
Lebensdaten1957 bis 1998
HerkunftWien, Österreich
InstrumentKontrabass, dazu Gesang und Sprechgesang
GenreSynthpop, Electropop, deutschsprachiger Sprechgesang
Prägende AlbenEinzelhaft (1982), Falco 3 (1985)
BesonderheitErster deutschsprachiger Künstler mit einer Nummer eins in den US-Charts

Wie verlief die Karriere von Falco?

Falco begann seine musikalische Laufbahn als Bassist, nicht als Sänger. In der Wiener Formation Drahdiwaberl übernahm er Ende der 1970er Jahre den Bass, danach spielte er kurz in der Band Hallucination Company. 1981 wechselte er ins Rampenlicht und startete unter eigenem Namen eine Solokarriere.

Den internationalen Durchbruch brachte 1982 das Stück Der Kommissar vom Debütalbum Einzelhaft. Falco schrieb den Text und trug die Strophen im Sprechgesang vor, die Musik dazu komponierte Robert Ponger, der Refrain ist englisch gesungen. Eine englischsprachige Coverversion der britischen Band After the Fire brachte den Titel 1983 zusätzlich in die US-Charts.

Das Nachfolgealbum Junge Römer erschien 1984 und blieb hinter dem Erfolg des Vorgängers zurück. Den kommerziellen Höhepunkt erreichte Falco 1985 mit dem Album Falco 3, das er mit den niederländischen Brüdern Rob und Ferdi Bolland aufnahm. Die Single Rock Me Amadeus erreichte 1986 als erster deutschsprachiger Titel Platz eins der US-Billboard-Charts und stand zugleich an der Spitze der Charts in Österreich und Deutschland.

Rock Me Amadeus machte Falco 1986 zum einzigen deutschsprachigen Künstler an der Spitze der US-Billboard-Charts. Die Single verbindet einen englischen Refrain mit deutschen Strophen über Wolfgang Amadeus Mozart und traf damit einen Nerv, den zuvor kein anderer deutschsprachiger Titel im US-Markt erreicht hatte.

Vom selben Album stammt Jeanny, das nach seiner Veröffentlichung 1985 wegen seines Textes umstritten war: Mehrere deutsche Radiosender nahmen das Stück zeitweise aus dem Programm, weil Hörer den Text als Erzählung aus der Sicht eines Täters verstanden. In den folgenden Jahren veröffentlichte Falco die Alben Emotional (1986), Wiener Blut (1988), Data de Groove (1990) und Nachtflug (1992), ohne an die Erfolge von Falco 3 anzuknüpfen.

Zeit 1978 bis 1980 Bassist bei Drahdiwaberl Wien 1981 bis 1982 Solostart und Durchbruch Der Kommissar 1985 bis 1986 Welterfolg mit Falco 3 Rock Me Amadeus 1986 bis 1992 Spätere Studioalben Wiener Blut 1998 Tod und postumes Album Out of the Dark Zeitachse nicht maßstäblich, 1978 bis 1998.
Fünf Abschnitte der Karriere Falcos von den Anfängen als Bassist bis zum postum veröffentlichten Album im Todesjahr 1998.

Falco starb am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall nahe Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, sein Wagen kollidierte mit einem Bus. Noch im selben Jahr erschien das postum veröffentlichte Album Out of the Dark (Into the Light), dessen Titelstück in Österreich und Deutschland zu einem Hit wurde.

Welche Alben und Hits prägen das Werk von Falco?

Acht Studioalben erschienen zwischen 1982 und 1998:

  • Einzelhaft (1982) enthält mit Der Kommissar den internationalen Durchbruch.
  • Junge Römer (1984) bleibt das kommerziell schwächste Album seiner Solokarriere.
  • Falco 3 (1985) bringt mit Rock Me Amadeus, Jeanny und Vienna Calling die größten Hits.
  • Emotional (1986) folgt dem internationalen Erfolg von Falco 3.
  • Wiener Blut (1988) kehrt stärker zu Wiener Themen zurück.
  • Data de Groove (1990) und Nachtflug (1992) setzen auf zeitgenössische Dance- und Technoklänge.
  • Out of the Dark (Into the Light) (1998) erscheint postum nach seinem Tod.

Was macht den Sound von Falco aus?

Falcos Markenzeichen ist der Wechsel zwischen Sprechgesang und Gesang innerhalb desselben Stücks. In den Strophen spricht er die Zeilen rhythmisch im Sprechgesang, oft mit Wiener Dialektfärbung, im Refrain wechselt er zu gesungenen, meist englischen Zeilen. Diese Bauweise prägt sowohl Der Kommissar als auch Rock Me Amadeus, wo deutsche Erzählpassagen über Wolfgang Amadeus Mozart auf den gesungenen Refrainruf Amadeus treffen.

Für die Produktion von Falco 3 arbeitete er mit den Brüdern Rob und Ferdi Bolland zusammen, die den Synthesizer und programmierte Schlagzeugspuren in den Mittelpunkt stellten, ein Verfahren der elektronischen Musik, das den Sound vom Gitarrenrock der Zeit deutlich abhob. Damit ordnet sich sein Stil in den Synthpop der 1980er Jahre ein, ergänzt um den deutsch-englischen Sprachwechsel und den rhythmisch gesprochenen Vortrag, der in Deutschland erst Jahre später im Deutschrap zu einem eigenen Genre wurde.

Welchen Einfluss hatte Falco auf die Popmusik?

Falco gilt als früher Vertreter des deutschsprachigen Sprechgesangs, Jahre bevor sich in Deutschland eine eigene Hip-Hop-Szene bildete. Mit Rock Me Amadeus blieb er bis heute der einzige deutschsprachige Künstler, der die Spitze der US-Billboard-Charts erreichte. Rückblicke auf die Popgeschichte der 1980er Jahre nennen ihn regelmäßig als Beleg dafür, dass deutschsprachige Texte auch außerhalb des deutschen Sprachraums Erfolg haben können.

Häufige Fragen zu Falco

Wer war Falco?

Falco war der Künstlername des österreichischen Sängers Johann Hölzel, geboren 1957 in Wien und gestorben 1998. Er verband deutschsprachigen Sprechgesang mit englischen Refrains und elektronischer Popproduktion. Bekannt wurde er 1982 mit Der Kommissar, seinen größten Erfolg feierte er 1985 mit Rock Me Amadeus.

Warum nannte sich Johann Hölzel Falco?

Johann Hölzel wählte den Namen Falco in Anlehnung an den DDR-Skispringer Falko Weißpflog. Unter diesem Künstlernamen trat er ab 1981 solo auf, nachdem er zuvor als Bassist bei Drahdiwaberl und der Hallucination Company gespielt hatte.

Welches ist der bekannteste Song von Falco?

Der bekannteste Song von Falco ist Rock Me Amadeus aus dem Album Falco 3 von 1985. Die Single erreichte 1986 als erster deutschsprachiger Titel Platz eins der US-Billboard-Charts und stand zugleich an der Spitze der Charts in Österreich und Deutschland. Daneben zählen Der Kommissar von 1982 und Jeanny von 1985 zu seinen größten Hits.

Wie und wo starb Falco?

Falco starb am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall nahe Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Sein Fahrzeug kollidierte auf einer Straße mit einem Bus. Er wurde 40 Jahre alt.

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