Banhu

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Banhu. Quelle: youtube.com / Banhu demonstration
Banhu. Quelle: youtube.com / Banhu demonstration

Zusammenfassung

Der Banhu ist eine chinesische Stachelfiedel mit zwei Saiten aus der Huqin-Familie. Sein Resonanzkörper besteht aus einer halbierten Kokosnussschale, die eine dünne Holzdecke abschließt, während die meisten anderen Huqin eine Membran aus Schlangenhaut tragen. Daher kommt auch der Name: ban heißt Brett, hu steht für Huqin. Der Klang ist hell und durchdringend, seinen festen Platz hat der Banhu in den Bangzi-Opern Nordchinas.

Der Banhu ist eine chinesische Stachelfiedel mit zwei Saiten und gehört zur Familie der Huqin. Sein Resonanzkörper besteht aus einer halbierten Kokosnussschale, die eine dünne Holzdecke abschließt. Genau diese Decke trennt ihn von seinen Verwandten und gibt ihm den Namen: ban heißt Brett, hu steht für Huqin. Zu Hause ist der Banhu im Norden Chinas.

Wie klingt ein Banhu?

Der Banhu klingt hell, scharf und sehr durchdringend. Die schwingende Holzdecke gibt ihm einen härteren und tragfähigeren Ton als die Tierhaut der übrigen Huqin, weshalb er sich im Opernorchester gegen Gesang und Schlagwerk behauptet. Sein Timbre passt besonders zu schnellen, energischen Melodien.

Wie ein Banhu klingt, zeigt dieses Klangbeispiel:

Wie ist ein Banhu aufgebaut?

Eine lange Halsstange steckt durch den kleinen Resonanzkörper hindurch und ragt unten wieder heraus. Diese Bauweise gibt der ganzen Gruppe den Namen Stachelfiedel. Am oberen Ende der Stange sitzen zwei Wirbel, die beiden Saiten laufen über einen kleinen Steg auf der Decke.

Der Resonanzkörper besteht traditionell aus einer halbierten Kokosnussschale, seltener aus Hartholz. Während der Erhu und die meisten anderen Huqin eine Membran aus Schlangenhaut tragen, schließt beim Banhu eine dünne, leicht gewölbte Holzplatte den Körper ab.

Der Bogen besteht aus einer Bambusstange mit Pferdehaar. Sein Haar läuft fest zwischen den beiden Saiten hindurch, sodass der Spieler ihn nicht abnehmen kann und je nach Druckrichtung die eine oder die andere Saite streicht.

Wie spielt man Banhu?

Der Spieler hält den Banhu aufrecht auf dem Oberschenkel und stützt die Halsstange mit der linken Hand. Ein Griffbrett gibt es nicht: Die Finger greifen die frei gespannten Saiten in der Luft, ohne sie gegen eine Unterlage zu drücken. Die Tonhöhe hängt damit vollständig von Position und Druck der Finger ab.

Die rechte Hand führt den Bogen, dessen Haar zwischen den Saiten liegt. Weil der feste Untergrund fehlt, arbeiten Banhu-Spieler viel mit Glissandi und Vibrato und zeichnen damit den Gesang der Oper nach.

Woher stammt der Banhu?

Der Banhu stammt aus Nordchina und wuchs dort mit dem Bangzi-Operntheater zusammen. In der Hebei-Bangzi-Oper, in der Jin-Oper aus Shanxi und in der Qinqiang-Oper aus Shaanxi führt er die Melodieinstrumente an und begleitet die Sänger.

Über die Oper hinaus spielt der Banhu heute in chinesischen Volksmusikorchestern. Daneben ist ein eigenes Konzertrepertoire für Banhu-Solisten mit Orchesterbegleitung entstanden, das das Instrument auch außerhalb der Opernbühne bekannt gemacht hat.

Häufige Fragen zum Banhu

Wie viele Saiten hat ein Banhu?

Ein Banhu hat zwei Saiten, traditionell aus Seide, heute meist aus Metall. Das Bogenhaar liegt fest zwischen ihnen, deshalb streicht der Spieler die Saiten nicht von außen, sondern von innen an.

Was unterscheidet den Banhu vom Erhu?

Der Banhu unterscheidet sich vom Erhu durch die Decke seines Resonanzkörpers. Beim Erhu spannt sich eine Membran aus Schlangenhaut über den Körper, beim Banhu schließt eine dünne Holzplatte eine halbierte Kokosnussschale ab. Deshalb klingt der Banhu heller und schärfer, während der Erhu weicher und näher an einer Singstimme bleibt.

Was bedeutet der Name Banhu?

Der Name Banhu setzt sich aus zwei Teilen zusammen: ban bezeichnet das Brett oder die Holzplatte, hu ist die Kurzform von Huqin, dem Sammelnamen der chinesischen Stachelfiedeln. Der Name benennt also genau das Merkmal, das dieses Instrument von seinen Verwandten trennt.

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