Sabar

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Redaktion
Bild: Zhuravlev Andrey / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Sabar bezeichnet sowohl eine Familie einfelliger, aus einem Holzstamm geschnitzter Trommeln als auch die damit verbundene Trommel- und Tanztradition der Wolof und Serer in Senegal, Gambia und Mauretanien. Das Instrument darf nicht mit der Tama, der separaten westafrikanischen Sprechtrommel mit veränderlicher Tonhöhe, verwechselt werden, beide sind eigenständige Instrumente derselben Kulturregion, keine Bauteile voneinander.

Sabar bezeichnet sowohl eine Familie einfelliger, aus einem Holzstamm geschnitzter Trommeln als auch die damit verbundene Trommel- und Tanztradition der Wolof und Serer in Senegal, Gambia und Mauretanien. Das Instrument darf nicht mit der Tama, der separaten westafrikanischen Sprechtrommel mit veränderlicher Tonhöhe, verwechselt werden, beide sind eigenständige Instrumente derselben Kulturregion, keine Bauteile voneinander.

Wie klingt die Sabar?

Der Klang der Sabar ist scharf, perkussiv und sehr durchsetzungsfähig: Je nach Anschlagtechnik entstehen offene, tiefe Tonschläge, helle Slap-Töne und trockene Stockschläge, die zusammen ein breites Klangvokabular ergeben. Die Trommeln sind bewusst laut gebaut, um sich bei Freiluftfesten mit tanzenden und singenden Menschenmengen durchzusetzen.

Woraus besteht die Sabar?

Der Korpus einer Sabar wird aus einem einzigen Stamm eines harten Tropenholzes, traditionell Dimba-Holz, in einer konischen bis becherförmigen Form geschnitzt. Auf der Oberseite ist ein einzelnes Ziegenfell aufgeleimt, das zusätzlich über ein System aus Seilen und rund sieben Holzpflöcken am Trommelrand gespannt und gestimmt wird. Sabar-Trommeln treten stets als Ensemble unterschiedlich großer Typen auf, etwa die leitende Nder sowie kleinere Trommeln wie Mbung-Mbung, Tungune und Gorong -, die gemeinsam ein vielschichtiges Rhythmusgefüge erzeugen.

Wie spielt man die Sabar?

Gespielt wird die Sabar stehend, zwischen den Knien oder unter dem Arm eingeklemmt, mit einer bloßen Hand und gleichzeitig einem dünnen Holzstöckchen (Galan) in der anderen Hand. Aus der Kombination von Hand- und Stockschlägen entsteht eine enorme Vielfalt an Klangfarben, mit denen erfahrene Spieler regelrecht "sprechende", improvisierte Rhythmusphrasen formulieren können. Der Leadspieler auf der Nder "ruft" mit solchen Phrasen die Tänzer und gibt dem gesamten Ensemble Signale für Wechsel und Höhepunkte.

Typische Musikstile mit der Sabar

Die Sabar begleitet in Senegal traditionell Namensgebungsfeiern, Hochzeiten und Ringkämpfe und ist bis heute integraler Bestandteil des sozialen Lebens der Wolof. Zugleich bildet ihr Rhythmusvokabular die Grundlage des populären senegalesischen Musikstils Mbalax.

Bekannte Lieder mit der Sabar

Der senegalesische Perkussionist Doudou N'Diaye Rose (1930-2015) gilt als die international bekannteste Sabar-Legende: Ihm werden mehrere hundert eigens komponierte Rhythmen zugeschrieben, und er arbeitete unter anderem mit Miles Davis, Dizzy Gillespie und den Rolling Stones zusammen. Youssou N'Dour, einer der einflussreichsten senegalesischen Sänger, baute mit seiner Band Le Super Étoile de Dakar den Mbalax-Stil maßgeblich auf dem treibenden Sabar-Rhythmus auf und trug so entscheidend zur weltweiten Bekanntheit des Instruments bei.

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