Der Markt für Konzertgitarren-Marken teilt sich in zwei Gruppen, die sich im Preis um ein Vielfaches unterscheiden. Fabrikate wie Yamaha, Cordoba, Alhambra und Admira fertigen Serieninstrumente vom Einsteiger- bis zum gehobenen Mittelklasse-Niveau. Daneben bauen einzelne, überwiegend spanische Traditionswerkstätten wie Ramírez Meistergitarren in Handarbeit, preislich in einer ganz anderen Liga als jedes Fabrikat. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründung, Herkunftsland und Positionierung im Sortiment als Fakten, nicht als Kaufempfehlung.
Wie ist der Markt für Konzertgitarren-Marken aufgeteilt?
Der Markt für Konzertgitarren-Marken teilt sich in zwei Gruppen, die sich im Preis um ein Vielfaches unterscheiden. Fabrikate wie Yamaha, Cordoba, Alhambra und Admira fertigen Serieninstrumente in eigenen Werken oder Werkstätten und decken damit das Einsteiger- bis gehobene Mittelklasse-Segment der klassischen Gitarre ab, einer von mehreren Bauformen der Gitarre. Daneben bauen einzelne, überwiegend spanische Traditionswerkstätten Meistergitarren in Handarbeit, jede einzeln von einem Gitarrenbauer gefertigt statt am Fließband. Beide Gruppen bedienen unterschiedliche Käuferkreise: Fabrikate richten sich an Schüler, Hobbyspieler und fortgeschrittene Laien, Meisterwerkstätten an fortgeschrittene und professionelle Spieler mit entsprechendem Budget. Wer stattdessen eine Gitarre mit Stahlsaiten sucht, findet die Abgrenzung im Artikel Westerngitarre oder Konzertgitarre.
Welche Eckdaten haben die wichtigsten Konzertgitarren-Fabrikate?
Die folgende Tabelle ordnet die vier Fabrikate nach Herkunftsland und grober Positionierung im eigenen Sortiment ein, Details zu Gründung und Baureihen stehen in den beiden folgenden Abschnitten.
| Marke | Herkunftsland | Positionierung |
|---|---|---|
| Yamaha | Japan | Einsteiger- bis gehobene Mittelklasse, Teil eines breiten Instrumentensortiments |
| Cordoba | USA | Einsteiger- bis Profiklasse, spezialisiert auf Nylonsaiten-Gitarren |
| Alhambra | Spanien | Einsteiger- bis Profiklasse, eigene Fabrik in Alicante |
| Admira | Spanien | Einsteiger- bis Mittelklasse, überwiegend in Handarbeit gefertigt |
Welche Konzertgitarren-Fabrikate stammen aus Spanien?
Alhambra entstand 1965 im spanischen Muro de Alcoy als Manufacturas Alhambra und fertigt heute in einer rund 14.000 Quadratmeter großen Fabrik im nahen Alicante. Das Sortiment reicht von Einsteigerinstrumenten über die Conservatory-Serie für fortgeschrittene Spieler bis zur Professional-Serie, dazu kommt eine kleine, von zwei benannten Gitarrenbauern gefertigte Luthier-Linie. Admira geht auf das 1944 im baskischen Zarautz gegründete Unternehmen des aus Deutschland eingewanderten Enrique Keller Fritsch zurück und zählt zu den größten Herstellern spanischer Gitarren. Das Sortiment reicht vom Einsteigermodell bis in die Mittelklasse, der überwiegende Teil jeder Gitarre entsteht dabei in Handarbeit.
Welche Konzertgitarren-Fabrikate stammen aus den USA und Japan?
Yamaha wurde 1887 in Japan gegründet und baute sein Sortiment im Lauf des 20. Jahrhunderts von Tasteninstrumenten auf praktisch alle Instrumentengruppen aus. Die CG-Serie deckt bei den Konzertgitarren eine Spanne vom einfachen Einsteigermodell bis zu höherwertigen Ausführungen mit massiver Decke ab. Cordoba entstand dagegen erst 1997 im kalifornischen Santa Monica, gegründet von Tim Miklaucic mit dem Ziel, Nylonsaiten-Gitarren nach spanischem Vorbild in den US-Markt zu bringen. Einsteiger- und Mittelklassemodelle fertigt Cordoba in Werken in China und Indonesien, hochwertigere Serien entstehen in spanischen Partnerwerkstätten; seit Februar 2023 gehört das Unternehmen zum japanischen Yamaha-Konzern.
Der Name Cordoba klingt spanisch, das Unternehmen dahinter ist amerikanisch. Gegründet wurde die Marke 1997 in Kalifornien, nicht in Spanien. Nur ein Teil ihrer Gitarren entsteht in spanischen Partnerwerkstätten, der Großteil in Asien.
Was unterscheidet Meisterwerkstätten wie Ramírez von Fabrikaten?
Meisterwerkstätten unterscheiden sich von den oben genannten Fabrikaten durch die Fertigung und durch den Preis. Neben mehreren kleineren spanischen Traditionswerkstätten zählt die Madrider Werkstatt Ramírez zu den bekanntesten: José Ramírez I. gründete sie 1882 in Madrid, bis heute führt die Familie den Betrieb in der fünften Generation weiter. Jede Gitarre entsteht dort einzeln in Handarbeit statt in Serie, vom Zuschnitt der Decke bis zur Lackierung. Der Preis solcher Meistergitarren liegt um ein Vielfaches über dem eines Fabrikats und richtet sich an fortgeschrittene und professionelle Konzertgitarristen. Für den Einstieg bleibt eines der oben genannten Fabrikate die naheliegendere Wahl.
Häufige Fragen zu Konzertgitarren-Marken
Was ist der Unterschied zwischen einem Fabrikat und einer Meisterwerkstatt bei Konzertgitarren?
Ein Fabrikat wie Yamaha, Cordoba, Alhambra oder Admira baut Konzertgitarren in Serie, in eigenen Werken oder Werkstätten, vom Einsteiger- bis zum gehobenen Mittelklasse-Modell. Eine Meisterwerkstatt wie Ramírez baut dagegen jede Gitarre einzeln in Handarbeit, zu einem Preis, der um ein Vielfaches über dem eines Fabrikats liegt und sich an fortgeschrittene sowie professionelle Spieler richtet.
Ist Cordoba eine spanische Marke?
Cordoba ist trotz des spanisch klingenden Namens eine amerikanische Marke. Tim Miklaucic gründete das Unternehmen 1997 im kalifornischen Santa Monica mit dem Ziel, Nylonsaiten-Gitarren nach spanischem Vorbild zu bauen. Einsteiger- und Mittelklassemodelle entstehen in Werken in China und Indonesien, höherwertige Serien in spanischen Partnerwerkstätten.
Seit wann gibt es Yamaha als Instrumentenhersteller?
Yamaha wurde 1887 in Japan gegründet und stellte zunächst Tasteninstrumente her. Im Lauf des 20. Jahrhunderts baute das Unternehmen sein Sortiment auf praktisch alle Instrumentengruppen aus, darunter mit der CG-Serie ein Sortiment an Konzertgitarren vom Einsteigermodell bis zu höherwertigen Ausführungen.
Wie alt ist die Meisterwerkstatt Ramírez?
Die Meisterwerkstatt Ramírez besteht seit 1882, als José Ramírez I. sie in Madrid gründete. Bis heute führt die Familie den Betrieb in der fünften Generation fort und fertigt jede Gitarre einzeln in Handarbeit statt in Serie.




