Ukulele lernen

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Redaktion
Eine Ukulele neben einem Akkordheft. Bild: KI generiert.
Eine Ukulele neben einem Akkordheft. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Die Ukulele bietet den schnellsten Einstieg unter den Saiteninstrumenten: vier Nylonsaiten, geringe Saitenspannung, kurze Mensur und Akkorde, die oft nur einen Finger kosten. Drei Griffe reichen für viele Lieder, C-Dur verlangt einen einzigen. Die Standardstimmung g-c-e-a hat eine hohe g-Saite, die höher klingt als die c-Saite, was Gitarristen zuerst irritiert. Die häufigste Anfängerhürde sind neue Nylonsaiten, die sich tagelang dehnen.

Die Ukulele bietet den schnellsten Einstieg unter den Saiteninstrumenten. Vier Nylonsaiten stehen unter geringer Spannung, die Mensur ist kurz, und die Greifhand braucht kaum Kraft, um einen sauberen Ton zu bekommen. Drei Griffe reichen für viele Lieder, und der wichtigste davon, C-Dur, verlangt einen einzigen Finger. Eine Eigenheit überrascht Gitarristen: In der Standardstimmung g-c-e-a klingt die g-Saite höher als die c-Saite, sie ist also nicht die tiefste Saite.

4Nylonsaiten
g c e aStandardstimmung
3Griffe für die ersten Lieder
Sopranübliche Einsteigergröße

Wie fängt man mit der Ukulele an?

Der Einstieg auf der Ukulele beginnt mit C-Dur, weil dieser Griff einen Finger kostet.

Der Ringfinger drückt die a-Saite im dritten Bund, die anderen drei Saiten bleiben leer. Damit klingt ein vollständiger C-Dur-Akkord. Als zweiter Griff folgt a-Moll, ebenfalls mit einem Finger: der Mittelfinger auf der g-Saite im zweiten Bund. Danach kommen F-Dur mit zwei Fingern und G7 mit drei. Mit C-Dur, F-Dur und G7 lassen sich zahllose Lieder in C-Dur begleiten.

Die rechte Hand schlägt mit dem Zeigefinger über alle vier Saiten, abwärts mit dem Nagel, aufwärts mit der Kuppe. Ein Plektrum ist unnötig und klingt auf Nylonsaiten hart.

Was braucht man zum Ukulele lernen?

Zum Ukulele lernen genügen das Instrument, ein Clip-Stimmgerät und ein Liederbuch mit Griffbildern.

Für den Start ist die Sopran-Ukulele die verbreitetste Wahl. Sie ist die kleinste der gebräuchlichen Größen und deshalb auch für Kinderhände greifbar. Die Konzert-Ukulele ist etwas größer, ihre Bünde liegen weiter auseinander, was Erwachsenen mit breiten Fingern entgegenkommt. Die Tenor-Ukulele ist noch größer und klingt voller. Alle drei tragen dieselbe Stimmung, Griffbilder gelten also unverändert weiter.

Ein Stimmgerät ist bei Nylonsaiten wichtiger als bei Stahlsaiten. Neue Nylonsaiten dehnen sich mehrere Tage lang und ziehen sich immer wieder aus der Stimmung. In dieser Phase gehört Nachstimmen vor jede Übung, sonst klingt jeder richtige Griff falsch.

MerkmalUkulele lernen
Sinnvolles Einstiegsalterab etwa fünf Jahren, weil Sopran-Ukulele und geringe Saitenspannung wenig Kraft verlangen
AusstattungSopran- oder Konzert-Ukulele, Clip-Stimmgerät, Liederbuch mit Griffbildern, Ersatzsaiten
Zeit bis zum ersten Liedwenige Tage bis wenige Wochen für ein Lied mit drei Griffen, je nach Übezeit
Typische Übezeit pro Wochevier bis sieben kurze Einheiten von 10 bis 20 Minuten
Häufigste Anfängerhürdeneue Nylonsaiten, die sich tagelang dehnen und ständiges Nachstimmen verlangen
KostenGrößenordnung: zweistelliger bis unterer dreistelliger Bereich für Ukulele und Stimmgerät

Warum ist die Ukulele der schnellste Einstieg unter den Saiteninstrumenten?

Die Ukulele geht schneller als Gitarre oder Bass, weil vier Punkte zusammenkommen: wenige Saiten, geringe Spannung, kurze Mensur und einfache Griffe.

Vier Saiten statt sechs heißt, dass ein Griff weniger Finger und weniger Kontrolle verlangt. Die geringe Spannung der Nylonsaiten schont die Fingerkuppen, die deshalb selten so wehtun wie beim Gitarrelernen. Die kurze Mensur bringt die Bünde nah zusammen, wodurch die Hand nicht spreizen muss. Und mehrere gebräuchliche Akkorde brauchen nur einen oder zwei Finger.

Warum klingt die g-Saite der Ukulele höher als die c-Saite?

Die Standardstimmung der Ukulele ist eine sogenannte wiedereintretende Stimmung: Die vierte Saite springt zurück nach oben, statt die Reihe nach unten fortzusetzen.

Auf Gitarre und Bass fällt die Tonhöhe von einer Seite des Halses zur anderen durchgehend ab. Auf der Ukulele nicht. Die vierte Saite, das g, klingt höher als die dritte und die zweite Saite und liegt nur knapp unter der ersten Saite a. Der tiefste Ton des Instruments sitzt also in der Mitte des Griffbretts. Das ergibt den typischen hellen Klang, in dem alle vier Saiten dicht beieinander liegen, und es erklärt, warum Gitarristen beim ersten Anschlag stutzen.

Tonhöhe der vier Saiten höher tiefer gcea 4. Saite3. Saite2. Saite1. Saite
Die vierte Saite g liegt in der Tonhöhe zwischen der zweiten und der ersten Saite. Der tiefste Ton der Ukulele klingt damit auf der dritten Saite, nicht auf der äußersten.

Die g-Saite der Ukulele ist nicht die tiefste Saite. Sie klingt höher als die c-Saite und die e-Saite. Wer Saitensätze kauft, findet deshalb zwei Varianten: das hohe g der Standardstimmung und ein tiefes g, das die Reihenfolge wie auf der Gitarre herstellt und dem Instrument mehr Bass gibt. Griffbilder gelten für beide gleich.

Welche Hürden treten beim Ukulele lernen auf?

Die häufigsten Hürden beim Ukulele lernen betreffen die Saiten und die Fingerstellung.

  • Neue Nylonsaiten dehnen sich mehrere Tage und verstimmen sich dabei laufend. Wer sie mehrmals täglich nachstimmt und leicht dehnt, verkürzt diese Phase.
  • Der Barrégriff bei B-Dur ist der erste echte Widerstand. Er legt den Zeigefinger quer über zwei Saiten und kostet Ausdauer.
  • Abgedämpfte Nachbarsaiten entstehen, wenn ein Finger flach liegt. Die Finger stehen aufrecht auf den Kuppen, sonst klingt der Akkord nur halb.
  • Zu fester Griff zieht den Ton hoch. Nylonsaiten geben leicht nach, deshalb reicht sanfter Druck kurz vor dem Bundstäbchen.
  • Der Wechsel zur Gitarre verwirrt anfangs, weil dort sechs Saiten und eine durchgehend fallende Stimmung warten. Die Grifftechnik der linken Hand bleibt aber dieselbe, wie der Artikel zum Gitarre lernen zeigt.

Häufige Fragen zum Ukulele lernen

Ist die Ukulele leichter zu lernen als die Gitarre?

Die Ukulele ist leichter zu lernen als die Gitarre. Sie hat vier statt sechs Saiten, ihre Nylonsaiten stehen unter geringerer Spannung und schonen die Fingerkuppen, und mehrere gebräuchliche Akkorde brauchen nur einen oder zwei Finger. Wer die Ukulele beherrscht, überträgt Schlaghand und Grifftechnik später ohne Umlernen auf die Gitarre.

Wie ist eine Ukulele gestimmt?

Die Ukulele ist in der Standardstimmung auf g, c, e und a gestimmt, von der vierten zur ersten Saite gelesen. Das g klingt dabei höher als das c und das e, es liegt nur knapp unter dem a. Diese wiedereintretende Stimmung gilt für Sopran, Konzert und Tenor gleichermaßen, weshalb Griffbilder auf allen drei Größen passen.

Welche Ukulelengröße eignet sich für Anfänger?

Für Anfänger eignet sich die Sopran-Ukulele, die kleinste und verbreitetste Größe. Erwachsene mit breiten Fingern greifen auf der Konzert-Ukulele bequemer, weil ihre Bünde weiter auseinanderliegen. Beide tragen dieselbe Stimmung, ein Wechsel kostet also kein Umlernen.

Wie viele Akkorde braucht man für die ersten Ukulelenlieder?

Für die ersten Ukulelenlieder genügen drei Akkorde. C-Dur, F-Dur und G7 begleiten zusammen zahllose Lieder in C-Dur, und C-Dur verlangt dabei nur einen Finger. Wer a-Moll ergänzt, deckt eine der häufigsten Akkordfolgen der Popmusik ab. Die passenden Stufen dazu stehen in der Dur-Tonleiter.

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