
5 Instrumente aus Nordamerika
Herkunft, Aufbau und Klang im Überblick

Schlaginstrumente
Schlagzeug
Das Schlagzeug ist kein einzelnes Instrument, sondern ein Set aus Trommeln und Becken, das eine einzige Person mit beiden Händen und beiden Füßen gleichzeitig bedient. Zum Standardaufbau gehören Bassdrum mit Fußmaschine, Snare, Hängetom, Standtom, Hi-Hat mit Pedal sowie Ride- und Crashbecken. Die Trommelgrößen werden in Zoll angegeben, üblich sind 22 Zoll für die Bassdrum und 14 Zoll für die Snare. Das Set entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten, als die Fußmaschine es einer Person erlaubte, mehrere Schlaginstrumente zugleich zu spielen.

Zupfinstrumente
Banjo
Das Banjo ist ein Zupfinstrument mit rundem Korpus, über den ein Fell gespannt ist. Ein loser Steg auf dem Fell überträgt die Schwingung der Saiten, deshalb klingt das Banjo hell und perkussiv. Am weitesten verbreitet sind das fünfsaitige Banjo der amerikanischen Old-Time- und Bluegrassmusik und das viersaitige Tenorbanjo aus frühem Jazz und irischer Volksmusik.

Elektronische Musikinstrumente
Synthesizer
Ein Synthesizer ist ein elektronisches Musikinstrument, das Töne durch elektrische Schaltungen oder Software erzeugt, statt sie über schwingende Saiten, Felle oder Luftsäulen zu gewinnen. Ein Oszillator liefert die Rohschwingung, ein Filter formt deren Klangfarbe, und ein Verstärker mit Hüllkurve legt fest, wie ein Ton beginnt und endet. Subtraktive Synthese nimmt einer obertonreichen Schwingung Frequenzen weg, additive Synthese baut den Ton umgekehrt aus einzelnen Sinustönen auf. Analoge Synthesizer wie der Minimoog von 1970 steuern diese Stufen über elektrische Spannungen, digitale Modelle wie der Yamaha DX7 von 1983 berechnen sie als Zahlenfolgen. Gespielt wird der Synthesizer meist über eine Tastatur, gesteuert werden kann er aber auch über Sequenzer, Gitarren-Controller oder externe Geräte ohne eigene Tasten.

Saiteninstrumente
Hawaii-Gitarre
Als Hawaii-Gitarre bezeichnet man eine besondere Bauform der Gitarre , die - wie der Name schon sagt - auf den hawaiianischen Inseln entwickelt wurde. Im Gegensatz zur normalen Gitarre verfügt diese Gitarre über Stahlsaiten und wird mit einem massiven, rohrförmigen Metallstab gespielt. In ihrer grundsätzlichen Bauform unterscheidet sich die Hawaii-Gitarre kaum von einer herkömmlichen Gitarre, oftmals werden handelsübliche Gitarren auch einfach entsprechend umgebaut. Dazu erhöht man die Saitenlage , so dass diese keinen Kontakt mehr zum Griffbrett hat.

Saiteninstrumente
Ukulele
Die Ukulele ist ein kleines Zupfinstrument mit vier Saiten, das ab 1879 auf Hawaii aus Instrumenten portugiesischer Einwanderer entstand. Es gibt sie in vier gängigen Größen, von der Sopran-Ukulele mit etwa 33 Zentimetern Mensur bis zur Bariton-Ukulele mit etwa 48 Zentimetern. Sopran, Konzert und Tenor sind meist g-c-e-a gestimmt, die Bariton-Ukulele d-g-h-e.