Hawaii-Gitarre

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Hawaiigitarre
Hawaiigitarre

Zusammenfassung

Als Hawaii-Gitarre bezeichnet man eine besondere Bauform der Gitarre , die - wie der Name schon sagt - auf den hawaiianischen Inseln entwickelt wurde. Im Gegensatz zur normalen Gitarre verfügt diese Gitarre über Stahlsaiten und wird mit einem massiven, rohrförmigen Metallstab gespielt. In ihrer grundsätzlichen Bauform unterscheidet sich die Hawaii-Gitarre kaum von einer herkömmlichen Gitarre, oftmals werden handelsübliche Gitarren auch einfach entsprechend umgebaut. Dazu erhöht man die Saitenlage , so dass diese keinen Kontakt mehr zum Griffbrett hat.

Als Hawaii-Gitarre bezeichnet man eine besondere Bauform der Gitarre, die - wie der Name schon sagt - auf den hawaiianischen Inseln entwickelt wurde. Im Gegensatz zur normalen Gitarre verfügt diese Gitarre über Stahlsaiten und wird mit einem massiven, rohrförmigen Metallstab gespielt.

In ihrer grundsätzlichen Bauform unterscheidet sich die Hawaii-Gitarre kaum von einer herkömmlichen Gitarre, oftmals werden handelsübliche Gitarren auch einfach entsprechend umgebaut. Dazu erhöht man die Saitenlage, so dass diese keinen Kontakt mehr zum Griffbrett hat. Anschließend müssen nur noch die Saiten selbst ausgetauscht werden, und schon ist aus einer herkömmlichen Gitarre eine Hawaii-Gitarre geworden.

1885Kekuku entwickelt die Spielweise
1932erste elektrische Ausführung (Rickenbacker)
ChordophonInstrumentenfamilie
ab 89 €Einsteigermodell, Stand 09/2026

Geschichte der Hawaii Gitarre

Hier ein paar Informationen zur Geschichte der Hawaii-Gitarre: Die Anfänge dieses Instruments sind ins ausgehende 19. Jahrhunderts einzuordnen. Damals begann der Schüler Joseph Kekuku damit, die Saiten einer handelsüblichen Gitarre mit einem Messerrücken zu verkürzen, und erzielte damit erstmals den charakteristischen Effekt eine Hawaii-Gitarre. Zunächst breitete sich das Instrument ausschließlich auf den hawaiianischen Inseln aus, während zu Beginn des neuen Jahrhunderts viele Musiker aus Hawaii ihr Glück in den Vereinigten Staaten von Amerika suchten und somit das Instrument auch dort bekannt machten.

Die Amerikaner waren begeistert von dieser neuen Bauform einer Gitarre und tauften sie bald aufgrund ihrer Stahlsaiten "Steel Guitar". Daraus entwickelte sich eine ganze Musikrichtung, welche sich großer Beliebtheit in den gesamten USA erfreute. Als Ende der 1930er-Jahre zunehmend elektrisch verstärkte Gitarren in Mode kamen, machte diese Entwicklung auch vor der Hawaii-Gitarre nicht halt, so dass im Jahre 1932 die erste elektrisch verstärkte Hawaii-Gitarre in den USA auf den Markt kam. Dieses "Rickenbacher Frying Pan" genannte Modell war zugleich auch die erste Gitarre, welche mit einem elektromagnetischen Tonabnehmer in Serienproduktion hergestellt wurde

Kekuku wurde 1874 im Dorf La'ie auf der Insel Oahu geboren und war erst elf Jahre alt, als er um 1885 den charakteristischen Klang entdeckte. 1905 verließ er Hawaii, tourte zunächst mit seiner Band über das amerikanische Festland und trat anschließend acht Jahre lang in Europa auf. Den entscheidenden Schub für die Bekanntheit in den USA brachte erst die Panama-Pacific International Exposition 1915 in San Francisco: Dort spielte das Royal Hawaiian Quartette von Keoki Awai vor großem Publikum und löste einen landesweiten Hawaii-Musik-Boom aus. Die Steel Guitar Hall of Fame nahm Kekuku 1993, gut 60 Jahre nach seinem Tod, als Erfinder des Instruments auf.

Ihren Spitznamen verdankt die Rickenbacker Frying Pan ihrer Form: Hals und Korpus bestanden aus einem einzigen Aluminiumguss, dessen runder Korpus mit angesetztem Hals einer Bratpfanne ähnelte. Mit 175 US-Dollar inklusive Verstärker war sie kein Schnäppchen, entsprechend zurückhaltend verkaufte sie sich zunächst: Im ersten Jahr gingen nur 13 Stück über den Ladentisch, im Jahr darauf bereits 95.

Typen der Hawaii Gitarre

Heute unterscheidet man zwischen verschiedenen Typen einer Hawaii-Gitarre. Es gibt sowohl rein akustische Ausführungen als auch die so genannten Resonatorgitarren. Ein großes Feld bilden darüber hinaus die elektronischen Hawaii-Gitarren, welche von zahlreichen verschiedenen Herstellern gefertigt werden.

Die akustische Bauform mit hohlem Hals geht auf den deutschstämmigen Instrumentenbauer Hermann Weissenborn zurück, der sie Anfang des 20. Jahrhunderts in Kalifornien entwickelte und die meist sechs bis acht Saiten trägt. Bei der Resonatorgitarre, bekannt vor allem unter dem Markennamen Dobro, verstärkt statt eines Schalllochs ein Metallkonus im Korpus den Ton mechanisch; ihr rechteckiger, kräftiger Hals heißt Squareneck und erlaubt die für die Hawaii-Gitarre typische erhöhte Saitenlage. Die dritte Gruppe sind die vollmassiven elektrischen Lap-Steel-Gitarren. Sie kommen ganz ohne Resonanzkörper aus und verlassen sich allein auf den Tonabnehmer, manche Modelle stehen dabei auf eigenen Beinen und heißen dann Table Steel.

In den 1950er-Jahren bauten auch deutsche Hersteller wie Framus und Höfner elektrische Hawaii-Gitarren. Parallel entstand aus mechanischen Weiterentwicklungen die Pedal-Steel-Gitarre, die sich mit Pedalen und Kniehebeln während des Spiels umstimmen lässt.

Wie klingt eine Hawaii-Gitarre?

Gespielt wird die Hawaii-Gitarre liegend: Ein massiver Metallstab oder ein Rohr gleitet über die Saiten, statt sie wie bei einer normalen Gitarre gegen das Griffbrett zu drücken. Dieses Gleiten erzeugt den charakteristischen, singenden Ton mit fließenden Übergängen zwischen den Tonhöhen, Glissando genannt, der die Hawaii-Gitarre von jeder gegriffenen Gitarre unterscheidet.

Häufige Fragen zur Hawaii-Gitarre

Was ist mit "Hawaii-Gitarre" im Kreuzworträtsel gemeint?

Kreuzworträtsel meinen mit "Hawaii-Gitarre" fast immer die Ukulele, die Lösung mit 7 Buchstaben. Das kleine, vierseitige Zupfinstrument stammt zwar ebenfalls aus Hawaii, ist aber ein anderes Instrument als die hier beschriebene Hawaii-Gitarre: Die Ukulele wird wie eine kleine Gitarre gegriffen, die Hawaii-Gitarre dagegen liegend mit einem Metallstab gespielt.

Wer hat die Hawaii-Gitarre erfunden?

Der hawaiische Schüler Joseph Kekuku gilt als Erfinder der Hawaii-Gitarre. Um 1885 ließ der damals elfjährige Kekuku aus La'ie auf Oahu den Rücken eines Messers über die Gitarrensaiten gleiten und entdeckte so den charakteristischen Klang, der dem Instrument seinen Namen gab.

Was kostet eine Hawaii-Gitarre für Einsteiger?

Eine Hawaii-Gitarre für Einsteiger wie die Harley Benton Slider II kostet beim Musikhaus Thomann 89 Euro, Stand September 2026. Hochwertigere Resonator- oder Vintage-Modelle liegen deutlich darüber.

Worin unterscheidet sich die Hawaii-Gitarre von einer normalen Gitarre?

Die Hawaii-Gitarre trägt Stahlsaiten statt Nylon- oder Bronzesaiten und liegt mit stark erhöhter Saitenlage auf dem Schoß oder einem Ständer, statt am Körper zu hängen. Gespielt wird sie mit einem Metallstab statt mit den Fingern auf dem Griffbrett, wodurch Töne nicht einzeln gegriffen werden, sondern gleitend ineinander übergehen.

Welche Musikrichtungen nutzen die Hawaii-Gitarre?

Neben der hawaiianischen Musik, aus der das Instrument stammt, prägt die Hawaii-Gitarre vor allem Country und Blues: Die Resonatorgitarre gehört zur festen Besetzung im Bluegrass, während die elektrische Lap-Steel-Gitarre den charakteristischen Slide-Sound klassischer Countrymusik liefert.

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