Blockflöten-Marken

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Fünf hölzerne Blockflöten unterschiedlicher Größe und Holzfarbe liegen nebeneinander auf einem Tisch. Bild: KI generiert.
Fünf hölzerne Blockflöten unterschiedlicher Größe und Holzfarbe liegen nebeneinander auf einem Tisch. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Der Markt für Blockflöten-Marken teilt sich in zwei Segmente. Yamaha und Aulos aus Japan fertigen Kunststoff-Blockflöten für Schule und Einstieg in industrieller Fertigung. Die deutschen Manufakturen Mollenhauer und Moeck sowie die Schweizer Manufaktur Küng bauen dagegen Holzblockflöten für fortgeschrittene Spieler und die historische Aufführungspraxis, überwiegend in Handarbeit und zu deutlich höheren Preisen. Anders als bei der Geige handelt es sich dabei nicht um museale Einzelstücke, sondern um regulär erhältliche Neuinstrumente. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründung, Herkunftsland und Positionierung im Sortiment als Fakten, nicht als Kaufempfehlung.

Der Markt für Blockflöten-Marken teilt sich in zwei Segmente, die sich in Material, Fertigung und Preis deutlich unterscheiden. Yamaha und Aulos aus Japan fertigen Kunststoff-Blockflöten für Schule und Einstieg industriell und in großer Stückzahl. Die deutschen Manufakturen Mollenhauer und Moeck sowie die Schweizer Manufaktur Küng bauen dagegen Holzblockflöten für fortgeschrittene Spieler und die historische Aufführungspraxis, größtenteils in Handarbeit und zu einem Vielfachen des Preises einer Schulblockflöte. Anders als bei der Geige sind diese Holzinstrumente keine musealen Einzelstücke, sondern regulär erhältliche, wenn auch hochpreisige Neuinstrumente. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründung, Herkunftsland und Positionierung im Sortiment als Fakten, nicht als Kaufempfehlung.

2Marktsegmente: Kunststoff und Holz
1822älteste Manufaktur im Überblick, Mollenhauer
3Länder: Japan, Deutschland, Schweiz
0Rangliste oder Testsieger

Wie ist der Markt für Blockflöten-Marken aufgeteilt?

Der Markt für Blockflöten-Marken teilt sich in Kunststoff-Hersteller für den Einstieg und Holz-Manufakturen für fortgeschrittene Spieler. Yamaha und Aulos bauen Schulblockflöten aus Kunststoff in industrieller Fertigung, mit einem breiten Sortiment für den Musikunterricht. Mollenhauer, Moeck und Küng fertigen dagegen Blockflöten aus Holz für den gehobenen Amateur- und den Profibereich, überwiegend in Handarbeit und zu deutlich höheren Preisen. Vor der Wahl einer Marke steht bei der Blockflöte aber eine wichtigere Entscheidung: die Griffweise. Ob ein Instrument in deutscher oder barocker Griffweise gebaut ist, bestimmt, welche Fingersätze für reales Repertoire funktionieren, unabhängig davon, welche Marke auf dem Instrument steht; die Unterscheidung erklärt der Artikel Blockflöte lernen.

Welche Eckdaten haben die Kunststoff-Hersteller Yamaha und Aulos?

Die folgende Tabelle ordnet Yamaha und Aulos nach Herkunftsland und Positionierung im eigenen Sortiment ein, Details zu Gründung und Baureihen stehen in den beiden folgenden Abschnitten.

MarkeHerkunftslandPositionierung
YamahaJapanEinsteiger- bis Mittelklasse, Teil eines breiten Instrumentensortiments
AulosJapanEinsteiger- und Schulinstrumente, spezialisiert auf Kunststoff-Blockflöten

Seit wann baut Yamaha Blockflöten?

Yamaha wurde 1887 in Japan gegründet, als Torakusu Yamaha begann, Harmonien zu reparieren und zu bauen. Im Lauf des 20. Jahrhunderts baute das Unternehmen sein Sortiment von Tasteninstrumenten auf praktisch alle Instrumentengruppen aus; die Blockflöte kam 1967 dazu, im selben Zeitraum wie die ersten Blechblasinstrumente und Saxophone des Konzerns. Yamahas Blockflöten-Sortiment reicht vom einfachen Schulmodell aus Kunststoff bis zu höherwertigen Ausführungen und ist wie bei den anderen Instrumentengruppen des Konzerns in deutscher und in barocker Griffweise erhältlich. Der Name Yamaha steht damit für ein durchgängiges Sortiment innerhalb eines sehr breiten Instrumentenbaus, nicht für eine auf Blockflöten spezialisierte Werkstatt.

Woher stammt die Marke Aulos?

Aulos ist die Blockflötenmarke der Toyama Musical Instrument Co., die 1954 in Japan als Toyama Manufacturing Company gegründet wurde. Bereits 1955 brachte das Unternehmen seine ersten Kunststoff-Blockflöten unter dem Namen Aulos auf den Markt; den Namen wählte damals ein Mitarbeiter des japanischen Bildungsministeriums. Blockflöten gehörten in Japan ab den 1950er Jahren zum festen Bestandteil des Schulunterrichts, und Aulos baute sein Sortiment seither eng an diesem Bedarf aus. Wie Yamaha bietet auch Aulos seine Modelle in deutscher und barocker Griffweise an und beliefert nach eigenen Angaben Schulen in mehr als 50 Ländern.

Was unterscheidet Mollenhauer, Moeck und Küng von den Kunststoff-Herstellern?

Mollenhauer, Moeck und Küng bauen Blockflöten aus Holz statt aus Kunststoff, überwiegend in Handarbeit statt am Fließband. Ihre Instrumente richten sich an fortgeschrittene Amateure, Studierende und Berufsmusiker im Bereich der historischen Aufführungspraxis und liegen preislich um ein Vielfaches über einer Schulblockflöte aus Kunststoff. Alle drei Hersteller bauen dabei nicht nur die verbreitete Sopran- und Altblockflöte, sondern die komplette Größenfamilie bis zur großen Bassflöte für Consort-Besetzungen der Alten Musik.

Eine teure Blockflöte ist trotzdem ein reguläres Neuinstrument. Anders als bei historischen Meistergeigen handelt es sich bei den hochpreisigen Modellen von Mollenhauer, Moeck oder Küng nicht um museale Einzelstücke, sondern um Instrumente, die neu bestellt und gebaut werden.

Seit wann bauen Mollenhauer und Moeck Blockflöten in Deutschland?

Mollenhauer besteht seit 1822, als Johann Andreas Mollenhauer in Fulda eine Werkstatt für Holzblasinstrumente gründete. Zunächst baute die Werkstatt vor allem Flöten und Klarinetten; erst nach 1945 spezialisierte sich das bis heute in Familienbesitz geführte Unternehmen zunehmend auf die Blockflöte und führt den Betrieb inzwischen in der sechsten Generation. Moeck entstand später, 1930 in Celle, gegründet von Hermann Moeck sen. zunächst als Musikverlag mit Blockflöten aus fremder Fertigung im Vogtland. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute das Unternehmen eine eigene Blockflötenherstellung in größerem Stil auf und fertigt bis heute ausschließlich in seinem Werk in Celle.

Seit wann gibt es die Schweizer Manufaktur Küng?

Küng geht auf Franz Küng zurück, der 1933 im schweizerischen Schaffhausen zunächst ein Musikgeschäft eröffnete. Weil sich Blockflöten aus Deutschland während des Zweiten Weltkriegs nicht mehr beziehen ließen, begann er, selbst Instrumente zu bauen, und brachte bis Ende der 1940er Jahre eigene Sopran- und Altblockflöten für den Schulgebrauch auf den Markt. Das Unternehmen sitzt bis heute am selben Standort in Schaffhausen und stellt seine Instrumente weiterhin in der Schweiz her.

Häufige Fragen zu Blockflöten-Marken

Welche Marken gibt es bei der Blockflöte?

Bei der Blockflöte gibt es zwei getrennte Markensegmente. Yamaha und Aulos aus Japan bauen Kunststoff-Blockflöten für Schule und Einstieg in industrieller Fertigung. Mollenhauer und Moeck aus Deutschland sowie Küng aus der Schweiz bauen Holzblockflöten für fortgeschrittene Spieler und die historische Aufführungspraxis, überwiegend in Handarbeit und zu deutlich höheren Preisen. Eine Rangliste der besten Marke gibt es nicht.

Welche Griffweise haben Blockflöten von Yamaha und Aulos?

Yamaha und Aulos bieten ihre Blockflöten jeweils sowohl in deutscher als auch in barocker Griffweise an. Welche Griffweise für den eigenen Einstieg sinnvoller ist, hängt vom angestrebten Repertoire und vom Unterricht ab und wird im Artikel Blockflöte lernen erklärt; ein späterer Wechsel der Griffweise erfordert Umlernen.

Seit wann gibt es die Marke Aulos?

Die Marke Aulos gibt es seit 1955, als die 1954 gegründete Toyama Manufacturing Company ihre ersten Kunststoff-Blockflöten unter diesem Namen auf den Markt brachte. Das japanische Unternehmen firmiert heute als Toyama Musical Instrument Co. und beliefert nach eigenen Angaben Schulen in mehr als 50 Ländern.

Sind Blockflöten von Mollenhauer, Moeck oder Küng museale Einzelstücke?

Blockflöten von Mollenhauer, Moeck oder Küng sind trotz ihres hohen Preises keine musealen Einzelstücke, sondern regulär bestellbare Neuinstrumente. Das unterscheidet sie von historischen Meistergeigen, deren erhaltene Originale nur noch als museale Sammlerstücke gehandelt werden. Alle drei Manufakturen liefern ihre Holzblockflöten bis heute laufend an Spieler und Werkstätten aus.

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Blockflöten-Pflege

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Der Atem des Spielers macht eine Blockflöte bei jedem Ton feucht, weil Wasserdampf im Windkanal und im Instrumenteninneren als Kondenswasser niederschlägt. Stehende Feuchtigkeit greift bei Holzinstrumenten das Holz an und begünstigt Schimmelbildung, deshalb gehört das Trocknen nach jedem Spielen zur täglichen Pflege. Holzblockflöten bekommen zusätzlich gelegentlich Öl auf die Bohrung, Kunststoffblockflöten lassen sich dagegen mit lauwarmem Wasser reinigen. Die Korken an den Verbindungsstellen bleiben nur geschmeidig, wer sie regelmäßig fettet. Ausgeleierte Korken, Risse im Holz oder Probleme mit dem Kernspalt gehören in die Werkstatt.

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