Bass-Sarrusophon

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Bild: Markgraf / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Das Bass-Sarrusophon ist ein seltenes Doppelrohrblattinstrument mit einem Korpus aus Metall, das in Klappenmechanik und Erscheinungsbild stark an ein Saxophon erinnert. Erfunden wurde es 1856 vom französischen Instrumentenbauer Pierre-Louis Gautrot, der es nach dem Militärkapellmeister Pierre-Auguste Sarrus benannte. Es hat einen tiefen, vollen und warmen Klang und wurde ursprünglich entwickelt, um in Militärkapellen die eher leisen Fagotte bei Freiluftaufführungen klanglich zu ersetzen.

Das Bass-Sarrusophon ist ein seltenes Doppelrohrblattinstrument mit einem Korpus aus Metall, das in Klappenmechanik und Erscheinungsbild stark an ein Saxophon erinnert. Erfunden wurde es 1856 vom französischen Instrumentenbauer Pierre-Louis Gautrot, der es nach dem Militärkapellmeister Pierre-Auguste Sarrus benannte. Es hat einen tiefen, vollen und warmen Klang und wurde ursprünglich entwickelt, um in Militärkapellen die eher leisen Fagotte bei Freiluftaufführungen klanglich zu ersetzen. Das Sarrusophon wurde in einer ganzen Familie von Größen gebaut, von der hohen Sopranstimme bis zum Kontrabass, wobei die tieferen Instrumente in Bb und die höheren meist in Eb gestimmt waren, ähnlich wie bei der Saxophonfamilie. Heute ist es ein sehr seltenes Instrument, das nur noch von wenigen Spezialisten gespielt wird.

Wie klingt das Bass-Sarrusophon?

Das Bass-Sarrusophon hat einen tiefen, warmen und vollen Klang. Es hat eine starke Präsenz und eine reiche Klangfülle, die es zu einem idealen Instrument für Begleitung und Basslinien macht. Der Klang ist sehr ausdrucksstark und kann eine breite Palette an Farben ausdrücken. Durch das Doppelrohrblatt hat der Ton eine leicht schnarrende, erhabene Qualität, die ihn von den weicheren, einfachen Rohrblättern des Saxophons unterscheidet.

Woraus besteht das Bass-Sarrusophon?

Das Bass-Sarrusophon hat, anders als die meisten Holzblasinstrumente, einen Korpus aus Metall, meist aus Messing -, der wie ein Saxophon konisch geformt und für die tiefe Bassstimmung mehrfach gebogen ist. Am oberen Ende sitzt ein gebogener S-Bogen, an dem ein Doppelrohrblatt befestigt wird, ähnlich wie beim Fagott. Der Korpus ist mit einer umfangreichen Klappenmechanik ausgestattet, die stark an die eines Saxophons erinnert und dem Spieler ermöglicht, die zahlreichen Tonlöcher zu öffnen und zu schließen. Der nach oben gerichtete Schalltrichter aus Metall sorgt für die charakteristische Klangabstrahlung. Obwohl das Bass-Sarrusophon wegen seines Doppelrohrblatts zur Gruppe der Holzblasinstrumente gezählt wird, besteht sein Korpus also vollständig aus Metall. Das verwendete Doppelrohrblatt ist deutlich größer als das einer gewöhnlichen Oboe und ähnelt in Größe und Bauart eher dem Rohrblatt eines Fagotts oder Kontrafagotts. Die Instrumente wurden meist aus Messing gefertigt und häufig vernickelt oder versilbert, um sie vor Korrosion zu schützen und ihnen einen repräsentativen Glanz zu verleihen. Trotz der Verwandtschaft im Erscheinungsbild unterscheidet sich die Bohrung des Bass-Sarrusophons von der des Saxophons: Sie verläuft enger und gleichmäßiger konisch, was zusammen mit dem Doppelrohrblatt für die charakteristische, kompaktere Klangfarbe verantwortlich ist.

Wie spielt man das Bass-Sarrusophon?

Das Bass-Sarrusophon ist ein seltenes Blasinstrument, das normalerweise in Blasorchestern eingesetzt wird. Es ähnelt sowohl im Aussehen als auch im Klang dem Saxophon, hat jedoch eine tiefere und dunklere Tonqualität und wird, anders als das Saxophon mit seinem einfachen Rohrblatt, mit einem Doppelrohrblatt gespielt, wie man es vom Fagott kennt.

Um das Bass-Sarrusophon zu spielen, nimmt man das Doppelrohrblatt am S-Bogen zwischen die Lippen und bringt es durch den Luftstrom zum Schwingen. Die Finger liegen auf den zahlreichen Klappen des Instruments, mit denen die Tonlöcher geöffnet und geschlossen werden, um verschiedene Töne zu erzeugen.

Das Bass-Sarrusophon wird in der Regel als Bb-Instrument gespielt, seine Tonqualität wird als warm, dunkel und voll beschrieben. Es wird normalerweise in Blasorchestern als Bass- oder Kontrainstrument eingesetzt, um die Basslinien und die harmonischen Fundamente zu unterstützen.

Das Bass-Sarrusophon erfordert eine gewisse Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit, um es genau und präzise zu spielen. Es erfordert auch eine gute Atmungskontrolle und Muskelkraft, um genug Luft für den Doppelrohrblatt-Ansatz aufzubringen und die verschiedenen Töne und Intervalle zu produzieren.

Insgesamt ist das Bass-Sarrusophon ein relativ seltenes und faszinierendes Instrument, das eine wichtige Rolle in der Geschichte der Blasmusik spielt.

Typische Musikstile mit dem Bass-Sarrusophon

Das Bass-Sarrusophon wurde ursprünglich für französische Militärkapellen entwickelt, um dort die eher leisen Fagotte bei Freiluftaufführungen zu ersetzen. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert fand vor allem das größere Kontrabass-Sarrusophon gelegentlich auch Verwendung in Orchesterwerken: Der Komponist Maurice Ravel schrieb in der Partitur seines Balletts "Daphnis et Chloé" das Kontrabass-Sarrusophon ausdrücklich als Alternative zum Kontrafagott vor, und auch Jules Massenet setzte das Instrument in einigen seiner Opern ein.

In den USA stellte die Firma C. G. Conn zu Beginn des 20. Jahrhunderts ebenfalls Sarrusophone her, die vereinzelt in Varieté- und Tanzkapellen als klangliche Kuriosität eingesetzt wurden. Da sich das Saxophon als lauteres, leichter zu spielendes und flexibleres Instrument letztlich durchsetzte, verschwand das Sarrusophon jedoch weitgehend aus der Musikpraxis und wird heute nur noch von wenigen Sammlern und Spezialensembles für historische Blasmusik gespielt.

Bekannte Lieder mit dem Bass-Sarrusophon

Da das Bass-Sarrusophon bereits Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend aus der Musikpraxis verschwunden ist, gibt es keine bekannten populären Lieder, die auf ihm gespielt werden. Historische Kompositionen für das Instrument sind heute vor allem für Musikwissenschaftler und Sammler von Interesse; einige wenige Ensembles für historische Blasmusik führen das Repertoire französischer Militärkapellen des 19. Jahrhunderts wieder auf. Am ehesten lässt sich der Klang des Kontrabass-Sarrusophons noch in seltenen Einspielungen von Ravels "Daphnis et Chloé" nachvollziehen, wenn Orchester sich bewusst für das historische Instrument anstelle des heute üblichen Kontrafagotts entscheiden.

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