Geige-Zubehör

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Eine Geige liegt in ihrem offenen Kasten mit gepolstertem Innenfutter. Foto: ilkeval / Pixabay.
Eine Geige liegt in ihrem offenen Kasten mit gepolstertem Innenfutter. Foto: ilkeval / Pixabay.

Zusammenfassung

Geige-Zubehör umfasst alle Teile und Geräte, die eine Geige griffbereit und spielbar machen: Schulterstütze, Kinnhalter, Kolophonium, Dämpfer, Stimmgerät sowie Koffer oder Kasten für den Transport. Schulterstütze und Kinnhalter betreffen die Haltung des Instruments, Kolophonium macht die Bogenhaare erst griffig genug für einen Ton. Ein Dämpfer senkt die Lautstärke beim Üben, ein Stimmgerät hält die vier Saiten auf der richtigen Tonhöhe, weil die Geige kein Griffbrett mit Bünden besitzt. Dieser Ratgeber erklärt zu jeder Kategorie, was sie leistet und worauf beim Kauf zu achten ist.

Geige-Zubehör umfasst alle Teile und Geräte, die eine Geige griffbereit und spielbar machen: Schulterstütze, Kinnhalter, Kolophonium, Dämpfer, Stimmgerät sowie Koffer oder Kasten für den Transport. Schulterstütze und Kinnhalter betreffen die Haltung, Kolophonium macht die Bogenhaare erst griffig genug für einen Ton, und ein Dämpfer senkt die Lautstärke beim Üben. Ein Stimmgerät hält die vier Saiten auf der richtigen Tonhöhe, denn die Geige besitzt kein Griffbrett mit Bünden, an denen sich der Finger orientieren könnte. Dieser Ratgeber erklärt zu jeder Kategorie, was sie leistet und worauf beim Kauf zu achten ist.

6Zubehörkategorien für die Geige
4Saiten zum Stimmen: g, d, a, e
keinTon ohne Kolophonium auf dem Bogen
2Dämpfertypen: Übe- und Konzertdämpfer

Welches Zubehör braucht eine Geige?

Wer eine Geige kauft, braucht für den Einstieg sechs Kategorien an Zubehör: eine Schulterstütze, einen Kinnhalter, Kolophonium für den Bogen, einen Dämpfer für leises Üben, ein Stimmgerät sowie einen Koffer oder Kasten für den Transport. Kinnhalter und oft auch die Schulterstütze sind bei einer fertigen Schülergarnitur bereits montiert oder beigelegt, die übrigen Teile kommen separat dazu. Jede Kategorie erfüllt eine eigene Aufgabe, und beim Kauf zählt jeweils ein anderes Kriterium.

KategorieWorauf beim Kauf achten
SchulterstützeGröße passend zur Geigengröße, Höhe und Neigung einstellbar
KinnhalterForm passend zu Kinn und Hals, sichere Befestigung ohne Druckstellen
KolophoniumHärtegrad passend zur Saitenlage, ausreichend Fläche für die Bogenhaare
Dämpferfester Sitz auf dem Steg, Bauart passend zu Übe- oder Konzertzweck
Stimmgerätchromatische Anzeige, gut ablesbar auch für Kinder
Koffer oder KastenGröße passend zur Geigengröße, gepolstertes Innenfutter, stabiler Verschluss

Wozu dient die Schulterstütze bei der Geige?

Die Schulterstütze verteilt das Gewicht der Geige zwischen Schulter und Kinn und erleichtert damit die Haltung des Instruments. Sie klemmt mit zwei gepolsterten Füßen an den Zargen auf der Rückseite des Korpus und überbrückt den Abstand zwischen Schulter und Geigenboden, sodass der Kopf das Instrument nicht allein tragen muss. Höhe und Neigung lassen sich an den meisten Modellen einstellen, damit sie zu Hals und Schulterform passen. Schulterstützen gibt es in mehreren Größen, die sich an der Geigengröße orientieren, denn eine Stütze für die volle 4/4-Geige passt nicht auf eine kleinere Kindergeige.

Welcher Kinnhalter passt zur Geige?

Ein Kinnhalter liegt am unteren Rand des Korpus, meist über dem Saitenhalter, und gibt dem Kinn eine feste Auflage beim Spielen. Er kommt in unterschiedlichen Formen, flach, seitlich versetzt oder stark gewölbt, weil Kinn- und Halsform von Spieler zu Spieler verschieden ausfallen und nur eine passende Form Druckstellen vermeidet. Neu gekaufte Geigen tragen fast immer schon einen montierten Kinnhalter, der sich aber gegen ein anderes Modell austauschen lässt, sobald er nicht passt. Befestigt wird er über einen Metallbügel, der über den Rand des Korpus greift; gepolsterte Kontaktstellen am Bügel schützen dabei den Lack vor Kratzern.

Vor dem Spielen Während des Spielens Nach dem Spielen Kolophonium auf den Bogen Stimmen mit dem Stimmgerät Schulterstütze und Kinnhalter Dämpfer bei Bedarf auf dem Steg Geige zurück in Koffer oder Kasten
Die sechs Zubehörteile kommen an unterschiedlichen Punkten im Übe-Alltag zum Einsatz, von der Vorbereitung des Bogens bis zum Verstauen im Koffer.

Wofür braucht die Geige Kolophonium?

Kolophonium ist gepresstes Baumharz, das vor dem Spielen auf die Bogenhaare aufgetragen wird. Blanke Pferdehaare rutschen ohne diese Schicht über die Saite, ohne sie mitzunehmen, deshalb entsteht ohne Kolophonium kein Ton. Das Harz macht die Haare griffig genug, damit sie die Saite kurzzeitig festhalten und wieder loslassen, ein Wechsel, der die Saite zum Schwingen bringt. Kolophonium gibt es in unterschiedlichen Härtegraden, wobei für die Geige meist ein helleres, härteres Kolophonium üblich ist als für tiefere Streichinstrumente.

Ohne Kolophonium bleibt der Bogen stumm. Erst das aufgeriebene Harz macht die Bogenhaare griffig genug, damit sie die Saite kurz mitnehmen und wieder loslassen; blanke Pferdehaare rutschen sonst wirkungslos über die Saite, und es entsteht kein Ton.

Wie funktioniert ein Dämpfer für die Geige?

Ein Dämpfer klemmt auf dem Steg und bremst dessen Schwingung, wodurch die Geige leiser klingt. Für das Üben in der Wohnung eignet sich ein schwererer Übedämpfer aus Metall oder dickem Gummi, der die Lautstärke deutlich senkt, den Ton dabei aber dünn und nasal verändert. Für den Konzerteinsatz gibt es dagegen leichte Dämpfer aus Holz oder Gummi, die den Klang nur sanft abdunkeln, wenn eine Partitur mit der Spielanweisung con sordino einen gedämpften Klang verlangt. Beide Bauarten sitzen an derselben Stelle auf dem Steg, unterscheiden sich aber deutlich in Gewicht und Wirkung.

Welches Stimmgerät passt zur Geige?

Ein Stimmgerät zeigt an, ob eine Saite zu hoch, zu tief oder korrekt gestimmt ist, meist über eine Nadel- oder LED-Anzeige. Auf der Geige ist es besonders wichtig, weil das Griffbrett keine Bünde besitzt und jeder Ton frei mit dem Finger gegriffen wird; ohne verlässliche Referenz driftet die Stimmung der vier Saiten g, d, a und e unbemerkt auseinander. Ein Clip-Tuner klemmt am Wirbelkasten oder an der Schnecke der Geige und misst die Schwingung direkt über das Holz, unabhängig von Umgebungslärm. Ebenso verbreitet sind Stimm-Apps auf dem Smartphone, die über das eingebaute Mikrofon hören und denselben Zweck erfüllen.

Koffer oder Kasten: Welcher Schutz für den Transport?

Ein Koffer oder Kasten schützt die Geige beim Transport vor Kratzern, Stößen und Feuchtigkeit und hält Bogen sowie Kleinteile griffbereit an einem Ort. Leichte Modelle aus geschäumtem Kunststoff mit Textilbezug reichen für den Weg zum Unterricht, ein stabilerer Kasten mit Hartschale schützt zusätzlich bei Reisen oder beim Versand vor Druck von außen. Innen liegt ein gepolstertes Futter, das die Geige an mehreren Punkten fixiert, damit sie während des Transports nicht gegen die Wand des Kastens schlägt. Bei einer fertigen Schülergarnitur gehört ein passender Koffer meist schon zum Lieferumfang dazu.

Wer mit dem Geigenspiel gerade erst beginnt, findet die ersten Übeschritte im Artikel Geige lernen.

Häufige Fragen zum Geigen-Zubehör

Welches Zubehör braucht eine Geige mindestens?

Eine Geige braucht mindestens Kolophonium für den Bogen, eine Schulterstütze oder ein vergleichbares Polster für die Haltung sowie ein Stimmgerät, denn ohne Kolophonium entsteht kein Ton und ohne Stimmgerät verliert das Instrument rasch die richtige Tonhöhe. Kinnhalter und ein Koffer gehören bei einer neu gekauften Schülergarnitur meist schon zum Lieferumfang. Ein Dämpfer wird erst gebraucht, sobald leises Üben oder ein gedämpfter Konzertklang gefragt sind.

Wofür wird Kolophonium bei der Geige gebraucht?

Kolophonium wird bei der Geige auf die Bogenhaare aufgetragen, damit sie beim Streichen über die Saite greifen. Blanke Pferdehaare rutschen sonst ohne Widerstand über die Saite, sodass keine Schwingung und damit kein Ton entsteht. Das Harz besteht aus gepresstem Baumharz und gibt es in unterschiedlichen Härtegraden für unterschiedliche Streichinstrumente.

Warum braucht eine Geige ein Stimmgerät?

Eine Geige braucht ein Stimmgerät, weil ihr Griffbrett keine Bünde besitzt und jede Tonhöhe frei mit dem Finger gegriffen wird. Ohne verlässliche Referenz verschieben sich die vier Saiten g, d, a und e unbemerkt, und die Intonation leidet. Ein Clip-Tuner am Wirbelkasten oder eine Stimm-App auf dem Smartphone zeigen zuverlässig an, ob eine Saite zu hoch, zu tief oder korrekt gestimmt ist.

Was unterscheidet einen Übedämpfer von einem Konzertdämpfer?

Ein Übedämpfer besteht meist aus Metall oder dickem Gummi und senkt die Lautstärke der Geige deutlich, verändert dabei aber den Ton spürbar zu dünn und nasal. Ein Konzertdämpfer aus Holz oder leichtem Gummi dunkelt den Klang dagegen nur sanft ab und kommt zum Einsatz, wenn eine Partitur mit der Anweisung con sordino einen gedämpften Klang verlangt. Beide Bauarten klemmen auf dem Steg, unterscheiden sich aber in Gewicht und Wirkung.

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