Schlagzeug- und E-Drums-Marken

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Ein Schlagzeug der Marke Tama auf einer Bühne im roten Bühnenlicht. Foto: 6554 / Pixabay.
Ein Schlagzeug der Marke Tama auf einer Bühne im roten Bühnenlicht. Foto: 6554 / Pixabay.

Zusammenfassung

Der Markt für Schlagzeuge teilt sich in traditionsreiche japanische, US-amerikanische, deutsche und taiwanische Hersteller, die überwiegend akustische Schlagzeuge bauen, und in zwei Marken, die sich ausschließlich auf E-Drums spezialisiert haben. Pearl, Tama und Yamaha stammen aus Japan, DW und Gretsch aus den USA, Sonor aus Deutschland und Mapex aus Taiwan; Sonor ist mit der Gründung 1875 die älteste Marke in diesem Überblick. Roland und Alesis bauen dagegen keine akustischen Kessel, sondern ausschließlich E-Drums. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und Sortimentsschwerpunkt als Fakten über das Angebot, ohne eine Rangfolge aufzustellen.

Der Markt für Schlagzeuge teilt sich in traditionsreiche Hersteller aus Japan, den USA, Deutschland und Taiwan, die überwiegend akustische Schlagzeuge bauen, und in zwei Marken, die sich ausschließlich auf E-Drums spezialisiert haben. Pearl, Tama und Yamaha stammen aus Japan, DW und Gretsch aus den USA, Sonor aus Deutschland und Mapex aus Taiwan. Roland und Alesis bauen dagegen keine akustischen Kessel, sondern konzentrieren sich vollständig auf elektronische Schlagzeuge. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und Sortimentsschwerpunkt als Fakten über das Angebot, nicht als Kaufempfehlung.

9vorgestellte Marken
1875älteste Marke im Überblick
4Ursprungsländer
0Rangliste oder Testsieger

Wie ist der Markt für Schlagzeug- und E-Drums-Marken aufgeteilt?

Der Markt teilt sich in zwei Gruppen. Sieben der hier vorgestellten Marken, Pearl, Tama, DW, Sonor, Yamaha, Mapex und Gretsch, bauen schwerpunktmäßig akustische Schlagzeuge für das Schlagzeug, und ihr Sortiment reicht jeweils vom Einsteigerset bis zum Profikessel. Roland und Alesis haben sich dagegen ausschließlich auf E-Drums spezialisiert und führen keine akustischen Kessel im Sortiment. Die neun Marken stammen aus vier Ländern: Japan (Pearl, Tama, Yamaha, Roland), die USA (DW, Gretsch, Alesis), Deutschland (Sonor) und Taiwan (Mapex). Die folgende Übersicht ordnet die Marken nach Herkunft und Sortimentsschwerpunkt, nicht nach Qualität.

Welche Eckdaten haben die bekannten Schlagzeug- und E-Drums-Marken?

Die folgende Tabelle fasst Gründungsland und Sortimentsschwerpunkt jeder Marke zusammen, die Gründungsjahre stehen in den einzelnen Abschnitten weiter unten.

MarkeGründungslandSchwerpunkt
PearlJapanakustische Schlagzeuge, Einsteiger bis Profi
TamaJapanakustische Schlagzeuge, Einsteiger bis Profi
DW (Drum Workshop)USAakustische Schlagzeuge, Schwerpunkt Custom und Profi
SonorDeutschlandakustische Schlagzeuge, Mittelklasse bis Profi
YamahaJapanakustisch und digital, Einsteiger bis Profi
MapexTaiwanakustische Schlagzeuge, Einsteiger bis Profi
GretschUSAakustische Schlagzeuge, Einsteiger bis Profi
RolandJapanausschließlich E-Drums, Einsteiger bis Oberklasse
AlesisUSAausschließlich E-Drums, Einsteiger bis Profi

Welche japanischen Marken bauen Schlagzeuge?

Pearl, Tama und Yamaha zählen zu den bekanntesten japanischen Schlagzeugmarken.

Pearl entstand 1946 in Tokio, als Katsumi Yanagisawa das Unternehmen zunächst zur Fertigung von Notenständern gründete; ab 1950 stellte er die Produktion auf Trommeln um. Das Sortiment reicht von der Einsteiger- und Mittelklasseserie Export bis zur 1993 eingeführten Profiserie Masters und der Spitzenserie Reference und deckt damit ein breites Feld vom Einsteiger- bis zum Profimodell ab.

Tama ist eine Marke des japanischen Unternehmens Hoshino Gakki, das 1908 in Nagoya als Buch- und Musikalienhandlung gegründet wurde. Die eigene Trommelfertigung geht auf das 1962 gegründete Werk Tama Seisakusho zurück, den heutigen Markennamen TAMA führte Hoshino Gakki ab 1974 international ein. Das Sortiment reicht von der Einsteigerserie Imperialstar über die Mittelklasse Superstar bis zur dünnwandigen Profiserie Starclassic, dazu kommt mit dem Iron-Cobra-Pedal ein bekanntes Hardware-Produkt der Marke.

Yamaha entstand 1887 in Hamamatsu, als Torakusu Yamaha das Unternehmen Nippon Gakki gründete. Anders als die übrigen japanischen Marken in diesem Überblick baut Yamaha sowohl akustische Schlagzeuge, etwa die Einsteigerserie Rydeen und die Mittelklasseserie Stage Custom, als auch digitale E-Drums der DTX-Serie. Yamaha deckt damit als einzige Marke dieses Überblicks beide Bereiche unter einem Dach ab.

Welche US-amerikanischen, deutschen und taiwanischen Marken bauen Schlagzeuge?

Drum Workshop (DW) entstand 1972 in Santa Monica, Kalifornien, als Don Lombardi dort ein Lehrstudio für Schlagzeugunterricht eröffnete. Aus dem Verkauf von Hardware für den eigenen Unterricht wuchs ein Hersteller, der seit 1990 komplette Schlagzeuge baut. Das Sortiment konzentriert sich auf individuell konfigurierbare Kessel der Collector's Series im oberen Preissegment, die günstigere Design Series bringt dieselbe Bauweise in eine niedrigere Preisklasse.

Gretsch geht auf den 1883 in Brooklyn, New York, gegründeten Betrieb des aus Mannheim eingewanderten Friedrich Gretsch zurück, der zunächst Banjos, Tamburine und Trommeln baute. Bekannt ist die Marke für einen warmen, traditionellen Kesselklang, etwa in der 1935 eingeführten und später wieder aufgelegten Baureihe Broadkaster sowie in der Profiserie USA Custom. Die in Asien gefertigte Catalina-Serie deckt das Einsteiger- und Mittelklassesegment ab.

Sonor gründete Johannes Link 1875 in Weißenfels und zählt damit zu den ältesten Schlagzeugherstellern weltweit. Das Sortiment reicht von der Mittelklasseserie AQ2 über die an historische Kessel angelehnte Vintage Series bis zur individuell konfigurierbaren Profiserie SQ2.

Mapex ist seit 1989 eine Marke des taiwanischen Unternehmens KHS Musical Instruments, das selbst bereits 1930 gegründet wurde. Das Sortiment reicht von den Einsteigerserien Mars und Tornado über die seit 2014 gebaute Mittelklasseserie Armory bis zur Profiserie Saturn, dazu kommt mit Black Panther eine auf einzelne Snaredrums spezialisierte Sonderserie.

Welche Marken sind auf E-Drums spezialisiert?

Roland und Alesis bauen unter den neun hier vorgestellten Marken keine akustischen Schlagzeuge, sondern ausschließlich elektronische.

Roland gründete Ikutaro Kakehashi 1972 in Osaka. Die V-Drums-Serie der Marke reicht von kompakten Einsteigerkits bis zur Oberklasseserie VAD mit Kesseln aus echtem Holz, die das Spielgefühl eines akustischen Schlagzeugs nachbildet.

Alesis gründete Keith Barr 1984 in Hollywood, Kalifornien, zunächst als Hersteller von Effektgeräten für Tonstudios. Das E-Drums-Sortiment der Marke reicht von der Einsteigerserie Nitro über die Mittelklasse Command bis zur Profiserie Strike.

Roland und Alesis bauen keine akustischen Schlagzeuge. Beide Marken konzentrieren sich vollständig auf E-Drums, während Yamaha als einzige Marke dieses Überblicks akustische und digitale Schlagzeuge parallel im Sortiment führt.

Wer die Bauweise hinter Kesseln und Pads noch nicht kennt, findet die Grundlagen im Artikel zum Schlagzeug und zu den E-Drums. Für den Einstieg ins Spiel selbst hilft der Artikel Schlagzeug lernen.

Häufige Fragen zu Schlagzeug- und E-Drums-Marken

Welche Marken sind vor allem für E-Drums bekannt?

Roland und Alesis sind vor allem für E-Drums bekannt, weil beide Marken ausschließlich elektronische Schlagzeuge bauen und kein akustisches Sortiment führen. Roland gründete Ikutaro Kakehashi 1972 in Osaka und baut die V-Drums-Serie, Alesis gründete Keith Barr 1984 in Hollywood und baut unter anderem die Serien Nitro, Command und Strike. Yamaha baut zusätzlich E-Drums der DTX-Serie, führt daneben aber auch akustische Schlagzeuge im Sortiment.

Welche der vorgestellten Marken ist die älteste?

Sonor ist mit der Gründung 1875 in Weißenfels die älteste der neun in diesem Überblick vorgestellten Marken. Gretsch folgt mit der Gründung 1883 in Brooklyn, New York. Beide Marken bauen bis heute ausschließlich akustische Schlagzeuge.

Welche Marke baut sowohl akustische Schlagzeuge als auch E-Drums?

Yamaha baut unter den neun hier vorgestellten Marken als einzige sowohl akustische Schlagzeuge als auch E-Drums. Das akustische Sortiment reicht von der Einsteigerserie Rydeen bis zur Mittelklasse Stage Custom, die E-Drums der Marke laufen unter dem Namen DTX-Serie.

Was unterscheidet die japanischen Marken Pearl, Tama und Yamaha voneinander?

Pearl, Tama und Yamaha bauen alle drei akustische Schlagzeuge mit einem Sortiment vom Einsteiger- bis zum Profimodell, unterscheiden sich aber in Gründungsjahr und Zusatzsortiment. Pearl entstand 1946 zunächst als Hersteller von Notenständern, Tama geht auf das 1908 gegründete Unternehmen Hoshino Gakki zurück, und Yamaha entstand bereits 1887 als Nippon Gakki. Yamaha baut als einzige der drei Marken zusätzlich digitale E-Drums der DTX-Serie.

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Schlagzeug oder E-Drums?

Schlagzeug oder E-Drums?

Akustisches Schlagzeug und E-Drums erzeugen ihren Klang auf grundlegend unterschiedliche Weise: Das akustische Set schwingt über Felle und Becken, E-Drums wandeln den Schlag über Sensoren, ein Klangmodul und Lautsprecher oder Kopfhörer in Ton um. Der wichtigste Unterschied für die Kaufentscheidung ist die Lautstärke, denn ein akustisches Set liegt über 100 Dezibel und ist in Mietwohnungen kaum spielbar, während sich E-Drums über Kopfhörer nahezu lautlos üben lassen. Spielgefühl, Bühnentauglichkeit und Kosten unterscheiden sich ebenfalls, ohne dass eine Seite grundsätzlich im Vorteil ist. Wer beide Merkmale kennt, entscheidet nach Wohnsituation und Einsatzzweck statt nach vermeintlicher Qualität.

Schlagzeug Pflege

Schlagzeug Pflege

Ein Schlagzeug bleibt spielbar und klingt sauber, wenn Felle regelmäßig gestimmt und Kessel, Hardware und Becken mit den richtigen Mitteln gepflegt werden. Das Stimmen verändert über die Schrauben am Spannreifen die Fellspannung und damit die Tonhöhe jeder einzelnen Trommel. Nach jedem Fellwechsel steht ein Stimmvorgang an, und auch bei regelmäßigem Spiel verstellt sich die Spannung mit der Zeit von selbst. Ein E-Drum-Set verlangt dagegen keine Stimmung, dafür gelegentlich einen Blick auf Pads, Kabel und Modul. Größere Reparaturen an Kessel und Snare-Mechanik gehören in die Fachwerkstatt.

Schlagzeug-Zubehör

Schlagzeug-Zubehör

Schlagzeug-Zubehör umfasst alle Gegenstände, die das Spielen und Üben am Schlagzeug erst praktikabel machen: Drumsticks, ein höhenverstellbarer Hocker, ein Übungspad, Kopfhörer für E-Drums, eine Dämpfungsmatte unter dem Set und ein Metronom. Drumsticks übertragen den Anschlag auf Fell und Becken und bestimmen über Material, Größe und Spitzenform den Klang mit. Ein höhenverstellbarer Hocker sichert Haltung und Ausdauer, ein Übungspad und Kopfhörer machen leises Training möglich, und ein Metronom hält dabei das Übe-Tempo. Dieser Ratgeber erklärt zu jeder Kategorie, was sie leistet und worauf beim Kauf zu achten ist.

Schlittenglocken

Schlittenglocken

Schlittenglocken sind ein Idiophon aus mehreren kleinen, kugel- oder ovalförmigen Metallglöckchen mit einer losen Kugel oder einem Metallkern im Inneren (sogenannte Rasselschellen), die an einem Lederriemen oder Gurt befestigt sind.