Chenda

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Bild: Mazur Travel / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Chenda ist ein traditionelles Musikinstrument aus Kerala, Südindien. Es ist ein zylindrisches Perkussionsinstrument (Membranophon), dessen hölzerner Korpus beidseitig mit Leder bespannt ist. Die Chenda wird mit zwei Holzstöcken (Kol) gespielt, die auf die Lederhäute geschlagen werden. Sie ist eines der zentralen Instrumente der südindischen Tempelmusik und wird vor allem bei religiösen Festen, in Prozessionen sowie als Begleitung der Tanztheaterform Kathakali eingesetzt.

Die Chenda ist ein traditionelles Musikinstrument aus Kerala, Südindien. Es ist ein zylindrisches Perkussionsinstrument (Membranophon), dessen hölzerner Korpus beidseitig mit Leder bespannt ist. Die Chenda wird mit zwei Holzstöcken (Kol) gespielt, die auf die Lederhäute geschlagen werden. Sie ist eines der zentralen Instrumente der südindischen Tempelmusik und wird vor allem bei religiösen Festen, in Prozessionen sowie als Begleitung der Tanztheaterform Kathakali eingesetzt. Es ist ein sehr lautes und kraftvolles Instrument, das eine große Bandbreite an Rhythmen erzeugen kann und in großen Ensembles, den sogenannten Chenda Melam, von teils mehreren Dutzend Spielern gemeinsam gespielt wird. Traditionell wird die Chenda von Angehörigen bestimmter Gemeinschaften wie den Marar und Nair gebaut und gespielt, deren Familien das Wissen über Bau und Spieltechnik seit Generationen weitergeben.

Wie klingt die Chenda?

Der Klang der Chenda ist laut, durchdringend und perkussiv kraftvoll, das Instrument zählt zu den allerlautesten traditionellen Trommeln Südindiens überhaupt. Dennoch ist es sehr dynamisch und kann von leiseren, komplexen Rhythmuspassagen bis hin zu schnellen, treibenden Wirbeln ein breites Spektrum erzeugen. Der Klang der Chenda ist sehr einprägsam und trägt auch bei großen Ensembles mit vielen weiteren Trommeln und Blasinstrumenten weit. Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Instrument, das im Zusammenspiel mehrerer Chenda-Spieler komplexe, kunstvoll ineinandergreifende rhythmische Zyklen (Talam) erzeugen kann.

Woraus besteht die Chenda?

Die Chenda ist ein zylindrisches Trommelinstrument aus Kerala, Südindien. Ihr Korpus besteht traditionell aus dem Holz des Aanjili-Baums (Artocarpus hirsutus), das ausgehöhlt und zu einem zylindrischen Rahmen verarbeitet wird. Beide Enden des Rahmens sind mit mehreren Lagen Rinderleder bespannt; die Spielseite ist straffer gespannt als die gegenüberliegende Seite. Die Lederhäute werden mit geflochtenen Lederriemen rund um den Korpus gespannt und gestimmt, ähnlich wie bei anderen südindischen Fellinstrumenten. Zum Spielen wird die Chenda meist an einem Riemen um Schulter oder Hüfte gehängt, sodass sie schräg vor dem Körper des Spielers hängt. Man unterscheidet meist zwei Grundtypen: die Veekku Chenda, eine etwas leiser klingende Variante mit tieferem, weicherem Ton, die häufig als Begleitung von Gesang dient, sowie die lautere Uruttu Chenda, die vor allem im großen Ensemblezusammenhang der Melam-Aufführungen eingesetzt wird.

Wie spielt man die Chenda?

Die Chenda ist ein Trommelinstrument, das aus Kerala, dem südlichen Bundesstaat Indiens, stammt. Es wird hauptsächlich in der Tempelmusik und bei religiösen Festen eingesetzt. Die Chenda hat eine zylindrische Form; ihr hölzerner Korpus ist an beiden Enden mit Leder bespannt.

Das Spielen der Chenda erfordert viel Kraft und Geschicklichkeit. Der Spieler trägt das Instrument an einem Riemen schräg vor dem Körper und schlägt mit zwei Holzstöcken (Kol) auf die straffer gespannte Spielseite. Der Stock ist normalerweise aus Holz oder Bambus gefertigt und wird für unterschiedliche Klangfarben unterschiedlich gehalten und geführt.

Durch die Verwendung verschiedener Schlagtechniken können unterschiedlich harte Töne und Rhythmen erzeugt werden, von einzelnen akzentuierten Schlägen bis zu schnellen, gleichmäßigen Wirbeln. Der Spieler kann auch lautere und weichere Töne erzeugen, indem er mit mehr oder weniger Kraft schlägt. Innerhalb eines Chenda-Melam-Ensembles übernehmen erfahrene Hauptspieler komplexe, sich ständig weiterentwickelnde rhythmische Muster, während die übrigen Spieler ein wiederkehrendes Grundmuster beisteuern, ein Zusammenspiel, das sich im Verlauf einer stundenlangen Aufführung stetig im Tempo steigert.

Die Chenda wird meist in größeren Ensembles von mehreren bis zu mehreren Dutzend Spielern gemeinsam gespielt und mit anderen Instrumenten wie Becken, Gong oder Flöte kombiniert. Die einzigartigen, hochkomplexen Rhythmen der Chenda machen sie zu einem zentralen Bestandteil der Tempelmusik und der religiösen Feste in Kerala.

Typische Musikstile mit der Chenda

Die Chenda ist zentraler Bestandteil der sogenannten Chenda-Melam-Ensembles, bei denen oft mehrere Dutzend Spieler gemeinsam hochkomplexe, sich über Stunden steigernde Rhythmuszyklen wie den Panchari Melam oder den Pandi Melam aufführen, am bekanntesten bei Tempelfesten wie dem Thrissur Pooram. Daneben existiert mit dem Thayambaka eine virtuose Solo-Kunstform für Chenda, bei der ein Hauptspieler von mehreren Begleitspielern unterstützt wird. Die Chenda begleitet außerdem das klassische Tanztheater Kathakali sowie das rituelle Tanzdrama Theyyam im Norden Keralas. Neben der Chenda gehören zum klassischen Melam-Ensemble häufig auch die Kegeloboe Kuzhal, das Blasinstrument Kombu sowie die Beckenpaare Ilathalam, die gemeinsam die komplexen, mehrstündigen Rhythmuszyklen der Tempelfeste tragen. Berühmt für ihre besonders kunstvollen Chenda-Melam-Aufführungen sind unter anderem die Tempel von Thrissur, Guruvayur und Palakkad.

Bekannte Lieder mit der Chenda

Die Chenda tritt kaum in Form einzelner, komponierter "Lieder" im westlichen Sinn in Erscheinung, sondern lebt von überlieferten, meist namenlosen Rhythmuszyklen (Melam), die von Generation zu Generation an Tempelensembles weitergegeben werden. Bekannt sind vor allem die großen Melam-Aufführungen bei Tempelfesten wie dem Thrissur Pooram, die Kathakali-Begleitmusik sowie die Solo-Kunstform Thayambaka, die auch außerhalb Keralas auf zahlreichen Weltmusik- und Percussion-Festivals aufgeführt wird. Für viele Malayalis ist der wummernde Klang der Chenda untrennbar mit der Atmosphäre der großen Tempelfeste Keralas verbunden, ähnlich wie Glockengeläut oder Feuerwerk mit Festen in anderen Kulturen.

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