Basstrommel

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Bild: mweichse / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Basstrommel ist ein wichtiges Instrument in der Musik. Der Begriff bezeichnet zwei unterschiedliche Trommeltypen: die freistehende Basstrommel im Orchester, die im Stehen mit einem Schlägel gespielt wird, und die Bassdrum im Schlagzeug, die im Sitzen über ein Fußpedal betätigt wird. Beide erzeugen einen tiefen, schweren Ton, der eine starke Rhythmuslinie bildet und die Musik zusammenhält. Ihren Weg ins europäische Orchester fand die große Basstrommel im 18.

Die Basstrommel ist ein wichtiges Instrument in der Musik. Der Begriff bezeichnet zwei unterschiedliche Trommeltypen: die freistehende Basstrommel im Orchester, die im Stehen mit einem Schlägel gespielt wird, und die Bassdrum im Schlagzeug, die im Sitzen über ein Fußpedal betätigt wird. Beide erzeugen einen tiefen, schweren Ton, der eine starke Rhythmuslinie bildet und die Musik zusammenhält. Ihren Weg ins europäische Orchester fand die große Basstrommel im 18. Jahrhundert über die sogenannte "Janitscharenmusik", den Militärkapellen des Osmanischen Reichs, deren Klangbild mit großen Trommeln, Becken und Triangel in Europa große Mode wurde und etwa bei Mozart oder Beethoven Spuren hinterließ. Es ist ein sehr vielseitiges Instrument, das in vielen Musikstilen verwendet wird, von Jazz und Rock bis hin zu Pop und Klassik. Die Basstrommel ist ein wichtiger Bestandteil vieler Musikstile und ein unverzichtbares Instrument für jeden Musiker.

Wie klingt die Basstrommel?

Die Basstrommel hat einen tiefen, donnernden Klang, der eine starke Präsenz besitzt. Der Klang ist sehr voll und kraftvoll, mit einem warmen, resonanten Ton. Er hat eine starke Wirkung auf das Publikum und kann eine starke emotionale Reaktion hervorrufen. Der Klang ist sehr einprägsam und kann in einer Vielzahl von Musikstilen eingesetzt werden. Er ist ein wichtiges Element in vielen Musikstilen, von Jazz bis hin zu Rock und Pop.

Woraus besteht die Basstrommel?

Eine Basstrommel besteht aus einem zylindrischen Kessel, der meist aus Holz wie Eiche, Ahorn oder Birke gefertigt ist, und beidseitig mit Fellen oder Kunststoff-Schlagflächen bespannt ist. Die Spannung der Felle wird über Schrauben an den Spannreifen reguliert. Es gibt zwei gebräuchliche Bauformen: Die große Orchester-Basstrommel hängt frei in einem drehbaren Gestell oder Ständer, sodass beide Felle frei schwingen können; sie wird im Stehen mit einem gepolsterten Schlägel angeschlagen. Die Bassdrum eines Schlagzeugs dagegen liegt auf dem Boden, wird über Spannfüße stabilisiert und über ein Fußpedal mit eingebautem Schlägel angespielt, sodass der Schlagzeuger sie im Sitzen mit dem Fuß bedienen kann. Traditionell werden die Felle beider Bauformen aus Kalbshaut gefertigt, moderne Instrumente verwenden meist strapazierfähigere Kunststofffelle aus Mylar. Die Größe variiert stark: Orchester-Basstrommeln messen häufig 80 bis 100 Zentimeter im Durchmesser, während eine Bassdrum im Schlagzeug meist zwischen 45 und 60 Zentimeter groß ist. Zur Klangformung werden beide Bauformen oft gedämpft, die Orchestertrommel mit Filzstreifen am Fellrand, die Bassdrum häufig mit einem Kissen oder einer Decke im Inneren des Kessels.

Wie spielt man die Basstrommel?

Je nachdem, in welchem musikalischen Kontext die Basstrommel eingesetzt wird, unterscheidet sich ihre Spielweise deutlich. Im Orchester steht die große Basstrommel frei aufgehängt vor dem Musiker. Sie wird im Stehen gespielt, indem mit einem gepolsterten Schlägel gegen das Fell geschlagen wird. Je nach Anschlagstärke, -ort und Dämpfung der Trommel lässt sich der Klang von einem weichen, dumpfen Grollen bis zu einem lauten, druckvollen Schlag variieren. Für Rollen setzt der Musiker meist zwei weiche Schlägel ein, die abwechselnd schnell gegen das Fell geführt werden, sodass ein durchgehender, grollender Klangteppich entsteht.

Im Schlagzeug übernimmt die Bassdrum die gleiche rhythmische Funktion, wird jedoch im Sitzen über ein Fußpedal gespielt. Der Schlagzeuger drückt das Pedal mit dem Fuß, wodurch ein am Pedal befestigter Schlägel gegen das Fell schlägt. Je nach Fußtechnik unterscheidet man dabei zwischen der "Heel-up"-Technik, bei der die Ferse angehoben bleibt und mehr Kraft möglich ist, und der "Heel-down"-Technik für feinere Kontrolle. In schnellen Musikstilen wie Metal kommen zudem Doppelpedale oder zwei Bassdrums zum Einsatz, um sehr schnelle Notenfolgen zu spielen. Diese Technik erlaubt es, die Basstrommel gleichzeitig mit den Händen an anderen Trommeln und Becken zu kombinieren.

Eine wichtige Fähigkeit bei beiden Spielweisen ist das Timing. Der Musiker muss perfekt im Takt sein, um den richtigen Rhythmus und die richtigen Betonungen zu treffen. Die Basstrommel bildet in der Regel das rhythmische Fundament eines Orchesters oder einer Band.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Dynamik. Der Musiker muss in der Lage sein, Lautstärke und Intensität des Klangs zu variieren, um musikalische Wirkungen zu erzeugen, etwa durch unterschiedliche Schlagtechniken oder den Einsatz von Dämpfern.

Typische Musikstile mit der Basstrommel

Die Orchester-Basstrommel ist fester Bestandteil von Sinfonie- und Blasorchestern und wird zur dramatischen Verstärkung sowie für rhythmische Akzente eingesetzt, etwa in Ouvertüren, Opern und romantischer Orchestermusik, bekannte Beispiele finden sich unter anderem in Tschaikowskys "1812 Ouvertüre" und in den Sinfonien Gustav Mahlers. Auch in traditionellen Marsch- und Blaskapellen sowie in Marching Bands trägt die freistehende Basstrommel den Grundpuls der Musik. Die Bassdrum des Schlagzeugs ist dagegen aus nahezu jedem modernen Musikstil nicht wegzudenken: Sie bildet das rhythmische Rückgrat in Rock, Pop, Jazz, Funk und elektronischer Musik.

Besonders im House und Techno prägt der charakteristische, oft leicht verzerrte Bassdrum-Schlag im Vierertakt, auch "Four-on-the-Floor" genannt, den gesamten Rhythmus eines Stücks; dieses Muster wurde in den 1970er-Jahren maßgeblich durch den Disco-Sound geprägt. Im Jazz wird die Bassdrum dagegen häufig subtiler und unregelmäßiger eingesetzt, um den Swing-Rhythmus zu unterstützen statt ihn strikt vorzugeben. Im Metal wiederum ermöglichen Doppelpedale und Doppel-Bassdrums extrem schnelle, gleichmäßige Notenfolgen, die als "Blast Beats" bezeichnet werden.

Bekannte Lieder mit der Basstrommel

Bekannte Beispiele für den prägnanten Einsatz der Basstrommel finden sich in vielen Musikrichtungen: Im Rock ist der treibende Bassdrum-Rhythmus namhafter Schlagzeuger wie John Bonham (Led Zeppelin), Phil Collins oder Nick Mason (Pink Floyd) stilprägend, Bonhams massiver, halliger Drumsound in "When the Levee Breaks" gilt bis heute als eines der meistgesampelten Schlagzeugaufnahmen der Popmusikgeschichte. In der elektronischen Tanzmusik ist der gleichmäßige Vierertakt der Bassdrum ("Four-on-the-Floor") das rhythmische Grundgerüst von House und Techno, ein Muster, das seine Wurzeln im Disco-Sound der 1970er-Jahre hat. In der klassischen Orchestermusik sorgt die Basstrommel etwa in Ouvertüren und sinfonischen Werken für dramatische Höhepunkte und wuchtige Akzente.

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