Bianzhong

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Bild: KernelNguyen / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Bianzhong ist ein traditionelles chinesisches Musikinstrument aus einer Reihe abgestimmter Bronzeglocken, die in einem hölzernen Rahmengestell aufgehängt sind. Es entstand in der Bronzezeit Chinas, in der westlichen Zhou-Dynastie ab etwa 1050 v. Chr., und wurde ursprünglich bei Hof- und Ritualzeremonien in einem Ensemble mit anderen Instrumenten wie Steinklangspielen, Trommeln und Flöten gespielt.

Bianzhong ist ein traditionelles chinesisches Musikinstrument aus einer Reihe abgestimmter Bronzeglocken, die in einem hölzernen Rahmengestell aufgehängt sind. Es entstand in der Bronzezeit Chinas, in der westlichen Zhou-Dynastie ab etwa 1050 v. Chr., und wurde ursprünglich bei Hof- und Ritualzeremonien in einem Ensemble mit anderen Instrumenten wie Steinklangspielen, Trommeln und Flöten gespielt. Das mit Abstand berühmteste erhaltene Bianzhong, ein Satz von 65 Glocken aus dem Grab des Markgrafen Yi von Zeng, wurde 1978 in der chinesischen Provinz Hubei ausgegraben und stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Bianzhong ist damit seit mehr als 3000 Jahren Teil der chinesischen Musikkultur und gilt heute als bedeutendes kulturelles Erbe Chinas. Es ist ein sehr melodisches Instrument, das eine Vielzahl von Klängen erzeugen kann, von sanften, warmen Tönen bis hin zu hellen, klar durchdringenden Klängen.

Wie klingt das Bianzhong?

Der Klang des Bianzhong ist einzigartig und unverwechselbar. Es ist ein Instrument, das einen tiefen, warmen und melodischen Klang erzeugt. Der Klang ist sehr reichhaltig und hat eine starke Resonanz. Es ist ein Instrument, das eine sehr einzigartige und einprägsame Klangfarbe hat. Der Klang des Bianzhong ist sehr ausdrucksstark und kann eine Vielzahl von Emotionen ausdrücken. Es ist ein Instrument, das eine sehr tiefe und feierliche Wirkung auf die Zuhörer hat.

Woraus besteht das Bianzhong?

Bianzhong besteht aus einer Reihe von Bronzeglocken, die nach Größe und Tonhöhe geordnet an einem massiven Rahmengestell aus Holz aufgehängt sind, das häufig zusätzlich mit bronzenen oder hölzernen Trägerfiguren verziert ist. Anders als runde Glocken haben Bianzhong-Glocken einen mandelförmigen, leicht ovalen Querschnitt. Diese besondere Form erlaubt es, aus ein und derselben Glocke zwei unterschiedliche Töne zu erzeugen, je nachdem, ob sie in der Mitte oder seitlich angeschlagen wird - ein charakteristisches Merkmal des Bianzhong. Jede Glocke ist fest und unbeweglich am Rahmen aufgehängt und hat eine feste, unveränderliche Stimmung; ein System, das die Glocken während des Spiels anhebt oder absenkt, gibt es nicht. Die Glocken werden aus Bronze gegossen, wobei die genaue Legierung und Wandstärke die Tonhöhe und Klangfarbe jeder einzelnen Glocke bestimmen.

Wie spielt man das Bianzhong?

Das chinesische Instrument Bianzhong wird meist von mehreren Personen gemeinsam gespielt. Es besteht aus einer Reihe von Bronzeglocken, die unterschiedlich groß sind und jeweils eine feste Tonhöhe haben - bei größeren Sätzen wie dem berühmten Fund aus dem Grab des Markgrafen Yi von Zeng können es weit über 60 einzelne Glocken sein, verteilt auf mehrere Reihen. Jede Glocke wird mit einem Klöppel oder Schlägel aus Holz angeschlagen, um einen Klang zu erzeugen; da jede Bianzhong-Glocke je nach Anschlagstelle zwei unterschiedliche Töne abgeben kann, muss präzise auf die Mitte oder die Seite der Glocke gezielt werden.

Die Spieler stehen oder knien üblicherweise vor dem Rahmengestell und sind jeweils für eine bestimmte Gruppe von Glocken zuständig, die sie nach einem festgelegten Muster anschlagen. Es erfordert große Präzision und Koordination, um die vielen Töne im Ensemble perfekt zu synchronisieren.

Außerdem müssen die Spieler die richtige Kraft und das richtige Timing bei ihren Schlägen verwenden, um die gewünschte Klangqualität zu erzielen. Das Spielen von Bianzhong erfordert eine intensive Ausbildung und viel Erfahrung, um die feinen Nuancen des Instruments zu beherrschen. Es wird heute vor allem bei rekonstruierten zeremoniellen Aufführungen und in Museumskonzerten gespielt und gilt als kulturelles Erbe Chinas.

Typische Musikstile mit dem Bianzhong

Ursprünglich war Bianzhong ein Instrument der höfischen Ritual- und Zeremonialmusik im alten China. In der Zhou-Dynastie wurde es bei Opfern, Empfängen und höfischen Feierlichkeiten gemeinsam mit Steinklangspielen (Bianqing), Trommeln sowie Saiten- und Blasinstrumenten in großen höfischen Orchestern eingesetzt, die dem jeweiligen Herrscher und seinem Rang vorbehalten waren - die Anzahl und Größe der Glocken zeigte dabei den gesellschaftlichen Status des Besitzers an.

Nach dem Ende der Zhou-Dynastie geriet der aufwendige Guss so großer, exakt gestimmter Glockensätze über viele Jahrhunderte weitgehend in Vergessenheit. Erst durch spektakuläre archäologische Funde wie die Glocken aus dem Grab des Markgrafen Yi von Zeng wurde im 20. Jahrhundert wieder sichtbar, wie ausgereift die Ton- und Gusstechnik bereits in der Antike war.

Seither werden originalgetreue Nachbauten in China bei zeremoniellen Anlässen und in Museumsausstellungen gespielt. Auch moderne chinesische Komponistinnen und Komponisten greifen den charakteristischen Glockenklang gelegentlich auf und integrieren ihn oder von ihm inspirierte Klangfarben in zeitgenössische Orchesterwerke, die sich mit der musikalischen Antike Chinas auseinandersetzen.

Bekannte Lieder mit dem Bianzhong

Da Bianzhong über Jahrhunderte kein aktiv bespieltes Alltagsinstrument, sondern ein höfisches Ritualinstrument der Antike war, existiert kein Repertoire an bekannten Liedern im heutigen Sinne. Bekannt ist das Instrument stattdessen vor allem durch den spektakulären archäologischen Fund von 1978 im Grab des Markgrafen Yi von Zeng in der Provinz Hubei, dessen 65 gut erhaltene Glocken bis heute spielbar sind und in Nachbauten für Konzerte und Aufnahmen rekonstruierter alter Hofmusik verwendet werden. Moderne chinesische Komponistinnen und Komponisten greifen den Klang des Bianzhong zudem gelegentlich in Orchesterwerken auf, die sich mit der musikalischen Antike Chinas auseinandersetzen.

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