Septakkorde

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Redaktion
Ein Leadsheet mit Akkordsymbolen über den Notenzeilen. Bild: KI generiert.
Ein Leadsheet mit Akkordsymbolen über den Notenzeilen. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Ein Septakkord besteht aus vier Tönen im Terzabstand: einem Dreiklang und einer darüber gesetzten Septime. Fünf Arten sind gebräuchlich, vom großen Durseptakkord bis zum verminderten Septakkord. Der Dominantseptakkord enthält zwischen Terz und Septime einen Tritonus und legt damit fest, in welche Tonart er sich auflöst. Im Jazz ist der Septakkord die Normalform der Begleitung.

Ein Septakkord besteht aus vier Tönen: einem Dreiklang und einer darüber gesetzten Septime. Damit stehen drei Terzen übereinander statt zwei. Fünf Arten sind gebräuchlich, und eine davon prägt die abendländische Harmonik wie keine zweite: Der Dominantseptakkord enthält zwischen Terz und Septime einen Tritonus und legt dadurch fest, in welche Tonart er sich auflöst. Im Jazz ersetzt der Septakkord den Dreiklang als Normalform der Begleitung.

4Töne
3gestapelte Terzen
5gebräuchliche Arten
6Halbtöne im Tritonus

Was ist ein Septakkord?

Ein Septakkord ist ein Akkord aus vier Tönen im Terzabstand: Grundton, Terz, Quinte und Septime. Er entsteht, indem man auf einen Dreiklang aus drei Tönen eine weitere Terz setzt. Der vierte Ton liegt sieben Tonleiterstufen über dem Grundton und gibt dem Akkord seinen Namen. Weil die Septime im klassischen Satz als Dissonanz gilt, verlangt sie eine Weiterführung, meist abwärts um einen Ton.

MerkmalSeptakkord
Aufbaudrei übereinandergesetzte Terzen
TöneGrundton, Terz, Quinte, Septime
Gebräuchliche Artenfünf
Kennzeichendie Septime als vierter Ton
StellungenGrundstellung und drei Umkehrungen
Akkordsymbole ab cCmaj7, Cm7, C7, Cm7b5, Cdim7
Wichtigster VertreterDominantseptakkord auf der fünften Stufe

Welche Arten von Septakkorden gibt es?

Die fünf gebräuchlichen Arten ergeben sich aus der Kombination von Dreiklang und Septime. Der Dreiklang kann in Dur, Moll oder vermindert stehen, die Septime groß, klein oder vermindert sein. Nicht jede rechnerische Kombination ist üblich, diese fünf sind es.

ArtDreiklangSeptimeHalbtöne ab GrundtonBeispiel ab cSymbol
großer DurseptakkordDurgroße0, 4, 7, 11c, e, g, hCmaj7
kleiner MollseptakkordMollkleine0, 3, 7, 10c, es, g, bCm7
DominantseptakkordDurkleine0, 4, 7, 10c, e, g, bC7
halbverminderter Septakkordvermindertkleine0, 3, 6, 10c, es, ges, bCm7b5
verminderter Septakkordvermindertverminderte0, 3, 6, 9c, es, ges, hesesCdim7
Fünf Septakkordarten über dem Grundton c große Terz, 4 Halbtöne kleine Terz, 3 Halbtöne Septime Halbtöne über dem Grundton 0 3 4 6 7 9 10 11 1 3 5 7 Dur7 Cmaj7 c e g h 1 3 5 7 Moll7 Cm7 c es g b 1 3 5 7 Dominant7 C7 c e g b 1 3 5 7 halbvermindert Cm7b5 c es ges b 1 3 5 7 vermindert Cdim7 c es ges heses
Die Ziffern in den Kreisen nennen die Akkordtöne Grundton, Terz, Quinte und Septime. Der dunkle Kreis ist die Septime, ihre Höhe über dem Grundton unterscheidet die fünf Arten.

Warum verlangt der Dominantseptakkord eine Auflösung?

Der Dominantseptakkord enthält zwischen seiner Terz und seiner Septime einen Tritonus, also sechs Halbtöne. In C-Dur steht er auf der fünften Stufe und besteht aus g, h, d und f. Die Terz h ist der Leitton der Tonart und liegt einen Halbton unter dem Grundton c. Die Septime f liegt einen Halbton über der Terz e des Zielakkords. Beim Schluss nach C-Dur bewegen sich beide Töne um einen Halbton in entgegengesetzte Richtung: h aufwärts nach c, f abwärts nach e.

Der Tritonus im Dominantseptakkord benennt die Zieltonart. Als notiertes Paar aus vierter und siebter Stufe kommen die Töne f und h in genau einer Durtonart vor, nämlich in C-Dur. Der Akkord legt damit fest, wohin er sich auflöst. Schreibt man einen der beiden Töne enharmonisch um, verweist derselbe Klang auf eine zweite Tonart. Darauf beruht die Tritonussubstitution im Jazz, bei der ein Dominantseptakkord durch den auf dem tritonusentfernten Grundton ersetzt wird.

Welche Septakkorde stehen auf den Stufen einer Tonleiter?

Auf jeder Stufe einer Durtonleiter lässt sich ein Septakkord aus leitereigenen Tönen bilden, und das Ergebnis folgt in jeder Durtonart demselben Muster. In C-Dur ergeben sich Cmaj7, Dm7, Em7, Fmaj7, G7, Am7 und Hm7b5.

  • Stufe I und IV tragen den großen Durseptakkord, in C-Dur Cmaj7 und Fmaj7.
  • Stufe II, III und VI tragen den kleinen Mollseptakkord, in C-Dur Dm7, Em7 und Am7.
  • Stufe V trägt als einzige Stufe den Dominantseptakkord, in C-Dur G7. Deshalb bestimmt dieser Akkord die Tonart eindeutig.
  • Stufe VII trägt den halbverminderten Septakkord, in C-Dur Hm7b5.

Der verminderte Septakkord kommt in Dur nicht vor. Er entsteht auf der siebten Stufe der harmonischen Molltonleiter, in c-Moll also aus h, d, f und as. Weil er aus drei gleich großen kleinen Terzen besteht, teilt er die Oktave in vier gleiche Abschnitte und lässt sich in jede Richtung weiterführen.

Welche Rolle spielen Septakkorde im Jazz?

Im Jazz ist der Septakkord die Normalform, nicht die Ausnahme. Ein Leadsheet notiert über der Melodie Akkordsymbole wie Dm7, G7 und Cmaj7, und die Begleitung setzt diese vier Töne. Die häufigste Verbindung ist die Folge II, V, I, in C-Dur also Dm7, G7 und Cmaj7. Sie verbindet zwei leitereigene Akkorde mit dem Dominantseptakkord, dessen Tritonus die Tonart bestätigt.

Das zwölftaktige Schema des Blues geht einen Schritt weiter und setzt auf allen drei Hauptstufen Dominantseptakkorde, in C also C7, F7 und G7. Über die Septime hinaus stapeln Jazzmusiker weitere Terzen und erhalten None, Undezime und Tredezime. Die Grundlage bleibt der Septakkord, die zusätzlichen Töne färben ihn ein. Welche Stufen den Schluss einer Tonart bilden, beschreibt der Artikel über die Kadenz als Schlussformel.

Häufige Fragen zu Septakkorden

Was ist ein Septakkord?

Ein Septakkord ist ein Akkord aus vier Tönen im Terzabstand: Grundton, Terz, Quinte und Septime. Er entsteht aus einem Dreiklang, auf den eine weitere Terz gesetzt wird. Ab c ergibt sich zum Beispiel c, e, g und b, der Dominantseptakkord C7.

Was ist ein Dominantseptakkord?

Der Dominantseptakkord besteht aus einem Durdreiklang mit kleiner Septime, gemessen ab dem Grundton also 0, 4, 7 und 10 Halbtöne. Er steht auf der fünften Stufe einer Tonart, in C-Dur auf g mit den Tönen g, h, d und f. Zwischen seiner Terz und seiner Septime liegt ein Tritonus, der sich beim Schluss in die Tonika auflöst.

Was unterscheidet den halbverminderten vom verminderten Septakkord?

Beide stehen auf einem verminderten Dreiklang, sie unterscheiden sich in der Septime. Der halbverminderte Septakkord trägt eine kleine Septime und misst ab dem Grundton 0, 3, 6 und 10 Halbtöne, geschrieben Cm7b5. Der verminderte Septakkord trägt eine verminderte Septime und misst 0, 3, 6 und 9 Halbtöne, geschrieben Cdim7. Der verminderte besteht damit aus drei gleich großen kleinen Terzen.

Welche Septakkorde braucht man für Jazz?

Für die gebräuchlichen Jazzstandards genügen zunächst drei Arten: der große Durseptakkord als Zielakkord, der kleine Mollseptakkord auf den Mollstufen und der Dominantseptakkord als Verbindung. Ihre häufigste Folge ist II, V, I, in C-Dur Dm7, G7 und Cmaj7. Der halbverminderte Septakkord kommt in Moll als zweite Stufe dazu.

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