Dreiklänge

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Redaktion
Eine Hand liegt auf den Tasten eines Klaviers, schwarzweiß. Foto: Ralf1403 / Pixabay.
Eine Hand liegt auf den Tasten eines Klaviers, schwarzweiß. Foto: Ralf1403 / Pixabay.

Zusammenfassung

Ein Dreiklang besteht aus drei Tönen im Terzabstand: Grundton, Terz und Quinte. Die Reihenfolge der beiden Terzen entscheidet über die Art, also über Dur, Moll, vermindert oder übermäßig. Dieselben drei Töne lassen sich in Grundstellung, als Sextakkord und als Quartsextakkord anordnen. Auf den Stufen einer Durtonleiter stehen drei Dur-, drei Molldreiklänge und ein verminderter Dreiklang.

Ein Dreiklang besteht aus drei Tönen im Terzabstand: Grundton, Terz und Quinte. Die beiden Terzen sitzen übereinander, und ihre Reihenfolge entscheidet über die Art des Akkords. Vier Kombinationen sind möglich, daraus ergeben sich der Durdreiklang, der Molldreiklang, der verminderte und der übermäßige Dreiklang. Dieselben drei Töne lassen sich außerdem in drei Lagen anordnen, ohne dass der Akkord ein anderer wird.

3Töne
2gestapelte Terzen
4Arten
3Stellungen

Was ist ein Dreiklang?

Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei Tönen, die im Abstand von Terzen übereinanderstehen. Der unterste Ton heißt Grundton, der mittlere Terz, der obere Quinte. Der Name der Töne richtet sich nach ihrem Abstand zum Grundton, nicht nach ihrer Lage im Notenbild. Der Dreiklang ist der kleinste Akkord der klassischen Harmonielehre und die Grundlage fast aller Begleitungen in europäischer Musik.

MerkmalDreiklang
Aufbauzwei übereinandergesetzte Terzen
TöneGrundton, Terz, Quinte
ArtenDur, Moll, vermindert, übermäßig
Rahmenintervallreine Quinte bei Dur und Moll, verminderte oder übermäßige Quinte bei den anderen
StellungenGrundstellung, Sextakkord, Quartsextakkord
Bezeichnungrömische Ziffer für die Stufe, Akkordsymbol für den Klang
Beispiel in C-Durc, e, g

Welche vier Arten von Dreiklängen gibt es?

Die vier Arten unterscheiden sich allein in der Reihenfolge von großer und kleiner Terz. Eine große Terz misst vier Halbtöne, eine kleine drei. Aus den vier möglichen Paaren ergeben sich vier Akkorde mit vier verschiedenen Rahmenintervallen zwischen Grundton und Quinte.

ArtTerzen von untenHalbtöne ab GrundtonBeispiel ab cRahmen
Durgroß, dann klein0, 4, 7c, e, greine Quinte
Mollklein, dann groß0, 3, 7c, es, greine Quinte
vermindertklein, dann klein0, 3, 6c, es, gesverminderte Quinte
übermäßiggroß, dann groß0, 4, 8c, e, gisübermäßige Quinte
Die vier Dreiklangsarten über dem Grundton c große Terz, 4 Halbtöne kleine Terz, 3 Halbtöne Halbtöne über dem Grundton 0 3 4 6 7 8 c e g 4 3 Dur c, e, g reine Quinte c es g 3 4 Moll c, es, g reine Quinte c es ges 3 3 vermindert c, es, ges verminderte Quinte c e gis 4 4 übermäßig c, e, gis übermäßige Quinte
Jeder Dreiklang steht auf demselben Grundton c. Die Höhe der Kreise entspricht dem Abstand in Halbtönen, die Farbe der Verbindung zeigt, ob eine große oder eine kleine Terz dazwischenliegt.

Was unterscheidet Dur und Moll im Dreiklang?

Dur und Moll unterscheiden sich in einem einzigen Ton. Grundton und Quinte sind in beiden Akkorden dieselben, sie bilden die reine Quinte von sieben Halbtönen. Nur die mittlere Terz liegt im Durdreiklang vier Halbtöne über dem Grundton, im Molldreiklang drei. Wer auf dem Klavier den mittleren Ton eines Durakkords um eine Taste nach unten setzt, hat den Mollakkord.

Eine einzige Terz entscheidet über Dur und Moll. Der Rahmen aus Grundton und reiner Quinte bleibt gleich, nur der mittlere Ton wandert um einen Halbton. Aus c, e, g wird durch das Absenken des e zum es der Molldreiklang c, es, g. Wie dieser eine Halbton gemessen wird, erklärt der Abschnitt über Intervalle und ihre Halbtonzahlen.

Was sind Umkehrungen eines Dreiklangs?

Eine Umkehrung entsteht, wenn ein anderer Ton als der Grundton unten liegt. Der Akkord besteht weiterhin aus denselben drei Tönen und behält seinen Namen, nur seine Lage ändert sich. Den Namen der Stellung liefern die Intervalle, die über dem tiefsten Ton liegen.

  • Grundstellung hat den Grundton unten, im Beispiel c, e, g. Über dem Bass liegen Terz und Quinte.
  • Sextakkord ist die erste Umkehrung mit der Terz unten, also e, g, c. Über dem Bass liegen Terz und Sexte, daher der Name.
  • Quartsextakkord ist die zweite Umkehrung mit der Quinte unten, also g, c, e. Über dem Bass liegen Quarte und Sexte.

Umkehrungen halten den Bass in kleinen Schritten und ersparen große Sprünge zwischen zwei Akkorden. In der Gitarren- und Klavierbegleitung sorgen sie außerdem dafür, dass die Hand nicht über das Griffbrett oder die Tastatur springen muss.

Welche Dreiklänge stehen auf den Stufen einer Durtonleiter?

Auf jeder Stufe einer Durtonleiter lässt sich ein Dreiklang aus Tönen derselben Tonleiter bauen. Das Ergebnis folgt in jeder Durtonart demselben Muster: Auf der ersten, vierten und fünften Stufe steht ein Durdreiklang, auf der zweiten, dritten und sechsten ein Molldreiklang, auf der siebten ein verminderter.

  • Stufe I, IV und V tragen Dur, in C-Dur also C-Dur, F-Dur und G-Dur. Diese drei Akkorde bilden die Hauptstufen und damit das Gerüst der Kadenz als Schlussformel.
  • Stufe II, III und VI tragen Moll, in C-Dur also d-Moll, e-Moll und a-Moll.
  • Stufe VII trägt den verminderten Dreiklang, in C-Dur h, d, f.

Setzt man auf jeden dieser Dreiklänge eine weitere Terz, entstehen Septakkorde mit vier Tönen. Sie sind die übliche Grundform der Begleitung im Jazz.

Häufige Fragen zu Dreiklängen

Was ist ein Dreiklang?

Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei Tönen im Terzabstand: Grundton, Terz und Quinte. In C-Dur sind das die Töne c, e und g. Je nach Reihenfolge der beiden Terzen entsteht ein Dur-, ein Moll-, ein verminderter oder ein übermäßiger Dreiklang.

Wie unterscheiden sich Dur- und Molldreiklang?

Der Durdreiklang beginnt mit einer großen Terz und setzt eine kleine darüber, der Molldreiklang beginnt mit einer kleinen Terz und setzt eine große darüber. Gemessen ab dem Grundton liegen die Töne im Dur bei 0, 4 und 7 Halbtönen, im Moll bei 0, 3 und 7. Nur der mittlere Ton unterscheidet sich, und zwar um einen Halbton.

Was ist ein Sextakkord?

Ein Sextakkord ist die erste Umkehrung eines Dreiklangs, bei der die Terz im Bass liegt. Aus dem C-Dur-Dreiklang c, e, g wird der Sextakkord e, g, c. Der Name kommt von den Intervallen über dem Bass: Über dem e liegen die Terz g und die Sexte c.

Welche Dreiklänge kommen in einer Durtonleiter vor?

Eine Durtonleiter trägt drei Durdreiklänge auf den Stufen I, IV und V, drei Molldreiklänge auf den Stufen II, III und VI und einen verminderten Dreiklang auf Stufe VII. In C-Dur ergibt das C-Dur, d-Moll, e-Moll, F-Dur, G-Dur, a-Moll und den verminderten Dreiklang h, d, f. Dieses Muster gilt in jeder Durtonart.

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