
Musiktheorie
Seite 2 von 2, 31 Artikel insgesamt

Rhythmus
Rhythmus ist die zeitliche Gliederung der Töne: Er legt fest, wann ein Ton einsetzt und wie lange er klingt. Darunter liegen zwei Schichten, die man von ihm trennen muss. Der Puls ist der gleichmäßige Grundschlag, das Metrum ordnet diese Schläge zu einem festen Betonungsmuster. Das Tempo gibt an, wie schnell der Puls läuft, gemessen in Schlägen pro Minute.

Septakkorde
Ein Septakkord besteht aus vier Tönen im Terzabstand: einem Dreiklang und einer darüber gesetzten Septime. Fünf Arten sind gebräuchlich, vom großen Durseptakkord bis zum verminderten Septakkord. Der Dominantseptakkord enthält zwischen Terz und Septime einen Tritonus und legt damit fest, in welche Tonart er sich auflöst. Im Jazz ist der Septakkord die Normalform der Begleitung.

Synkope
Eine Synkope ist eine Betonung, die nicht auf eine betonte Zählzeit fällt, sondern auf eine unbetonte oder zwischen zwei Zählzeiten. Sie verschiebt den erwarteten Schwerpunkt des Takts, ohne den Puls zu verändern. In Noten steht sie meist als Haltebogen über eine Zählzeit oder über den Taktstrich hinweg. Jazz, Funk, Latin und Reggae bauen ihre Rhythmik weitgehend auf Synkopen auf.

Taktarten
Eine Taktart teilt den Notentext in gleich lange Abschnitte und legt fest, welche Zählzeit betont wird. Die Taktangabe am Zeilenanfang besteht aus zwei Zahlen: Die untere nennt den Notenwert einer Zählzeit, die obere ihre Anzahl je Takt. Im 3/4-Takt zählt man drei Viertel, im 6/8-Takt sechs Achtel. Taktstriche trennen die Takte, und nach jedem Taktstrich beginnt das Betonungsmuster von vorn.

Temperierte Stimmung
Eine temperierte Stimmung weicht absichtlich von den reinen Frequenzverhältnissen ab, damit ein Instrument mit festen Tonhöhen in jeder Tonart brauchbar klingt. Die heute übliche gleichstufige Stimmung teilt die Oktave in zwölf exakt gleich große Halbtonschritte von je 100 Cent, wodurch jedes Intervall in jeder Tonart gleich klingt und außer der Oktave keines rein ist. Nötig wird der Eingriff, weil zwölf reine Quinten übereinander rund 24 Cent über sieben Oktaven landen. Diese Differenz heißt pythagoreisches Komma.

Transponieren
Transponieren heißt, ein Stück in eine andere Tonart zu versetzen. Alle Töne rücken um dasselbe Intervall, die Abstände zwischen ihnen bleiben gleich, deshalb bleibt die Melodie erkennbar. Gebraucht wird das Verfahren für abweichende Stimmumfänge, für transponierende Instrumente wie Trompete und Saxophon und für leichter greifbare Tonarten. Am sichersten gelingt es über die Stufenzahlen der Tonleiter.

Vorzeichen
Vorzeichen verändern die Tonhöhe einer Note um einen Halbton. Das Kreuz erhöht, das b erniedrigt, das Auflösungszeichen nimmt beides zurück. Wo das Zeichen steht, entscheidet über seine Reichweite: Hinter dem Notenschlüssel gilt es für das ganze Stück, mitten im Takt nur bis zum nächsten Taktstrich. Derselbe Klang trägt dabei je nach Schreibweise zwei Namen, etwa cis und des.