Notenschlüssel

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Redaktion
Ein Notenblatt mit dem Violinschlüssel am Zeilenanfang. Bild: KI generiert.
Ein Notenblatt mit dem Violinschlüssel am Zeilenanfang. Bild: KI generiert.

Zusammenfassung

Der Notenschlüssel steht am Anfang jeder Notenzeile und legt fest, welche Tonhöhe die Linien des Systems tragen. Ohne ihn zeigt das Liniensystem nur ein Auf und Ab, aber keine bestimmten Töne. Gebräuchlich sind drei Familien: der G-Schlüssel als Violinschlüssel, der F-Schlüssel als Bassschlüssel und der C-Schlüssel als Alt- oder Tenorschlüssel. Jede legt das System in den Bereich, in dem eine Stimme überwiegend liegt, und spart damit Hilfslinien.

Der Notenschlüssel steht am Anfang jeder Notenzeile und legt fest, welche Tonhöhe die Linien des Systems tragen. Ohne ihn zeigt das Liniensystem nur ein Auf und Ab, aber keine bestimmten Töne. Drei Familien sind in Gebrauch: der G-Schlüssel als Violinschlüssel, der F-Schlüssel als Bassschlüssel und der C-Schlüssel als Alt- oder Tenorschlüssel.

3Schlüsselfamilien
g'Violinschlüssel
fBassschlüssel
c'C-Schlüssel

Was macht ein Notenschlüssel?

Ein Notenschlüssel weist einer einzigen Linie einen festen Ton zu. Alle übrigen Linien und Zwischenräume ergeben sich daraus von selbst, weil jeder Schritt nach oben oder unten einen Tonschritt bedeutet. Der Name jeder Familie nennt genau diesen Bezugston: Der G-Schlüssel markiert das g', der F-Schlüssel das f, der C-Schlüssel das c'.

Die Zeichen zeigen ihre Linie auch grafisch an. Die Spirale des G-Schlüssels beginnt auf der Linie des g' und umkreist sie, die beiden Punkte des F-Schlüssels liegen im Zwischenraum darüber und darunter und schließen die f-Linie ein, und die beiden Spitzen des C-Schlüssels treffen sich auf der Linie des c'.

SchlüsselBezugstonPosition im SystemWer ihn liest
Violinschlüssel (G)g'zweite Linie von untenGeige, Querflöte, Trompete, rechte Hand am Klavier
Bassschlüssel (F)fvierte Linie von untenCello, Kontrabass, Posaune, Tuba, linke Hand am Klavier
Altschlüssel (C)c'mittlere LinieBratsche
Tenorschlüssel (C)c'vierte Linie von untenCello, Fagott und Posaune in hoher Lage

Wie funktioniert der Violinschlüssel?

Der Violinschlüssel setzt das g' auf die zweite Linie von unten. Er heißt deshalb auch G-Schlüssel, und sein Zeichen ist aus einem geschriebenen Buchstaben G hervorgegangen. Aus dieser einen Festlegung folgen alle weiteren Positionen: Die Linien tragen von unten nach oben e', g', h', d'' und f'', die Zwischenräume f', a', c'' und e''.

Den Violinschlüssel lesen die Instrumente der hohen Lage, darunter Geige, Querflöte, Oboe, Klarinette, Trompete und Blockflöte, dazu die Sopran- und Altstimmen im Chor sowie die rechte Hand am Klavier.

Wie funktioniert der Bassschlüssel?

Der Bassschlüssel setzt das f auf die vierte Linie von unten, also die zweite von oben. Die beiden Punkte des Zeichens umschließen genau diese Linie. Die Linien tragen von unten nach oben G, H, d, f und a, die Zwischenräume A, c, e und g.

Ihn lesen Cello, Kontrabass, Fagott, Posaune und Tuba, die Bassstimmen im Chor und die linke Hand am Klavier. Violin- und Bassschlüssel schließen dabei lückenlos aneinander an: Das c', das im Violinschlüssel eine Hilfslinie unter dem System liegt, liegt im Bassschlüssel eine Hilfslinie darüber.

Violinschlüssel, G-Schlüssel g' c' derselbe Ton Bassschlüssel, F-Schlüssel c' f Die Spirale des G-Schlüssels umkreist die g-Linie, die beiden Punkte des F-Schlüssels umschließen die f-Linie.
Derselbe Ton, zweimal notiert. Im Violinschlüssel sitzt das c' eine Hilfslinie unter dem System, im Bassschlüssel eine Hilfslinie darüber.

Wozu dient der C-Schlüssel?

Der C-Schlüssel markiert das c' und ist als einziger beweglich. Er kann auf verschiedenen Linien stehen, und die Linie, auf der seine beiden Spitzen zusammentreffen, trägt jeweils das c'. Zwei Stellungen sind heute üblich.

  • Altschlüssel steht auf der mittleren Linie. Ihn liest die Bratsche durchgehend, weil ihr Umfang genau zwischen Violin- und Bassschlüssel liegt.
  • Tenorschlüssel steht auf der vierten Linie von unten. Cello, Fagott und Posaune wechseln in ihn, sobald ihre Stimme in hohe Lagen führt und im Bassschlüssel zu viele Hilfslinien nötig wären.
Altschlüssel c' Tenorschlüssel c'
Der C-Schlüssel wandert. Auf der mittleren Linie ist er Altschlüssel, eine Linie höher Tenorschlüssel. Beide Male bezeichnet er dasselbe c'.

Warum gibt es mehrere Notenschlüssel?

Mehrere Schlüssel vermeiden Hilfslinien. Ein Notensystem bietet nur neun Positionen, also gut eine Oktave, während die Instrumente eines Orchesters zusammen ein Vielfaches davon abdecken. Ohne verschiedene Schlüssel müsste ein Kontrabass seine Töne mit sechs und mehr Hilfslinien unter dem Violinschlüssel notieren, und dieses Bild ließe sich nicht mehr flüssig lesen.

Jeder Schlüssel schiebt das System also dorthin, wo eine Stimme tatsächlich spielt. Deshalb sieht eine Kontrabassstimme im Bassschlüssel genauso aufgeräumt aus wie eine Flötenstimme im Violinschlüssel, obwohl beide weit auseinanderliegen.

Der Notenschlüssel ist der Nullpunkt der Zeile. Er legt einen einzigen Ton fest, alle übrigen ergeben sich daraus. Ein Notenkopf auf der untersten Linie heißt im Violinschlüssel e' und im Bassschlüssel großes G. Ohne Schlüssel steht im System deshalb kein Ton, sondern nur eine Kurve.

Welches Instrument liest welchen Notenschlüssel?

  • Violinschlüssel lesen Geige, Querflöte, Oboe, Klarinette, Trompete, Gitarre und die rechte Hand am Klavier.
  • Bassschlüssel lesen Cello, Kontrabass, Fagott, Posaune, Tuba und die linke Hand am Klavier.
  • Altschlüssel liest die Bratsche als ihren Standardschlüssel.
  • Tenorschlüssel lesen Cello, Fagott und Posaune in hohen Lagen, dort abwechselnd mit dem Bassschlüssel.

Die Gitarre bildet einen Sonderfall. Sie liest den Violinschlüssel, klingt aber eine Oktave tiefer als notiert. Ihre Noten tragen deshalb häufig eine kleine 8 unter dem Schlüssel. Auch die Tonart und ihre Vorzeichen stehen erst hinter dem Schlüssel, weil ihre Position von ihm abhängt.

Häufige Fragen zu Notenschlüsseln

Welche Notenschlüssel gibt es?

Gebräuchlich sind drei Notenschlüssel: der Violinschlüssel als G-Schlüssel auf der zweiten Linie, der Bassschlüssel als F-Schlüssel auf der vierten Linie und der C-Schlüssel, der als Altschlüssel auf der mittleren und als Tenorschlüssel auf der vierten Linie steht. Weitere Stellungen wie Sopran- oder Baritonschlüssel finden sich nur noch in älteren Ausgaben.

Warum heißt der Violinschlüssel auch G-Schlüssel?

Der Violinschlüssel heißt G-Schlüssel, weil er die Linie des Tons g' festlegt. Die Spirale des Zeichens beginnt auf dieser Linie und umkreist sie. Das Zeichen selbst hat sich aus einem geschriebenen Buchstaben G entwickelt.

Welchen Notenschlüssel liest die linke Hand am Klavier?

Die linke Hand am Klavier liest in der Regel den Bassschlüssel, die rechte den Violinschlüssel. Beide Systeme stehen durch eine geschweifte Klammer verbunden untereinander. Führt eine Passage die linke Hand in hohe Lagen, wechselt auch sie in den Violinschlüssel, und umgekehrt.

Warum liest die Bratsche den Altschlüssel?

Die Bratsche liest den Altschlüssel, weil ihr Tonumfang zwischen Geige und Cello liegt. Im Violinschlüssel bräuchte sie ständig Hilfslinien nach unten, im Bassschlüssel ständig nach oben. Der Altschlüssel legt die Mitte ihres Umfangs auf die mittlere Linie und macht beides überflüssig.

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