Klarinette

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Bild: Nikandphoto / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einem einzelnen Rohrblatt (Einfachrohrblatt), das um 1700 von Johann Christoph Denner in Nürnberg aus dem älteren Chalumeau entwickelt wurde und sich seit dem 18. Jahrhundert als eigenständiges Instrument etablierte. Es ist ein sehr vielseitiges Instrument, das in einer Vielzahl von Musikstilen eingesetzt wird, von klassischer Musik bis hin zu Jazz und Klezmer.

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einem einzelnen Rohrblatt (Einfachrohrblatt), das um 1700 von Johann Christoph Denner in Nürnberg aus dem älteren Chalumeau entwickelt wurde und sich seit dem 18. Jahrhundert als eigenständiges Instrument etablierte. Es ist ein sehr vielseitiges Instrument, das in einer Vielzahl von Musikstilen eingesetzt wird, von klassischer Musik bis hin zu Jazz und Klezmer. Es hat einen einzigartigen, warmen und vollen Klang, der durch die Kombination aus zylindrischer Bohrung, Rohrblatt und einem ausgeklügelten Klappensystem erzeugt wird. Die Klarinette ist ein sehr anspruchsvolles Instrument, das viel Übung und Geduld erfordert, um es richtig zu beherrschen. Es ist ein sehr beliebtes Instrument, das sowohl solistisch als auch in Orchestern, Blaskapellen und Combos gespielt wird und gilt bis heute als eines der klangfarblich wandlungsfähigsten Holzblasinstrumente überhaupt.

Wie klingt die Klarinette?

Die Klarinette ist ein sehr melodisches und vielseitiges Instrument. Der Klang ist warm und weich in der tiefen Lage (dem sogenannten Chalumeau-Register), wird in der mittleren Lage klar und rund und kann in der hohen Lage hell bis schrill werden. Es hat eine reiche und vollständige Klangpalette über mehr als drei Oktaven. Es kann eine Vielzahl von Stimmungen und Emotionen ausdrücken, von sanft und ruhig bis energisch und lebendig. Es ist ein sehr flexibles Instrument, das sich leicht an verschiedene Musikstile anpassen lässt. Es ist ein sehr beliebtes Instrument, das sowohl in klassischen als auch in modernen Musikstilen verwendet wird. Anders als bei konisch gebohrten Holzblasinstrumenten wie der Oboe überbläst die Klarinette wegen ihrer zylindrischen Bohrung zunächst in die Duodezime statt in die Oktave, was ihrem Klang die charakteristische Klarheit über einen ungewöhnlich weiten Tonumfang verleiht.

Woraus besteht die Klarinette?

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit gerader, zylindrischer Bohrung, anders als etwa die konisch gebohrte Oboe. Sie besteht aus fünf Teilen, die ineinandergesteckt werden: dem Mundstück mit einem daran befestigten Einfachrohrblatt (gehalten von einer Ligatur), der Birne (einem kurzen Verbindungsstück), dem Ober- und dem Unterstück mit den Tonlöchern und dem Klappenmechanismus sowie dem Schallbecher (Stürze) am unteren Ende, der sich glockenartig öffnet. Die meisten modernen Klarinetten sind nach dem sogenannten Böhm-System gebaut, bei dem ein System aus rund 17 Klappen und 6 Ringen es erlaubt, auch weit auseinanderliegende Tonlöcher zuverlässig zu greifen. Der Klarinettenkörper besteht traditionell aus Grenadillholz, seltener auch aus Kunststoff oder Ebenholz, das Mundstück meist aus Hartgummi oder Kristall.

Wie spielt man die Klarinette?

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument und wird mit einer Kombination aus Mundstück und einfachem Rohrblatt gespielt. Um die Klarinette zu spielen, muss der Spieler das Mundstück in den Mund nehmen und seine Lippen um das Mundstück herum legen, um einen Luftdichtungsring (Ansatz) zu schaffen. Der Spieler bläst daraufhin Luft über das Rohrblatt und bringt es zum Schwingen, wodurch ein Ton entsteht.

Um unterschiedliche Noten und Klänge zu erzeugen, muss der Spieler die Finger auf die Klappen der Klarinette legen und sie in bestimmten Kombinationen öffnen und schließen. Da die Klarinette einen Tonumfang von mehr als drei Oktaven hat, sind viele Griffkombinationen notwendig, um alle Noten spielen zu können.

Die Klarinette wird oft in klassischer Musik, Jazz, Klezmer und in Volksmusik und Blaskapellen verwendet. Der Klang des Instruments kann variieren, je nachdem, wie es gespielt wird, von sanften und melancholischen Tönen bis hin zu kraftvollen und scharfen Klängen.

Um die Klarinette zu spielen, benötigt man eine gewisse Fingerfertigkeit und Koordination, um die Klappen und Griffkombinationen zu meistern. Die Atmung und der Atemfluss sind ebenfalls wichtige Faktoren beim Spielen der Klarinette und können den Klang beeinflussen. Mit genügend Übung und Geduld kann das Spielen der Klarinette jedoch zu einer erfüllenden und lohnenden Erfahrung werden.

Typische Musikstile mit der Klarinette

Die Klarinette ist eines der zentralen Instrumente der europäischen Orchestermusik seit der Klassik, etwa in Mozarts Klarinettenkonzert und -quintett, und ist fester Bestandteil von Sinfonieorchestern, Blasorchestern und Kammermusikensembles. Im Jazz prägte sie als Soloinstrument den Swing der 1930er- und 40er-Jahre entscheidend mit, etwa durch Bandleader wie Benny Goodman und Artie Shaw. Besonders eng verbunden ist die Klarinette mit der Klezmer-Musik osteuropäischer jüdischer Tradition, in der sie mit charakteristischen Glissandi und Verzierungen eine ausdrucksstarke, gesangsähnliche Melodik erzeugt, bekannt gemacht unter anderem durch Klarinettisten wie Giora Feidman. Auch in der Volks- und Blasmusik vieler europäischer Länder sowie im New-Orleans-Jazz spielt die Klarinette eine tragende Rolle.

Bekannte Lieder mit der Klarinette

1. "Rhapsody in Blue" von George Gershwin: Das Werk beginnt mit einem berühmten, langsam aufsteigenden Klarinetten-Glissando und zählt zu den bekanntesten Klarinettenmomenten der Musikgeschichte.

2. Klarinettenkonzert in A-Dur (KV 622) von Wolfgang Amadeus Mozart: Eines der bedeutendsten klassischen Solokonzerte für Klarinette und Orchester.

3. "Sing, Sing, Sing" von Louis Prima, berühmt geworden in der Version von Benny Goodman: Ein Swing-Klassiker mit prägendem Klarinettensolo.

4. "Flight of the Bumblebee" von Nikolai Rimsky-Korsakow: Ein beliebtes virtuoses Vorführstück für Klarinettistinnen und Klarinettisten.

5. Traditionelle Klezmer-Stücke, wie sie unter anderem von dem Klarinettisten Giora Feidman gespielt werden und die Klarinette als eines der Kerninstrumente jüdischer Volksmusik zeigen.

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