Klavier- und E-Piano-Marken

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Ein schwarzer Flügel auf der Bühne eines leeren Konzertsaals. Foto: kailingpiano / Pixabay.
Ein schwarzer Flügel auf der Bühne eines leeren Konzertsaals. Foto: kailingpiano / Pixabay.

Zusammenfassung

Der Markt für Klaviere und E-Pianos teilt sich grob in zwei Gruppen: traditionsreiche europäische Klavierbauer, die überwiegend akustische Flügel und Klaviere im hochpreisigen Segment fertigen, und japanische Hersteller mit einem breiten Sortiment aus akustischen und digitalen Instrumenten für Einsteiger bis Profis. Steinway & Sons, Bechstein, Blüthner und Bösendorfer entstanden alle im 19. Jahrhundert oder früher in Europa, Bösendorfer bereits 1828 in Wien. Yamaha, Kawai, Roland und Casio bauen seit dem späten 19. beziehungsweise dem 20. Jahrhundert in Japan, wobei Roland und Casio ausschließlich digitale Instrumente fertigen. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und Sortimentsschwerpunkt als Fakten, ohne eine Rangfolge aufzustellen.

Der Markt für Klaviere und E-Pianos teilt sich grob in zwei Gruppen: traditionsreiche europäische Klavierbauer, die überwiegend akustische Flügel und Klaviere im hochpreisigen Segment fertigen, und japanische Hersteller mit einem breiten Sortiment aus akustischen und digitalen Instrumenten für Einsteiger bis Profis. Steinway & Sons, Bechstein, Blüthner und Bösendorfer entstanden alle im 19. Jahrhundert oder früher in Europa, Bösendorfer bereits 1828 in Wien. Yamaha, Kawai, Roland und Casio bauen seit dem späten 19. beziehungsweise dem 20. Jahrhundert in Japan, wobei Roland und Casio ausschließlich digitale Instrumente fertigen. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und Sortimentsschwerpunkt als Fakten, ohne eine Rangfolge aufzustellen.

8vorgestellte Marken
1828älteste Marke im Überblick
4Herkunftsländer
0Rangliste oder Testsieger

Wie ist der Markt für Klavier- und E-Piano-Marken aufgeteilt?

Der Markt teilt sich grob in zwei Gruppen. Traditionsreiche europäische Klavierbauer wie Steinway & Sons, Bechstein, Blüthner und Bösendorfer entstanden im 19. Jahrhundert oder früher und fertigen bis heute überwiegend akustische Flügel und Klaviere im hochpreisigen Segment, viele davon in Handarbeit oder Kleinserie. Japanische Hersteller wie Yamaha, Kawai, Roland und Casio bauen dagegen in industrieller Serienfertigung ein breites Sortiment vom Einsteiger- bis zum Profimodell, teils akustisch und digital zugleich, teils ausschließlich digital. Die folgende Übersicht ordnet die Marken nach Herkunft und Sortiment, nicht nach Qualität.

Welche Eckdaten haben die bekannten Klavier- und E-Piano-Marken?

Die folgende Tabelle fasst Gründungsland und Sortimentsschwerpunkt jeder Marke zusammen, die Gründungsjahre stehen in den einzelnen Abschnitten weiter unten.

MarkeGründungslandSchwerpunkt
Steinway & SonsUSAakustische Flügel und Klaviere, Spitzensegment
BechsteinDeutschlandakustische Flügel und Klaviere, Premiumsegment
BlüthnerDeutschlandakustische Flügel und Klaviere, Premiumsegment
BösendorferÖsterreichakustische Flügel und Klaviere, Spitzensegment
YamahaJapanakustisch und digital, Einsteiger bis Profi/Konzert
KawaiJapanakustisch und digital, Einsteiger bis Profi
RolandJapanausschließlich digital, Einsteiger bis Oberklasse
CasioJapanausschließlich digital, Einsteiger- bis Mittelklasse

Welche traditionsreichen europäischen Klavierbauer gibt es?

Steinway & Sons gründete der deutschstämmige Klavierbauer Heinrich Engelhard Steinweg 1853 in New York, drei Jahre nach seiner Auswanderung aus Deutschland; seit 1880 fertigt zusätzlich ein Werk in Hamburg. Das Unternehmen baut ausschließlich akustische Flügel und Klaviere, kein digitales Sortiment, und positioniert sich im Spitzensegment für Konzertsäle und Konservatorien.

C. Bechstein gründete Carl Bechstein 1853 in Berlin. Die Marke fertigt akustische Flügel und Klaviere im Premiumsegment, heute unter anderem in einer Manufaktur im sächsischen Seifhennersdorf, und zählt zu den größten deutschen Klavierherstellern.

Julius Blüthner gründete seine Pianofortefabrik ebenfalls 1853, in Leipzig. Blüthner-Flügel tragen im Diskant oft das patentierte Aliquot-System: eine vierte Saite je Ton, die der Hammer nicht anschlägt und die nur durch Mitschwingen zusätzliche Obertöne beisteuert. Auch Blüthner baut als Familienunternehmen ausschließlich akustische Instrumente im Premiumsegment.

Bösendorfer ist die älteste der acht vorgestellten Marken: Ignaz Bösendorfer gründete die Wiener Klavierfabrik 1828. Bekannt ist vor allem das Modell Imperial mit 97 statt der üblichen 88 Tasten, die zusätzliche Bassoktave erweitert den Tonumfang nach unten. Bösendorfer baut akustische Flügel und Klaviere im Spitzensegment.

Steinway & Sons, Bechstein und Blüthner entstanden alle drei im Jahr 1853. Bösendorfer ist mit der Gründung 1828 in Wien trotzdem die älteste der vier europäischen Marken in diesem Überblick.

Welche japanischen Hersteller bauen Klaviere und E-Pianos?

Yamaha entstand 1887 in Hamamatsu, als Torakusu Yamaha das Unternehmen Nippon Gakki gründete. Yamaha baut sowohl akustische Flügel und Klaviere, etwa den Konzertflügel CFX, als auch digitale E-Pianos und Keyboards und deckt damit ein Sortiment vom Einsteigermodell bis zum Konzertinstrument ab.

Kawai gründete Koichi Kawai 1927 ebenfalls in Hamamatsu; er hatte zuvor bei Torakusu Yamaha gelernt. Auch Kawai baut akustische Flügel und Klaviere neben digitalen E-Pianos, vom Einsteigermodell bis zum Profisegment.

Roland gründete Ikutaro Kakehashi 1972 in Osaka. Die Marke baut ausschließlich digitale und elektronische Instrumente, keine akustischen Klaviere, und deckt mit E-Pianos vom kompakten Einsteigermodell bis zur Oberklasse ein breites Sortiment ab.

Casio Computer Co. entstand 1957 aus der Vorläuferfirma der Brüder Kashio in Japan. Als Elektronikkonzern mit Sparten für Taschenrechner und Uhren baut Casio auch digitale Keyboards und E-Pianos, ausschließlich digital und schwerpunktmäßig im Einsteiger- bis Mittelklassesegment.

Wer die Bauweise hinter akustischen und digitalen Instrumenten noch nicht kennt, findet die Grundlagen im Artikel zum Klavier und im Vergleich E-Piano oder Klavier. Für den Einstieg ins Spiel selbst hilft der Artikel Klavier lernen.

Häufige Fragen zu Klavier- und E-Piano-Marken

Worin unterscheiden sich europäische Klavierbauer und japanische Hersteller?

Europäische Klavierbauer wie Steinway & Sons, Bechstein, Blüthner und Bösendorfer entstanden im 19. Jahrhundert oder früher und fertigen bis heute überwiegend in Handarbeit oder Kleinserie, ausschließlich akustische Flügel und Klaviere. Japanische Hersteller wie Yamaha, Kawai, Roland und Casio bauen dagegen in industrieller Serienfertigung und setzen zusätzlich auf Digitaltechnik; Roland und Casio stellen ausschließlich digitale Instrumente her. Das ist eine Einordnung nach Fertigungsart und Sortiment, keine Wertung der Klangqualität.

Welche Klaviermarken bauen ausschließlich digitale Instrumente?

Roland und Casio bauen unter den acht in diesem Überblick vorgestellten Marken ausschließlich digitale Instrumente, also E-Pianos und Keyboards ohne akustisches Sortiment. Yamaha und Kawai führen dagegen beides parallel: akustische Flügel und Klaviere neben digitalen E-Pianos.

Seit wann gibt es Steinway & Sons, Bechstein und Blüthner?

Steinway & Sons, Bechstein und Blüthner wurden alle drei im Jahr 1853 gegründet, Steinway & Sons in New York, Bechstein und Blüthner in Deutschland in Berlin und Leipzig. Bösendorfer ist mit der Gründung 1828 in Wien die älteste der vier europäischen Marken in diesem Überblick.

Was bedeutet das Aliquot-System bei Blüthner?

Das Aliquot-System bei Blüthner ergänzt die drei angeschlagenen Saiten je Ton im Diskant um eine vierte Saite, die der Hammer nicht berührt. Diese vierte Saite schwingt nur durch Resonanz mit und verstärkt die Obertöne, wodurch der Klang im hohen Register voller wird. Julius Blüthner ließ sich das Verfahren 1873 patentieren.

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