Ukulelen-Marken

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Vorder- und Rückseite einer Ukulele mit Perlmutteinlagen am Korpusrand. Foto: mark_az / Pixabay.
Vorder- und Rückseite einer Ukulele mit Perlmutteinlagen am Korpusrand. Foto: mark_az / Pixabay.

Zusammenfassung

Der Markt für Ukulelen-Marken teilt sich in Fabrikate und eine hawaiianische Traditionsmanufaktur. Kala, Ohana, Lanikai und Cordoba fertigen oder vertreiben Serieninstrumente vom Einsteiger- bis zum gehobenen Mittelklasse-Niveau, jeweils mit eigener Herkunft: Kala und Ohana aus Kalifornien, Lanikai als Marke der Hohner-Gruppe, Cordoba ursprünglich als Hersteller klassischer Gitarren. Daneben baut die 1916 in Honolulu gegründete Manufaktur Kamaka Ukulelen bis heute in Handarbeit, oft aus einheimischem Koa-Holz und preislich in einer eigenen Liga. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründung, Herkunftsland und Positionierung im Sortiment als Fakten, nicht als Kaufempfehlung.

Der Markt für Ukulelen-Marken teilt sich in zwei Gruppen, die sich im Preis und in der Fertigung deutlich unterscheiden. Fabrikate wie Kala, Ohana, Lanikai und Cordoba bauen oder vertreiben Serieninstrumente vom Einsteiger- bis zum gehobenen Mittelklasse-Modell, entwickelt in den USA und meist in eigenen oder beauftragten Werken gefertigt. Daneben steht die hawaiianische Manufaktur Kamaka, die seit mehr als hundert Jahren in Honolulu in Handarbeit fertigt und preislich in einer eigenen Liga spielt. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründung, Herkunftsland und Positionierung im Sortiment als Fakten, nicht als Kaufempfehlung.

4vorgestellte Fabrikate
1916Gründung der Manufaktur Kamaka
2Kategorien: Fabrikat und Manufaktur
0Rangliste oder Testsieger

Wie ist der Markt für Ukulelen-Marken aufgeteilt?

Der Markt für Ukulelen-Marken teilt sich in zwei Gruppen, die sich im Preis und in der Fertigung deutlich unterscheiden. Fabrikate wie Kala, Ohana, Lanikai und Cordoba bauen oder vertreiben Serieninstrumente der Ukulele vom Einsteiger- bis zum gehobenen Mittelklasse-Modell, entwickelt in den USA und größtenteils in beauftragten Werken gefertigt. Daneben steht die hawaiianische Manufaktur Kamaka, die seit mehr als hundert Jahren in Honolulu in Handarbeit fertigt. Beide Gruppen bedienen unterschiedliche Käuferkreise: Fabrikate richten sich an Einsteiger, Hobbyspieler und fortgeschrittene Laien, die Manufaktur Kamaka an fortgeschrittene und professionelle Spieler sowie Sammler mit entsprechendem Budget. Wer zunächst Grundlagen wie Stimmung und Spieltechnik lernen möchte, findet sie im Artikel Ukulele lernen.

Welche Eckdaten haben die wichtigsten Ukulelen-Fabrikate?

Die folgende Tabelle ordnet die vier Fabrikate nach Herkunftsland und grober Positionierung im eigenen Sortiment ein, Details zu Gründung und Fertigung stehen in den beiden folgenden Abschnitten.

MarkeHerkunftslandPositionierung
KalaUSAEinsteiger- bis gehobene Mittelklasse, einzelne Modelle in Kalifornien gefertigt
OhanaUSAüberwiegend mittleres Preissegment, Fertigung in eigener Fabrik in China
LanikaiUSAEinsteiger- bis Mittelklasse, Teil der Hohner-Markengruppe von KHS America
CordobaUSAEinsteiger- bis gehobene Mittelklasse, ursprünglich auf klassische Gitarren spezialisiert

Welche Ukulelen-Fabrikate stammen aus Kalifornien?

Kala und Ohana entstanden beide in Kalifornien als eigenständige Ukulelen-Unternehmen, unabhängig von größeren Instrumentenkonzernen. Mike Upton gründete Kala am 4. Juli 2005 im kalifornischen Petaluma, nachdem er in den 1990er Jahren in Hawaii die Ukulele kennengelernt und in den USA nur wenige bezahlbare Instrumente zwischen billiger Massenware und teuren Handwerksinstrumenten gefunden hatte. Das Sortiment reicht heute vom einfachen Einsteigermodell bis zu höherwertigen Serien; die meisten Ukulelen entstehen in beauftragten Fabriken in China, Indonesien, Vietnam, Indien und Portugal, einzelne Modelle der Elite-Reihe fertigt Kala weiterhin am Firmensitz in Petaluma.

Ohana wurde 2006 von Louis Wu im kalifornischen Long Beach gegründet, der zuvor als Biomedizintechniker gearbeitet hatte. Das Unternehmen positioniert sein Sortiment bewusst im mittleren Preissegment zwischen einfachen Einsteiger-Ukulelen und teuren Manufakturinstrumenten. Die Ukulelen entstehen in einer eigenen Fabrik in China, die letzte Kontrolle und der Einbau der Mechaniken erfolgen anschließend am Firmensitz in Long Beach.

Wie unterscheiden sich Lanikai und Cordoba von den anderen Fabrikaten?

Lanikai ist keine eigenständige Firma, sondern eine Marke der Hohner-Markengruppe, die in den USA vom Instrumentenvertrieb KHS America mit Sitz in Mt. Juliet im Bundesstaat Tennessee geführt wird. Die Marke geht auf Mike Upton zurück, der sie noch als Hohner-Mitarbeiter aufbaute, bevor er mit Kala ein eigenes Unternehmen gründete; ein genaues Gründungsjahr nennen die Quellen uneinheitlich. Lanikai gehörte zu den ersten Marken, die Ukulelen im großen Stil zu moderaten Preisen in den US-Markt brachten, und deckt bis heute ein Sortiment vom Einsteiger- bis zum Mittelklasse-Modell ab.

Cordoba entstand 1997 im kalifornischen Santa Monica, gegründet von Tim Miklaucic zunächst als Hersteller klassischer Gitarren mit Nylonsaiten. Für die eigene Ukulelen-Linie arbeitete das Unternehmen mit dem Gitarrenbauer Pepe Romero Jr. zusammen, der Bautechniken aus dem klassischen Gitarrenbau auf die Ukulele übertrug. Neben Ukulelen fertigt Cordoba bis heute auch klassische Gitarren, eingeordnet im Überblick Konzertgitarren-Marken; seit 2023 gehört das Unternehmen zum japanischen Yamaha-Konzern.

Was unterscheidet die Manufaktur Kamaka von den Ukulelen-Fabrikaten?

Die Manufaktur Kamaka unterscheidet sich von den oben genannten Fabrikaten durch Fertigung, Herkunft und Preis. Samuel Kaialiilii Kamaka Sr. gründete den Betrieb 1916 im Keller seines Wohnhauses in Honolulu auf Hawaii; die Familie führt die Werkstatt bis heute in mehreren Generationen fort, und Kamaka gilt als die älteste noch bestehende Ukulelen-Manufaktur der Welt. Das Unternehmen fertigt weiterhin am selben Standort in Honolulu, häufig aus einheimischem Koa-Holz, und gilt unter anderem als Urheber der ananasförmigen Pineapple-Ukulele. Der Preis einer Kamaka-Ukulele liegt um ein Vielfaches über dem eines Fabrikats aus der oberen Tabelle und richtet sich an fortgeschrittene sowie professionelle Spieler und an Sammler, nicht an Einsteiger. Für den Einstieg bleibt eines der Fabrikate wie Kala, Ohana, Lanikai oder Cordoba die naheliegendere Wahl.

Ein Fabrikat ist keine Vorstufe zu einer Kamaka-Ukulele. Serieninstrumente von Kala, Ohana, Lanikai oder Cordoba und die in Honolulu von Hand gefertigten Kamaka-Ukulelen bedienen getrennte Käufergruppen, die sich im Preis um ein Vielfaches unterscheiden.

Häufige Fragen zu Ukulelen-Marken

Welche Marken gibt es bei der Ukulele?

Bei der Ukulele dominieren im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment die Fabrikate Kala, Ohana, Lanikai und Cordoba aus den USA, jedes mit eigenem Sortiment vom einfachen bis zum höherwertigen Modell. Daneben steht mit Kamaka aus Honolulu eine hawaiianische Traditionsmanufaktur im deutlich höheren Preissegment. Eine Rangliste der besten Marke gibt es nicht, die Gruppen unterscheiden sich vor allem in Fertigung und Preis.

Was macht Kamaka-Ukulelen so besonders?

Kamaka-Ukulelen gelten als besonders, weil die Manufaktur seit ihrer Gründung 1916 in Honolulu ununterbrochen in Familienhand geblieben ist und als älteste noch bestehende Ukulelen-Manufaktur der Welt gilt. Die Instrumente entstehen weiterhin in Handarbeit, oft aus einheimischem Koa-Holz, und liegen preislich deutlich über den Fabrikaten aus dem Einsteiger- und Mittelklasse-Segment.

Ist Cordoba nur ein Gitarrenhersteller?

Cordoba ist nicht nur ein Gitarrenhersteller, auch wenn das Unternehmen 1997 in Santa Monica als Hersteller klassischer Gitarren mit Nylonsaiten startete. Für eine eigene Ukulelen-Linie arbeitete Cordoba mit dem Gitarrenbauer Pepe Romero Jr. zusammen, der Bautechniken aus dem klassischen Gitarrenbau auf die Ukulele übertrug. Seit 2023 gehört das Unternehmen zum japanischen Yamaha-Konzern.

Wo werden Kala- und Ohana-Ukulelen gefertigt?

Kala entwickelt seine Ukulelen am Firmensitz im kalifornischen Petaluma, fertigt den Großteil davon aber in beauftragten Werken in China, Indonesien, Vietnam, Indien und Portugal; nur einzelne Modelle der Elite-Reihe entstehen komplett in Petaluma. Ohana lässt seine Ukulelen in einer eigenen Fabrik in China bauen und übernimmt die letzte Kontrolle sowie den Einbau der Mechaniken anschließend am Firmensitz in Long Beach.

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Ukulelen-Pflege

Ukulelen-Pflege

Eine Ukulele bleibt in Form, wenn Korpus und Hals nach jedem Spielen ein trockenes Tuch abbekommen, bevor sich Handschweiß im Lack festsetzt. Das unlackierte Griffbrett braucht nur gelegentlich etwas Öl, seltener als bei größeren Zupfinstrumenten, weil seine Fläche kleiner ist. Der kleine, dünnwandige Holzkorpus reagiert dafür empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen und gehört stabil gelagert, ohne Heizungsnähe oder pralle Sonne. Neue Nylonsaiten dehnen sich nach dem Aufziehen tagelang und verlangen häufigeres Nachstimmen. Risse im Holz, sich lösende Bundstäbchen oder ein klemmender Wirbel gehören in die Fachwerkstatt.

Ukulelen-Zubehör

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Ukulelen-Zubehör umfasst die Geräte und Teile, die eine Ukulele schützen, spielbereit stimmen und im Alltag praktischer machen: Gigbag oder Tasche, Clip-Stimmgerät, Gurt, Kapodaster, Ersatzsaiten sowie Notenständer oder Akkordheft. Ein Teil davon fällt bei der Ukulele kleiner oder leichter aus als bei einer Gitarre, weil das Instrument selbst wenig wiegt und mit vier Nylon- oder Fluorocarbonsaiten gestimmt ist. Ein Gigbag liegt bei vielen Modellen bereits im Lieferumfang, ein Clip-Stimmgerät dagegen gilt wegen der ungewohnten Standardstimmung g-c-e-a fast als Pflicht. Dieser Ratgeber erklärt zu jeder Kategorie, was sie leistet und worauf beim Kauf zu achten ist.

Ukulelensaiten

Ukulelensaiten

Ukulelensaiten sind das Verschleißteil der Ukulele: Sie bestehen heute meist aus Nylon oder aus dem helleren, dichteren Fluorocarbon. Die Standardstimmung g-c-e-a verwendet eine hohe, sogenannte reentrante g-Saite, daneben gibt es eine tiefe Low-G-Saite als Alternative. Je nach Spielhäufigkeit lohnt sich ein Wechsel alle paar Monate bis einmal im Jahr, erkennbar an mattem Klang, Intonationsproblemen oder sichtbarem Verschleiß. Wie bei der Konzertgitarre werden die Saiten am Steg verknotet statt mit Kugelende befestigt, und neue Saiten brauchen mehrere Tage, bis sie die Stimmung halten.

Vihuela

Vihuela

Die Vihuela ist ein gitarrenförmiges Streichinstrument aus Spanien, Portugal und Italien aus dem 15. Jahrhundert, meist mit fünf oder sechs doppelten Saiten. Die Vihuela ist auf Spanisch unter dem Namen "Viola de mà" (Katalanisch) bekannt, außerdem als "Viola da mano" auf Italienisch und "Viola de mão" auf Portugiesisch. Die Namen sind funktionell gleichbedeutend und austauschbar.