Dutar

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Bild: Rustem Nuryyev / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Der Dutar ist ein traditionelles Zupfinstrument aus Zentralasien und dem Iran, verbreitet vor allem in Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und im persischsprachigen Raum. Es ist ein zweisaitiges Lauteninstrument mit langem, schlankem Hals und einem bauchigen, birnenförmigen Resonanzkörper. Der Hals trägt eine Reihe von Bünden, über die zwei Saiten, traditionell aus Seide, heute häufig aus Nylon, gespannt sind.

Der Dutar ist ein traditionelles Zupfinstrument aus Zentralasien und dem Iran, verbreitet vor allem in Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und im persischsprachigen Raum. Es ist ein zweisaitiges Lauteninstrument mit langem, schlankem Hals und einem bauchigen, birnenförmigen Resonanzkörper. Der Hals trägt eine Reihe von Bünden, über die zwei Saiten, traditionell aus Seide, heute häufig aus Nylon, gespannt sind. Der Dutar wird ausschließlich mit den Fingern der rechten Hand gezupft, niemals mit einem Bogen gestrichen, während die linke Hand die Saiten auf dem bundierten Griffbrett greift. Er zählt zu den wichtigsten Instrumenten der zentralasiatischen und persischen klassischen sowie Volksmusik und wird oft solistisch oder zur Begleitung von Gesang eingesetzt.

Wie klingt der Dutar?

Der Klang des Dutar ist weich, warm und resonant, mit einem eher leisen, intimen Charakter, der besonders für die Begleitung von Gesang und rezitierter Poesie geschätzt wird. Weil traditionell Seidensaiten verwendet werden, klingt das Instrument sanfter und obertonärmer als etwa eine stahlbesaitete Laute.

Durch geschicktes Zupfmuster der rechten Hand, oft mit schnellen, tremoloartigen Anschlägen, lässt sich der eigentlich kurze, abklingende Ton eines Zupfinstruments zu einer fließenden, fast gesanglichen Linie verlängern. Der Korpus des Instruments verstärkt vor allem die tiefen und mittleren Frequenzen und verleiht dem Dutar seine charakteristische, volle Resonanz.

Woraus besteht der Dutar?

Der Dutar besteht aus einem birnenförmigen, meist aus Maulbeer- oder Aprikosenholz gefertigten Resonanzkörper und einem langen, schlanken Hals, der bis zu 15 Bünde trägt, häufig aus gebundenen Darmsaiten, seltener aus festen Metall- oder Holzstegen.

Über den Hals sind zwei Saiten gespannt, traditionell aus gedrehter Seide, bei modernen Instrumenten oft aus Nylon, die am oberen Ende über Stimmwirbel gestimmt und am unteren Ende an einem Saitenhalter auf der Decke befestigt werden. Die dünne Holzdecke des Korpus ist gewölbt und trägt oft filigrane, kunstvoll eingebrannte oder eingeschnitzte Ornamente, die zugleich als kleine Schalllöcher dienen.

Der Dutar wird ausschließlich gezupft; ein Bogen kommt bei diesem Instrument nicht zum Einsatz, das unterscheidet ihn deutlich von gestrichenen Streichinstrumenten Zentralasiens.

Wie spielt man den Dutar?

Beim Spielen des Dutar sitzt der Musiker aufrecht und hält das Instrument schräg vor dem Körper, wobei der Korpus auf dem Schoß oder gegen die Brust ruht. Die linke Hand umgreift den Hals von unten und greift die Bünde, während der Daumen häufig zur Unterstützung leicht über den Hals reicht.

Mit dem Zeigefinger der rechten Hand werden die beiden Saiten angeschlagen, oft in schnellen, alternierenden Auf- und Abwärtsbewegungen, die einen fließenden, tremoloartigen Klangteppich erzeugen. Eine Saite trägt dabei meist die Melodie, während die zweite als Bordunsaite mitschwingt und einen gleichbleibenden Grundton beisteuert.

Charakteristisch für die zentralasiatische und persische Spieltradition sind zudem Ziehtöne (Bendings), bei denen die gegriffene Saite seitlich über den Bund gezogen wird, um den Ton gleitend anzuheben, sowie perkussive Schläge mit der rechten Hand auf die Decke des Instruments, die dem Spiel einen rhythmischen Akzent verleihen.

Weil der Dutar häufig zur Begleitung von Gesang oder rezitierter Poesie eingesetzt wird, orientieren sich Tempo und Phrasierung stark am Text und Atem des Sängers.

Typische Musikstile mit dem Dutar

Der Dutar ist ein zentrales Instrument der klassischen und volkstümlichen Musik Zentralasiens sowie der persischen Musiktradition. In Usbekistan und Tadschikistan begleitet er die Maqom-Tradition, einen Zyklus kunstvoller modaler Kompositionen, während er im Iran vor allem in der Volksmusik Khorasans verbreitet ist, wo er oft die Rezitation epischer Gedichte und Erzählungen begleitet.

Der Dutar wird sowohl solistisch als auch in kleinen Ensembles mit weiteren Zupf- und Streichinstrumenten sowie Rahmentrommeln gespielt und gilt in mehreren zentralasiatischen Ländern als nationales Kulturerbe.

Bekannte Lieder mit dem Dutar

Weil der Dutar in Zentralasien und im persischsprachigen Kulturraum vor allem als Begleitinstrument für Gesang und mündlich überlieferte Poesie dient, ist er eng mit dem großen Repertoire der Maqom-Musik sowie den epischen Erzähltraditionen Khorasans verbunden, statt mit einzelnen, weltweit bekannten Titeln.

Bekannte Ensembles und Meister der zentralasiatischen Maqom-Tradition sowie der Khorasani-Volksmusik pflegen dieses Repertoire bis heute und geben es mündlich an die nächste Generation weiter. In den letzten Jahrzehnten wird der Dutar zudem verstärkt in Weltmusik-Produktionen eingesetzt, die zentralasiatische und persische Klänge einem internationalen Publikum näherbringen.

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