Doedelzak

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Bild: anon_tae / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Doedelzak ist die niederländische und flämische Bezeichnung für den Dudelsack, ein Blasinstrument aus der Familie der Sackpfeifen. Es besteht aus einem luftgefüllten Beutel aus Leder, Tierhaut oder heute oft synthetischem Material, der unter dem Arm des Spielers eingeklemmt wird, sowie mehreren an den Beutel angeschlossenen Pfeifen. Über eine Blasröhre oder einen Blasebalg wird der Beutel mit Luft gefüllt, die der Spieler durch gleichmäßigen Armdruck kontinuierlich an die Pfeifen weitergibt.

Doedelzak ist die niederländische und flämische Bezeichnung für den Dudelsack, ein Blasinstrument aus der Familie der Sackpfeifen. Es besteht aus einem luftgefüllten Beutel aus Leder, Tierhaut oder heute oft synthetischem Material, der unter dem Arm des Spielers eingeklemmt wird, sowie mehreren an den Beutel angeschlossenen Pfeifen. Über eine Blasröhre oder einen Blasebalg wird der Beutel mit Luft gefüllt, die der Spieler durch gleichmäßigen Armdruck kontinuierlich an die Pfeifen weitergibt. Eine dieser Pfeifen, das Spielrohr (Chanter), besitzt Grifflöcher und erzeugt die Melodie, während ein oder mehrere Bordunpfeifen einen gleichbleibenden Begleitton liefern. Sackpfeifen dieser Bauart sind in ganz Europa und weiten Teilen Asiens verbreitet, und der Doedelzak steht als niederländisch-flämischer Vertreter dieser weitverzweigten Instrumentenfamilie in dieser Tradition. Es ist ein sehr einzigartiges Instrument, das einen unverwechselbaren, brummenden Klang erzeugt und seit Jahrhunderten Teil der niederländischen und flämischen Volksmusik ist.

Wie klingt der Doedelzak?

Der Doedelzak erzeugt einen einzigartigen, warmen und zugleich durchdringenden Klang, der sich klar von anderen Blasinstrumenten unterscheidet: Während das Spielrohr die Melodie trägt, liegt darunter ununterbrochen der tiefe, brummende Ton der Bordunpfeifen, der dem Instrument seinen charakteristischen, fast hypnotischen Charakter verleiht. Da der Beutel die Luftzufuhr konstant hält, gibt es zwischen den Tönen keine Pausen zum Atemholen wie bei anderen Blasinstrumenten, die Melodie fließt ununterbrochen. Der Doedelzak ist ein sehr flexibles Instrument, das eine Vielzahl von Klängen erzeugen kann, von sanften, melodischen Klängen bis hin zu schnelleren, rhythmischen Klängen. Der Doedelzak ist ein sehr beliebtes Instrument, das sowohl in traditionellen als auch in modernen Musikstücken verwendet wird.

Woraus besteht der Doedelzak?

Der Doedelzak besteht aus mehreren Teilen, die alle an einem zentralen Luftbeutel zusammenlaufen. Dieser Beutel wird traditionell aus gegerbter Tierhaut (meist Ziegen- oder Schafsleder) gefertigt, moderne Instrumente verwenden häufig luftdichte synthetische Stoffe. Der Spieler hält den Beutel unter dem Arm eingeklemmt und füllt ihn entweder über eine Blasröhre, in die er direkt hineinbläst, oder über einen kleinen Blasebalg, den er mit dem Arm bedient, mit Luft. Durch gleichmäßigen Druck des Arms presst der Spieler die Luft aus dem Beutel in die angeschlossenen Pfeifen. Das Spielrohr, Chanter genannt, trägt eine Reihe von Grifflöchern, die mit den Fingern abgedeckt werden, um die Melodie zu spielen. Zusätzlich sind ein oder mehrere Bordunpfeifen (Drones) an den Beutel angeschlossen, die meist über die Schulter des Spielers ragen und ohne Grifflöcher einen gleichbleibenden Dauerton erzeugen. In jeder Pfeife sitzt ein einfaches oder doppeltes Rohrblatt, das durch den Luftstrom aus dem Beutel zum Schwingen gebracht wird und so den Ton erzeugt.

Wie spielt man den Doedelzak?

Ein Doedelzak wird gespielt, indem der Spieler zunächst den unter dem Arm liegenden Beutel über die Blasröhre oder den Blasebalg mit Luft füllt. Anschließend drückt er den Beutel mit dem Oberarm gleichmäßig zusammen, sodass die gespeicherte Luft kontinuierlich durch das Spielrohr und die Bordunpfeifen strömt. Während der Arm die Luftzufuhr über den Beutel reguliert, liegen die Finger beider Hände auf den Grifflöchern des Spielrohrs, um die Melodie zu formen. Da der Beutel als Luftspeicher dient, muss der Spieler nicht wie bei anderen Blasinstrumenten zum Atmen pausieren, sondern kann durch die Nase einatmen, während der Arm weiter Druck auf den Beutel ausübt.

Es gibt verschiedene Techniken, die man beim Spielen des Doedelzaks anwenden kann. So lassen sich durch schnelle, kurze Fingerbewegungen Verzierungen wie Vorschläge und Triller einbauen, die auf Sackpfeifen anstelle von Bindungen genutzt werden, da der Ton durch die Grifflöcher nicht unterbrochen werden kann. Auch der Armdruck auf den Beutel lässt sich leicht variieren, um Lautstärke und Klangfarbe zu beeinflussen.

Um ein guter Doedelzak-Spieler zu werden, muss man viel üben und sich mit den verschiedenen Techniken vertraut machen, insbesondere mit der Koordination von Armdruck und Fingertechnik. Mit der richtigen Technik und Übung kann man ein wunderschönes Musikstück auf dem Doedelzak spielen.

Erfahrene Spielerinnen und Spieler setzen zudem gezielt den Kontrast zwischen dem gleichbleibenden Bordunton und der beweglichen Melodie ein, um die für Sackpfeifenmusik typische, mitreißende Klangwirkung zu erzeugen.

Typische Musikstile mit dem Doedelzak

Sackpfeifen wie der Doedelzak haben eine sehr alte und weitverzweigte Geschichte: Ihre Ursprünge werden im Alten Orient und in Indien vermutet, von wo aus sie über das Römische Reich in weite Teile Europas gelangten. Im Mittelalter war der Doedelzak in den Niederlanden und in Flandern ein weitverbreitetes Instrument der Wander- und Bauernmusik und wurde häufig auf Gemälden alter Meister dargestellt. Mit dem Aufkommen anderer Instrumente geriet er ab dem 17. Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt der Doedelzak im Zuge der Folk-Revival-Bewegung eine Wiederentdeckung: Historische Musikensembles und Folkgruppen in den Niederlanden und Belgien setzen ihn wieder gezielt ein, um mittelalterliche und frühneuzeitliche Musik nachzuspielen. Damit reiht sich der Doedelzak in eine große europäische Familie von Sackpfeifen ein, zu der etwa auch die schottische Great Highland Bagpipe, der französische Biniou und der galicische Gaita zählen, jede Region hat dabei ihre eigene Bauform und ihr eigenes Repertoire entwickelt.

Bekannte Lieder mit dem Doedelzak

Anders als die schottische Highland-Dudelsack-Tradition mit ihrem festen Konzert- und Marschrepertoire hat der niederländisch-flämische Doedelzak kein vergleichbar standardisiertes Repertoire aus bekannten Einzeltiteln hervorgebracht. Er lebt vor allem in der Volksmusik- und Mittelalterszene der Niederlande und Belgiens fort, wo Ensembles wie Rapalje oder Omnia traditionelle Weisen und eigene Kompositionen mit dem Doedelzak und verwandten Sackpfeifen einspielen. Wer den Klang des Instruments kennenlernen möchte, findet ihn am ehesten auf historischen Volksmusik-Festivals und in Aufnahmen der niederländischen und flämischen Folk-Revival-Szene, nicht in einem festen Kanon weltbekannter Einzelstücke.

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