Descendents - Hypercaffium Spezzinate (2016)

2 Min. Lesezeit
Descendents - Hypercaffium Spezzinate (2016)
Descendents - Hypercaffium Spezzinate (2016)

Zusammenfassung

Das ist sie also, die Neue von Milo und seinen Pop-Punk-Veteranen. In elegantem schwarz kommt sie daher und gibt uns gleich einen kleinen Einblick was der Frontsänger der Band in den dann doch 12 Jahren seit "Cool to Be You", dem letzten Album der Band, so alles getrieben hat. Ja richtig gehört, der studierte Biochemiker, mit dem Nebenjob die Punkwelt zu revolutionieren, ließ in den letzten Jahren wieder die Schulbank drücken und räumte dabei mit Sicherheit ein, zwei Preise zum "Coolsten Lehrer des Jahres" ab. Wer seine Stimme aber lieber inmitten von durchschnittlich 2-minütigen Punk-Hymnen, anstelle kühler Lehrsäle hört, ist mit Hypercaffium Spazzinate schon mal auf dem besten Weg.

Das ist sie also, die Neue von Milo und seinen Pop-Punk-Veteranen. In elegantem schwarz kommt sie daher und gibt uns gleich einen kleinen Einblick was der Frontsänger der Band in den dann doch 12 Jahren seit "Cool to Be You", dem letzten Album der Band, so alles getrieben hat. Unterrichten! Ja richtig gehört, der studierte Biochemiker, mit dem Nebenjob die Punkwelt zu revolutionieren, ließ in den letzten Jahren wieder die Schulbank drücken und räumte dabei mit Sicherheit ein, zwei Preise zum "Coolsten Lehrer des Jahres" ab. Wer seine Stimme aber lieber inmitten von durchschnittlich 2-minütigen Punk-Hymnen, anstelle kühler Lehrsäle hört, ist mit Hypercaffium Spazzinate schon mal auf dem besten Weg.

Die 16 Tracks kommen so selbstironisch und ehrlich daher wie eh und je, außerdem hämmern Bill Stevenson's Drums jedem, der dachte ein Gehirntumor könnte ihm etwas anhaben, das Gegenteil ein. Der erste Track "Feel This" schlägt sofort, so wie es Comic-Milos Koffeincocktail auf dem Cover nicht besser könnte, im Nervensystem ein und lässt keine Fragen offen. Dass man auch über das Altwerden lachen kann, wenn man selbst mittendrin steckt, zeigt der nicht ganz einminütige Song mit dem Namen "No Fat Burger.

Während "Shameless Halo", "Fighting Myself" und "Spineless and Scarlet Red" ihre durchaus vorhandenen melodischen Wurzel vertreten, stellen "We go Defeat" und "Victim of Me", sowie der erwähnte Opener "Feel This" die Sektion: "Aus dem Punk Lehrbuch". Stephen Egerton macht hierbei wie immer so ziemlich das Beste, was man aus 3 bis 5 Akkorden machen kann und Karl Alvarez's Bass prügelt dann letztlich alles ins Ziel. Dass Texte schreiben nicht immer nur Sängersache sein sollte beweisen "Smile" und "Comeback Kid", in denen uns Bill Stevenson zu seinem Kampf gegen den Tumor mitnimmt. Der wundervoll sozialkritische Song "Limiter" gibt der Scheibe, gemeinsam mit "Human Being", auch noch einen revolutionären Anstrich.

Mit Hypercaffium Spezzinate gelingt den Descendents nach über 10 Jahren der nahtlose Übergang an frühere Alben, wenngleich auch die jugendliche Frustration und Wut, die ihre älteren Platten geprägt haben, weitestgehend Erfahrung und Weitsicht gewichen sind. Nichtsdestotrotz eines der besten Punk-Alben der 2010er Jahre von einer Band, die musikalisch Generationen geprägt hat und ohne die auch viele vielleicht bekanntere Bands heute nicht so klingen würden, wie sie klingen. Hoffentlich sehen wir Herrn Auckerman noch als auf einer Hollywoodschaukel sitzender Rentner auf dem Cover.

Weitere Artikel in Bands

Die Ärzte

Die Ärzte

Die Ärzte sind eine 1982 in Berlin gegründete Punkband in Trio-Besetzung. Farin Urlaub spielt Gitarre, Bela B sitzt am Schlagzeug, Rodrigo González spielt seit 1993 den Bass. Alle drei singen, und der Leadgesang wechselt von Stück zu Stück. 1988 löste sich die Band auf, 1993 nahm sie die Arbeit wieder auf. Kennzeichnend sind kurze Stücke, ein voller dreistimmiger Satzgesang und Texte, die mit Doppeldeutigkeit arbeiten.

Die Band Highfly

Die Band Highfly

Als Sextett lassen Ludwig, Josef, Tina, Manfred, Achim und Tom ihre Zuhörer hoch fliegen. Ihre Musik begeistert die Fans und neue Zuhörer, die sie bisher noch nicht kannten, die Band HighFly, ihre Mitglieder sorgen stets für außerordentlich aufgeheizte Stimmung mit einer kraftvollen Stimme und fünf Musikern. Tänzer können nicht still halten, wenn HighFly durchstartet und voller Spaß die Bühne rockt. Auf dem Schwarz-Weiss-Ball vom 14.

Die Beatles

Die Beatles

Die Beatles waren eine britische Band aus Liverpool, die von 1960 bis 1970 bestand. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr begannen mit Beatmusik in Clubs und verlegten ihre Arbeit ab 1966 vollständig ins Studio. Gemeinsam mit dem Produzenten George Martin nutzten sie dort Vierspurmaschinen, Rückwärtsaufnahmen und Tonbandschleifen für Popstücke. Alben wie Revolver, Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band und Abbey Road prägen seither die Vorstellung davon, was im Studio möglich ist.

Die Rolling Stones

Die Rolling Stones

Die Rolling Stones sind eine britische Rockband, die 1962 in London entstand. Ihr Repertoire begann beim Chicago-Blues, aus dem die Band eigene Stücke entwickelte. Den Kern des Klangs bildet das Gitarrenspiel von Keith Richards, der eine fünfsaitige Gitarre in offener G-Stimmung spielt und Begleitung und Melodie in derselben Figur unterbringt. Zwischen 1968 und 1972 erschienen mit Beggars Banquet, Let It Bleed, Sticky Fingers und Exile on Main St. die vier Alben, an denen sich Rockbands seither orientieren.